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Der letzte Befehl Ein Jack-Reacher-Roman

Jack Reacher (16)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20761-8

Erschienen: 26.06.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, Taschenbuch

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Ein knallharter Soldat, ein illegaler Befehl, eine folgenschwere Entscheidung.

Der Einsatzbefehl für den Militärpolizisten Jack Reacher ist eindeutig: Er soll verdeckt und ohne offizielle Unterstützung den Mord an einer jungen Frau aufklären – und anschließend, falls nötig, seine Ergebnisse vertuschen! Denn der Hauptverdächtige ist ein hoch dekorierter Offizier, der gerade von einer geheimen Mission zurückgekehrt ist, und – schlimmer noch – der Sohn eines Senators. Reacher soll niemanden auf die Zehen treten und verhindern, dass die Presse den Fall aufbauscht. Doch was er entdeckt, lässt ihn an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln – und macht aus Reacher einen Mann, den man fürchten muss.

Mehr über Jack Reacher und seinen Schöpfer Zum Special

Offizielle Website des Autors (engl.) www.leechild.com

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Der Autor auf twitter.com

»Auch diejenigen, die noch nie einen Roman aus der Reihe gelesen haben, finden in 'Der letzte Befehl' spannende Unterhaltung.«

dpa (25.07.2017)

Lee Child (Autor)

Lee Child wurde in den englischen Midlands geboren, studierte Jura und arbeitete dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen. 1995 kehrte er der TV-Welt und England den Rücken, zog in die USA und landete bereits mit seinem ersten Jack-Reacher-Thriller einen internationalen Bestseller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Anthony Award, dem renommiertesten Preis für Spannungsliteratur.

»Auch diejenigen, die noch nie einen Roman aus der Reihe gelesen haben, finden in 'Der letzte Befehl' spannende Unterhaltung.«

dpa (25.07.2017)

»Souverän. Stark. Trocken.«

Playboy (13.07.2017)

»Child besinnt sich auf alte Stärken, geht ein hohes Tempo, bietet überraschende Wendungen und so viel Spannung, dass man sich wünscht, es möge [...] schnell weitergehen.«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (04.08.2017)

»[Es gibt] kaum eine bessere Urlaubslektüre«

Die Presse am Sonntag (23.07.2017)

»Ein kluger Kniff in einem knackigen Krimi, der erklärt, wie aus dem Militärpolizisten ein Rächer wurde.«

HÖRZU / Gong (18.08.2017)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Wulf Bergner
Originaltitel: The Affair (16 Jack Reacher)
Originalverlag: Bantam Press, London 2011

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20761-8

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 26.06.2017

  • Leserstimmen

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Altbekannt und doch flüssig und spannend zu lesen

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 31.07.2017

www.rezensions-seite.de

Vom ersten Satz der Lektüre an (die den Leser nach nun einigen Thrillern um Jack Reacher Aufklärung darüber gibt, warum der ehemalige Major der Streitkräfte seit Jahren bereits wie ein Schatten durch Amerika zieht und sich grundlegend nur an Kleidung kauft, was er auf dem Leib trägt) kommt dem Leser die Handlung deutlich bekannt vor.

Was zum einen daran liegt, dass die Blaupause aller Reacher-Romane samt Elementen der Handlung doch immer überaus ähnlich ist, was aber auch daran liegt, das Jack Reacher schon einmal in einem der Vorgänger Romane in ähnlicher Situation war.

Kleistadt. Army-Stützpunkt vor den Toren der Stadt. Örtliche Polizeikräfte involviert und irgendwas, das vorgeht auf dem Stützpunkt. Wie sonst wären jene „Bewachungen“ draußen im Wald vor dem Stützpunkt zu erklären? Wie sonst sollte Reacher, hier noch in der Army, auf Befehl hin als „zivile Undercover Kraft“ dem offiziellen Ermittler zur Seite gestellt, auf Befehl hin in dieser Kleinstadt sein, um die Hintergründe eines bestialischen Mordes an einer sehr schönen Frau zu klären?

Doch wenig ist, wie es scheint. Selbst in der Befehlskette gibt es dunkle Stellen, blinde Flecken, vielleicht gar einen Maulwurf.

Und auch das „Undercover“ bedarf nur weniger Minuten mit der (ebenfalls überaus schönen) Polizistin und Leiterin der Dienststelle vor Ort, um schon wieder Makulatur zu sein.

Viele Ähnlichkeiten mit anderen Fällen Reachers, die dennoch, und das ist überaus positiv zu vermerken, nicht zu Langweile beim Leser führen. Selbst die übertrieben hergestellte, obligatorische „Prügel-Situation“, für die Child doch einiges in Bewegung setzt, damit diese (eigentlich eher aus dem Nichts heraus ihren Verlauf nehmend), liest sich flüssig un im Gesamten passend.

Wobei die Spannung des Romans auch daher rührt, dass Reacher alle seine Intuition (der Mann lebt einfach aus dem Bauch heraus) aufbieten muss, um im Gewirr der Fragen und Indizien, wer denn nun Freund und wer Feind sein könnte, aufbieten muss.

Was weniger anspricht und in dieser harten und brutalen Form durchgehend fragwürdig bleibt, ist dann vor allem die rabiate Selbstjustiz, die Reacher verübt. Nicht nur an einem „Täter“. Bis hin ins Pentagon selbst hinein zieht Reacher dabei eine Blutspur, die so nicht unbedingt hätte sein müssen. Gerade weil im Blick auf einige der Leichen, die Reacher hinterlassen wird, noch nicht einmal das Motiv der Notwehr wirklich ziehen kann.

In der Sprache klar. Direkt und plastisch Orte und Personen beschreibend, zieht Child den Leser dennoch wieder einmal in den Bann. Und setzt geschickt fragwürdige Motive und verwirrende Ereignisse, so dass bis fast zum Ende des Buches hin dem Leser nicht wirklich klar ist, wer da auf welcher Seite steht und wer der Täter (übrigens nicht nur eines konkreten Mordes) ist. Wobei die Auflösung am Ende realistisch und passend erfolgt. Das ist gut durchdacht und in Ton und Tempo bestens in Szene gesetzt.

Ein guter „Rückblick“ somit, der vieles erklärt, manche Personen einführt, die auch in zeitlich später stattfindenden Reacher-Thrillern eine Rolle spielen und die erfolgreiche Serie nahtlos fortsetzt.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Solider Ermittlungsroman ohne Emotionen

Von: Michaela Datum: 16.11.2017

www.lesenswertebuecher.de

Klappentext
Alles hat irgendwo einen Anfang. Für den Elite-Militärpolizisten Jack Reacher war dieses Irgendwo Carter Crossing, Mississippi, 1997. Eine einsame Straße. Der Schauplatz eines Verbrechens. Eine Vertuschung. Eine junge Frau ist tot und verlässliche Indizien deuten auf einen Soldaten von der nahegelegenen Militärbasis als Schuldigen. Doch dieser Soldat hat mächtige Freunde in Washington. Reacher wird inoffiziell beauftragt, alles herauszufinden, was er kann, und es dann zu verbergen. Aber als er Carter Crossing erreicht, trifft Reacher auf den örtlichen Sheriff Elizabeth Deveraux, die es nach Gerechtigkeit verlangt und die Geheimnisse gar nicht leiden kann. Die beiden sind sich nicht sicher, ob sie einander trauen können, tun sich aber dennoch zusammen. Als Reacher auf unerwartete Zusammenhänge stößt, setzt er alles daran, die Wahrheit aufzudecken, während andere alles tun, um die Wahrheit zu begraben. Die Verschwörung lässt Reacher an der Rechtmäßigkeit seines Auftrags zweifeln - und macht aus ihm einen Mann, den man fürchten muss,

Einstieg ins Buch
Mit hundertfünfunddreißigtausend Quadratmetern Grundfläche, dreihundertfünfundvierzigtausend Quadratmetern Bürofläche, achtundzwanzigtausend Kilometern Korridoren und dreißigtausend Beschäftigten ist das Pentagon, der Sitz des amerikanischen Verteidigungsminesteriums, das größte Bürogebäude der Welt. ...

Meine Meinung
Jack Reacher ist ein Militärpolizist und seit vielen Jahren im Dienst. Er hat viele Dinge gesehen und schlimme Dinge erlebt. Das hat ihn zum Einzelgänger werden lassen. Seinen neuen Auftrag geht er mit gutem Gefühl, aber dennoch vorsichtig an. Jack Reacher ist gerne vorbereitet und stellt sich stets auf das Schlimmste ein. Der Militärpolizist soll in dem kleinen Ort Carter Crossing herausfinden, ob eventuell ein Soldat aus der Militärbasis Kelham in einen Mordfall verwickelt ist und wenn nötig alle Spuren beseitigen. In Carter Crossing angekommen, trifft er sogleich auf den Sheriff - Elizabeth Deveraux. Sie sieht auf den ersten Blick, dass Jack kein gewöhnlicher Mann ist, der nach seiner Militärlaufzeit einen ruhigen Ort wie Carter Crossing sucht um einen Freund zu besuchen. Sie enttarnt ihn sofort als verdeckten Ermittler und hilft ihm bei der Suche nach der Wahrheit. Doch irgendwann muss Jack sich für eine Seite entscheiden - kann er die Wahrheit ignorieren?

Das Buch beginnt mit einer Rückblende ins Jahr 1997. Jack Reacher macht sich auf den Weg ins Pentagon und ist sich ziemlich sicher, dass er es nicht weit schaffen wird. Hier habe ich gleich gemerkt, dass Jack offensichtlich etwas paranoid ist und als Verschwörungstheoretiker sicherlich einen guten Job gemacht hätte. Hinter jeder Ecke vermutet er das Schlimmste. Doch im Laufe der Geschichte rettet ihm diese Eigenschaft auch ein paar mal das Leben. Der Charakter Jack ist als sehr ruhig und geduldig dargestellt. Nicht ein einziges Mal rastet er aus oder macht einen unüberlegten Schritt. Er scheint fast tiefenentspannt und ist sich seiner Sache mehr als sicher. Leider zeigt er keine Emotionen, es gibt keine Wut, keine Zuneigung, keinen Hass und auch keine Enttäuschung bei Jack. Für mich wirkt er wie ein Super-Cop, der genau weiß, dass er unverwundbar ist und am Ende sowieso gewinnen wird. Die Figur Jack Reacher empfinde ich daher als oberflächlich und unauthentisch. Auch den anderen Charakteren fehlt es leider an Tiefgang, denn selbst nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, weiß ich so gut wie nichts über die Charaktere. Alle anderen Figuren, vor allem der Pathologe und die anderen Polizisten werden als dümmlich und von der Welt gelangweilt dargestellt. Sogar der Sheriff wirkt für mich wie ein Anfänger, weil sie die eindeutigsten Dinge bei den Ermittlungen einfach nicht beachtet.

Mit dem Schreibstil habe ich mich anfänglich sehr schwer getan. Der Satzbau ist sehr holprig und es kam oft vor, dass mein Kopf beim Lesen "stolperte" und ich manchen Satz zwei bis dreimal lesen musste bis ich ihn begriffen hatte. Hinzu kommt, dass die Beschreibungen von alltäglichen Dingen in unnötigen Ausschweifungen und Erklärungen enden. Als Jack beispielsweise Schienen überquert, achtet er auf das Andreaskreuz. Und die weiß-roten Streifen darauf. Und auf das Signallicht. Und auf die Glocke, die ein schrilles Warnsignal von sich gibt, wenn sich ein Zug nähert. Diese Beschreibungen bis ins kleinste Detail waren mir einfach zu lang, schließlich sollte man davon ausgehen, dass jeder einen Bahnübergang kennt. Auch die Dialoge waren für mich anfangs schwer zu ertragen, denn das ständige "ich sagte" ... "er sagte" ..."ich sagte" ... "er sagte" ... machte es mir schwer mich gedanklich auf die Unterhaltung einzulassen.

Positiv kann ich hervorheben, dass die Grundidee des Buches sehr gut ist und der Klappentext mich ja auch animiert hat das Buch zu lesen. Ich finde aber, der Autor hätte deutlich mehr daraus machen können, ich habe einfach mehr erwartet. Das Ganze wirkt irgendwie sehr strategisch und kühl. Der Plot an sich entwickelt sich immer weiter, wenn auch nicht steil, aber doch stetig. Einen Spannungsbogen habe ich vermisst, für mich war der Verlauf der Geschichte unspektakulär und vorhersehbar. Gut fand ich den Cliffhanger, den es häufig am Ende eines Kapitels gab. Das brachte mich dann doch dazu weiterzulesen. Zum Ende des Buches muss man sagen, dass es mich nicht überrascht hat. 40 Seiten vor Ende wusste ich nicht genau, wer der Mörder ist und doch ging es dann so schnell, dass ich keine Zeit hatte schockiert zu sein oder überhaupt zu verarbeiten, dass Person X wirklich der Mörder ist.

Das Cover des Buches finde ich sehr passend. Jack Reacher, Sheriff Deveraux mit ihrem alten Streifenwagen und die Schienen, die eine große Rolle spielen sind alle zu sehen. Sogar der Güterzug hat es noch knapp aus Bild geschafft.

Zitat
"Außerdem hat er gesagt, dass der Tag, an dem wir die Wahrheit sehen und sie nicht aussprechen, der Tag ist, an dem wir zu sterben beginnen." (Seite 273)

Fazit
"Der letzte Befehl" ist ein solider Roman, der geleitet wird von militärischen Aktionen und Denkweisen. Für alle Leser, die kalte und emotionslose Ermittlungen mögen ist dieser Roman ein gutes Buch. Leser, die auf authentische Charaktere und Bindung zum Protagonisten wert legen, sollten lieber die Finger davon lassen. Von mir eine solide Leseempfehlung.

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