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Die Einsamkeit der Primzahlen

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€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-02782-7

Erschienen: 17.12.2009
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»Zum Teufel noch mal, was für ein großartiger Schriftsteller, schon mit 26 Jahren!« Andrea Camilleri

Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart.

Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen.

In einer ebenso klaren wie poetisch-eindringlichen Sprache erzählt Paolo Giordano die Geschichte von Alice und Mattia, die wie Primzahlzwillinge nahe beieinanderstehen und doch immer durch eine Winzigkeit getrennt bleiben. Komplexe Seelenzustände schildert er so genau, dass sie fassbar werden und uns tief berühren. Paolo Giordano findet unvergessliche Bilder für die verschlungenen Wege, auf denen die Dramen der Kindheit in uns fortwirken. Seine Prosa verwandelt auf magische Weise Schmerz in Trost.

Ausgezeichnet mit Italiens renommiertestem Literaturpreis – dem »Premio Strega«. Mit 26 Jahren ist Paolo Giordano der jüngste Gewinner aller Zeiten.

Paolo Giordano (Autor)

Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er auch Physik studierte und lehrte. Nach einigen Kurzgeschichten und Auftritten auf Literaturfestivals feierte er mit »Die Einsamkeit der Primzahlen« ein sensationelles Romandebüt. Es war das meistverkaufte Buch Italiens im Jahre 2008. In der über 60-jährigen Geschichte des Premio Strega – des wichtigsten Literaturpreises in Italien – ist er der jüngste Preisträger überhaupt. Sein Roman wurde in 26 Länder verkauft.

Aus dem Italienischen von Bruno Genzler
Originaltitel: La solitude dei numeri primi
Originalverlag: Mondadori

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-02782-7

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 17.12.2009

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Ein ganz fantastisches Buch!

Von: Annette Traks Datum: 11.08.2016

www.annette-traks.com

Alice Della Rocca hasst die Skischule, doch der strenge Vater zwingt das Kind jedes Jahr in den Weihnachtsferien zur Teilnahme am Skikurs und erwartet Bestleistungen.
Eines Tages erleidet das Mädchen einen schweren Unfall, der ihr
gesamtes Leben verändert.

Der 6-jährige Mattia Balossino möchte so gerne unbeschwert an der Geburtstagsfeier eines Schulkameraden teilnehmen. Nur ein einziges
Mal will er ohne seine hilfsbedürftige, behinderte Zwillingsschwester irgendwo hingehen. Die Eltern haben jedoch kein Einsehen und so lässt
der Junge die Kleine auf dem Weg zur Party in einem Park zurück. Von
dort verschwindet sie für immer spurlos.
Das Ereignis beeinflusst Mattias weiteres Leben gravierend.

7 Jahre nach diesen schicksalshaften Episoden begegnen sich Alice und Mattia in der Schule.
So grundverschieden die beiden Einzelgänger sind, scheinen sie doch füreinander bestimmt zu sein.

Aber ihnen ergeht es wie Primzahlzwillingen, zwei dicht nebeneinander stehenden Primzahlen (z.B. 3 und 5), zwischen denen sich jedoch stets noch eine andere Zahl befindet, die eine direkte Berührung verhindert.

Daher bleiben sie immer einsam (siehe Titel).

Resümee:
Thema des Buches ist der Werdegang von Alice und Mattia von ihrer Kindheit bis ins frühe Erwachsenenalter. Beide tragen eine große Bürde, deren Auswirkungen sie in jeder Lebensphase von der Menge Gleichaltriger unterscheidet und zu Einzelgängern macht.

Paolo Giordano vergleicht beide Protagonisten mit Primzahlen, die nur
durch eins und sich selbst teilbar sind. Sie stehen einsam inmitten einer Reihe natürlicher Zahlen. Mehr noch: Sie sind wie Primzahlzwillinge
(siehe Inhaltsangabe): So nahe sie sich auch kommen, wird ihr ganzes Leben lang immer etwas oder jemand zwischen ihnen stehen.

Dem Autor ist ein hervorragender Spagat gelungen:
Einerseits schildert er sehr anschaulich die Lebensläufe, Konflikte und
das jeweilige Gefühlsleben von Alice und Mattia, auf der anderen Seite geschieht dies teilweise skizzenhaft und ist geprägt von einer sachlich-melancholischen Nüchternheit. Dabei enthält er sich jeder Be- und Ver-urteilung.
Solcherart ist die Geschichte von Alice und Mattia zwar traurig, geht so manches Mal unter die Haut, wird aber niemals kitschig.

Getragen wird die Handlung von einer Sprache, die reich an Sprachbildern, aber dennoch schnörkellos und prägnant ist.

Fazit: ein berührendes, nachdenklich stimmendes Buch mit großer Symbolhaftigkeit.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Umgehauen. Und wie.

Von: Jannie @verlorenimbuecherregal Datum: 01.05.2016

www.verlorenimbuecherregal.blogspot.com

Über zwei Schicksale, die über knapp 25 Jahre beleuchtet werden, in einem genialen Schreibstil, der locker und philosophisch die ernste Geschichte trägt.

Paolo Giordano hat mich grenzenlos begeistert. Der junge italienische Autor hat so ein, ja, krasses Weltverständnis, erzählt diese doch ziemlich harte Geschichte so leicht und locker. An manchen Stellen wirklich ziemlich krass, was die Schicksale, vor allem das Mobbing gegenüber Alice, aber nochmal glaubhafter wirken lässt. Hauptsächlich wird die Zeit zwischen der 10. Klasse und etwa dem Alter von 30, 35 Jahren beschrieben, womit sich so viele identifizieren können. Außerdem zeigen Alice und Mattia beide aktuelle Probleme auf. Die magersüchtige Alice, die mit Mobbing zu kämpfen hat und Mattia, der sich in Schuldgefühlen für das Verschwinden seiner Schwester windet und sich aufgrund dessen selber Schmerzen zufügt, sodass seine Hände und Unterarme irgendwann komplett vernarbt sind. Das sind aktuelle und wichtige Themen, die der Autor in eine rührende, ernste Geschichte verpackt. Wirklich lesenswert, aber teilweise sehr sehr krass.

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