Des Lebens fünfter Akt

Roman

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Liebe, Literatur und Leid: Arthur Schnitzlers letzte Lebensjahre

Er ist auf dem Gipfel seines Ruhms. Seine Werke sind gesucht, er verkehrt mit Künstlern wie Hugo von Hofmannsthal, Thomas Mann, Gerhart Hauptmann oder Stefan Zweig, und die Frauen umschwärmen ihn auch in seinem fortgeschrittenen Alter noch. Eigentlich hat der 66-jährige Arthur Schnitzler im Sommer des Jahres 1928 alles erreicht. Doch dann begeht seine erst 18 Jahre alte Tochter Lili in Venedig Selbstmord, und mit ihr verliert Schnitzler jenen Menschen, der ihm auf eigentümliche Weise am nächsten stand.

Was ihm nun noch bleibt und was sein ganzes Leben bestimmt hat, das ist die Anziehungskraft auf Frauen. Die Liebe, die ihm bis zu seinem Tod angetragen, bisweilen aufgedrängt wird, stützt und bestürzt ihn gleichermaßen. Sie wird ihm bis zum letzten Atemzug erhalten bleiben.

Volker Hages biografischer Roman ist ein intimes Porträt Arthur Schnitzlers, dessen letzte Jahre von Unsicherheiten und widersprüchlichen Gefühlen geprägt waren: von tiefer Melancholie ebenso wie vom Glück einer späten Liebe.

»Volker Hage, Literaturchef der ›Zeit‹, beim ›Spiegel‹ und auch Literaturredakteur dieser Zeitung, hat sich mit großer Konzentration in das Ego des alternden Wiener Dichters hineinversetzt.«

Simon Strauss / Frankfurter Allgemeine Zeitung (06. Dezember 2018)

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ISBN: 978-3-641-22938-2
Erschienen am  08. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Was Liebe nützt, auch wenn sie manchmal nicht ausreicht, großartiger Roman über Arthur Schnitzler

Von: Stephanie Schuster

10.02.2019

Beim Erobern der Schriftsteller der klassischen Moderne bin ich immer wieder auf den Wiener Arthur Schnitzler gestoßen. Entweder werden seine Stoffe als Vorlage für Filme verwendet (Traumnovelle für z. B. Eyes Wide Shut) oder er wird bei anderen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts erwähnt. Bis ich endlich selbst etwas von ihm las und erstaunt war, wie „modern“ und damit zeitlos Schnitzler schreibt und welch grandioser Beobachter er ist. Seine Figuren handeln, sind in ihrem Umfeld verankert, es gibt keine belehrenden Passagen, sondern spannende Geschichten von interessanten Menschen. Darum wurde ich sehr neugierig, als ich von Volker Hages neuem Roman hörte, der innerhalb Schnitzlers letzten drei Lebensjahre spielt. Hage ist nicht nur Literaturkritiker und hat über berühmte Autoren geschrieben, er beschäftigte sich auch mit der Literatur im zweiten Weltkrieg (in seinem Werk: „Die Literaten und der Luftkrieg“), und dies ist nun sein zweiter Roman. Hier schreibt also jemand, der durchdrungen von Literatur ist, der die Zeit in der Arthur Schnitzler lebte von mehreren Seiten betrachtet hat. Zusätzlich konnte er für dieses Buch erstmals die Tagebücher von Schnitzlers Tochter verwenden, was einen wichtigen Teil des Romans ausmacht. Schnitzler war ein akribischer Tagebuchschreiber und verfügte, dass man sie nach seinem Tod unverändert und komplett veröffentlicht. Darum sind sie heute als zehnbändige Reihe mit fast fünftausend Seiten zu haben. Aber nun zu Hages Roman: Er berührt von der ersten Seite an, durch seine feinfühlige, klare Sprache sind wir Leser sofort dicht an Arthur Schnitzlers Seite und erleben wie er vom Selbstmord seiner Tochter erfährt. Erst hält der Sechsundsechzigjährige es noch für einen Unfall, die Achtzehnjährige war doch so glücklich verheiratet in Venedig. Was war passiert? Also macht er sich mit seiner Exfrau Olga auf die Reise und schottet sich danach nach außen hin ab, um sich innerlich mit den Tagebüchern seiner Tochter auseinanderzusetzen. Gab es Anzeichen für eine Depression? Wie sehr war er als Schriftsteller-Vater Vorbild für sein Kind? Mit wenigen Sätzen fängt Hage sehr gekonnt mehrere Leben ein. Wie weiterleben und dem Alter mit seinen zunehmenden Einschränkungen, aber auch den Angehörigen gerecht werden, nach so einem Schicksalsschlag? Schnitzler bleiben die Frauen, die Geliebten, die Ehefrauen und auch der Sohn, aber kann er ihnen noch gerecht werden, jetzt, nachdem Lili tot ist? Die Tagebücher und die Briefe helfen ihm dabei, seine Erinnerungen aufzufrischen und zugleich zu bewahren. Aber: „Was nützte all seine Liebe, wenn sie nicht ausgereicht hat?“ (Zitat S. 54) Dazu kommt, dass er als Jude zunehmender Feindlichkeit in Wien ausgesetzt ist, als der Antisemitismus in den 20er und 30er Jahren auch in Österreich Politik wird. Ein großartiges Buch, dass Einblick in die Seele eines bedeutenden Künstlers gibt, dank Volker Hage erleben wir, wie Kreativität aus Liebe entsteht mit all seinen Schatten und Lichtseiten. Im Abspann werden die agierenden Personen aus Schnitzlers Umfeld ausführlich vorgestellt. Das bereichert und lädt ein, Arthur Schnitzler zu lesen.

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Großartig

Von: Sonja Spiegel-Rossmann aus Lübeck

02.11.2018

Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen — ich finde es wunderbar, ganz großartig. Ich bin sehr beeindruckt (und habe mir gleich eine Sammlung Schnitzlerscher Texte bestellt…). Man spürt den ungeheuren Rechercheaufwand und ist doch fasziniert von der Leichtigkeit, mit der hier Zitate und Fiktionales verbunden sind.

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Vita

Volker Hage, geboren 1949 in Hamburg, kam nach Stationen bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Zeit“ zum "Spiegel", wo er seit 1992 als Literaturredakteur arbeitet. Er hatte Gastprofessuren in Deutschland und den USA inne. Als Herausgeber und Autor zahlreicher Bücher hat er die deutsche sowie die internationale Literaturentwicklung kritisch beobachtet und kommentiert. Er ist einer der bekanntesten Literaturkritiker im deutschsprachigen Raum.

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Events

14. Apr. 2019

Lesung und Gespräch

11:30 Uhr | Hamburg | Lesungen & Events
Volker Hage
Des Lebens fünfter Akt

09. Mai 2019

Lesung

Vellmar | Lesungen & Events
Volker Hage
Des Lebens fünfter Akt

Pressestimmen

»Eine faktenreiche, diszipliniert und dezent geschriebene Romanbiografie über die drei letzten Jahre des Wiener Schriftstellers Arthur Schnitzler (1862-1931).«

Gabriele Weingartner / Die Rheinpfalz (15. Dezember 2018)

»Noch nie war Schnitzler seinen Lesern derart nah wie in ›Des Lebens fünfter Akt‹.«

Peter Pisa / Kurier (10. Oktober 2018)

»Insgesamt gelingt es dem Autor in sensibler Weise, Schnitzlers fünften ›Lebensakt‹ zu vermitteln, wozu auch exzeptionell gelungene Formulierungen das Ihre beitragen.«

Gerhard Strejcek / Wiener Zeitung (20. Oktober 2018)

»Volker Hage weiß aus dem Material ein stimmiges und einfühlsames Bild des Schriftstellers Arthur Schnitzler in seinen letzten Lebensjahren zu zeichnen.«

Carsten Otte / SWR2 (28. Oktober 2018)

»In ›Des Lebens fünfter Akt‹ verknüpft der souveräne Arrangeur und kluge Erzähler Hage sein belletristisches Schaffen mit dem literaturwissenschaftlichen.«

Thomas Andre / Hamburger Abendblatt (06. November 2018)

»Volker Hage schildert in ›Des Lebens fünfter Akt‹ mit zurückhaltender Sprache eindrucksvoll die letzten Lebensjahre Schnitzlers.«

Neue Presse Hannover (24. November 2018)

»Volker Hages Roman beruht auf genauer Recherche und ist somit auch ein Zeitbild der Jahre bis zu Schnitzlers Tod 1931.«

Erika Achermann / St. Galler Tagblatt (09. November 2018)

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