Die Entführung

Kriminalroman

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Er wird nicht ruhen, ehe er bekommt, was er fordert – und er hat deine Tochter …

Als im September 2000 die Unternehmerstochter Lena und ihre beste Freundin Ronja Opfer einer Entführung werden, beginnt ein erbitterter Nervenkrieg zwischen dem Entführer, der sich »Der Vollstrecker« nennt, und den Familien der Mädchen. Obwohl die beiden Münchner Kripobeamten Eva Schaller und Jakob Schuster alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Mädchen zu retten, endet die Entführung in einer Katastrophe mit zwei Toten. Siebzehn Jahre später brechen alte Wunden wieder auf, als in einem Waldstück eine skelettierte Leiche gefunden wird. Plötzlich erscheinen die Ereignisse von damals in einem noch viel erschreckenderen Licht.

»»[…] Aber dieser Entführungs-Thriller macht schon allein durch seinen Prolog extrem neugierig: da wird so kühl und sachlich beschrieben, wie eine Frau ein verlassenes Gebäude aufsucht und auf einen Raum mit Eisenstangen zusteuert, dass man einfach wissen will, was es damit auf sich hat.««

Sonntag-EXPRESS (26. Mai 2019)

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ISBN: 978-3-641-23062-3
Erschienen am  01. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mut zur Wahrheit

Von: tinaliestvor.de

15.07.2019

Leni Festing und Ronja Aurich sind die besten Freundinnen. Auch diesen Sommer verbringen sie gemeinsam ihre Schulferien am Chiemsee. Es ist der Sommer, den Leni nie vergessen wird. Die Beiden werden auf der Fahrt zum Ferienhaus entführt. Drei Millionen Mark Lösegeld fordert der Entführer. Die Polizei schleust sich in die Villa von Karl Festing, der es nicht gewohnt ist zu verlieren. Er weigert sich, die Lösegeldforderung anzunehmen und verhandelt. Panik bricht aus. Das Ermittlerteam hat alle Hände voll zu tun, die verzwickten Familienverhältnisse auf beiden Seiten zu verstehen und Festings engste Vertraute zu durchleuchten. Während Leni ihren Tod kommen sieht, rebelliert Ronja in ihrem Verließ. Die Stimme des Entführers kommt ihr bekannt vor. Aber wie kann das sein? Bei ihren Eltern ist nichts zu holen, währenddessen Lenis Vater im Geld schwimmt. Die Lösegeldübergabe entpuppt sich als Farce. Ronjas Eltern werden darin verwickelt und vom Geld selbst fehlt jede Spur. Während Leni heil bei ihrem Vater ankommt, fehlt von Ronja jede Spur. Als die Mädchen ausgetauscht werden sollen, fallen Schüsse. Jahre später trifft Leni auf einen der Entführer. Ihr wird klar, dass alle Menschen um sie herum sich in eine Wand des Schweigens hüllten. Doch Leni, erwachsen und von Wut gepackt, begibt sich auf Spurensuche. Ihre eigene Vergangenheit hat jedoch an ihr selbst Spuren hinterlassen und sie steht erneut an einem Scheideweg. Mit Petra Johann begibt man sich auf Spurensuche in der Vergangenheit. Macht, Gier und Reichtum macht Menschen zu unkontrollierbaren Wesen. Während Leni in ihrem Leben sich so sehr nach Liebe und Geborgenheit sehnt, lebt Ronja genau in dieser Welt, die allerdings von Geldsorgen und dunklen Familiengeheimnissen beschattet wird. So unterschiedlich die beiden Mädchen sind, so nahe sind sie sich. Ein gewagtes Verwirrspiel plagt die Ermittler, die selbst nach Jahren den Fall der vermissten Ronja nicht lösen konnten. Erst als es Leni wagt, gegen ihre eigene Familie aufzubegehren, tauchen neue Spuren auf. Johann macht dem Leser klar, dass hier wirklich nichts ist, wie es scheint. Gekonnt zieht sie ihre Leser in den Bann von Reichtum, Macht und in eine Welt aus Drogen, aus der es nur selten gelingt, auszubrechen.

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Die Entführung (Petra Johann)

Von: Poldi

17.06.2019

Am letzten Tag ihrer Ferien werden die beiden 15-jährigen Freundinnen Lena und Ronja entführt. Kurze Zeit später geht eine immense Lösegeldforderung bei Lenas Vater ein, der erfolgreicher Unternehmer ist, aber seine ganz eigene Vorstellung von der richtigen Vorgehensweise hat. Und so müssen die beiden Kripobeamten Eva Schaller und Jakob Schuster gleich an mehreren Fronten kämpfen... Mit „Die Entführung“ legt die deutsche Krimiautorin Petra Johann bereits ihren dritten Roman vor, der eine Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Zunächst wird im ersten Teil die oben beschriebene Szenerie um die beiden entführten Mädchen aufgebaut, die sehr spannend geraten ist – und zwar nicht nur, weil man mit Lena und Ronja mitfiebert und die Handlung packend geschildert ist, sondern auch, weil sich immer mehr von den verschiedenen Charakteren offenbart. Das Beziehungsgeflecht, welches die Autorin hier präsentiert, ist sehr vielschichtig geraten und erzählt von einer gestörten Vater-Tochter-Beziehung ebenso sehr wie von dem Verhalten in Extremsituationen. Toll auch, wie immer wieder Momente der Entführung selbst geschildert werden, wie Lena und Ronja sich ganz unterschiedlich verhalten, ganz zu schweigen von dem dramatischen Ende dieses ersten Teils. Ein Zeitsprung von 17 Jahren schließt sich an, sodass sich der Leser zunächst in eine ganz neue Szenerie einfinden muss. Die Charaktere haben sich entwickelt, ihr Leben hat sich grundlegend geändert, im Laufe der Zeit sind Wunden verheilt und Narben hinzugekommen. Doch der Roman kehrt wieder zu der Entführung zurück, fügt neue Erkenntnisse hinzu und verbindet diese Elemente geschickt mit der momentanen Situation der Beteiligten. Auch wenn das nicht immer so fokussiert geschieht wie zu Anfang und einiges doch etwas konstruiert wirkt, hat Petra Johann hier so einige Überraschungen eingebaut, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Immer wieder bringt sie durch eine neue Erkenntnis Licht ins Dunkle oder fügt eine neue Facette hinzu, was einen sehr runden und durchdachten Eindruck hinterlässt. Sprachlich ist „Die Entführung“ insgesamt recht elegant gelungen, die Lebenswelt der verschiedenen Charaktere fließt dabei gekonnt mit ein. Über manche Sätze, gerade in der wörtlichen Rede bin ich zwar gestolpert, das hält sich jedoch in engen Grenzen. Die Charakterisierung ihrer Figuren ist Johann hingegen bestens gelungen, sie kommen mit ihren eigenen Ecken und Kanten authentisch und markant zur Geltung. „Die Entführung“ schwächelt zwar nach dem sehr packenden und eindringlichen Start um die Entführung der beiden Mädchen etwas, der zweite Abschnitt entwickelt sich aber positiver als gedacht. Hier werden keine ausgetretenen Pfade weiter eingestampt, sondern neue Wege gegangen, und selbst wenn das nicht immer gänzlich eingängig funktioniert, ist der Roman gerade deswegen so lesenswert. Viele Überraschungen und spannende Momente sorgen hier für einen sehr positiven Gesamteindruck.

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Vita

Petra Johann, Jahrgang 1971, ist promovierte Mathematikerin. Sie arbeitete mehrere Jahre in der Forschung und in der Softwarebranche, bevor sie ihre wahre Berufung fand: Menschen umbringen – wenn auch nur auf dem Papier. Petra Johann ist im Ruhrgebiet aufgewachsen, mittlerweile lebt sie in Bayern.

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Pressestimmen

»Gekonnt verbindet Petra Johann in ihrem dritten Krimi Die Entführung die beiden Erzählstränge, entwickelt die Figuren ruhig und konsequent. Drama, Spannung und Psychospiele schildert sie ebenso packend wie die Gefühlswelt ihrer Charaktere.«

Janina Heinemann/Hambruger Morgenpost (20. Juni 2019)

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