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Die Enklave Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-08073-0

Erschienen: 23.01.2012
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Aus den Trümmern der Welt erblüht eine unsterbliche Liebe …

New York wurde in einem längst vergessenen Krieg zerstört. Die Oberfläche ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln der Stadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genug Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sicheres Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben, dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren …

"Die Autorin versteht es. Kein Zweifel, Die Enklave ist ein absoluter Klassiker."

splashbooks.de (24.10.2011)

Ann Aguirre (Autorin)

Ann Aguirre, geboren 1970, ist eine amerikanische Bestseller-Autorin mit einem Abschluss in Englischer Literatur. Bevor sie sich ganz der Schreiberei widmete, arbeitete sie als Clown, Buchhalterin, Synchronsprecherin und als Retterin von streunenden Kätzchen, wenn auch nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge. Sie schreibt vor allem Science-Fiction- und Fantasy-Romane und lebt mit ihrem Mann, Kindern, zwei Katzen und einem Hund in Mexiko.

"Die Autorin versteht es. Kein Zweifel, Die Enklave ist ein absoluter Klassiker."

splashbooks.de (24.10.2011)

Aus dem Amerikanischen von Michael Pfingstl
Originaltitel: Razorland
Originalverlag: Feiwel & Friends, New York 2010

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-08073-0

€ 10,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 23.01.2012

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[Rezension] Die Enklave

Von: Mareike Datum: 20.02.2016

buch-challenges.blogspot.de/

Ich liebe Dystopien und Die Enklave hat wieder einmal meine Sucht befriedigt. In dieser YA-Dystopie geht es um Mädchen15, das lange genug überlebt hat, um endlich einen Namen zu bekommen. Da niemand sicher sein kann, dass er lang genug überlebt, werden Namen erst mit dem Eintritt ins Erwachsenenleben vergeben. Dazu gibt es eine Zeremonie, in der der Name bestimmt wird. Mädchen15 wird so zu "Zwei".

Ann Aguirre hat mit den New Yorker U-Bahn-Tunneln ein Setting geschaffen, dass total düster und gefährlich erscheint. Wenn Zwei mit ihrem Partner Bleich auf die Jagd geht, läuft einem ein Schauer über den Rücken, da man sich die Welt, in der die Beiden leben, so gut vorstellen kann. Auch die Enklave wird gut geschildert, so dass man schnell einen Eindruck bekommt, wie die anderen Menschen dort leben. Auch das New York, in das Zwei und Bleich verbannt werden, ist so geschildert, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Man kann sich anhand der Ereignisse und dem Zustand der Landschaft auch ein Bild davon machen, was eigentlich passiert sein muss, dass die Menschen lieber in den U-Bahn-Tunneln leben, anstatt an der Oberfläche. Sprachlich ist es sehr strikt und eher jugendlich geschrieben, was aber durch die Perspektive, in der Die Enklave geschrieben wurde, verständlich ist. Anders würde das Buch nicht zur Protagonistin passen.

Zwei macht mir von Anfang an einen speziellen Eindruck. Sie schildert mit Genauigkeit, wie die Menschen in der Enklave "College" leben und wie sehr sie sich wünscht eine Jägerin zu sein. Jahrelang hat sie eine Ausbildung durchlaufen, um schließlich mit einem Partner in die Tunnel gehen zu können. Gejagt werden kleine Tiere (Ratten), die in der Umgebung der Enklave leben und sogenannte Freaks (Zombies?), die das Leben und den Handel stören. Zwei ist eine willensstarke Person, die sehr kämpferisch ist und ihren Traum unbedingt erfüllen will. Ihr erster Kontakt mit "Oben" (New York) ist für sie verstörend, was ich sehr realistisch finde, wenn man das ganze Leben bislang nur in den finsteren U-Bahn-Tunneln gelebt hat.

Bleich hingegen ist zurückhaltend und analytisch. Er tauchte irgendwann einmal vor den Wachen der Enklave auf und wurde aufgenommen, da er ein guter Kämpfer ist. Man erfährt über ihn nur das, was auch Zwei erfährt und lernt Bleich daher erst spät kennen. Bis dahin bleibt er mysteriös und geheimnisvoll. Er ist aber auf keinen Fall der perfekte Junge, den man ja öfter in Jugendromanen findet. Er leidet und macht Fehler, die ihn sehr menschlich erscheinen lassen. Zwei und Bleich sind daher ein richtig gutes Team, das man als Leser schnell ins Herz schließt.

Das Buch ist in zwei größere Abschnitte eingeteilt. Im ersten geht es darum, wie Zwei und ihre Enklave überleben, was in den Tunneln sonst so geschieht und auf welche Weise "College" geleitet wird. Im zweiten Teil kommt es dann zur Verbannung, von der im Klappentext die Rede ist. Den ersten Abschnitt habe ich allerdings ebenfalls als sehr spannend empfunden, auch wenn ich mich öfter gefragt habe, wann Zwei denn nun verbannt wird. Es dauert eine ganze Weile, bis es zum Bruch kommt und man die Gründe für die Verbannung erfährt. Insgesamt ist der erste Abschnitt allerdings mindestens genauso wichtig, auch wenn er im Klappentext eher vernachlässigt wird. Ich habe es geliebt, wenn Zwei und Bleich durch die Tunnel gelaufen sind, weil die Schilderung so realistisch sind und man sich sogar vorstellen kann, wie es in den Tunneln riechen muss.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt jedoch: Man erfährt zu wenig darüber, was passiert ist und muss sich vieles zusammenreimen. Wie ist Amerika zu dem geworden, wie es im Buch beschrieben wird? Da auch Zwei und Bleich nach Antworten suchen und nur sehr wenig finden, hoffe ich, dass es in den folgenden Bänden der Reihe eine bessere Aufklärung gibt.

Bewertung

Was ein tolles Buch! Nachdem ich Die Enklave zugeklappt hatte, wollte ich sofort wissen wie es weitergeht und bin gerade ganz geschockt, dass der zweite Band diesen Herbst gerade mal auf Englisch erscheint. Ich hoffe, dass es bis zur deutschen Veröffentlichung nicht mehr allzu lange dauert. Sprachlich und inhaltlich hat mich Die Enklave von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt.

Tolle Grundidee, überzeugender Charakter

Von: Barbara26 Datum: 27.01.2016

barbarasparadies.blogspot.co.at/

Meine Meinung:
Zwei war mir sofort sympathisch. Das Buch wird in Ich-Form aus ihrer Sicht erzählt und man taucht gleich in ihr Leben ein. Sie ist eine Kämpferin. Sie hat von klein auf verbissen trainiert, um eine gute Jägerin zu werden.
Bleich ist am Anfang unnahbar und lässt niemanden an sich ran. Er ist anfangs ein Einzelgänger. Mit der Zeit hab ich ihn aber richtig lieb gewonnen. Unter seiner harten Schale verbirgt sich doch ein weicher Kern.
Die Jugendlichen in der Enklave wirken alle sehr erwachsen und diszipliniert. In der Enklave gibt es nicht viel Zeit für die Kindheit. Die Bewohner müssen ihr Überleben sichern. Sie halten sich an die Regeln der Ältesten. Wer sich nicht daran hält, wird verbannt. Mit der Zeit erfährt Zwei aber, dass nicht alles, was die Ältesten erzählen, der Wahrheit entspricht, aber wahrscheinlich wissen sie es auch nicht besser.
Die Bewohner der Enklave bekommen in einer Zeremonie ihren Namen. Die Idee zur Namensvergabe finde ich lustig. Da kann man ja wirklich nur hoffen, dass man nicht einen ganz blöden Namen bekommt. ;-)
Die Orte der Handlung werden gut beschrieben. Das unterirdische Leben erinnert ein bisschen an "Seelen", die Freaks erinnern ein bisschen an die Kranks beim zweiten Teil von Mazerunner. Aber daran erinnern ist auch schon alles, weil das Buch wirklich komplett anders ist.
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Der erste spielt sich in den Tunneln in der Enklave ab. Diesen Teil finde ich wirklich sehr schön. Es wird erklärt, wie die Enklave funktioniert. Leider gibt es keine Informationen über die Geschichte der Enklave, da alles aus Zweis Sicht geschildert wird und sie nicht viel davon weiß.
Im zweiten Teil kommt Zwei dann an die Oberfläche. Ich finde schade, dass im Klappentext soweit vorgegriffen wird. Das passiert ja erst bei etwa der Hälfte des Buches. Schön finde ich die Beschreibungen, als Zwei und Bleich an die Oberfläche kommen und Zwei so viele Sachen nicht kennt, weil sie noch nie gesehen und auch noch nie von ihnen gehört hat.
Jedoch finde ich, dass im zweiten Teil dann einige Sachen unlogisch und für mich nicht nachvollziehbar sind.
ACHTUNG SPOILER: Ich hätte jetzt nirgends gefunden, wie lange der Krieg her ist, aber nachdem viele Dinge in Vergessenheit geraten sind und auch nur mehr wenige Menschen schreiben und lesen können, muss es doch schon länger her sein. Ich würde schon auf mehrere Generationen tippen. Und da finden die in Häusern Konservendosen, die noch essbar sind? Und Wasserflaschen? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Vor allem, dass die nicht auch schon vorher wer gefunden hat. Im Nachwort erzählt die Autorin von ihren Recherchen und auch, dass es Experimente gibt und Konservendosen nach langer Zeit wirklich noch essbar waren. Wahrscheinlich isst man in so einer Situation auch alles.
Auch die Aufnahme von Pirscher in die Gruppe verstehe ich nicht. Nachdem sich Zwei, Bleich und das Mädchen Tegan von der Gang befreit haben, nehmen sie Pirscher in die Gruppe auf. Er wollte Bleich umbringen. Er hat Tegan misshandelt und zugelassen, dass sie von Gangmitgliedern vergewaltigt wird und hat sich selbst auch beteiligt. Dasselbe hatte er auch mit Zwei vor. Und den nehm ich dann in die Gruppe auf? Und Tegan vergisst dann alles, was er getan hat? Das kann ich mir nicht vorstellen. SPOILER ENDE
Ich bin mir auch im zweiten Teil ein bisschen gehetzt vorgekommen, als hätte die Autorin keine Zeit mehr gehabt. Manche Sachen waren so schnell abgehandelt. Das hätte man noch viel mehr ausbauen können.
Als Minuspunkt empfinde ich, dass im Klappentext nicht darauf hingewiesen wird, dass es sich um den Anfang einer Reihe handelt. Genauso steht auch beim zweiten Teil nichts im Klappentext, das Buch hatte ich nämlich schon zuerst, bis ich draufgekommen bin, dass es da einen Vorgänger gibt und den wollte ich dann doch vorher lesen.
ACHTUNG SPOILER: Im Klappentext steht auch: "Aus den Trümmern der Welt erblüht eine unsterbliche Liebe …" Ja, es bahnt sich eine Liebesgeschichte an, aber die bleibt im Hintergrund, was ich als sehr angenehm empfinde. Als unsterbliche Liebe würde ich das jetzt nicht bezeichnen, kommt für mich zumindest nicht raus. SPOILER ENDE
Der Schreibstil ist locker lässig. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen.

Fazit:
Die Grundidee finde ich super. Schwächen im zweiten Teil. Aber ich finde, dass Zwei ein toller Charakter ist. Ich bin auf jeden Fall neugierig, wie es weitergeht.

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