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Der Zug der Waisen Roman

Kundenrezensionen (39)

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CHF 11,00*
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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13039-8

Erschienen: 10.11.2014
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Ein bewegender Roman über ein vergessenes Kapitel der amerikanischen Geschichte

New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor ... Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.

Christina Baker Kline über ihr Buch »Der Zug der Waisen«

"Ein Juwel!"

Huffington Post

Christina Baker Kline (Autorin)

Christina Baker Kline wuchs in England und in den Vereinigten Staaten auf. Sie hat Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet und sich als Buchautorin und Herausgeberin von Anthologien einen Namen gemacht. Ihr Roman "Der Zug der Waisen" war in den USA ein großer Erfolg und hielt sich monatelang an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste. Mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen lebt die Autorin in Montclair, New Jersey.

"Ein Juwel!"

Huffington Post

"Der Roman schildert eindrücklich die seelischen Verwüstungen, die eine Kindheit ohne Liebe und Geborgenheit anrichtet."

Sibylle Peine, dpa (20.01.2015)

"Bewegend."

BILDWoche (27.11.2014)

"Ein fesselnder Roman..."

S-Bahn Hamburg Kundenzeitschrift (01.12.2014)

"Kline beleuchtet ein vergessenes Kapitel amerikanischer Geschichte und erzählt dabei vom Erwachsenwerden zweier starker junger Frauen."

Booklist

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Aus dem Amerikanischen von Anne Fröhlich
Originaltitel: Orphan Train
Originalverlag: William Morrow

eBook (epub), 7 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-13039-8

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 10.11.2014

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Der Zug der Waisen

Von: Thrillertantes Bücherblog Datum: 17.03.2015

www.thrillertante.blogspot.de

Vivian ist 9 Jahre alt, als sie 1929 bei einem Brand ihre Familie verliert. Mit anderen Waisen wird sie in einen Zug gesteckt und von New York aus in den mittleren Westen gefahren. Der Zug macht an mehreren Stationen Halt. Dort stellen sich die Kinder auf um sich von Familien oder Ehepaaren "aussuchen" zu lassen um so ein neues Heim zu finden. Auch für Vivian findet sich ein neues Zuhause. Sie wünscht sich eine Familie, die sie so annimmt, wie sie ist und findet sich in einer Näherrei wieder, in der sie von nun an arbeiten soll.

2011: Molly ist auch eine Waise und fühlt sich bei ihren Pflegeeltern nicht wirklich wohl. Ihr Pflegevater ist ganz okay aber er lässt sich von seiner Frau, die Molly offensichtlich nicht mag, unterdrücken. Molly reagiert mit Rebellion. Nachdem sie in einer Bücherei ein Buch stiehlt, muss sie Sozialstunden leisten und lernt so die nun 91jährige Vivian kennen, bei der sie den Dachboden aufräumen soll.


Ich hoffe, dass ich die richtigen Worte für das Buch finde aber ich versuche es einfach mal.

Ich habe noch nie von diesem Stück amerikanischer Geschichte gehört und ich glaube, dass selbst vielen Amerikanern unbekannt ist, was damals geschehen ist.

Auf der einen Seite fand ich es ganz gut, dass es da eine Organisation gab, die sich um Waisen kümmert, jedoch war ich entsetzt in welcher Art und Weise die Kinder behandelt wurden In den Zügen befanden sich Kinder jeden Alters. Vom Baby bis zum Teenager waren alle Altersgruppen vertreten und die Kinder haben sich nichts sehnlicher gewünscht als einfach nur einen warmen und sauberen Platz zum Schlafen. Einen Ort an dem sie angenommen werden und zu essen bekommen. Manche dieser Kinder fanden so einen Ort andere wurden nur als billige Arbeitskräfte missbraucht.

Vivian arbeitet in dieser Näherrei von morgens bis abends, bekommt wenig zu essen, hat es aufgrund ihrer Herkunft - sie ist Irin - und ihrer roten Haare sehr schwer und ihr Name, der eigentlich Niamh ist, wird einfach mal so geändert.

Mich hat es sehr beeindruckt, mit welcher unbändigen Kraft und Hoffnung, sich ein kleines Mädchen durchschlägt. Sehr schnell begreift sie, dass sie am Weitesten kommt, wenn sie einfach das, was ihr aufgetragen wird erledigt und nur selten traut sie sich, sich zaghaft dagegen zu wehren. Vivian wurde teils behandelt wie Vieh und das Mädchen hat mir so leid getan.

Auf der anderen Seite ist da Molly, deren Geschichte einige Paralellen zu Vivian`s vorweist. Als sie Vivian für die Schule interviewt beginnt diese dem Mädchen ihr Geschichte, über die sie sonst nie ein Wort verloren hat, zu erzählen. Schnell wird klar, dass es um weit mehr geht, als Vivian`s Dachboden aufzuräumen!

Die Geschichte hat mich sehr berührt und ab und zu lief auch mal die ein oder andere Träne. Nach Beendigung des Buches habe ich mich über die sogenannten "Orphan Trains" kundig gemacht und so einige Stunden im Internet verbracht.

"Der Zug der Waisen" ist eine Geschichte über ganz viel Mut, Freundschaft und Schicksal. Einiges wäre Vivian verwehrt und erspart geblieben, wäre sie nicht im Waisenzug gelandet und ich habe mich oft gefragt, wie es Vivian ergangen wäre, wenn dieser Brand nie geschehen wäre, wie ihr Leben dann ausgesehen hätte.

Das Buch wird mich gedanklich noch lange beschäftigen und ich bin wirklich dankbar, dass ich dieses Buch lesen und rezensieren durfte! Hier ein dickes Dankeschön an den Goldmann Verlag

Ich weiß nicht, was ich noch weiter von diesem wundervollen Buch erzählen soll nur soviel - unbedingt lesen und selbst überzeugen lassen!!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein Stück Geschichte der USA geschickt verpackt

Von: Tintenhain Datum: 26.08.2016

www.tintenhain.wordpress.com

„Der Zug der Waisen“ berichtet über die Waisenzüge, die im Zeitraum von 1854 bis 1929 ca. 200.000 Waisenkinder aus den Städten der Ostküste der USA zu Familien in den Mittleren Westen brachten. Eine spannende Thematik, ein Punkt in der jüngeren amerikanischen Geschichte, der mir bisher noch nicht bekannt war. Tatsächlich war ich überrascht, dass die Waisenzüge erst vor ca. 100 Jahren vom Osten Amerikas in den Westen fuhren, um die Menschen dort mit Adoptivkindern oder vielmehr billigen Arbeitskräften zu versorgen. Ich hatte im ersten Moment vermutet, der Roman müsse zu Beginn der Siedlerzeit spielen.

Christina Baker Kline bettet ihre Recherchen zu den „Orphan Trains“ in einen leicht lesbaren, interessanten Roman, der in zwei Handlungsstränge gegliedert ist. Im Jahr 2011 in Maine muss Molly, die als Pflegekind von Familie zu Familie gereicht wird, Sozialstunden in der großen Villa der alten Dame Vivian Daly ableisten. Gemeinsam mit ihr räumt sie den Dachboden auf und Vivian wird mit ihrer Vergangenheit als Waisenkind konfrontiert. Sie spürt, dass sie etwas mit der rebellischen, aber gutherzigen Molly verbindet und beginnt aus ihrer Kindheit, die mit dem Tod der Eltern bei einem Wohnungsbrand abrupt endete, zu erzählen. Molly wird immer stärker in Vivians Geschichte gezogen, die sie zum ersten Mal jemandem anvertraut.
Der zweite, dominierende, Handlungsstrang führt in die Vergangenheit ins Jahr 1927 als das junge Mädchen Niamh mit ihrer Familie aus Irland nach New York auswandert. Eingezwängt in einer Mietskaserne, der Vater dem Suff verfallen, geht es der vielköpfigen Familie nicht viel besser als zuvor. Es ist jedoch ein Neubeginn. Als Eltern und Geschwister zwei Jahre später ums Leben kommen, beginnt für Niamh ein leben als ungeowlltes Waisenkind. Doch der Aufenathalt im Waisenhaus währt nur kurz. Schon bald startet ein neuer „Waisenzug“ gen Westen und Niamh sieht einem ungewissen Schicksal bei fremden Familien entgegen.

Niamh, deren Name im Verlauf der Geschichte von den Zieheltern geändert wird, berichtet aus Ich-Perpektive in der Gegenwartsform, was ein sehr intensives Erleben ermöglicht. Der Erzählstrang in der Gegenwart jedoch wird auktorial erzählt.
Niamhs Geschichte versucht das Erleben der Kinder der Orphan Trains aufzugreifen und nachzuempfinden. Die Ängste und Hoffnungen der Kinder während der Reise, die Auswahl durch die neuen Familien, die teilweise einem Sklavenmarkt ähnelte. Es werden unterschiedliche Schicksale, positiv wie negativ erzählt und miteinander verbunden, denn es gab sowohl die Familien, die nur an billigen Arbeitskräften interessiert waren als auch die, die nach Ersatz für ein eigenes Kind suchten.

Das Schicksal Niamhs ist bewegend, vor allem weil sie als sehr liebenswerter Charakter dargestellt wird. Ganz ähnlich ist es bei Molly, bei der man den Eindruck gewinnt, dass sie nur ein missverstandenes zartes Pflänzchen ist. In krassem Gegensatz dazu stehen die Pflegeeltern, die ich vor allem in Mollys Fall etwas überzeichnet empfand. Dies mag daran liegen, dass die Autorin Parallelen zu Vivians/Niamhs Vergangenheit ziehen wollte, jedoch vereint hier insbesondere die Pflegemutter alles, was einem zum Thema Ignoranz, Gefühllosigkeit Rassismus und Geldgier einfällt.

Ich fand das Buch vor allem wegen des geschichtlichen Hintergrunds, der im Nachwort noch einmal aufgegriffen wird, interessant. Christina Baker Kline erzählt einfühlsam von ihren Protagonisten, immer wieder mit einer gesunden Prise Humor. Der Roman ist gut und flüssig geschrieben und avanciert trotz des schwierigen und teilweise emotional belastenden Themas zu einem richtigen Schmöker.

© Tintenhain

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Nina Gilbert aus Delbrück Datum: 02.12.2014

Buchhandlung: Buchhandlung Meschede

(...)vielen Dank für das wunderbare Wochenende, welches Sie mir mit „Der Zug der Waisen“ beschert haben. Dieser Roman hat mich sehr berührt, eine tolle, vielschichtige Geschichte, die zu Herzen geht und dann auch noch literarisch ist. Schon lange bin ich nicht mehr so begeistert gewesen. Mein Mann ist Amerikaner, kannte aber das Phänomen der Waisenzüge auch nicht – Bildungslücke geschlossen. Vielen, vielen Dank und allerbeste Grüße aus Delbrück.

Von: Julia Krandiek aus Brühl Datum: 15.10.2014

Buchhandlung: Die Buchhandlung Karola Brockmann

"Der Zug der Waisen" hat mich tief bewegt und war ein ganz toller Schmöker. Ich freue mich darauf, ihn im Weihnachtsgeschäft anzubieten! Ich hätte nur nicht das Ende in der U-Bahn lesen dürfen, denn ich musste doch ein paar Tränchen verdrücken...

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