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Die Brandungswelle Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-08772-2

Erschienen: 31.05.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

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La Hague im Nordwesten der Normandie: Nur wenige wohnen hier, am Ende der Welt, am Meer, dort, wo die Menschen ebenso schroff sind wie die Natur und das Leben vom Wind, vom Wetter, von den Gezeiten bestimmt wird – bis eines Tages Lambert auftaucht.

Fremde, die hier länger bleiben, gibt es selten; sie werden von den Einheimischen argwöhnisch beäugt, aber Lambert ist nicht wirklich fremd; irgendwie gehört er dazu. Vor vierzig Jahren starben seine Eltern und sein Bruder bei einem Bootsunglück. Nun ist er zurückgekommen, um das dramatische Unglück von damals aufzuklären. Und allmählich bröckelt die Wand des Schweigens, hinter der jeder Dorfbewohner ein Geheimnis zu verbergen scheint …

»557 Seiten, aber keine zuviel!«

Christine Westermann, WDR

Claudie Gallay (Autorin)

CLAUDIE GALLAY, 1961 im Département Isère geboren, ist eine der populärsten Schriftstellerinnen Frankreichs. Ihr internationaler Durchbruch war der Bestseller »Die Brandungswelle«, der monatelang auf der französischen Bestsellerliste stand, mehrfach ausgezeichnet wurde und in weiteren elf Ländern erschien.

»557 Seiten, aber keine zuviel!«

Christine Westermann, WDR

»Ein poetischer, spannender und ganz einfach wunderbarer Schmöker.«

Freundin

Aus dem Französischen von Claudia Steinitz
Originaltitel: Les déferlantes
Originalverlag: La Rouergue

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-08772-2

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 31.05.2012

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Ein leises Buch mit Tiefsinn

Von: Ulrike Sokul  aus Solingen Datum: 15.08.2014

www.leselebenszeichen.wordpress.com


„Die Brandungswelle“ wird von einem Ich erzählt, dessen Namen wir bis zum Schluß nicht erfahren, auch der verstorbene Liebste der Erzählerin, an den sie manchmal unmittelbar das Wort richtet, bleibt für uns Leser ein namenloses Du.

In dem kleinen Hafenort La Hague wohnt die Erzählerin im ersten Stockwerk eines Hauses, das gefährlich nah am Meer steht. Im Stockwerk darunter wohnt der Bildhauer Raphaël zusammen mit seiner jüngeren Schwester Morgane. Diese drei Zugereisten leben familiär-freundschaftlich beieinander. Jeder ist auf seine Weise in La Hague gestrandet und vorläufig geblieben.

Jeder respektiert den verletzlichen Gefühlsraum und das Schweigen des anderen, überbrückt aber auch die individuelle Einsamkeit durch eine Form des Mitgefühls, die mehr in körperlichen Gesten als in tiefschürfenden Worten zum Ausdruck kommt.

Lambert, ein neuer Gast in La Hague, erweckt die vorsichtige Neugier der Erzählerin und sorgt bei den Einheimischen für Unruhe. Er bezieht das alte Ferienhaus seiner Eltern, und wir erfahren, daß er als Kind bei einem tragischen Bootsunfall seine Eltern und seinen kleinen Bruder verloren hat.

Während Lambert seine Nachforschungen vorantreibt und auch die Erzählerin ihren Anteil am Entwirren der Schicksalsfäden hat, kommen sich diese beiden verlustgeprüften Menschen sehr behutsam und langsam näher.

Die Sprache, in der diese Geschichte vom Verlieren und Finden gestaltet ist, verdient besondere Beachtung; sie ist von ganz außergewöhnlicher Textur. Wie der Bildhauer Raphaël mit seinen Figuren unausgesprochenen Gefühlen sichtbare Gestalt gibt, so meißelt die Autorin ihre Geschichte aus der Sprache heraus: schnörkellos, karg, rauh, elementar, durchatmet von einer beeindruckenden Demut. Sie erschafft damit eine naturbelassene Gefühlslandschaft von starker und unmittelbarer Präsenz.

PS:
Die vollständige Rezension (dies hier ist nur ein Auszug) ist in meinem Buchbesprechungsblog www.leselebenszeichen.wordpress.com erschienen.

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