Die Frauen am Fluss

Roman

eBook epub
9,99 [D] inkl. MwSt.
9,99 [A] | CHF 12,00 * (* empf. VK-Preis)

In der Buchhandlung oder hier bestellen

England 1922: Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf voller Schuld zurückließ.

  • Der Roman der Nr.-1-SPIEGEL-Bestsellerautorin erstmals im Taschenbuch

  • Katherine Webb entführt ihre Leser in das England der 1920er-Jahre und tief hinein in die Verstrickungen eines ungesühnten Verbrechens

  • Mehr als 1,5 Millionen verkaufte Bücher allein im deutschsprachigen Raum (Stand Januar 2019)

  • »Fesselt durch das spannende Figurenensemble und vor allem die typisch englische Atmosphäre.«

»Fesselt durch das spannende Figurenensemble und vor allem die typisch englische Atmosphäre.«

Freundin

Aus dem Englischen von Babette Schröder
Originaltitel: The Hiding Places
Originalverlag: Orion
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22205-5
Erschienen am  14. Mai 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Roman um Mord und Liebe

Von: Annette Traks

25.10.2019

Slaughterford ist ein kleines Dorf in der englischen Grafschaft Wiltshire. Als der dort lebende, allseits beliebte Papiermühlenbesitzer und Gutsherr Alistair Hadleigh (39) 1922 die 15 Jahre jüngere Irene heiratet, hat diese es schwer, sich einzuleben: Sie stammt aus der Londoner Highsociety, ist dort aber wegen der leidenschaftlichen Affaire zu einem verheirateten Mann in Ungnade gefallen. Besonders unter Nancy, der im gleichen Haus lebenden Tante ihres Mannes, hat die junge Frau sehr zu leiden. Als Alistair eines Tages brutal ermordet in seinem Büro gefunden wird, verdächtigt und verhaftet man einen jungen Mann, der mit einer schweren Kopfverletzung aus dem Krieg heimgekehrt ist. Doch dessen Schwester Pudding, Stallmädchen auf dem Hadleigh-Hof, und später auch Irene glauben nicht an seine Täterschaft und wollen gemeinsam die Wahrheit herausfinden. Als Pudding von einem Mord liest, der 50 Jahre zuvor am gleichen Ort auf die gleiche Weise verübt wurde, glauben die Frauen nicht an einen Zufall und beginnen, nach Zusammenhängen zu forschen. Sie erfahren schließlich von einer verbotenen Liebe, durch die einige Dorfbewohner damals Schuld auf sich geladen haben. Resümee: Wie der Titel erwarten lässt, geht es in diesem Roman in erster Linie um Frauen, die in dem Dörfchen Slaughterford am Fluss By Brook wohnen: • Die 24-jährige Irene ist in der feinen Londoner Gesellschaft wegen der Affaire zu einem verheirateten Mann in Ungnade gefallen. Alistair Hadleigh jedoch liebt und heiratet sie – auch wenn diese Liebe einseitig ist. In seinem Dorf Slaughterford ist der Gutsherr und Papiermühlenbesitzer sehr angesehen; doch Irene sucht und bekommt keinen Kontakt zu den Bewohnern. Sie ist unglücklich und trauert ihrer verlorenen Liebe nach. - Im Laufe der Handlung entwickelt sie sich jedoch zu einer jungen Frau, die ihr Leben selbstbewusst in die Hand nimmt. • Das Stallmädchen Pudding ist zwar erst knapp 16 Jahre alt, jedoch anpackend, energisch und willensstark – anfangs genau das Gegenteil von Irene. Sie setzt sich für ihre Familie und Überzeugungen ein und kämpft für ihren Bruder, an dessen Unschuld sie fest glaubt. Obwohl aus ganz unterschiedlichen sozialen Verhältnissen kommend, freunden sich Irene und Pudding durch die gemeinsame Aufgabe an, nach dem wahren Mörder von Alistair Hadleigh zu suchen. • Nancy ist Alistairs Tante, die ihn großgezogen hat, und auf dem gleichen Hof lebt. Mit seiner Heirat ist sie überhaupt nicht einverstanden, und Irene, die erkennbar ihrer verlorenen Liebe nachtrauert und ihrem Ehemann keine tieferen Gefühle entgegenbringt, ist ihr ein Dorn im Auge. • Auch die Frauen der Familie Tanner, die einer niedrigen sozialen Schicht angehören und von den Dorfbewohnern gemieden werden, spielen in diesem Roman eine Rolle, besonders die alte Ma Tanner, die seherische Fähigkeiten hat. • Die junge, stumme Clemmie scheint zunächst nicht 100%-ig in die Handlung zu passen, steht ein wenig am Rand – zum Schluss gibt es dafür jedoch eine überraschende Erklärung. Sie glaubt, in Eli Tanner die große Liebe gefunden zu haben. Als sie schwanger wird, schwört er, alles zu tun, damit sie eine glückliche Familie werden. Doch die Liebe ist großen Belastungen ausgesetzt. Alle weiblichen Charaktere sind fundiert herausgearbeitet, während die männlichen im Vergleich dazu recht blass bleiben – dem Titel entsprechend konsequenterweise. Grundlage der Handlung ist der Mord an Alistair Hadleigh, thematisch geht es dabei nicht nur um die Aufklärung der Tat sowie um die verschiedenen Frauen-Charaktere und ihre Entwicklung, sondern auch um unterschiedliche Arten von Liebe: heimliche, verbotene, unerfüllte, einseitige, obsessive und Geschwisterliebe. Der Roman lässt sich im ersten Drittel ziemlich zäh an, da zunächst alle Protagonisten, ihre Familienverhältnisse und die Umgebung, in der sie leben, vorgestellt werden. Dann jedoch kommt Bewegung in die Handlung, die sich in verschiedenen Strängen um die weiblichen Hauptpersonen rankt. Der Schluss schließlich ist sehr ungewöhnlich und überraschend.

Lesen Sie weiter

Gute Idee mit etwas schwachen Figuren

Von: Sarahs Bücherregal

03.06.2018

England 1922: Irene flieht nach einer gescheiterten Affäre aus London in die Ehe mit Alistair und in den kleinen Ort Slaughterford. Dort lebt sie sich nur schwer ein, doch als ihr Ehemann brutal ermordet wird, sieht sie sich gezwungen, sich mit dem Dörfchen auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding, deren Bruder des Mordes verdächtigt wird, macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Täter – und wühlt so auch die Vergangenheit vieler Dorfbewohner auf. „Die Frauen am Fluss“ ist der neueste Roman der Erfolgsautorin Katherine Webb und meiner Meinung nach leider einer der schwächeren. Zwar ist die Geschichte an sich spannend, die Figuren waren mir jedoch zu flach und einfach nicht gut genug beschrieben, um sich mit ihnen identifizieren zu können. So blieb das Gefühl, völlig in die Geschichte eintauchen zu können und mitgerissen zu werden, leider aus. Die Auflösung fand ich zwar sehr überraschend, aber auch schwierig, denn man muss am Ende vieles einfach hinnehmen, was nicht mehr logisch erscheint. Mir persönlich war die ganze Geschichte mit diesem Schluss zu künstlich und nicht glaubwürdig. Die Figur der Irene hätte wahrscheinlich viel zu berichten und ihre Auseinandersetzungen mit Alistairs Tante Nancy hätten viel Potential geboten, um die Charaktere ausführlich darzustellen, doch die Chance hat die Autorin leider nicht genutzt. Viel zu oft enden die Dispute damit, dass eine Person nach wenigen Worten den Raum verlässt, ohne dass viel deutlich geworden ist. Katherine Webbs Roman „Die Frauen am Fluss“ hat mir von der Idee und der Handlung ganz gut gefallen, die Charakterisierungen des Figuren ist aber auf der Strecke geblieben, dadurch konnte der Roman mich nicht so mitreißen wie andere Romane der Autorin. Sehr empfehlen kann ich allen Lesern den Roman „Das Versprechen der Wüste“, ein großartiges Buch mit starken Frauenfiguren.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Heute lebt sie in der Nähe von Bath, England. Nach dem großen internationalen Erfolgsdebüt »Das geheime Vermächtnis« folgten zahlreiche Romane wie »Das fremde Mädchen« oder »Italienische Nächte«, die die Autorin auch in Deutschland zu einer festen Größe auf der SPIEGEL-Bestsellerliste machten.

Zur Autor*innenseite