Die Dame hinter dem Vorhang

Roman

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Welch ein Abenteuer! An einem Maimorgen im Jahr 1927 verlässt Jane Banister, Enkelin des Gärtners auf Gut Renishaw, den Landsitz der Sitwells. Sie geht nach London, um in den Dienst von Edith Sitwell zu treten, der ungeliebten Tochter des Hauses. Jane hat schon einiges über die exzentrische Dichterin und deren einflussreichen Freundeskreis gehört. Edith gibt in der Hauptstadt Soireen, liebt große Auftritte und hat sogar Kontakte ins Königshaus. Schon bald wird Jane an Ediths Seite die Metropolen der Welt bereisen. Doch als Ediths Vertraute lernt Jane auch die Dame hinter dem Vorhang kennen und den Preis, den das unangepasste Leben fordert.


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ISBN: 978-3-641-24667-9
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine sehr elegante Darstellung der Edith Sitwell

Von: Melanie E. aus Leopoldshöhe

15.10.2019

Edith Sitwell war mir bisher unbekannt, was ich nun nicht als Bildungslücke ansehe, da ich mich nun dank Wikipedia und anderen Seiten des Internets bestens informiert fühle. "Die Dame hinter dem Vorhang" berichtet ein Stück weit über das Leben der Dame und zeigt auch die Schwierigkeiten der damaligen Zeit auf. Eine Frau, wohlgeboren, aber eben nicht standesgemäß zu verheiraten, da sie nicht das Aussehen der Reichen und Schönen besitzt. Positiv zu vermerken ist, das sie über ein kluges Köpfchen verfügt, was sie dazu nutzen kann, um zu dichten und sich damit ihre Stellung weiterhin finanzieren kann. Das Verhalten ihrer Eltern ist mir sehr suspekt und nicht nachvollziehbar, aber wie schon erwähnt sind es andere Zeiten und Frauen eher das Aushängeschild der Familie. Aufgrund von Schriftbild und Größe der Schrift lässt sich "Die Dame hinter dem Vorhang" leicht und flüssig lesen. Hinzu kommt die angenehme Art von Jane Banister, die als Vertraute in den Diensten der Edith Sitwell steht. Es ist eine ansprechende Erzählung über Akzeptanz und Toleranz in einer mir unbekannten Zeit, fast schon historisch zu nennen. Fiktiv und dennoch sicherlich auch mit einem hohen Wahrheitsgehalt finde ich mich in einer Story wieder, die verdeutlicht, das Frauen ihre eigenen Kämpfe ausfechten mussten. Unverheiratet und für sich selbst sorgend birgt einiges an Problemen, die oftmals nur zwischen den Zeilen zu lesen. Das Cover wirkt ebenso elegant wie der Inhalt des Buches. Dieses war, was mich ansprach. Hinzu kam die Neugier, die der Klappentext in mir erweckte. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich mich komplett auf Dame Edith und Jane Banister einlassen konnte. Eine sehr interessant gewobene Story, die die Dame hinter dem Vorhang mitunter doch blass erscheinen ließ, da der Fokus auf Jane Banister gerichtet ist, dennoch konnte es mich überzeugen. Zudem sind einige Schauspielgrößen erwähnt, die mir ein Schmunzeln in das Gesicht zaubern konnten, wobei ich fast vermute, das eine jüngere Leserschar diese nicht erkennen werden.

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Das Leben einer Frau, die nicht dem herrschenden Ideal entsprach

Von: Virginie Storm

25.09.2019

"I wish the government would put a tax on pianos for the incompetent." - Edith Sitwell Laut Einleitung des Buches hat Edith Sitwell, die Hauptfigur dieses Romans, tatsächlich gelebt. "Sie kam 1887 auf einem Adelssitz zur Welt und durfte doch nie Prinzessin sein. Mit zwölf steckte man sie auf Geheiß ihres Vaters für mehrere Monate in eine Streckapparatur, um sie dem Schönheitsideal der Zeit anzupassen. Erfolglos. Edith Sitwell hat geliebt, aber nie geheiratet. Sie wuchs zu einer spitzzüngigen Dichterin und Schriftstellerin heran, lebte ein selbstbestimmtes Leben und machte aus sich ein in Brokat, Seide und Samt gehülltes Gesamtkunstwerk." Nach diesen Worten der Einleitung erwartete ich eine mitreißende Geschichte, unterhaltsame Gespräche mit Künstlern der Epoche und Beschreibungen der bereisten Städte. Erzählt wird die Handlung von Jane und ihrer Mutter Emma. Beides fiktive Figuren, die für Edith Sitwell als Hausmädchen und Gesellschafterin gearbeitet haben. Die Beschreibung der Kindheit Ediths und die Freundschaft mit Emma fand ich sehr berührend. Was wird aus einem Kind, das die Eltern als hässlich und deswegen als nicht liebenswert empfinden? Edith zog sich in die Welt der Fantasie zurück, erzählte Geschichten und begann auch selbst zu schreiben. Theatervorstellungen, Soiréen und Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten tauchen am Rande des Romans auf. Der Hauptteil der Geschichte beschreibt Ediths Leben in sehr bescheidenen Appartements in London und Paris, wo sie mit Helen Rootham, einer Autorin und Übersetzerin, wohnte. Außerdem ging es um ihre Freundschaft zu dem weltbekannten Fotografen Cecil Beaton und ihre Hörigkeit zu dem Maler Pavel Tchelitchew. Schaue ich mir Fotos von Edith Sitwell im Internet an, sehe ich eine sehr große, schlanke Frau mit einer etwas langen, schmalen Nase. Es fällt mir schwer, das Buch zu beurteilen. Ich hätte mir gewünscht, dass Edith ein glückliches Leben führt. Doch in diesem Punkt war die Autorin natürlich daran gebunden, die Realität zu schildern. Die erste Hälfte des Buches habe ich sehr gern gelesen. Irgendwann nahmen die Schilderungen der Ich-Erzählerin Jane einen emotionslosen Reporter-Stil an. Zum Ende wurde es wieder spannender. Ich hätte auch gern mehr über die Gedanken und Gedichte Sitwells erfahren, statt der Schilderungen von Krankheit und Alkoholsucht. Ein Roman über das Leben einer Exzentrikerin, einer Frau, die sich als Ausgestoßene empfand und somit frei war, ihr Leben zu gestalten und die Konventionen zu brechen.

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Vita

Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Im Alter von 15 Jahren verließ sie ihr Elternhaus, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin. Sie arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie Ende 1987 für zwölf Jahre aus dem sogenannten bürgerlichen Leben ausstieg und in eine Benediktinerinnenabtei eintrat. Von der Zeit, die sie dort lebte, handelt die autobiographische Erzählung »Was in zwei Koffer passt« (2007). Es folgten die Romane »An Paris hat niemand gedacht« (2009), »Das Meer in Gold und Grau« (2011), »Die Liebe in Grenzen« (2013) und »Aller Anfang fällt vom Himmel« (2015). In ihrem neuesten Roman »Die Dame hinter dem Vorhang« setzt sie der englischen Exzentrikerin Edith Sitwell ein Denkmal.
Veronika Peters ist verheiratet mit dem Schriftsteller Christoph Peters, hat eine Tochter und lebt als freie Autorin in Berlin.

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