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Der Tag, an dem Rose verschwand Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-12457-1

Erschienen: 27.10.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Es geschah um Viertel nach zwei an einem Mittwochnachmittag ...

Als Anna sich an einem heißen Sommertag auf den Weg in die Stadt macht, genießt Rose die Sonne im Garten. Anna ahnt nicht, dass sie ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat.

Zwanzig Jahre später fällt es Anna schwer, in die Zukunft zu blicken, da doch Rose immer nur Vergangenheit sein wird. Auch ihre Mutter, die schon einmal einen geliebten Menschen verlor, scheint mit der Tragödie nicht abgeschlossen zu haben – und ein Geheimnis zu verbergen … Was ist damals in den 60ern passiert? Und wer ist Rosanna, von der sie immer wieder spricht?

Eine berührende Geschichte über Mütter und Töchter, über Schwestern und über die Geheimnisse, die wir in uns tragen.

"Eine Familiengeschichte aus England, die unter die Haut geht. Mit einem guten Hauch von Thriller-Spannung, [...] viel Einfühlungsvermögen ins Seelenleben der Protagonisten und [...] höchst spannend."

Ruhr Nachrichten/Dortmunder Zeitung (01.12.2014)

Linda Newbery (Autorin)

Linda Newbery studierte und unterrichtete Englisch, bevor sie ihr erstes Buch verfasste. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die vielfach ausgezeichnet wurden, u.a. mit dem Costa Children's Book Award. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und drei Katzen in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Oxfordshire im Süden Englands.

"Eine Familiengeschichte aus England, die unter die Haut geht. Mit einem guten Hauch von Thriller-Spannung, [...] viel Einfühlungsvermögen ins Seelenleben der Protagonisten und [...] höchst spannend."

Ruhr Nachrichten/Dortmunder Zeitung (01.12.2014)

Aus dem Englischen von Anke Kreutzer
Originaltitel: Quarter Past Two on a Wednesday Afternoon
Originalverlag: David Fickling Books, Oxford 2014

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-12457-1

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 27.10.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Wo ist Rose?

Von: corinnabub Datum: 25.01.2016

www.seistillsieliest.blogspot.de/

"Der Tag, an dem Rose verschwand" ist ein spannendes Familiendrama. Die elementaren Fragen in diesem Buch:

Wo ist Rose?

Wurde sie entführt?

Ermordert?

Oder ist sie abgehauen? Und wenn ja, warum?

All diese Fragen sind seit 20 Jahren ungklärt. Für ihre Schwester Anna und ihre Eltern ist die Zeit stehen geblieben - als hätten sie nach dem Verschwinden von Rose den Atem angehalten.

Die Geschichte spielt in der Gegenwart - Rose wäre jetzt 38 Jahre alt. Anna, ihre kleinere Schwester, lebt in einer Partnerschaft und hat einen Job als Immobilienmaklerin. Man merkt relativ schnell, dass sie dem Leben an sich kaum gewachsen ist. Sie kann sich auf nichts festlegen und scheint mit dem Verschwinden ihrer Schwester immer noch nicht abgeschlossen zu haben. Auch ihre Partnerschaft dümpelt vor sich hin. Wobei ich ihren Freund nicht so toll finde. Martin versteht sie überhaupt nicht und bezieht sie auch in nichts ein. Er hat aus einer früheren Ehe zwei Kinder und trifft regelmäßig seine Ex-Frau Ruth. Annas beste Freundin erwartet demnächst ihr erstes Kind und kann auch nicht verstehen, wieso Anna sich nicht festlegen will, warum sie ständig ihren Job wechselt oder noch keine Kinder hat und nicht verheiratet ist. Man merkt Anna an, wie sehr sie diese Tatsachen belasten, aber sie kann nicht aus ihrer Haut. Um endlich frei zu sein, beschließt sie, endlich die Wahrheit herauszufinden.

Rose' Mutter hat sich endlich entschieden das Haus zu verkaufen. Sie hat immer gehofft, dass ihre Tochter einfach wieder zur Tür hereinspaziert. Allerdings macht sie einen Rückzieher und fängt an, sich komisch zu verhalten. Anna und ihr Vater machen sich Sorgen um sie - sie scheint teilweise nicht mehr in der Gegenwart zu leben.

Die Geschichte wird von Anna und ihrer Mutter, die sich mal Sandra, mal Cassandra und dann wieder Sandy nennt, in der dritten Person erzählt. Der Mutter drei Namen zu verpassen fand ich genial, da jeder Name einer bestimmten Zeit zugeordnet ist. Und so erfährt der Leser nicht nur was in der Gegenwart geschieht, sondern es kommen auch einige Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht.

Ich verspreche euch: Dieses Buch ist voller spannender Momente und ein Geheimnis folgt auf das nächste. Auch die Auflösung ist wirklich interessant.

Eine Familie mit vielen Geheimnissen

Von: Lesefee Datum: 01.06.2015

lesefee.blogspot.de

Der Sommer 1990 verändert in dieser Geschichte alles.
Er unterteilt das Leben von Anna und ihren Eltern in ein „Davor“ und „Danach“. Denn an diesem schicksalhaften Tag bleibt die Zeit in Sevenoaks stehen. Kein lautes Lachen hallt mehr durch die Räume – nur leises Flüstern erfüllt die Leere. Eine Leere die sich insbesonder in den drei Zurükgebliebenen verankert, ohne sich jemals wieder richtig zu füllen. Rose, die älteste Tochter, ist verschwunden.
Niemand weiß was geschehen ist; lediglich ein Buch und ein Glas zeugen davon, dass sie noch wenige Stunden zuvor auf der Liege unter dem Pfirsichbaum saß und die Stunden genoßen hat.

Die Geschichte wird aus Sicht von Anna erzählt, deren Leben sich durch das Verschwinden ihrer Schwester grundlegend verändert hat. Sie selbst konnte den Verlust, der auch nach zwanzig Jahren noch unaufgeklärt ist, nie verkraften und hangelt sich immer noch an die Hoffnung, dass das zarte Wesen, welches Rose immer war, irgendwann wieder auftauchen könnte.
Im Lauf der Geschichte springt die Zeit oftmals hin und her. Der Leser erfährt, wie Anna ohne Rose erwachsen geworden ist und wie weit Eifersucht gehen kann.
Aber auch viele Gehemnisse dringen in dieser Geschichte ans Licht und teilweise ist man als Leser selbst verwirrt, wenn man die Faden der Erzählung einmal verloren hat.
Doch wer dran bleibt und sich auch durch die manchmal zu tiefgründigen Passagen pflügt, wird überrascht sein, welche Wendungen die Geschichte nimmt.
Es passiert viel und obwohl man manchmal befürchtet, das es zu viel ist, findet sich immer wieder eine Erklärung die stimmig ist und dadurch nicht zu übertrieben wirkt.

Sein Leben quasi für das seiner verschwundenen Schwester aufzugeben wirkt einerseits sehr ergeben, andererseits auch abhängig. Mich hat in dieser Geschichte sehr betrübt, dass die Hauptprotagonistin ihr Leben nicht mehr wirklich selbst bestimmt hat, sondern nur noch die Suche nach ihrer Schwester im Mittelpunkt stand und sie jede Entscheidung ihres eigenen Lebens von dieser abhängig gemacht hat.
Alles in allem erzählt sich die Geschichte gut, auch wenn die Autorin zeitweise abzuschweifen scheint. Ich wollte Anna am liebsten immer wieder an die Hand nehmen und ihr sagen, dass sie ihren eigenen Weg machen muss, denn es scheint, dass sie in den zwanzig Jahren, die in diesem Buch beschrieben werden, kaum ein Jahr älter wird in Bezug auf ihre Entscheidungen und Veränderungen.
Sicherlich ist es auch nachvollziehbar, dass man auch noch nach Jahren nach einem geliebten Menschen sucht, aber ich konnte nicht verstehen warum man nicht irgendwann einen Schlussstrich zieht.
Neben Anna spielt auch ihre Mutter eine große Rolle, denn wie man nach und nach erfährt, haben ihre frühen Entscheidungen ebenfalls auf die aktuelle Situation hingearbeitet.
Und auch wenn das Hauptthema dieses Buches die Suche nach einer Frau ist, die ihren eigenen Weg gegangen ist ohne zurück zu blicken, gibt es auch kleine Einstreuungen, wie der Themen Verdrängung und Alzheimer, Eifersucht und auch Homosexualität. Aus diesem Grund hat mir die Geschichte gut gefallen und wurde für mich immer wieder schlüssig.
Doch zeigt Linda Newbery auch klar, wie sich Leben in all der Zeit verändern und was für Schritte man manchmal wagen muss um in Richtung des eigenen Glückes zu gelangen.

Dies ist ein Roman, der nicht ganz leicht dahinläuft, der immer wieder Abzweigungen und Zeitreisen unternimmt, der mich aber gerade dadurch an sich binden konnte. Manchmal kommt man aber auch ins Grübeln, ob es nicht zu viele Erlebnisse und Geschehnisse in einer Familie sind, die da niedergeschrieben wurden.
Der ein oder andere wird wie ich schnell ahnen, was noch auf den Leser zukommt und schon früh erkennen wo der Weg hinführt, da der Weg aber im Nebel zu liegen scheint wird es an einigen Stellen spannend.

Eine Familiengeschichte die jede Generation anders trifft und berührt. Die mit Vorurteilen kämpft und diese immer wieder in Frage stellt um sie dann zu beseitigen. Eine wunderbare Geschichte über das Leben, Verlust und einer Wahrheit, die zeigt, dass Wünsche und Hoffnungen sich oftmals von der Realität unterscheidet.

Wer undurchsichtige Geschichte mag, die viele Wendungen und viele kleine Einzelgeschichten in sich beinhaltet, wird hier sehr gut aufgehoben sein.

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