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Die Farben des Himmels Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17398-2

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Erschienen:  14.05.2018
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Die abgeschiedene Farm ihrer Familie in Maine ist die einzige Welt, die Christina Olson kennt. Eine seltene Krankheit schränkt ihren Radius extrem ein und verhindert, dass sie diesen kleinen Kosmos verlassen kann. Als ihre ersehnte Verlobung in die Brüche geht, platzt ihre letzte Hoffnung, der klaustrophobischen Enge ihres Lebens zu entkommen. Doch dank ihres unbeugsamen Willens gelingt es Christina, sich eine ganz eigene Welt zu erschaffen – in deren Mittelpunkt die tiefe Freundschaft mit dem Maler Andrew Wyeth steht. Er zeigt ihr, dass es mehr als eine Art gibt zu lieben, und verewigt sie in einem der berühmtesten amerikanischen Gemälde des 20. Jahrhunderts.

Christina Baker Kline über ihr Buch »Der Zug der Waisen«

»Christina Baker Kline hat einen brillanten Roman aus dem Gemälde erschaffen.«

NDR Kultur Neue Bücher (19.06.2018)

Christina Baker Kline (Autorin)

Christina Baker Kline wuchs in England und in den Vereinigten Staaten auf. Sie hat Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet und sich als Buchautorin und Herausgeberin von Anthologien einen Namen gemacht. Ihr Roman "Der Zug der Waisen" war in den USA ein großer Erfolg und hielt sich monatelang an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste. Mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen lebt die Autorin in Montclair, New Jersey.

»Christina Baker Kline hat einen brillanten Roman aus dem Gemälde erschaffen.«

NDR Kultur Neue Bücher (19.06.2018)

Aus dem Amerikanischen von Anne Fröhlich
Originaltitel: A Piece Of The World
Originalverlag: Harper Collins

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17398-2

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen:  14.05.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Emotional und tiefgründig

Von: Valerie Süßmuth Datum: 19.06.2018

https://seitenfluestern.blogspot.de

Dies war nicht mein erstes Buch der Autorin. Der Zug der Waisen, ihr Erstling, hatte mich seinerzeit sehr beeindruckt. Daher fieberte ich der Erscheinung dieses Zweitlings natürlich entgegen und freute mich sehr, als ich es endlich in den Händen halten konnte. Die Autorin wendet sich gerne Themen zu, die noch nicht tausend Mal behandelt worden sind. Ihr Schreibstil ist sehr fließend, emotional und bildhaft, das hat mir hier auch wieder besonders gut gefallen. Ich fühlte mich im ganzen Thema ein wenig an 'das Mädchen mit dem Perlenohrring' von Tracy Chevalier erinnert, und trotzdem ist das Ganze etwas eigenständiges geworden. Beim Lesen konnte ich das Knarren der Holzdielen in Christinas Haus hören, roch den alten Herd. Und obwohl das ganze unglaublich atmosphärisch und dicht beschrieben wurde, blieb mir der Charakter der Hauptprotagonistin etwas blass. Ich kam irgendwie nicht ganz nahe an sie heran- woran das lag, kann ich aber gar nicht mal so genau sagen. Sie erschien mir irgendwie grau und emotionslos, aber das kann auch täuschen. Ich bin auch durchaus gewillt das als Stilmittel zu betrachten, denn es passt perfekt zu diesem Charakter und auch zu der beschriebenen Umgebung.
Im Ganzen hat es mir wirklich gut gefallen- erneut. Ich mag Bücher in denen das Erzähltempo nicht so schnell ist, indem sich die Geschichte und die Charaktere Zeit lassen. Dies ist hier gegeben, dieses Buch würde ich nicht lesen, um Spannung zu erleben. Es ist ein Buch auf das man sich einlassen muss, eines das einem einen Einblick in ein anderes Leben gibt. Für mich ist das eine Empfehlung wert, in jedem Fall.

Christinas Welt

Von: hasirasi2 Datum: 13.06.2018

nichtohnebuch.blogspot.de/

Maine um die 1900: Welche Farbe hat der Himmel heute? Diese Frage hat sich Christina sicher nicht oft gestellt, als sie noch jünger war. Durch eine unheilbare Krankheit nehmen ihre Muskeln immer mehr ab und sie muss sie beim Gehen stets auf den unmittelbaren Bereich vor ihren Füße schauen, um nicht zu oft hinzufallen. Ihr Körper ist übersäht von frischen Wunden und alten Narben, aber sie ist eine Kämpfernatur. Mit Mitte 30 kann sie nur noch kriechen, ihre Beine haben keine Kraft mehr. Doch zur Not robbt sie auf den Ellenbogen aufs Feld. Es ist ein hartes Leben, Abwechslungen bringen nur die Abenteuergeschichten ihrer Vorfahren, die ihre Mammey (Großmutter) erzählt.
Christina wäre gern Lehrerin geworden. Sie ist sehr intelligent, aber ihre Eltern waren dagegen. In ihren 20ern ist sie 4 Jahre lang verlobt – Walton Hall kommt jeden Sommer und verspricht ihr die Ehe, heiratet am Ende aber eine gesunde Frau. Christina verbittert. Zwei jüngere Brüder fliehen in die Stadt, sobald sie alt genug sind. „Über Dich habe ich mir gar keine Gedanken gemacht.“ „Natürlich nicht. Warum auch? Warum sollte das irgendjemand tun?“ (S. 241) Nur ihr Bruder Alvaro bleibt und kümmert sich mit ihr um die Eltern und das Land.
1939 taucht der Maler Andrew Wyeth das erste Mal bei ihnen auf. Ihn faszinieren das Licht und das Haus. Bald richtet er sein Atelier auf ihrem Dachboden ein. Er bewundert, wie Christina den Alltag meistert. Sie könnte doch sicher Hilfe gebrauchen. „Ich komme schon zurecht ...“ „Das tust du wirklich, Christina, oder? Alle Achtung.“ (S. 156) – endlich mal jemand, der sie versteht und so sieht, wie sie ist.

Ich bin ehrlich, Christina war kein einfacher Charakter, haderte als sie älter wurde mit ihrem Schicksal und lies das an ihrem Bruder Al aus. Trotzdem hatte auch ich beim Lesen auch oft Mitleid mit ihr und hätte in keiner Minute ihres Lebens mit ihr tauschen wollen. Am erschreckendsten fand ich sie Zeit, als sie, um ihre Eltern zu pflegen, auf allen vieren die Treppen in den ersten Stock kriechen musste.

Die Autorin Christina Baker Kline hat eine sehr ungewöhnliche Romanbiografie über Christina Olson und den Maler Andrew Wyeth geschrieben. Das Trostlose der Landschaft und von Christinas Leben spiegeln sich in der Sprache wieder. Das Buch ist sehr schwermütig, düster und eindringlich. Es zeigt ungeschönt das Leben im ländlichen Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts, geprägt von zwei Weltkriegen und dem Abwandern der Jugend.
Der Fortschritt kommt bei den Olsons nie an, sie haben weder Strom noch eine Wasserleitung. Da Christina nach Ansicht ihrer Eltern sowieso nie einen Mann finden wird, muss sie von früh bis spät im Haus und auf der Farm schuften - heute wäre sie ein Pflegefall. Sie wird ihr Leben lang bemitleidet, erst recht, nachdem ihre Verlobung geplatzt ist. Erst Andrew Wyeth und seine Frau Betsy sehen den Menschen in ihr, nicht den Krüppel. Wyeth setzt ihr mit dem Bild „Christinas Welt“ ein Denkmal. Er hat verstanden, was das Land und das Haus für sie bedeuten – „Mal Zufluchtsstätte, mal Gefängnis, war dieses Haus auf dem Hügel immer mein Zuhause.“ (S. 9)

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