Der zweite Reiter

Ein Fall für August Emmerich
Kriminalroman

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Er ist dem Grauen der Schlachtfelder entkommen, doch in den dunklen Gassen Wiens holt ihn das Böse ein ...

Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr...

Mord auf Wienerischem Pflaster – August Emmerich ermittelt:

Band 1: Der zweite Reiter
Band 2: Die rote Frau
Band 3: Der dunkle Bote
Band 4: Das schwarze Band

Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.

»Es kommt alles vor, was in einen guten Kriminalroman gehört […]. Eine spannende Erzählung, die Details stimmen, ein Lesevergnügen …«

Manfried Rauchensteiner / derStandard Online (07. Juli 2018)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-19292-1
Erschienen am  27. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe

Leserstimmen

Alex Beer - Der zweite Reiter

Von: Kerstin Junglen

27.02.2018

Kurzbeschreibung: Er ist dem Grauen der Schlachtfelder entkommen, doch in den dunklen Gassen Wiens holt ihn das Böse ein... Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr... Zur Autorin: Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Der zweite Reiter ist der Auftakt zu einer spannenden Reihe um Polizeiagent August Emmerich. Meinung: Der zweite Reiter ist der Auftaktband um eine Reihe mit dem Polizeiagenten August Emmerich, dessen Fortsetzung Die rote Frau im Mai 2018 erscheinen wird. Wien 1919: Rayonsinspektor August Emmerich bekommt es mit dem Mord an Dietrich Jost, einem Kriegszitterer, zu tun. Vieles deutet auf einen Selbstmord hin, was zum Ende des 1. Weltkrieges hin nichts Außergewöhnliches darstellt. Doch Emmerich zweifelt an dieser Version und ermittelt zusammen mit seinem Assistenten, Ferdinand Winter, den er anfangs nicht ausstehen kann, weiter. Schon bald geschieht der nächste Mord, und Emmerich wird immer weiter in den Strudel um Rache und vermeintliche Gerechtigkeit hineingezogen, bis er und sein Kollege selbst ins Visier des Mörders gerät. Alex Beer versteht es gekonnt, den Leser mit nach Wien in das Jahr 1919 zu nehmen. Der 1. Weltkrieg ist gerade vorüber, die Stadt leidet an Hungersnot, Kälte und Elend. Diese Umstände werden von der Autorin sehr authentisch dargestellt. Rayonsinspektor August Emmerich ist ein sympathischer Charakter mit Ecken und Kanten, der so schnell nicht aufgibt und auch auf eigene Faust ermittelt, was ihn zusehends in Schwierigkeiten bringt. Um in den Polizeidienst aufgenommen zu werden, hat er eine schwerwiegende Kriegsverletzung verheimlicht, die ihm nun die Einnahme von Heroin aufnötigt. Auch in seinem Privatleben hat er Probleme, denn er lebt mit Luise und ihren drei Kindern zusammen, aber ihr gefallen geglaubter Mann steht eines Tages wieder vor der Haustür. Ferdinand Winter, Emmerichs Assistent, ist anfangs nicht sehr beliebt bei seinem Vorgesetzten. Doch verdingt er sich nach und nach sein Vertrauen und auch eine gewisse Freundschaft. Winter lebt zusammen mit seiner Großmutter in einer durch den Krieg heruntergekommenen Villa. Die Großmutter lockert das Geschehen ein wenig auf, denn sie ist eine absolute Kaiser-Anhängerin und sieht auf Emmerich, der ein paar Nächte bei Winter verbringt, verächtlich herab und es entwickeln sich hier ein paar Szenen, die schmunzeln lassen. Der Kriminalfall um den ermordeten Dietrich Jost und andere Männer war recht spannend, denn der Täter ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Hier wurden von Alex Beer einige Wendungen eingebaut, die Auflösung ist nicht vorhersehbar und kann überraschen. Im Nachwort werden von der Autorin noch einige Orte, die im Roman eine Rolle spielen, näher erklärt mitsamt der heutigen Adresse, sodass man diese problemlos bei einem Aufenthalt aufsuchen kann, was mir sehr gefallen hat. Ebenso geht sie noch näher auf die Umstände des Nachkriegsalltags ein, was eine gute Ergänzung zum Roman darstellt. Fazit: Ein sehr gelungener historischer Kriminalroman, der gleichzeitig den Auftakt zu einer Reihe bildet. Alex Beer schildert den Fall, die Charaktere und auch die Lebensumstände kurz nach Ende des 1. Weltkriegs sehr authentisch und atmosphärisch. Hier bin ich sehr auf die Fortsetzung gespannt.

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Wien 1919

Von: Myriade

21.01.2018

Wien 1919, der erste Weltkrieg ist vorbei: „Der Kaiser war ins Exil gegangen, die Kronländer hatten sich abgespalten, und Österreich war nur noch ein klägliches Überbleibsel, das kaum lebensfähig war. Genau wie seine Einwohner.Es mangelte an allem. An Lebensmitteln, an Kohle, an Seife, an Kleidung. Die Menschen hungerten, froren und stanken. Sie prügelten sich um faules Pferdefleisch oder schimmlige Kartoffeln und teilten sich mit Flöhen ihre Betten. Es gab keine Arbeit und keine Medikamente, dafür umso mehr Verbrechen und Krankheiten.“ p. 9 Trostlose Zeiten. Es gibt Schwarzhandel, Auswanderungsvereine, massive Obdachlosigkeit. Zu dieser Zeit spielt die auch durchaus interessante Krimihandlung. Der Kommissar ist eine sehr gut gezeichnete Figur, ein Überlebender des Kriegs mit einer verletzungsbedingten Gehbehinderung, der selbst unter recht prekären Verhältnissen lebt, sein Assistent, Spross einer reichen Adelsfamilie. Das Wien in dem sie ermitteln ist ein ziemlich grausiger Ort, der aber durchaus bekannte Orte zeigt. Natürlich ist der Autor kein Zeitzeuge, aber das Ambiente in Wien kurz nach dem 1. Weltkrieg scheint mir gut getroffen zu sein. Wenn man dann bedenkt, was noch nachkommen wird, können einem die Romanfiguren fast leid tun. Auch ein interessanter Aspekt: Heroin war damals ein völlig legales Schmerzmittel, dessen Suchtpotential entweder nicht bekannt war, oder totgeschwiegen wurde. „Heroin wurde überall als Wundermittel gepriesen. Es fand sich sogar im Hustensaft für Kinder.Er sollte dankbar sein, statt skeptisch und den versöhnlichen Blick genießen, den ihm das Medikament auf die Welt gewährte. Wie zur Bestätigung tauchte vor ihm eine Litfaßsäule auf – Ein Spiegel ihrer Zeit. Waren bis vor kurzem Einberufungsbefehle, Kriegsdepeschen und Gefallenenlisten darauf plakatiert, so wandten sich die Ankündigungen mittlerweile wieder positiven Dingen zu – Wohltätigkeitsabende wurden angekündigt, Theaterstücke angepriesen und neue Produkte feilgeboten. Vielleicht war Winters unerschütterlicher Optimismus doch nicht so fehl am Platz.“ Einzig die Sprache hat mich nicht restlos überzeugt. Der Autor schwankt zwischen Wiedergabe von wienerischer Mundart und Kompromissvokabular für den deutschen Leser. Aber das ist auch ein schwieriger Punkt, an dem sich viele Autoren die Zähne ausbeißen. Insgesamt keine erheiternde Lektüre, aber eine gut gebaute Krimihandlung mit überraschendem Ende und ein realistisch beschriebener Hintergrund. Sehr empfehlenswert.

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Vita

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Nach »Der zweite Reiter«, ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur, »Die rote Frau«, nominiert für den Friedrich Glauser Preis 2019 und »Der dunkle Bote« erscheint im Mai 2020 der vierte, von den Fans lang erwartete Roman um August Emmerich. Neben dem Wiener Kriminalinspektor hat Alex Beer mit Isaak Rubinstein eine weitere faszinierende Figur erschaffen, die während des Zweiten Weltkriegs in Nürnberg ermittelt. Um es mit den Worten der Jury des Leo-Perutz-Preises zu sagen: »Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden.«

www.alex-beer.com

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Events

21. Jan. 2021

Lesung mit Alex Beer

20:00 Uhr | Schwabmünchen | Lesungen
Alex Beer
Das schwarze Band

29. Okt. 2021

Ladies Crime Night im Rahmen des Festivals Mord am Hellweg

19:30 Uhr | Erwitte | Lesungen
Alex Beer
Das schwarze Band

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