Der Tag der Heuschrecke

Roman

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Wiederentdeckung eines US-amerikanischen Kultautors

Hollywood: nirgends gedeihen Illusionen prächtiger, nirgends werden sie rascher entsorgt. Hauptsache, die Show geht weiter. Dieser Roman ist eine herrlich respektlose Nahaufnahme der Traumfabrik, eine filmreife Parodie auf Starkult und kollektiven Selbstbetrug.

Keiner hat das wahre Hollywood mit seinen Widersprüchen, Abgründen und Hell-Dunkel-Kontrasten schärfer erfasst als Nathanael West. In seiner Satire widmet er sich den Schattenseiten einer durch und durch künstlichen Welt, in der die Verlierer in der Überzahl sind: die ewigen Statisten, Sternchen, Schmalspurdiven und Reservehelden. Je zweifelhafter deren Aussicht auf das große Los, desto verbissener hängen sie ihren Illusionen nach – und überbieten sich in einer Parade der Peinlichkeiten und Selbstentblößungen.

Einmal mehr besticht Nathanael West hier mit der hohen Kunst der Zuspitzung. Schonungslos bis zum Zynismus legt er das Urkomische im Tragischen frei und entlarvt seine Figuren als hoffnungslose Träumer, ohne sie dabei zu diffamieren. Wunsch und Wirklichkeit mögen noch so weit auseinanderklaffen, menschliche Sehnsüchte sind einfach nicht totzukriegen. So ist dieses Buch eine Demaskierung des neuzeitlichen Wahns, um jeden Preis ein Star werden zu müssen, und ein tiefer Seufzer angesichts evidenter Aussichtslosigkeit.

  • Neuübersetzung

«Wahnsinnig komisch, furchtbar traurig, knallhart und liebenswert, zornig und nachsichtig – niemand gleicht Nathanael West.»

Dorothy Parker

Aus dem Amerikanischen von Klaus Modick
Originaltitel: The Day of the Locust
Mit Nachwort von Bernd Eilert
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-11878-5
Erschienen am  16. September 2013
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Vita

Nathanael West

Nathanael West (1904–1940), Sohn litauischer Juden, wurde als Nathan Weinstein in New York geboren. In den 1930er-Jahren Drehbuchschreiber in Hollywood, war er mit so namhaften Schriftstellerkollegen wie F. Scott Fitzgerald oder Dashiell Hammett befreundet. Sein schmales, aber hochkarätiges Erzählwerk weist ihn als gewitzten Kritiker neuzeitlicher Glücksideologien aus.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»[Eine] ebenso böse wie warmherzige Geschichte.«

Deutschlandradio - Radiofeuilleton, 07.11.2013

»Manche meinen zu recht, das es das beste Buch ist, das je über die Geldvermehrungs- und Menschenvernichtungsmaschine Hollywood geschrieben wurde.«

rbb Kulturradio - Lesestoff, 15.08.2014

»Ein Testament der Trostlosigkeit. Trostlos ist allerdings nur die Lage der Romanfiguren. Dank der großartigen Übersetzung wird [der Leser] verwöhnt mit einer erstklassig erzählten Story.«

WDR 5 - Lesefrüchte, 19.10.2013

«Bis heute das beste Buch über die Geldvermehrungs- und Menschenvernichtungsmaschine Hollywood.»

Peter Zimmermann, ORF Ex libris (15. Mai 2011)

»Jeder Satz ein Brennglas, jeder Gag eine schallende Ohrfeige. Nathanael West, das ist der Salvator Rosas, der Goya und Daumier des 20. Jahrhunderts.«

Deutschlandfunk – Büchermarkt, 07.04.2014

»Definitiv ein Juwel und die schönste Verführung, die man sich wünschen kann. Der US-Amerikaner schreibt Geschichten, in denen Emotionen und Leidenschaft pur stecken. «

literaturmarkt.info, 10/13

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