Der totgeglaubte Gott

Politik im Machtfeld der Religionen

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Der totgeglaubte Gott
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Mark Lilla zeichnet in seinem international viel beachteten Buch den langen und opferreichen Weg zum säkularen, aufgeklärten Staat nach und plädiert für die konsequente Verbannung des Religiösen aus der politischen Sphäre.

»Das Buch ist gut begründet, elegant und flüssig geschrieben. Es ist spannend zu lesen.«

Catherine Newmark in Deutschlandradio Kultur (23. Mai 2013)

Aus dem Englischen von Elisabeth Liebl
Originaltitel: The Stillborn God
Originalverlag: Vintage Books, New York
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-10520-4
Erschienen am  22. April 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Auch im Westen gibt es (wieder) eine politische Theologie

Von: A. Buttero aus Martensrade

15.06.2013

Das Buch „Der totgeglaubte Gott“ von Mark Lilla ist in mehrere Kapitel unterteilt und erscheint doch zweiteilig. Der eine Teil erklärt die historische Entwicklung und Entstehung des anderen Teiles in der Neuzeit. Wurde die westliche Politik lange Zeit ganz selbstverständlich losgelöst von der christlichen politische Theologie wahrgenommen, bestimmen religiöse Leidenschaften wieder die Weltpolitik. Die Suche nach einer politischen Verbundenheit unter Gottes Autorität im Christentum scheint wieder zum Leben erweckt. Obwohl dies insbesondere die Politik der Vereinigten Staaten betrifft, überrascht es beinahe, dass der Autor (Professor für Geisteswissenschaften an der New Yorker Columbia University) dieses so wenig thematisiert. Vielmehr verlagert er für das letzte Jahrhundert seinen Schwerpunkt auf Deutschland und die letzte Anwendung dieser politischen Strategie ab den 30er Jahren. Auf dieser Basis macht sich Lilla auf die Suche nach den Quellen dieses Strebens. Lilla ist in einem verhältnismäßig geringen Umfang (knapp 300 Seiten) eine detaillierte Auflistung der historischen Kontexte zur Trennung von Politik und Religion gelungen. Dabei wird auf die großen Denker der vergangenen Jahrhunderte (z.B. Hobbes, Rousseau, Kant, Hegel …) eingegangen. Desweiteren analysiert er, wie diese ersehnte Trennung sich im Laufe der Jahre wieder in gewissem Maße zurückentwickelt, um in die heutige Politik, natürlich mit anderen Strategien, wieder Einzug zu finden. Eine gewisse Übersicht über die geschichtlichen Zusammenhänge und Lehrmeinungen dieser Denker halte ich für notwendig zum besseren Textverständnis dieses Buches. In seinem Buch, welches auf Polemik vollständig verzichtet, erinnert Mark Lilla den modernen Westen an eine beinahe fünfhundert Jahre währende Suche nach politischer Unabhängigkeit von der christlichen Religion … vielleicht mit dem Hintergedanken, diese nicht langsam und beinahe unbemerkt wieder aufzuweichen. Der Titelzusatz „Politik im Machtfeld der Religionen“ lässt eine Beleuchtung auch anderer Religionen erwarten. Dieses ist zwar nicht der Fall, jedoch können auch die politischen Entwicklungen in anderen Religionen nach dem Lesen des Buches unter neuen Aspekten beleuchtet werden.

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Vita

Mark Lilla, geb. 1956, lehrt als Professor für Geisteswissenschaften an der New Yorker Columbia University. Schwerpunkt seiner Schriften und Vortragsreisen durch die ganze Welt ist die politische und religiöse Ideengeschichte des Westens.

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Pressestimmen

»Dieses provokante Buch verdient Applaus.«

New York Times (27. Mai 2013)

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