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Düster, beklemmend, gnadenlos spannend

Leo Junker, Anfang 30, ist als Polizist vorübergehend vom Dienst suspendiert, nachdem er versehentlich einen Kollegen erschossen hat. Körperlich und psychisch angeschlagen, ist er voller Sorge um seine Zukunft. Als in seinem Wohnhaus ein Mord geschieht, beginnt Leo – unerlaubt – zu ermitteln. Denn ein Detail an der Ermordeten erinnert ihn auf erschreckende Weise an seine eigene gewalttätige Jugend und an das brutale Ende seiner ersten Liebe. Leo weiß, dass ihm jetzt nur einer weiterhelfen kann: John Grimberg, früher sein bester Freund, der später jedoch zu seinem abgrundtiefen Feind wurde und nur auf eine Gelegenheit wartet, sich an ihm zu rächen.

Ein subtiler, unter die Haut gehender Thriller mit einem faszinierenden neuen Serienhelden!

"Dieses Buch macht süchtig. Schon auf den ersten Seiten lässt man sich in den Strudel der Ereignisse ziehen. Auftauchen kann man erst am Ende der "nur" 350 Seiten. … Diese Reihe könnte einen Meilenstein im Genre ‚Schweden-Krimi‘ setzen. Das ist zuletzt vor mehr als zehn Jahren Stieg Larsson mit seinen Millennium-Büchern gelungen."

WDR2 "Krimi-Tipp" (09. März 2015)

Aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann
Originaltitel: Den osynlige mannen från Salem
Originalverlag: Piratförlaget, Stockholm 2013
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-14784-6
Erschienen am  09. März 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Finster, packend und hochaktuell - Leo Junker ermittelt

Leserstimmen

Wie einer wird, was einer ist

Von: Sandra Matteotti

23.12.2016

Eine junge Frau wird in der Notschlafstelle, die sich im Haus von Leo Junker befindet, erschossen. Junker, aktuell vom Dienst suspendiert, weil er einen Kollegen erschossen hat, ist schnell am Tatort und gilt schon bald als Verdäc htiger. Schon bald fühlt er, dass dieser Fall in der Tat etwas mit ihm zu tun hat und er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Der Turm der toten Seelen ist der erste Band einer Reine rund um Leo Junker. Vielleicht wird darum so viel Zeit darauf verwendet, dessen ganze Geschichte aufzurollen, von der Kindheit in einem sozial schwachen Umfeld über die erste Liebe, erste Freundschaft, hin zu Schlägereien und Jugendkriminalität. Zwar hat diese Geschichte durchaus Bezug zum aktuellen Fall, trotzdem wirkt sie oft zu ausschweifend, hemmt den Erzählfluss und bremst die Spannung. Es lohnt sich, dranzubleiben (notfalls kann man das eine oder andere überblättern), denn das Buch nimmt mit der Zeit an Tempo zu und wird am Schluss wirklich spannend, so dass man sich auf weitere Fälle des vielschichtigen Ermittlers freut. Das ab und an schleppende Tempo wird aufgewogen durch eine eingängige und leicht lesbare Erzählweise, durch einen durchdachten und stimmigen Plot und komplexe Charaktere. Fazit: Stimmige Geschichte, die langsam anfängt, weit ausschweift, dann an Tempo zulegt und spannend wird. Empfehlenswert!

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Solider Serienauftakt mit Luft nach oben

Von: Sandra Marquardt

31.12.2015

Ich wollte schon eher mal in diese neue Reihe reinschnuppern. Der erste Fall von Leo Junker hat mir soweit ganz gut gefallen. Der Schreibstil des Autors ist etwas schwermütig, passt in allem aber sehr gut zu der Handlung. Diese ist aber leider doch ein wenig vorhersehbar gewesen. Leo ist eine interessante Figur und nicht alle Fragen um ihn werden schon im ersten Band beantwortet wie zum Beispiel die Sache mit Gotland. Leo wird von seiner Vergangenheit wieder eingeholt, auf die der Autor nebenbei sehr detailliert eingegangen ist. Das hat mir sehr gefallen, aber leider wirkte Leo trotzdem nicht ganz so greifbar auf mich beim Lesen. Grim hat ihn dafür beinahe in den Schatten gestellt. Ab und an musste ich auch zweimal gucken, ob das jeweilige Kapitel gerade in der Gegenwart oder in der Vergangenheit spielt. Die Übergänge waren hier nicht gerade optimal. Dafür gefielen mir die Briefe zwischendurch ganz gut, die auch eng mit der Handlung verwoben sind. Der Fall an sich war spannend aufgebaut, folgt allerdings dem üblichen Schema: suspendierter Polizist ermittelt im Alleingang einen Fall, der natürlich mit ihm zu tun hat, eine ihm nahestehende Person wird entführt und selbstverständlich muss er sie alleine retten. Die üblichen Klischees. Vor allem aber die Freundschaft zwischen Leo und Grim fand ich faszinierend. Der Anfang in ihrer Jugend und später dann die Differenzen im Erwachsenenalter fand ich gelungen umgesetzt. Man hat beim Lesen deutlich gemerkt, dass beide dennoch etwas füreinander übrig haben, auch wenn ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit über ihnen schwebt. Vor allem Grims Leben fand ich anschaulich dargestellt bzw. seinen Werdegang und wie er es quasi geschafft hat sich unsichtbar zu machen. Das war wesentlich interessanter als die Liebesgeschichte von Leo und Julia. Die Sache mit Julia war okay, hat mich aber nicht allzu sehr vom Hocker gerissen. Sie war eher das Anhängsel und hat für die Liebesgeschichte gesorgt, aber ansonsten hat sie mich nicht sonderlich interessiert. Liegt wohl auch daran, dass sie nicht allzu sehr hervorstach. Erst das Ende mit ihr hat dann doch noch für eine Überraschung gesorgt. Der Schluss bleibt relativ offen. Man erfährt wie es mit Leo weitergehen könnte, aber wie erwähnt bleibt einiges um ihn als Person offen, da wäre vor allem die Gotland-Sache und die mit Grim, ebenso wie es mit Leo und Sam weitergeht. Ob sie noch einmal zueinander finden oder endgültig getrennte Wege gehen, wobei mich das eigentlich nicht sonderlich interessiert. Ein gelungener Serienauftakt, der zwar nicht viel Neues bietet, aber dennoch eine gelungene Geschichte erzählt. Es gibt einige spannende Stellen und vor allen die Nebenfigur Grim sticht besonders hervor, ebenso der Erzählstil des Autors.

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Lesen Sie auch: Interview mit Christoffer Carlsson

Vita

Christoffer Carlsson, geboren 1986, ist der jüngste Star am schwedischen Krimihimmel. Mit 28 Jahren hat er nicht nur bereits vier hoch gelobte, international erfolgreiche Thriller geschrieben, sondern nebenher auch noch sein Kriminologie-Studium mit Promotion abgeschlossen. Der Turm der toten Seelen, der erste Band der Serie um den Polizisten Leo Junker, wurde 2013 mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet und war auch international sehr erfolgreich. Es folgten Schmutziger Schnee (2015) und Der Lügner und sein Henker.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

"Dramaturgisch hervorragend aufgebaut und berührend erzählt."

Münchner Merkur (18. April 2015)

"Der 28-Jährige ist eine Entdeckung. Carlsson ist ein Krimitalent mit einer harten und präzisen Schreibe. Sein Buch brilliert mit dramaturgischer Präzision und psychologischer Tiefe."

Neue Luzerner Zeitung (12. März 2015)

"Spannend erzählt - Vergangenheit und Gegenwart sind elegant zum Krimi-Puzzle verschachtelt."

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (06. August 2015)

"Fulminanter Start einer neuen schwedischen Krimiserie."

Morgenpost am Sonntag (16. August 2015)

"Ein beklemmender und gnadenlos spannender Thriller mit einem neuen, vielversprechenden Serienhelden."

Revue (01. April 2015)

"In seinem Deutschland-Debüt dringt Carlsson tief in das Innenleben seiner Protagonisten ein und schafft damit eine beklemmende Stimmung, die über 340 Seiten anhält."

Focus Online (10. März 2015)

"Viele Kritiker feiern ihn als eine der besten Neuentdeckungen dieses Frühjahrs. Die Story wirkt durch die Art des Erzählens. Einfach, mit großer Ruhe und schnörkellos."

Format (03. April 2015)

"Düster, klug, gnadenlos spannend. Ein subtiler, unter die Haut gehender Thriller mit einem faszinierenden neuen Serienhelden!"

Buch-Magazin (01. April 2015)

"Der Leser dringt tief in die düstere Psyche der Hauptfigur vor. Und trotzdem gelingt es Carlsson, die Spannung hoch zu halten. Macht neugierig."

uMag (30. April 2015)

"Carlsson versteht es, die seelischen Abgründe der Menschen zu erforschen – und zwar so gut, dass es selbst einem Jussi Adler-Olssen oder Stieg Larsson verdammt schwer fallen würde, seine Bücher aus der Hand zu legen. Der helle Wahnsinn!"

literaturmarkt.info (10. März 2015)

"Ein beachtliches Werk. Der Leser wird sofort gepackt und in die Handlung gerissen."

krimi-couch.de (01. Mai 2015)

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