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Der dunkle Engel Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-03684-3

Erschienen: 20.11.2009
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Ein modernes Märchen, das den Zauber der Magie in unserer Wirklichkeit beschreibt

Keith Donohue hat eine abgründig schillernde Geschichte über die Macht der Phantasie geschrieben: Norah, das neunjährige Mädchen, das mitten in einer kalten Nacht aus dem Nichts auftaucht, gibt der einsamen Witwe Margaret die Hoffnung, dass sie ihre Enkelin sein könnte. Denn ihre Tochter Erica ist zehn Jahre zuvor mit ihrem Freund verschwunden. In der langen Zeit gab es nur eine Postkarte. Margaret meldet Norah in der Schule als ihre Enkelin an. Mit dem traurigen Nachbarsjungen Sean ist sie schnell befreundet, aber auch ihm erklärt Norah nicht, woher sie kommt. Ihm erzählt sie, dass sie ein Engel sei …

Keith Donohue zeigt uns, was passiert, wenn Wünsche und Wirklichkeiten sich vermischen.

Keith Donohue (Autor)

Keith Donohue lebt mit seiner Familie in der Nähe von Washington D.C. Er war lange für die nationale Kulturstiftung tätig, bevor er Schriftsteller wurde. Sein erster Roman »Das gestohlene Kind« war ein großer internationaler Erfolg, eine Verfilmung ist in Vorbereitung.

Aus dem Amerikanischen von Sabine Herting
Originaltitel: Angels of Destruction
Originalverlag: Shaye Areheart Books (Crown/Random House), New York 2009

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-03684-3

€ 7,99 [D] | CHF 9,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen: 20.11.2009

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Lesenswert und tiefgründig

Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Von: Nicole Rensmann  aus Remscheid Datum: 10.12.2013

Erster Satz: »Wieder hörte sie es klopfen, behutsam und leise.«

Margaret Quinn erhält in einer kalten Nacht Besuch von einem jungen Mädchen, das. bepackt mit einem Koffer und einem Zettel am Revers, zitternd vor ihrer Tür steht. Margaret gewährt dem Kind Einlass, gibt ihr etwas zu essen und lässt sie im Zimmer ihrer Tochter Erica schlafen, die mit 17 Jahren, vor mehr als zehn Jahren mit ihrem Freund verschwand.

Das kleine Mädchen – Margaret nennt sie Norah – spricht in Rätseln und für ihr Alter – sie ist acht – sehr weise. Margaret behält sie bei sich, klammert sich an das Kind, das am nächsten Morgen behauptet die Tochter von Erica zu sein. Beide wissen, dass das eine Lüge ist, doch Margaret möchte so gerne glauben, dass ihre Tochter noch lebt und ein Kind zur Welt gebracht hat, das nun ihre Hilfe benötigt.

Norah freundet sich mit Sean an, der in seiner Trauer und Einsamkeit beinahe zerbrochen wäre. Doch Norah hilft auch ihm darüber hinweg, dass seine Mutter nie Zeit für ihn hat und sein Vater weggegangen ist.

Mehr und mehr verstricken sich Margaret und Norah in Lügen. Doch als Norah die Wahrheit über ihre Herkunft verrät, bringt sie Kinder und Eltern ihrer Klassenkameraden gegen sich auf, denn Norah behauptet ein Engel zu sein und ihre Kunststücke, die sie daraufhin zeigt, bringen viele in Gefahr.

Nachdem sich der Leser lange mit Margaret und Norah beschäftigt hat, wechselt Keith Donohue Ort und Zeit und kehrt zu dem Augenblick zurück, als Erica ihre Eltern verließ. Das wirkt zunächst befremdlich, viele Fragen waren noch offen, Norah – das kleine Wunderkind – fehlt mit einem Mal auf den Seiten dieses Rückblicks. Doch … fehlt es wirklich?

Mit der Zeit wird alles aufgeklärt und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließen ineinander über.

Fazit:

Wie schon in seinem Debüt »Das gestohlene Kind« greift Keith Donohue in »Der dunkle Engel« erneut das Thema eines verschwundenen Kindes auf. Dennoch unterscheiden sich beide Romane stark voneinander.

»Der dunkle Engel« ist eine Geschichte über das Verloren gehen, das Suchen und Wieder finden, es ist der Tanz zwischen Mutter und Tochter und das in mehrfacher und doppeldeutiger Hinsicht.

»Der dunkle Engel« spielt mit Glauben und Verstehen wollen, mit Wahrheit und Lüge, ein trauriger, faszinierender und hoffnungsvoller Roman, der einen noch lange nach Ende der Lektüre beschäftigt.

Auffallend positiv ist auch hier wieder Keith Donohues teils sehr poetischer Ton, der mit ein paar Adjektiven weniger perfekter wäre.

Stellenweise wirkt der Roman jedoch langatmig und nicht hundertprozentig durchstrukturiert.

Dennoch: Lesenswert, weil »Der dunkle Engel« eine neue und interessante Facette der phantastischen Literatur bietet.

Quelle: http://www.blog.nicole-rensmann.de/2009/11/22/gelesen-%C2%BBder-dunkle-engel%C2%AB-von-keith-donohue

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