Die unbequeme Wahrheit

Rede zur Lage unserer Nation

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»Die Politik versucht mit künstlich geschaffenem Notenbankgeld die Welt von gestern zu retten – und verpasst so die Zukunft.« Gabor Steingart über Deutschland nach Corona

Corona ist mittlerweile nur ein anderes Wort für Ausrede. Gabor Steingart hat eine persönliche Rede verfasst, die uns die Augen öffnet für die Erschöpfungszustände im produktiven Kern unserer Volkswirtschaft. Die unbequeme Wahrheit hinter den billionenschweren Konjunkturprogrammen handelt von ökonomischer Erstarrung, prekären Arbeitsverhältnissen und sozialer Spaltung in Deutschland. Alles wird beklagt, aber nichts bekämpft. Europa greift zu den synthetischen Drogen der Geldschöpfung, auch um den Schmerz des Epochenwandels nicht zu spüren. Die politisch Verantwortlichen konservieren unterm Rettungsschirm die Welt von gestern. An der Schwelle von der Industrie- zur Digitalgesellschaft hat Deutschland von Pionier auf Follower umgeschaltet – mit gravierenden Folgen für unseren Wohlstand. Doch es gibt Alternativen zur Verzweiflung und Steingart benennt sie. Digitalisierung, Globalisierung und Klimaschutz bilden das magische Dreieck der bevorstehenden Transformation. »Nur wenn wir alle drei Phänomene zusammendenken, ihre Vernetztheit erkennen und eine Welt bauen, die global, digital und nachhaltig ist, können wir bestehen.«

Dieses Buch ist eine Ruhestörung.
Dieses Buch ist eine Ermutigung.
Dieses Buch ist ein Programm für alle, die keine Lust auf Untergang haben.


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durchg. 4c, mit farbigen Infografiken
ISBN: 978-3-641-25115-4
Erschienen am  27. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Unbequem & wahr

Von: Udo Kewitsch

23.10.2020

Die unbequeme Wahrheit - Gabor Steingart spricht sie aus. Die unbequeme Wahrheit ist, das verrät uns gleich das Adjektiv, unbequem. Sagt auch der Buchtitel, umso notwendiger ist es sie zu lesen, sagt der Rezensent. Ich möchte Dich, lieber interessierter Leser, ebenso wie Gabor Steingart es tut, dazu animieren nachzulesen, nachzudenken, nachzuspüren. Die nachfolgende Rezension ist daher in Tonalität und Sprache ganz im Steingart Stil gehalten. Lieber Gabor Steingart, entschuldige, dass ich mir Dein Buch zur Hand nehme und es inhaltlich bespreche. Doch es scheint mir, wir sollten wissen, was Du uns zu sagen hast, zur Flüchtlingskrise, zur zweiten Welle, zur Ökonomie im allgemeinen. Es erscheint mir wichtig herauszuarbeiten, dass Du nicht nur akribisch und vor allem sehr gekonnt sachlich und sprachlich ebenso präzise wie kompetent analytisch die aktuelle Weltenlage sezierst. Es ist in meinen Augen bewundernswert, wie Du dem Leser die rhetorische Fürsorglichkeit der politischen Elite ersparst, derweil es Dir aber gelingt, Seite für Seite messerscharf wie kurzweilig die Situation, in der wir uns befinden, zu analysieren. Wenngleich es eine unbequeme, aber zu keinem Zeitpunkt unverständliche Wahrheitsanalyse ist. Du bist schonungslos, aber keine Sekunde hoffnungslos. Du erklärst uns, was der Historiker Christian Meier das „Verschwinden der Gegenwart“ nannte, um uns ein paar Zeilen weiter schon wieder wissen zu lassen, dass Europa orientierungslos wie ein Schiff im Weltmeer treibt, dessen Anker sich im Sturm losgerissen hat. Du lässt uns nicht im ungewissen. Keine Wahrheit ist Dir zu schade, sie nicht auszusprechen, kein Fauxpas der Herrschenden, der von Dir nicht offengelegt wird. Du sprichst Klartext. Reintext. Bist so wunderbar lesbar, dass es manchmal erschreckend ist und man sich gleichermaßen wundert: hat das denn noch keiner gemerkt. Wir werden mit Deiner Hilfe zu teilnehmenden Beobachtern eines großen Maskenballs: die Profis für Zukunft sehen zuweilen aus wie Kinder, während die Profis der Gegenwart sich ziemlich kindisch benehmen. Du erklärst warum. Du lieferst nicht nur erschreckende Corona Wahrheiten sondern gehst auch mit der Klimadebatte hart wir ernsthaft ins Gericht. Jeder Buchstabe, jedes Wort ist nicht nur schwarz gedruckt, sondern treffsicher mittig schwarz. Deine Aussagen zum gegenwärtigen Umbruch in unserem Zeitalter, dass die Landwirtschaft längst hinter sich gelassen hat und sich gerade mal mit dem letzten kleinen Finger an den Strohhalm der Industrialisierung klammert, werden von Dir Bit für Bit klar und präzise mit digitaler Genauigkeit vermittelt. Es könnten einem Angst und Bang werden beim Lesen. Nein, Du schreibst nicht angstvoll bangend, im Gegenteil, Du legst offen, hoffend, Du erklärst, vermittelst und zeigst neue Wege auf. Du sagt mir, dem Leser, dass ich ein Stück vom Kuchen bekomme, verrätst mir aber auch, wem die Bäckerei gehört und wo das wirklich große Brot der Zukunft gebacken wird. All das zu erkennen, all das wortgewandt und in äußerst lesenswerte Form zu packen, ist hochwertigste journalistische Arbeit, für die ich mich bei Dir, lieber Autor, Gabor Steingart aufs herzlichste bedanken möchte. Es sei erlaubt darauf hinzuweisen, dass ich bereits seit Monaten treuer Leser Deines täglichen Steingarts Morning Briefing bin – Pflichtlektüre für jeden Interessierten, der unabhängige Meinungsbildung schätzt. Dein Buch war mich eine Quell der Inspiration, ein Weckruf in der Corona Debatte, ein kleiner Leuchtturm auf der aktuell hohen politischen See bei unsicherer Wetterlage. Dein Buch ist eine Aufklärung in verklemmten Zeiten, ein „streifenfrei-Fenstertuch“ für die fettig-schmierige Polit- und Ökonomie-Scheibe, die proprio adesso nur sehr schwer zu durchschauen ist. Dein Buch ist unbequem, aber wahr. Danke dafür, ich werde es nochmal lesen. *** (c) Udo Kewitsch, Okt.20 ***

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Zumutung und Zuversicht: Pflichtlektüre für Elite, Establishment, Eunuchen, Ewiggestrige

Von: Benedikt

05.09.2020

Ein Klartext-Buch mit ehrlicher Analyse und konstruktivem Ausblick. Augenöffnend und spannend geschrieben, mit starken Formulierungen, vielen Hintergründen, Vergleichen und ausgezeichneten Infografiken. Ein Buch mit Tiefgang und Nachklang. Für den Durch- und Überblick in dramatischen Zeiten. Lesenswert. Steingart sieht in “Digitalisierung, Globalisierung und Ökologie das magische Dreieck der neuzeitlichen Transformation” und betrachtet Covid-Krise nicht als Wendepunkt, sondern als Beschleuniger: “Unsere Demokratie stand schon vorher unter Spannung. Corona war der Schwarze Schwan für große Teile der deutschen Volkswirtschaft, deren Manager ihn mit ihren nostalgischen Gesängen regelrecht angelockt haben.” Anders als viele Decoupling-Demagogen erwartet er ökonomisch nach der Pandemie nicht “das Ende der Globalisierung, und auch nicht den Zerfall Europas, sondern eine Welt der beschleunigten Digitalisierung”. Ich glaube, hier liegt Steingart richtig und die vielen Hinweise und Erläuterungen zur Digitalisierung sind klar und konkret, etwa: - “Die neue Wirklichkeit teilt sich nicht mehr zuerst in Ost und West, Stadt und Land, Diktatur oder Demokratie, Plan- oder Marktwirtschaft, sondern in digital und analog.” - “Nur die weitgehend entstofflichte Datenökonomie, die durch Beobachtung und Steuerung von Mensch und Material die Ressourcen der Erde schont, gehorcht dem ökologischen Imperativ.” (was er am Beispiel Transport und Landwirtschaft beschreibt). Steingart warnt: - vor der “Kolonialisierung der Zukunft”, - vor den “Verbotsschildern der politischen Korrektheit”, - vor der durch Corona geöffneten “Tür zum autoritären Durchregieren”, - vor “linken Dealern die sind unterwegs, um dir deine Angst wegzuspritzen”. - vor rechten Populisten ("Das Völkischem kehrt zurück") Er will: - Deutschland als Technologieführer, nicht Follower, - Ludwig Erhard als geistigen Vater der Politik, nicht David Copperfield, - ein emanzipiertes und zuversichtliches Bürgertum, das sich nicht selbst limitiert, sondern den schwarzen Schwan vertreibt, - ein besseres Erzählen von Europa ("Das europäische Narrativ muss nicht neu erfunden, nur freigelegt, verdichtet und erzählt werden"). Der für mich spannendste Abschnitt befindet sich im letzten Drittel des Buches: "Ich denke, wir sollten den Apokalyptikern spätestens an dieser Stelle freundlich, aber bestimmt sagen: Demokratie und Rechtsstaat sind nicht verhandelbar. Eine Pandemie bedeutet die dringliche Aufforderung zum Handeln, aber einen demokratischen Notstand begründet sie nicht. Die Toleranz der Toleranten darf nicht den Sieg der Intoleranten bedeuten, wie wir bei Popper gelernt haben. Du, mein Freund, bist hier gefordert. Deine Waffe sei das Argument; dein Erkennungsmerkmal die Nachdenklichkeit, und auch Camus’ »unbesiegbarer Sommer« lässt sich gegen die Lust an der Apokalypse mobilisieren. Wir sollten nicht zulassen, dass Natur und Gesundheit gegen »die Wirtschaft«, deren unverrückbarer Teil wir selbst sind, ausgespielt werden. Effektiver Umweltschutz und wirksame Gesundheitsvorsorge werden niemals gegen »die Wirtschaft« funktionieren, so wie auch umgekehrt richtig ist: Die Wirtschaft ist auf eine intakte Umwelt und auf gesunde Mitarbeiter und Kunden angewiesen. Das Entweder-oder-Spiel der Lobbyisten dient ihren Interessen, nicht deinen, mein Freund.” Sicherlich wird es auch kritische Stimmen im Rahmen der Buchbesprechung geben - wohl vor allem von “Eunuchen”, die sich als akademische Theoretiker und belehrende Voyeure ohne praktische Kompetenz im aktuellen Establishment eingenistet haben, die Lage schönreden, im Nationalen und Analogen verharren und keine Ruhestörung wünschen. Ein Grund mehr dieses Buch zu lesen. Und sich an zwei Zitate von George Orwell zu erinnern: - “The further a society drifts from the truth, the more it will hate those that speak it.” - “Journalism is printing what someone else does not want printed: everything else is public relations.”

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Vita

Gabor Steingart, geboren 1962, ist einer der profiliertesten deutschen Sachbuchautoren und mehrfach ausgezeichneter Journalist. In seinem täglichen Podcast und Newsletter »Steingarts Morning Briefing« kommentiert er das aktuelle Welt- und Wirtschaftsgeschehen, bietet Nachrichten sowie exklusive Interviews mit Meinungsbildnern aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Sein Werdegang: 1990 bis 2010 SPIEGEL-Journalist in Leipzig, Bonn, Hamburg, Berlin und Washington D.C. Von 2010 bis 2018 zunächst Chefredakteur, später Herausgeber, Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Handelsblatt Media Group. 2018 gründete er die Medienmarke ThePioneer für unabhängigen und werbefreien Journalismus.

Auswahl der Bestseller: »Deutschland – Der Abstieg eines Superstars«, »Weltkrieg um Wohlstand«, »Die Machtfrage«, »Unser Wohlstand und seine Feinde«, »Weltbeben«.

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