Die Bedrohung

Thriller

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Unsere Welt, einige Jahre weiter. In den westlichen Gesellschaften hat es eine Rückbesinnung auf das Analoge gegeben, alles Digitale wird als Bedrohung empfunden. Green Valley, eine in sich geschlossene Kleinstadt und gleichzeitig Versuchsfeld der IT-Firma Zeroth, ist eine Ausnahme. Die Bewohner leben in einer perfektionierten virtuellen Realität. Doch dahinter verbirgt sich ein schreckliches Geheimnis …


Aus dem Englischen von Frank Dabrock
Originaltitel: Green Valley
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22406-6
Erschienen am  12. November 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Schwache Figuren, dennoch gut zu lesen

Von: Janine Gimbel

01.12.2018

Wir schreiben die nicht allzu ferne Zukunft. Die Welt hat sich von dem technischen Fortschritt abgewendet, das Internet, die Mobiltelefone, Überwachungskameras – das alles gibt es nicht mehr! Nur eine kleine Siedlung namens Green Valley hat sich gegen die so genannte Wende gestellt. Die Menschen hier sind mit ihren Avataren verkabelt und leben in einer virtuellen Realität. Die Polizistin Lucie Sterling ist verwundert, als sie (auf ihrem an der Wand befestigten Schnurtelefon) einen Anruf ihres Exmannes David erhält. Er berichtet ihr diffus, dass die gemeinsame Tochter Kira, die bei ihm lebt, verschwunden ist, ja, entführt wurde. Lucie ist sofort alarmiert, denn David und Kira leben nirgend anders als in Green Valley. Verbirgt das High Tech-Viertel vielleicht ein Geheimnis? Luis Greenbergs Roman tut sich am Anfang schwer. Man lernt die Zukunftsvision kennen, die eigentlich in die Vergangenheit gehört. Weil die Menschen sich zu stark von IT-Unternehmen und Überwachungsstaaten kontrolliert gefühlt haben, haben sie jegliche elektronische Technik abgeschafft und sich rückbesinnt in eine Zeit etwa in den 1950er Jahren. Das verändert natürlich auch die Polizeiarbeit, der Lucie nachgeht, wieder maßgeblich. Green Valley wird mit misstrauischem Blick von allen beobachtet. Aber Genaueres weiß niemand. Denn der Zugang zu Green Valley ist streng limitiert und nicht jeder kann rein und raus wie er möchte. Als Lucie doch einen Einblick erhält und David besuchen kann, ist sie verwirrter als bisher. Die erste Hälfte des Romans ist relativ langweilig gehalten, erst ab der Mitte nimmt er Fahrt auf – und dann gleich richtig. Als Leser oder Leserin ahnt man ab etwa besagter Mitte, was Sache ist und hat auch Ideen für die Beweggründe. Das nimmt die Spannung aber nicht raus, denn alles weiß man trotzdem nicht. „Die Bedrohung“ ist anfangs eher langweilig, wird dann aber deutlich besser. Ein Manko holt der Autor, der auch Teil des Autorenduos S.L. Grey ist, die für weitere Zukunftsromane zuständig sind, allerdings nicht mehr auf. Seine Figuren bleiben allesamt sehr grau und farblos. Lucie beispielweise, aus deren Sicht ein Großteil der Handlung beschrieben wird, erzählt, dass sie ihre Tochter mit ihrem Exmann David nach Green Valley hat gehen lassen. Ihre Beweggründe dafür erfährt man erst im letzten Drittel des Romans und dann auch nur im Vorübergehen. Alle Figuren des Romans haben keine richtigen Konturen und bleiben blass. Ihnen fehlt eine Geschichte oder Details, mit denen sich Leser oder Leserinnen identifizieren können. Dennoch ist „Die Bedrohung“ aufgrund der besagten guten zweiten Hälfte lesenswert für alle, die mal einen ganz anderen Zukunftsroman lesen möchten. Luis Greenberg weicht trotz der schwachen Figuren vom Schema X ab und hat einen etwas anderen Roman geschrieben, der sich nicht in Kategorien pressen lässt!

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Ein Kriminalfall in einer wenig authentischen und überzeugenden Welt

Von: Der Büchernarr Frank

24.11.2018

In einer nahen Zukunft wird die Digitalisierung zunehmend als Bedrohung empfunden und die Menschen läuten eine Wende ein, um sich wieder der analogen Welt zu widmen. In diese Welt platziert eine Firma eine digitalisierte Enklave, die einen massiven Gegensatz zur Realität darstellt. Weltanschauung Was sich spannend und interessant anhört, entpuppt sich schnell als Seifenblase, denn Greenberg konzentriert sich nicht auf die Ausarbeitung der Welt, sondern auf den Kriminalfall, den er in dieses Szenario platziert hat. Dadurch entsteht ein unstimmiges Bild von der Gesellschaft, denn viele Aspekte bleiben einfach unberücksichtigt. Es gibt sehr viele Details in diesem Szenario, die einfach nicht passen wollen und mich als Leser immer wieder mit einem Fragezeichen im Gesicht zurückgelassen haben. Die Telefonie wird “analogisiert”, aber dennoch ein nationales Rohrpostsystem aufgebaut? Es gibt weiterhin Autos und Verkehrssysteme, die plötzlich nicht mehr digital gesteuert werden? Die digitale Enklave wird von einer hohen Mauer umgeben, wobei erst im Laufe der Erzählung plötzlich von einem Dach die Rede ist? Umstimmigkeiten Diese Unstimmigkeiten in der Erzählung ziehen immer weitere Kreise. Wenn die Protagonistin einer Geschichte aus einem Haus eilt, weil sie dort drinnen etwas erschreckendes gesehen hat, anschließend sich ein paar Meter vom Objekt entfernt und sich dadurch hoffnungslos verirrt, so klingt das nicht glaubwürdig oder authentisch, so fremdartig die Umgebung auch sein mag, durch die sie stolpert. Wären solche Situationen nur vereinzelt aufgetaucht, hätte ich als Leser dafür Verständnis aufbringen können. Aber sie tauchen zu oft auf, vor allem zum Ende des Buches hin. Der eigentliche Kriminalfall verblasst angesichts dieser unlogischen und kaum nachvollziehbaren Aktionen und Geschehnisse, auch wenn dieser durchaus Potential hat. Ein Potential, das sich in dieser Umgebung leider nicht entfalten kann. Immerhin fand ich den Erzählstil mit den wechselnden Erzählperspektiven durchaus ansprechend. Allerdings ist dies zu wenig, um diesen Thriller zu einem stimmigen Werk werden zu lassen. Fazit Auch wenn der geschilderte Kriminalfall seinen Reiz hat, so überwiegen die Logiklücken und die wenig überzeugende Darstellung der Welt. Greenberg verspielt nicht nur Potential, sondern er schafft es auch nicht, eine authentische und überzeugende Welt zu erschaffen. In meinen Augen überwiegt dieser Eindruck, so dass das Lesevergnügen in Gänze getrübt wird, weswegen ich mich schwer tue, dieser Dystopie eine Empfehlung auszusprechen.

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Vita

Louis Greenberg

Louis Greenberg, geboren in Johannesburg, studierte Englisch und Geschichte. Seine Abschlussarbeit schrieb er über Sex und Familie im modernen Vampirroman und begann eine Karriere als Autor. Neben Short Stories und Gedichten verfasste er mehrere Romane. Als Teil des Bestseller-Autorenduos S. L. Grey setzt er seine Vorliebe für zeitgemäße Horrorstoffe um. Greenberg lebt in England.

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