Die Fotografin - Am Anfang des Weges

Roman

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Gegen alle Widerstände wird Mimi Reventlow Fotografin, und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe …

Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …

»Ein historischer Schmöker über eine mutige Frau …«

Frau von Heute (19. Oktober 2018)

eBook epub (epub)
mit bebildertem Anhang in s/w
ISBN: 978-3-641-23080-7
Erschienen am  27. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mimi geht ihren Weg!

Von: Giselas Lesehimmel

23.02.2020

Meine Meinung Esslingen 11. Februar 1905 An ihrem Geburtstag erhält Minna (Mimi) von Heinrich Grohe einen Heiratsantrag. Erst ist sie über den Antrag glücklich. Als der Vikar ihr aber ihre Tätigkeit als zukünftige Ehefrau mitteilt, ist es mit dem Glück schnell vorbei. Nicht nur dass sie Esslingen verlassen müsste macht ihr Probleme. Heinrich übernimmt die Pfarrei in Schorndorf. Natürlich darf Mimi dort den Haushalt führen, Kinder bekommen und den alten kranken Vorgänger der Pfarrei pflegen. Ihre Kenntnisse als Fotografin braucht sie da wirklich nicht. Mimi wird in dem Moment klar, dass es Heinrich ist, den sie nicht braucht. 1911 Mimi Reventlow ist eine tolle Frau. 1911 ist es für eine Frau sehr ungewöhnlich, sich selbständig zu machen. Ihr Onkel Josef ist ein Wanderfotograf. Von ihm hat Mimi ihre Leidenschaft zur Fotografie geerbt. Mimi hat Eltern, die es lieber sehen würden, wenn sie heiratet. Dennoch fügen die Pfarrer-Eheleute sich den Wünschen ihrer Tochter. Solche Eltern waren in dieser Zeit wie ein Sechser im Lotto. Statt der üblichen Aussteuer erhält Mimi Geld für eine komplette Fotoausrüstung und Startkapital. Mimi auf ihrem Weg zu begleiten macht unheimlich Spaß. Im Norden ist ihr das Glück weniger hold. Die sympathische Frau hat trotz Schwierigkeiten nie den Mut verloren. Mit ihrem sonnigen Wesen und einer großen Portion Glück, kann sie tolle Aufträge am Bodensee ergattern. Mehr wie einmal war sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Als ihr geliebter Onkel schwer erkrankt, schmeisst sie schweren Herzens alle weiteren Aufträge erstmal über den Haufen. Sie reist  nach Laichingen, um ihren Onkel beizustehen. In Laichingen hat der Fabrikant Gehringer das große Sagen. Mit seiner Weberei verschafft er in der Kleinstadt vielen Menschen Arbeit. Doch die Konkurrenz ist mittlerweile groß. Gehringer ist kein netter Mensch. Er beutet die Arbeiter aus. Mimi hat vor dem Fabrikanten keine Angst. Sie erweckt das Fotoatelier ihres Onkels (das eigentlich Gehringer mieten wollte) zu neuem Leben. In Laichingen begegnet man der selbstständigen Mimi mit Argwohn. Dennoch gewinnt sie auch Freunde. Anton, der Sohn der Wirtsleute im Ort, ist ein gutmütiges Schlitzohr. Er verhilft ihr zu Kundschaft. Alexander ist ein künstlerisch begabter Junge, der aus einer Weberfamilie stammt. Er malt Mimi ein wunderschönes Ladenschild.  Er fühlt sich von Mimi verstanden. Von seinem Vater wird er für seine Zeichnungen nur verspottet. Seine Mutter stammt aus einer reichen Familie. Sie hasst ihr beschwerliches Leben und ist stolz auf ihren Sohn. In der gepflegten Mimi sieht sie die Frau, die sie selber einmal war. Eine kurze Begenung mit dem Gewerkschaftler Hans lässt Mimis Herz höher schlagen. Warum nur haben sie keine Adressen ausgetauscht? Fazit Die  Geschichte spielt in der schwäbischen Alb. Die Protagonisten sind sehr lebhaft dargestellt. Ich habe nun wirklich das Gefühl, alle persönlich zu kennen. Sie spiegelt das beschwerliche Leben Anfang des 20. Jahrhundert wider. Ich habe mich in Laichingen sehr wohl gefühlt. Mir sind die meisten Menschen dort an's Herz gewachsen. Ich habe einiges von der Kunst der Fotografie erfahren. Viele Frauen betrachten die gutmütige Mimi als Vorbild. In ihrem Fotoatelier können sie ihr tristes Dasein für kurze Zeit vergessen. Mimis Bilder machen alles möglich. Sie erzeugen Illusionen. Da wird schon mal aus einer Weberin eine feine Dame. Kein Selfie kann mit wirklicher Fotokunst mithalten. Ich habe in Erinnerungen geschwelgt. Mich daran erinnert, wie ich Negative zum Entwickeln in eine Fotoladen gebracht habe. Vor allem das Abenteuer, wenn ich endlich die Fotos abholen durfte, zählt heute zu Nostalgie. Der Schreibstil liest sich wie Butter. Aus der Sicht von Mimi wird der Leser durch das interessante Geschehen geführt. Ich nehme jetzt erst mal für kurze Zeit Abschied von Laichingen. Die nächste Reise dorthin ist schon geplant. Herzlichen Dank Petra Durst-Benning. Ich habe jedes einzelne Wort genossen.

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Zwischen Träumen und Tradition

Von: Bücher in meiner Hand

13.02.2019

Ich weiss noch, wie ich mir nach "Winterwind" wünschte, Autorin Petra Durst-Benning würde einmal Gegenwartsromane schreiben - was sie kurz darauf mit der Maierhofen-Serie auch tat. So schön die Serie ist, trotzdem vermisste ich mit den Jahren ihre historischen, immer toll recherchierten Romane. Auch hier ging mein Wunsch in Erfüllung und nun gelang mit der Veröffentlichung ihres neuestes Werkes der Start einer fünfteiligen Saga über eine junge Frau, die sich nicht mit der Zukunft als Pfarrfrau begnügen will. Mimi, die Heldin der Serie, sieht am Leben ihrer Mutter was auf sie wartet, wenn sie Heinrich heiraten würde. Sie entscheidet sich für das harte Leben als Wanderfotografin, worin Onkel Josef Mimi anfänglich tatkräftig protegiert. Ihre Mutter unterstützt Mimi einerseits, andererseits hegt sie grosse Bedenken. Der Vater scheint Mimi zu vertrauen, von ihm hört man aber nicht viel. Die ersten Monate sind nicht leicht für Mimi und trotzdem bereut sie ihren Entscheid nicht. Nachdem Mimi durch einen Zufall eine berühmte Person fotografieren kann, floriert das Geschäft und allerorten wird nach ihr gefragt. Da erreicht sie plötzlich eine Nachricht, dass es, ihrem inzwischen im Weberdorf Laichingen sesshaft gewordenen, Onkel Josef schlecht geht. Keine Frage, dass Mimi auf dem Weg zu einem weiteren Auftrag in Laichingen Halt macht. Josef geht es gesundheitlich gar nicht gut und braucht jemand der ihn pflegt. Mimi übernimmt vorläufig - denkt sie zumindest. Ihr Aufenthalt verlängert sich immer weiter, wobei Mimi die Gemeinde mit ihrer Art und ihren modernen Ansichten aufwirbelt. Fast schon als Ketzerin verschrien, wird sie von wenigen Bewohnern gemobbt. Andere hingegen sind fasziniert und wollen der weit herum gereisten Mimi glauben. Die Szenen in Laichingen machten mich traurig. Denn nur allzu gut hat Petra Durst-Benning das karge Leben der Dorfbewohner, deren Träume und Sorgen sowie die Zukunftsaussichten der Jugendlichen beschrieben. Geschickt webt die Autorin in die Einzelschicksale der Menschen viel Wissenswertes mit ein, zum Beispiel der Einblick in die Arbeit eines Fotografen - besonders gelungen sind die Abschnitte über die Bildretusche, quasi Photoshop vor 100 Jahren - wie auch die schwere Arbeit der Weber und die Weiterentwicklung der Stoffbearbeitung. Erneut zeigt sie mehrere Berufszweige auf, die sich nicht nur durch die Industrialisierung weiterentwickeln und lässt uns diese Umwälzungen in ihren Charakteren miterleben. Petra Durst-Benning porträtiert wie gewohnt starke Frauen, lässt aber die ganze Gefühlspalette über Eifersucht und Neid, wie auch das Bedauern über eigene, vielleicht vorschnelle Entscheidungen nicht zurück. Ein wenig enttäuscht war ich, als Mimi - zwar verständlicherweise - immer länger in Laichingen blieb und nicht mehr auf Reisen ging. Ja, ich weiss, das kann sich in den vier weiteren Büchern noch ändern, aber dennoch hätte ich Mimi gerne mehr unterwegs begleitet. Ihr Aufenthalt im Leinenweberdorf dauerte mir zu lange, einiges wiederholte sich schon fast - aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu ungeduldig. Leider bricht das Buch gefühlt mittendrin ab, ist nicht in sich abgeschlossen, was ich bedauerte. Mir fehlt ein schlüssiger und würdiger Abschluss des ersten Teils dieser Saga. Sehr schön fand ich den Bezug zu "Bella Clara", denn Mimi lernt Clara Berg kennen. Wer historische Romane mag und die Jahrhundertwind-Trilogie noch nicht kennt, sollte dringend mal einen Blick darauf werfen. Den frischen Wind aus der Trilogie hat die Autorin auch in "Die Fotografin" mitgenommen und deshalb ich bin gespannt, wie Mimi und die Laichinger sich weiter entwickeln. Insbesondere nimmt mich Wunder, ob sich die Träume von Alexander und Anton erfüllen. Fazit: Fesselnder und interessanter Auftakt zu der fünfteiligen Serie über eine Fotografin anfangs des 19. Jahrhunderts. 4 Punkte.

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Vita

Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt und schreibt abwechselnd im Süden Deutschlands und in Südfrankreich.

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Events

23. Sep. 2020

Lesung

20:00 Uhr | Weil im Schönbuch | Lesungen
Petra Durst-Benning
Die Fotografin - Die Stunde der Sehnsucht

25. Sep. 2020

Lesung

20:00 Uhr | Magstadt | Lesungen
Petra Durst-Benning
Die Fotografin - Die Stunde der Sehnsucht

01. Okt. 2020

Lesung

20:00 Uhr | Gaildorf | Lesungen
Petra Durst-Benning
Die Fotografin - Die Stunde der Sehnsucht

07. Okt. 2020

Lesung

20:00 Uhr | Weilheim a.d. Teck | Lesungen
Petra Durst-Benning
Die Fotografin - Die Welt von morgen

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Pressestimmen

»Minna Reventlow hat es nie gegeben – sie kann aber als prototypische Figur für eine starke Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts herhalten.«

Wiener Zeitung Online (10. September 2018)

»Der spannende Auftakt einer mitreißenden Saga!«

Neue Welt (19. September 2018)

»Die Autorin zieht den Leser sofort in die Geschichte, und lässt ihn mit der Protagonistin leiden, lachen und hoffen.«

Fränkische Nachrichten (19. November 2018)

»Mutig …«

Meins (31. Oktober 2018)

»Ein spannender Roman!«

Hallo Aying (07. November 2018)

»Die Geschichte nimmt den Leser mit auf eine faszinierende Reise durch das Süddeutschland des frühen 20. Jahrhunderts.«

Zürcher Unterländer (14. Dezember 2018)