Der goldene Schwarm

Roman

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Ein rasanter Genremix aus Spionageroman, Abenteuergeschichte und Gangsterkomödie, wie er nur aus England kommen kann.

Joe Spork, meisterhafter Uhrmacher und Sohn der Londoner Gangsterlegende Mathew "Tommy Gun" Spork, führt ein ruhiges Leben weit weg vom kriminellen Erbe seines Vaters. Edie Banister, neunzigjährige Spezialagentin im Ruhestand, führt ebenfalls ein ruhiges Leben und verabscheut jede Sekunde davon. Doch dann setzt Joe eine Weltuntergangsmaschine in Gang, und ihre Wege kreuzen sich. Plötzlich müssen sie sich gegen zwielichtige Regierungsvertreter, wenig fromme Mönche und einen diabolischen asiatischen Diktator verbünden. Schon bald wird klar: Um die drohende Katastrophe abzuwenden, muss Edie eine alte Rechnung begleichen. Und Joe sich seiner Vergangenheit stellen.

Inklusive umfangreicher Leseprobe zu Harkaways neuem Roman "Tigerman".

"Herrlich verrückt."

Bunte (13. März 2014)

Aus dem Englischen von André Mumot
Originaltitel: Angelmaker
Originalverlag: Heinemann
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-12414-4
Erschienen am  10. März 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Very British

Von: Buchfeeteam

17.02.2016

„Der Parasit starrt ihn aus der Ecke heraus an, und seine Augen laufen über vor Auflehnung und Hass. „Primat“, erklärt Joe und wackelt mit den Händen. „Werkzeugnutzer. Opponierbare Daumen“. Der Parasit schaut ihn verächtlich an und spaziert hinaus.“ Inhalt : Joe Spork ist ein Uhrmacher und lebt mehr schlecht als Recht von seinem vom aussterben bedrohten Handwerk in einem alten Haus an der Themse in einem Viertel, das der Fortschritt vergessen hat. Sein Vater war ein berühmter Londoner Gangster, doch Joe hat sich dafür entschieden, der Londoner Gangsterwelt den Rücken zu kehren und einen rechtschaffenen Beruf auszuüben – doch so ganz 100% schafft er es nicht, sich von der Welt seiner Eltern und seiner Kindheit zu lösen. Sein zwielichtiger Freund Billy Friend bringt ihm eines Tages ein geheimnisvolles Buch, das durch ein mysteriöses Getriebe und andere Teile enthält, und Joe soll die Maschinerie wieder in Gang bringen. Auf einmal bekommt er Besuch von sehr merkwürdigen Gesellen, die alle ein sehr großes Interesse an seinem neuen Auftrag zeigen. Als er das Buch in Sicherheit und dem unbekannten Auftraggeber zurückbringen will, zeigt sich, dass das Buch eigentlich nur dazu dient, um eine andere Maschine in Gang zu setzen. Zur gleichen Zeit wird die ehemalige Superspionin Edie Banister, bereits über 90 Jahre alt, wieder aktiv, und es tauchen Mitglieder eines mysteriösen Ordens von John dem Werker auf, die sich sehr seltsam verhalten und irgendwie ferngesteuert erscheinen. Als Joe merkt, dass sein letzter Auftrag Dinge in Gang gesetzt hat und Organisationen auf die Bildfläche gerufen hat, sie seine Vorstellungskraft übersteigen, muss er sein altes Leben hinter sich lassen und sich seiner Vergangenheit stellen. Zum Buch Also, unter dem Titel im Zusammenhang mit dem Klappentext konnte ich mir erstmal nicht wirklich viel vorstellen, was mich aber gerade neugierig gemacht hat. Ich kann nur sagen, dass ganze Buch ist „very british“ und ein charmantes Zusammenspiel von Steampunk, Fantasy und Gangsterflair des frühen 20. Jahrhunderts. Sofern man mit dieser Art von Humor etwas anfangen kann, reißt einen die Geschichte durch unerwartete Pointen und einen extrem trockenen Humor immer wieder unerwartet völlig vom Hocker. Ich habe über das am Anfang erwähnte Zitat ( für das man natürlich noch etwas Kontext braucht ) noch am Folgetag immer wieder zusammenhangslos zu kichern angefangen – und das passiert mir bei einem Buch nicht oft. Der Schreibstil des Autors ist, finde ich, relativ anstrengend, und man muss das Buch schon konzentriert lesen, wenn man den Faden der Handlung nicht verlieren will. Eine der Herausforderungen sind immer wieder ohne Ankündigung eingeflochtene Flashbacks in die Jugendzeiten der Protagonisten, die aber notwendig sind, um die sich in der Gegenwart abspielende Handlung zu verstehen Bleibt mir nur zu sagen – wer wie ich London im speziellen in der Gegenwart und Vergangenheit liebt und dem Großbritannien allgemein ans Herz gewachsen ist, wer darüber hinaus ein Retro- bzw. Steampunk Faible hat, der liegt bei diesem Buch genau richtig.

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Rette das Universum!

Von: ralfreitze

09.11.2015

Unter der Rettung des ganzen Universums geht es einfach nicht! In Harkaways in Großbritannien spielendem Steampunk-Fiction-Fantasy Roman geht es nicht nur um die Welt, nein das ganze Universum muss gerettet werden. Vor wem? Vor was? Vor nichts anderem als der Wahrheit! Und so kommen ein im tiefsten Londoner Hinterhof im Verborgenen arbeitender Uhrmacher namens Joe Spork und eine abgehalfterte, steinalte britische Geheimagentin namens Edie Banister mit ihrem noch älteren, blinden Hund Bastion, der mit einem einzigen gefährlichen Zahn bewaffnet ist und keine Scheu hat, diesen einzusetzen, zu der großen Ehre, die ganze radikale Wahrheit von der Welt fernzuhalten. Nach Berechnungen der Konstrukteurin dieser Wunderwaffe, die die Wahrheit mittels goldener in Reinheit erschaffenen Bienen über die Welt verbreitet, wären neun Prozent mehr Wahrheit genug, um die Welt besser zu machen, so dass man ohne Angst auf ihr leben könnte. “‘Frankie hat es mathematisch berechnet, wissen Sie. Sie hat die Konsequenzen genau kalkuliert. Wenn man die einfach zufriedengelassen hätte, hätte die Maschine die Welt zum Besseren verändert. Eine Verbesserung um neun Prozent, wie sie sagte. Genug um uns mit der Zeit in die richtige Richtung zu schieben. Um eine perfekte Welt zustande zu bringen.’ Sie hält inne. ‘Zu mindestens eine bessere.'” Doch mit Hilfe eines Kalibrierungswerkzeuges, das in die falschen Hände geriet, nämlich in die des diabolischen Shem Shem Tsien, der nebenbei eine private Fehde mit Edie Banister betreibt, die das ganze 20. Jahrhundert schon anhält, werden diese neun Prozent gefährlich und zerstörerisch erhöht. So finden sich die unterschiedlichsten, skurrilen Charaktere in diesem Buch. Sie haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Was sie zusammenführt, ist eine Art innerer Antrieb, die Welt nicht so vor die Hunde gehen zu lassen. Und sie kämpfen gegen eine fast übermächtige Armee der gesichtslosen Ruskiniten. Innerer Antrieb? “Die innere Natur von Joe Spork ist die Unentschlossenheit, hatte eine Freundin bei der Trennung einmal zu ihm gesagt. Er hat Angst, sie könne sich getäuscht haben. Es gibt gar keine innere Substanz. Nur ein Dutzend widersprüchlicher Antriebe, die sich gegenseitig aufheben und zu nichts führen.” Dazwischen bewirft Nick Harkaway (nebenbei der vierte Sohn von John le Carré) uns mit Unmengen von Themen. Steampunk, mit der Mixtur aus viktorianischen und technisch anachronistischen Maschinen (Der Bienenstock, der gleichzeitig Handwerkskunst ist, aber nicht von dieser Welt), asiatische Kampfkunst, mit der sich der Bösewicht und Edie bekämpfen, Abschnitte mit philosophischen Aspekten, Surrealismus, Impressionismus und dazu eine Sprache, die das ganze ausfabuliert, umschmeichelt und in Richtungen schickt, denen der Leser so manches Mal nicht folgen kann. Immer dabei die wichtigste Zutat eines Buches – der gepflegte Witz, so manches Mal ist dieser so schwarz, dass es einen graust. Doch das macht einfach Spaß! Und so folgen wir dem ehrbaren Uhrmacher Joe Spork in seiner wilden Fahrt zur Rettung des Universums, in einem cleveren, fabelhaften und witzig aufgelegtem Roman der zu einer der Highlights des Steampunk gehört.

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Vita

Nick Harkaway

Nick Harkaway, 1972 in Cornwall geboren, studierte Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft und hat bereits als Drehbuchautor, Blogger und Werbetexter gearbeitet. "Der goldene Schwarm" wurde ebenso wie Harkaways Debüt "Die gelöschte Welt" von der Presse gefeiert und vielfach ausgezeichnet (2012 Oxfam Emerging Writer Prize im Rahmen des Hay Festivals, Shortlist für den Arthur C. Clarke Award und den LA Times Book Prize). Der zweifache Vater lebt mit seiner Familie in London.

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André Mumot

André Mumot ist promovierter Kulturwissenschaftler, Journalist, Autor und Literaturübersetzer. Seit 2008 übersetzt er Autoren wie Neil Gaiman, Raquel J. Palacio, Nick Harkaway und Aleksandar Hemon. Er lebt in Berlin.

zum Übersetzer

Pressestimmen

"Das ist clever, witzig und ganz und gar brillant gemacht. "Der Goldene Schwarm" platzt fast vor gutlauniger Fabulierlust.“

DeutschlandRadio. Thomas Wörtche (16. Mai 2014)

"Waghalsig und wunderbar erfindungsreich. Auf jeder Seite neue Ideen, schwungvoll und ungeheuer humorvoll erzählt."

The Guardian

„Eine vergnügliche Glanzleistung.“

The Independent

„Eine rasante, clever erzählte Gaunergeschichte.“

The Observer

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