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Der weite Raum der Zeit Roman

Kundenrezensionen (16)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16145-3

Erschienen: 11.04.2016
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Blinde Eifersucht und zerstörerischer Zorn – doch die Zeit heilt alle Wunden

Der Londoner Investmentbanker Leo verdächtigt seine schwangere Frau MiMi, ihn mit seinem Jugendfreund Xeno zu betrügen. In rasender Eifersucht und blind gegenüber allen gegenteiligen Beweisen verstößt er MiMi und seine neugeborene Tochter Perdita. Durch einen glücklichen Zufall findet der Barpianist Shep das Baby und nimmt es mit nach Hause. Jahre später verliebt sich das Mädchen in einen jungen Mann – Xenos einzigen Sohn. Zusammen machen sie sich auf, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen und alte Wunden zu heilen, damit der Bann der Vergangenheit endlich gebrochen wird.

Jeanette Winterson spielt souverän mit Figuren und Handlung aus Shakespeares "Das Wintermärchen" und erzählt eine verblüffend moderne Geschichte über rasende Eifersucht, blinden Selbsthass und die tiefe Sehnsucht in uns, die Fehler der Vergangenheit wieder gut zu machen.

"Die britische Autorin hat die Komödie aus dem 17. Jahrhundert einfallsreich in unser digitales Zeitalter übersetzt - mit einer traumwandlerischen Leichtigkeit, bei der man spürt, dass 'Das Wintermärchen' die Mittfünfzigerin tief berührt."

Radio Bremen/Nordwest Radio, Inken Steen (10.04.2016)

Jeanette Winterson (Autorin)

Jeanette Winterson, geboren 1959, hat bereits zahlreiche Romane sowie Sach- und Kinderbücher veröffentlicht. Sie gilt als eine der profiliertesten Autorinnen und Feministinnen Großbritanniens. Sie wuchs in Manchester auf, wo ihre Adoptiveltern der Pfingstbewegung angehörten und sie streng erzogen. Über diese Erfahrung schrieb Winterson in ihrem ersten Roman "Orangen sind nicht die einzige Frucht" und 27 Jahre später in "Warum glücklich statt einfach nur normal?". Beide Bücher wurden zu Bestsellern.

Shakespeares "Das Wintermärchen" erzählt die Geschichte des Findelkindes Perdita. „Wir alle haben Texte, die wir wie Glücksbringer in uns tragen und die uns tragen. Seit Jahren kreist meine Arbeit immer wieder um dieses Stück.“ Nun erzählt Winterson ihre eigene Version von Shakespeares Klassiker.

"Die britische Autorin hat die Komödie aus dem 17. Jahrhundert einfallsreich in unser digitales Zeitalter übersetzt - mit einer traumwandlerischen Leichtigkeit, bei der man spürt, dass 'Das Wintermärchen' die Mittfünfzigerin tief berührt."

Radio Bremen/Nordwest Radio, Inken Steen (10.04.2016)

"Es ist fantastisch, wie sie (...) diese Geschichte in die moderne Welt umsetzt."

Hessischer Rundfunk, hr2 Kultur, Johannes Kaiser (18.04.2016)

"Das ist gekonnt und rasant geschrieben, also ein großes Vergnügen."

Die Zeit, Susanne Mayer (18.08.2016)

"Die britische Autorin Jeanette Winterson versetzt die Figuren aus Shakespeares 'Wintermärchen' in ihrem Roman 'Der weite Raum der Zeit' in die heutige Zeit. Sprachlich ist sie dem großen Dramatiker durchaus gewachsen."

Deutschlandfunk "Büchermarkt", Tanya Lieske (17.08.2016)

"Faszinierendes Projekt zum vierhundersten Todestag von William Shakespeare: Acht bekannte Autoren machen aus seinen Theaterstücken jeweils einen neuen Roman."

F.A.Z. (07.04.2016)

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Aus dem Englischen von Sabine Schwenk
Originaltitel: The Gap of Time
Originalverlag: Hogarth

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16145-3

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 11.04.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eine rasante, moderne Neuerzählung von Shakespeares Wintermärchen

Von: paper.and.poetry Datum: 06.11.2016

https://paperandpoetryblog.wordpress.com/

„Der weite Raum der Zeit“ von Jeanette Winterson ist Teil der Hogarth Shakespeare Reihe, bei der anlässlich des 400. Todestags Shakespeares acht seiner Werke von bekannten Autoren/Autorinnen neu erzählt werden. Da ich ‚Hag-Seed‘ von Margaret Atwood (erscheint in Deutschland im Frühjahr 2017) erst kürzlich gelesen und besprochen habe, war ich ziemlich neugierig, wie Winterson Shakespeares „Das Wintermärchen“ umsetzt. Schon vorab: Bei beiden Autorinnen erkennt man deutlich den eigenen Stil, der raffiniert mit der Originalerzählung verwoben ist. Das macht die Neuerzählungen sowohl für Shakespeare-Fans als auch Nicht-Fans zu einem Lesevergnügen der besonderen Art.

In „Der weite Raum der Zeit“ geht es um den cholerischen Leo (=Leontes), der rasend eifersüchtig auf seine hochschwangere Frau MiMi (=Hermione) und seinen alten Freund Xenos (=Polixenes) ist. Leo redet sich ein, dass MiMi und Xenos eine Affäre hätten und lässt dabei alle Vernunft an sich abprallen, denn er sieht Beweise für diese, wo keine sind. Daher glaubt er auch nicht, dass das Kind von ihm ist und verstößt es. Das Kind, Perdita, wird von Shep (=dem Schäfer vom engl. ’shepherd‘) und dessen Sohn Clo in einer Babyklappe gefunden. Als Perdita erwachsen ist, verliebt sie sich, ausgerechnet in den Sohn Xenos. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, Leo zu suchen, um das Geheimnis um Perditas Vergangenheit und somit ihrer Herkunft zu lüften.

In drei Teilen, dem Vorbild nachempfunden, erzählt Jeanette Winterson eine rasante Geschichte, die nah am Original, aber doch sehr viel moderner und unglaublich temporeich ist. Sie versucht im Fließtext eines Romans das Tempo eines Bühnenstücks wiederzugeben und das gelingt ihr außerordentlich gut, auch wenn es teilweise so rasant ist, dass man manchmal nicht mehr weiß, wo man sich gerade befindet. Ihre Sprache ist modern, manchmal leicht vulgär und sehr knapp und präzise, wodurch sie der Geschichte noch mehr Tempo verleiht.

Besonders gefallen haben mir der Wortwitz und der äußerst trockene Humor. Auch gut gewählt ist der Einstieg, der mit einer sehr knappen, aber gelungenen Zusammenfassung des Originals daherkommt. (Da kann man dann auch immer mal nachsehen und vergleichen.) Winterson bleibt nicht nur inhaltlich relativ nah am Original, sondern auch mit den Namen der Figuren. Das macht es umso einfacher, ein eigentlich komplexes Stück zu verstehen.

Mir persönlich war es an ein paar Stellen, wie bereits erwähnt, ein wenig zu schnell und sprunghaft. Dennoch ist „Der weite Raum der Zeit“ ein äußerst gelungener, moderner Roman über Liebe, Eifersucht, Neid, Missgunst, dem allgegenwärtigen Drang sich selbst zu zerstören und letzten Endes der Vergebung. Shakespeare hätte mit Sicherheit seine Freude daran gehabt. Vielleicht wäre er aber auch rasend vor Eifersucht geworden. Wer weiß?

Fantastische Neuinterpretation

Von: Susy Bookdibluempf Datum: 11.10.2016

www.bookdibluempf.blogspot.de

Ein wahnsinnig rasantes und starkes Buch, welches so viele Eindrücke vereint. Eine Geschichte, die voller Emotionen und sehr klassisch geschrieben ist.

Dieses Buch ist Teil eines Projektes aus dem Knaus Verlag, bei dem acht zeitgenössische und international bekannte Autoren ihre persönliche Neufassung eines Werkes von William Shakespeare präsentieren. D.h Nach und nach erscheinen moderne Neuerzählungen. Hier hat die Autorin sich "Das Wintermärchen" ausgesucht.

Zu Beginn des Buches erhält man eine kurze Zusammenfassung des Originalstückes, für all diejenigen, die das Stück von Shakespeare nicht vorher kannten.

Die Autorin schafft es gekonnt dieses Stück neu zu interpretieren. Sie bleibt bei ähnlichen Charakteren und Handlungsweisen. Man kann regelrecht Vergleiche ziehen, die sie sehr gut neu interpretiert hat. Natürlich ist der Schreibstil nicht einfach, sondern eher komplexer und wortgewandter also manch anderer Roman.

Sie schafft es die Themen und Ideen aus Shakepseare's Stück nahezu zeitlos darzustellen. Es ist interessant zu sehen, wie spannend und neu die Geschichte gestaltet wurde, obwohl man das Stück schon kannte.

Diese Neuinterpretation ist perfekt umgesetzt und ich bin schon auf weitere Neuauflagen gespannt!

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