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(Hrsg.)

Die Entdeckung des Higgs-Teilchens Oder wie das Universum seine Masse bekam

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13558-4

Erschienen: 18.11.2013
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Im Oktober 2013 setzte der Nobelpreis für Peter Higgs und François Englert den vorläufigen Höhepunkt in der verrückten Geschichte um das sogenannte Gottesteilchen, das Higgs-Boson. Schon im Juli des Vorjahres hatten die Physiker weltweit gejubelt: Mehr als fünfzig Jahre nachdem Peter Higgs und andere Wissenschaftler die Existenz des Teilchens theoretisch begründet hatten, war es im gigantischen Teilchenbeschleuniger CERN gefunden worden. Jetzt erzählen Harald Lesch und seine Co-Autoren, warum sich rund um das Higgs-Teilchen so viele skurrile Missverständnisse und mediale Sensationen ranken. Gewohnt kurzweilig und gut verständlich enthüllen sie, wie aus dem verzweifelt gesuchten „gottverdammten Teilchen“ das Gottesteilchen wurde, dass der Urknall nicht simuliert werden kann und dass Schwarze Löcher nicht unbedingt alles verschlingende Monster sind. Dabei wird deutlich, dass die Suche nach den geheimnisvollen Kräften, die das Universum, unsere Erde und letztlich auch uns Menschen zusammenhalten, ein noch längst nicht beendetes wissenschaftliches Abenteuer ist.

"Der Titel bietet einen guten Überblick über das Forschungsgebiet des Higgs-Teilchen, den auch Leser ohne große Vorkenntnisse gut nachvollziehen und verstehen können."

Spektrum der Wissenschaft: Sterne und Weltraum (01.05.2014)

Harald Lesch (Herausgeber)

Harald Lesch ist Professor für Theoretische Astrophysik am Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität München, Fachgutachter für Astrophysik bei der DFG und Mitglied der Astronomischen Gesellschaft. Einer breiteren Öffentlichkeit ist er durch die im Bayerischen Fernsehen laufende Sendereihe „alpha-Centauri“ bekannt. Seit September 2008 ist er Nachfolger von Joachim Bublath in der ZDF-Reihe „Abenteuer Forschung“.

"Der Titel bietet einen guten Überblick über das Forschungsgebiet des Higgs-Teilchen, den auch Leser ohne große Vorkenntnisse gut nachvollziehen und verstehen können."

Spektrum der Wissenschaft: Sterne und Weltraum (01.05.2014)

"Ein guter Einstieg in die Thematik."

Main-Echo (21.05.2014)

eBook (epub), 25 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-13558-4

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen: 18.11.2013

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Mit dem Higgs-Boson einen anderen BLick auf unsere Welt erhaschen!

Von: Margarete Rosen Datum: 15.09.2015

www.therapeutic-touch-west.de

In den Medien das Gottesteilchen genannt, war es doch nur ein “gottverdammtes Teilchen”. Rund 60 Jahre vergingen bis der Nachweis erbracht werden konnte, dass es das Higgs-Teilchen wirklich gibt.

Harald Lesch schrieb “Die Entdeckung des Higgs-Teilchens” mit sieben Studenten aus seiner Bachelor-Vorlesung. Diese Arbeit war für alle fast genauso schwierig wie die Entdeckung des Teilchens an sich. Denn beschreiben Sie einmal höhere theoretische Physik so, dass Laien eine Ahnung davon bekommen.

Es ist ihnen geglückt. Zwar habe ich nicht alles verstanden, aber eine Ahnung erhalten wie die Teilchen untereinander und miteinander agieren. Welche Kräfte im Kleinen wie auch im Großen wirken und das die Theorie wichtig ist um weiter praktisch die Wechselwirkungen in unserem Universum erforschen zu können.

Die Entdeckung des Higgs-Teilchen zeigt, dass das Higgs-Feld in der Theorie Physikern ermöglicht viele Dinge zu erklären. So kann die praktische Forschung weitergehen, diesmal in noch unbekanntere Weiten …

Fazit: Wer weg vom Mythos “Gottesteilchen” hin zur lebhaft erzählten Grundlagenforschung möchte, dem kann ich “Die Entdeckung des Higgs-Teilchens” empfehlen. Und keine Angst: Es ist wirklich gut verständlich geschrieben.

Physik für Laien

Von: Estel Datum: 27.07.2015

www.studierenichtdeinleben.wordpress.com

Inhalt:

"Goddamn particle" sollte eigentlich in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung stehen, weil das Higgs-Teilchen so verflucht schwer nachzuweisen ist. Dem Lektor gefiel die drastische Sprache nicht, es wurde kurzerhand das "damn" (dt. "verdammt") gestrichen und die Marketingleute klatschten in die Hände: Das "Gottesteilchen" war geboren.

Als erstes wird diese pressetaugliche Sprache im Buch kritisch beleuchtet. Im Anschluss werden dann möglichst laienverständlich die verschiedenen Elementarteilchen erklärt. Diese Erklärung geht dabei weit über die in der Schule vermittelten Einteilung von Protonen und Neutronen im Atomkern und den "herumschwirrenden" Elektronen hinaus.

Schließlich geht es um den LHC - den Large Hadron Collider (dt. "großer Hadronen-Speicherring"), in dem tief in der Erde in der Grenzregion von Frankreich und der Schweiz physikalische Grundlagenforschung betrieben wird. Es werden die Teilchendetektoren erläutert und gezeigt, welch riesiger Aufwand notwendig ist, um die kleinsten Bausteine der Welt nachzuweisen.

Nun, da das Higgs-Teilchen - im Jahr 2012 - gefunden wurde, stelt sich natürlich auch die Frage, wohin die Reise nun gehen soll, und ob die Arbeit am LHC damit beendet sei. Im letzten Teil des Buches geht es genau um diesen Punkt und es wird gezeigt, dass zwar eine wichtige Erkenntnis gewonnen wurde - der LHC aber noch viele weitere Erkenntnisse bereithalten kann.

Harald Lesch ist Professor für Astrophysik und Moderator des ZDF-Magazins »Abenteuer Forschung «. Zusammen mit seinen Studenten hat er dieses Buch geschrieben, um Laien einen Einblick in die wichtige und faszinierende Arbeit der Grundlagenforschung in der Physik zu geben.

Mein Eindruck:

Wie gesagt, ich hatte Physik in der 10. Klasse abgewählt und nur Chemie mit in die Oberstufe genommen. Mein Wissen um physikalische Vorgänge habe ich danach nur sporadisch mit mehr oder weniger populärwissenschaftlichen Artikeln in Zeitschriften aufgefrischt. So intensiv wie bei diesem Buch habe ich mich aber schon lange nicht mehr mit einem physikalischen Thema auseinandergesetzt, weshalb ich besonders gespannt war, wie verständlich die einzelnen Kapitel für mich sein würden.

Das Buch begann zunächst - wie oben beschrieben - mit einer Erläuterung des Spannungsfeldes zwischen naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung und dem Interesse bzw. den Erklärversuchen der Medienwelt. Selbst aus letzterem Fachgebiet kommend, war es sehr interessant zu lesen, wie schwierig es für die Physiker des LHC ist, dessen Funktionsweise und die durch ihn gewonnenen Erkenntnisse korrekt über die Medien zu vermitteln. Letztlich entstand das Buch vor diesem Hintergrund, denn es ist eindeutig für Laien geschrieben. Dennoch hätte man diesen Teil des Buches zugunsten späterer Erläuterungen etwas kürzer fassen können.

Wie der LHC arbeitet und welche Teilchen dort untersucht werden - neben dem berühmten Higgs-Teilchen - wird sehr anschaulich und interessant erläutert. Verschiedene Grafiken unterstützen die Erklärungen und auch die verschiedenen Abkürzungen und Symbole der Physik werden immer kurz erklärt.

Schon aus dem Chemieunterricht in der Oberstufe wusste ich, dass die ganzen schönen Kugelmodelle von irgendwelchen Teilchen letztlich nur grobe Platzhalter für etwas viel Komplexeres sind. Der Sprung von "Proton, Neutron, Elektron" hin zu Leptonen, Quarks und Eichbosonen - um nur die Kategorien einer Vielzahl an mir bis dato unbekannten Teilchen zu nennen - ähnelte ebenfalls dem aus dem Chemieunterricht. Damals führte der Wechsel vom bohrschen Atommodell (das mit den Schalen) zum Orbitalmodell (das mit den Aufenthaltswahrscheinlichkeiten der Elektronen) bei mir auch zu einigen Fragezeichen im Kopf.

Wie auch damals in Chemie ging es mir beim Lesen des Buches aber so, dass ich im Laufe der Erklärungen mehr und mehr Verständnis für die Zusammenhänge entwickelte. Hier heißt es also: Durchalten! Ob die am Ende dann doch noch verbleibenden Fragezeichen auf die Erklärungen im Buch oder mein mangelndes Vorstellungsvermögen, was die "goddamn particles" anbelangt, zurückzuführen ist, kann ich nicht genau sagen.

Insgesamt schwanken die Erklärungen zwischen dem Wissensniveau, das man aus Schulzeiten kennt - was beim Lesen dann vielleicht ein wenig langweilig wirkt - und einem Wissensniveau, das man sonst weder im Fernsehen noch in gängigen Zeitschriften antrifft (Fachzeitschriften ausgenommen). Hier muss man manche Sätze vielleicht mehrfach lesen und zurück zu dem ein oder anderen Schaubild springen - letztlich lohnt es sich aber, da man ein völlig neues Verständnis für die Zusammenhänge in unserer Welt zumindest ansatzweise erlangen kann.

Das Buch ist letztlich ähnlich einer wissenschaftlichen Arbeit aufgebaut und dementsprechend endet es auch mit einem Ausblick auf weitere Forschungstätigkeiten, die nach dem Nachweis des Higgs-Teilchens notwendig ist, um unser Universum besser zu verstehen. Auch hier gelingt der Spagat zwischen für den Laien verständlichen Worten und dem Vermitteln komplexer Inhalte.

Fazit:

In meinem Fall war ich vor der Lektüre des Buches am Higgs-Teilchen interessiert, weil ich nie so recht verstanden habe, was es genau damit auf sich hat. Nachdem ich "Die Entdeckung des Higgs-Teilchens" gelesen habe, bin ich völlig fasziniert von dem, was die moderne Physik zu entdecken vermag und mein Interesse an bisheriger und zukünftiger Forschungsarbeit ist zusätzlich gewachsen.

Wer ein paar Grundkenntnisse für Physik aus der Schule noch mitbringt und sich für das Higgs und andere Teilchen ebenso interessiert, wie für die Arbeit am LHC ist mit diesem Buch gut beraten.

4 von 5 Sternen.

Weiteres zum Buch:

Preis: 9,99€
Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: btb Verlag (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442749689
ISBN-13: 978-3442749683

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