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Die Europäer Roman

Kundenrezensionen (4)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16647-2

Erschienen: 21.09.2015
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Neuübersetzung zum 100. Todestag von Henry James am 28. Februar 2016

Was unterscheidet Europäer von Amerikanern? In seiner leichtfüßigen Komödie bringt Henry James Frauen und Männer von beiden Seiten des Atlantiks erst miteinander ins Gespräch und dann unter die Haube. Einhundert Jahre nach James’ Tod erscheint dieses Frühwerk des geschätzten Autors nun in neuer Übersetzung.

Ohne Geld, aber im Vertrauen auf eine gute Partie reisen Baronin Eugenia Münster und ihr Bruder Felix Young nach Neuengland. Mit Adelstitel und Charme umgarnen die beiden rasch ihre Verwandtschaft, den Onkel samt seinen drei erwachsenen Kindern. In wechselnden Paarungen konkurrieren Temperamente und Vorstellungen der Alten Welt mit Werten und Moral der Neuen. Wer sich am Ende an wen bindet, entscheidet sich nach einem quirligen Reigen transatlantischer Beziehungen, der einen neuen Blick auf beide Kontinente und nicht zuletzt auf den großen Autor selbst ermöglicht. Für seine eleganten, doch oft irritierend komplexen Romane berühmt, zeigt er sich in diesem Fundstück als lustvoller Matchmaker mit Tiefgang.

Ijoma Mangold bespricht Henry James auf zeit.de Zum Video

Rezension auf buchkritik.at

»Ich kenne keinen besseren, intimeren Kenner der Abgründe des menschlichen Herzens als Henry James … Großartig zu lesen, es ist ein wirklich leichtes, zugängliches Buch.«

Denis Scheck, SWR lesenswert (10.12.2015)

Henry James (Autor)

Henry James (1843–1916), in New York City geborener Sohn aus wohlhabender Familie, genoss eine kosmopolitische Erziehung. Er studierte Jura in Harvard und ging 1875 als Korrespondent nach Paris, wo er Bekanntschaft mit Flaubert und Turgenev schloss. Später zog er nach England und wurde 1915 unter dem Eindruck des Weltkrieges britischer Staatsbürger. Er schrieb zwanzig Romane, Theaterstücke, Reiseberichte, Essays und über hundert Erzählungen, die ihm zu Lebzeiten Ruhm und Anerkennung eintrugen. Die Begegnung von Amerikanern mit Europa war Henry James' Lebensthema. Mit seiner scharfen Beobachtungsgabe und seinen kunstvollen Bewusstseinsschilderungen gilt er als Meister des psychologischen Romans.


Andrea Ott (Übersetzerin)

Andrea Ott, geboren 1949, hat sich als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur einen Namen gemacht. Für den Manesse Verlag hat sie Meisterwerke u.a. von Jane Austen, Anthony Trollope, Charlotte Bronte, Elizabeth Gaskell, Henry James, Edith Wharton und Upton Sinclair ins Deutsche gebracht.


Gustav Seibt (Nachwort)

Gustav Seibt, geboren 1959, studierte Geschichte und Literaturwissenschaft. Der Mitarbeiter der »Zeit« verfasste »Anonimo Romano. Geschichtsschreibung in Rom an der Schwelle zur Renaissance« (1992, ital. 2000) und mehrere Essaybände. 1995 wurde er mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, 1999 mit dem Hans-Reimer-Preis der Warburg-Stiftung ausgezeichnet.

»Ich kenne keinen besseren, intimeren Kenner der Abgründe des menschlichen Herzens als Henry James … Großartig zu lesen, es ist ein wirklich leichtes, zugängliches Buch.«

Denis Scheck, SWR lesenswert (10.12.2015)

»Die ehrbare Kraft der Neuen Welt trifft auf die laszive Verfeinerung der Alten Welt: Henry James erzählt federleicht eine kleine transatlantische Ethnologie. Jedes Klischee sitzt!«

Ijoma Mangold, Die Zeit

»Ein glänzend geschriebenes Buch.«

Elke Heidenreich, SRF Literaturclub (22.12.2015)

»Die Neuübersetzung lässt das vorletzte Jahrhundert geradezu postmodern erscheinen. ... Henry James gehört zu den Postmodernen und ist deshalb unser höchst lebendiger Zeitgenosse.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jochen Schimmang (28.11.2015)

»Man nehme Klatsch und mache große Literatur daraus: Henry James hat als psychologischer Erzähler Weltruhm erlangt. Er schrieb herrliche Romane über anderer Leute Geheimnisse.«

Elmar Krekeler, Welt online (23.12.2015)

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11.10.2017 | 20:00 Uhr | Gräfelfing

Lesung mit Hanns Zischler

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Mehr Infos

Literarische Gesellschaft
Tassilostraße 5
82166 Gräfelfing

Tel. 089/851220

Aus dem Englischen von Andrea Ott
Originaltitel: The Europeans
Originalverlag: .

Mit Nachwort von Gustav Seibt

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16647-2

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 21.09.2015

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Meisterhafte Dialoge

Von: Buecherlabyrinth Datum: 05.02.2016

dasbuecherlabyrinth.blogspot.com

Baronin Eugenia Münster reist mit ihrem Bruder Felix aus Europa nach Amerika. Schon am Tag ihrer Ankunft empfindet die Baronin das Land als so düster und furchtbar, dass sie am liebsten sofort wieder abgereist wäre. Ihr Bruder ist ein fröhlicher und optimistischer Mensch. Er kann sie überzeugen zu bleiben und Bekanntschaft mit ihrer amerikanischen Familie zu machen.

So unterschiedlich wie die beiden Europäer sind auch ihre amerikanischen Verwandten. Mr Wentworth ist Puritaner, sein Sohn muss wegen Trunkenheit sein Studium pausieren, die älteste Charlotte Tochter benimmt sich tadellos, doch die junge Tochter Gertrude wird als komisch angesehen. Sie schwänzt den Kirchgang, weil der Himmel blau ist und lässt sich nicht durch Konventionen bevormunden.
Regelmäßige Besucher im Haus von Mr Wentworth sind der Cousin Acton, der in China zu Reichtum gekommen ist, dessen wunderschöne Schwester sowie ein Geistlicher, Mr Brand.

Henri James beobachtet diese Familie und beschreibt sehr treffend, was sie denken oder wie sie ihren Tag verbringen. Gearbeitet wird in diesem Roman kaum. Felix ist Maler und zeichnet fleißig, er ist der einzige der ganzen Gruppe, der arbeitet und gilt doch als Bohemien. Alle anderen verbringen ihre Zeit mit Spaziergängen, gegenseitigen Besuchen und vielen Gesprächen. Als Leser erfährt man kaum etwas über das Leben im damaligen Amerika und gar nichts über das in Europa.

Baronin Eugenia wird als kluge Frau beschrieben, die Dialoge, die sie sich mit ihren Mitmenschen liefert sind dementsprechend und ein Genuss für den Leser. Die verschiedenen Gespräche sind der Höhepunkt dieses Buches, ansonsten ist es leider ziemlich flach. Die Personen bleiben in allen Lebenslagen immer gleich, Felix ist stets gutgelaunt, Charlotte grüblerisch und der Familienvater immer leicht deprimiert.

"Die Europäer" kann als Analyse oder als Bericht des Aufenthaltes von Baronin Eugenia in Boston angesehen werden. Spannung kommt keine auf. Ich habe das Buch als interessant empfunden und besonders die Dialoge gerne gelesen. Allerdings hatte ich von Henry James deutlich mehr erwartet.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Lesenswertes Sittengemälde

Von: Norman Weiß aus Berlin Datum: 24.01.2016

www.notizhefte.wordpress.com

Der Roman ist 1878 erschienen, die Handlung setzt Mitte der 1840 Jahre in Boston ein. Die Eröffnungsszene ist ein Stimmungsbild, eine private, häuslich-intime Szene, auch wenn sie in einem Hotelzimmer spielt. Wir lernen ein junges Geschwisterpaar kennen, Mann und Frau, und sie sagt wiederholt, daß sie auf der Suche nach dem Glück sei. Es sind Europäer, die ihre amerikanischen Verwandten besuchen und kennenlernen wollen.
Der Gegensatz Amerika-Europa spielt durchgehend eine große Rolle, beschäftigt beide Seiten, die Figuren erleben Ähnlichkeit und Fremdheit, Faszination und Irritation, die Einordnung der weltläufigen Ausländer bereitet den puritanischen Amerikanern gewisse Schwierigkeiten. Gleichwohl kommen Männer und Frauen sich näher, wohlbehütet durch die Regeln des Anstands und Konventionen. Stereotype Charakterisierungen und zeittypische Attribute James’ muten gelegentlich etwas betulich an, manchmal gelingt den Figuren aber der Ausbruch in eine überraschende Individualität.
Insgesamt ein gut lesbarer, kurzweiliger Roman aus der Welt von vorgestern mit zumeist guten, oft charmanten Dialogen. Europa und Amerika begegnen sich in den Figuren der Protagonisten in vertrauter Fremdheit und fremder Ähnlichkeit. Gegensätze ziehen sich an und nicht alle Grenzen werden am Ende überwunden sein.
Mehr unter:
https://notizhefte.wordpress.com/2016/01/18/henry-james-die-europaeer/

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