Die Frauen der Familie Marquardt

Roman

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Köln 1908: Caspar Marquardt herrscht in seinem Kaufhaus wie ein König über die Welt des Luxuskonsums. Da er keine Söhne hat, soll ein entfernter Verwandter sein Erbe werden – eine Provokation für seine älteste Tochter Louisa, die das Geschäft gerne selbst führen möchte. Doch nicht nur ihr Schicksal ist mit dem Kaufhaus verbunden. Während sich die kapriziöse Sophie in einen Konkurrenten ihres Vaters verliebt, sucht die unehelich geborene Mathilda ihren Platz in der Gesellschaft. Folgenschwere Konflikte machen die Schwestern gleichermaßen zu Verbündeten und Rivalinnen ...


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ISBN: 978-3-641-20714-4
Erschienen am  16. Juli 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Guter historischer Roman für Einsteiger in das Genre

Von: Lina Lovegood

16.10.2018

Wir starten direkt mitten im Geschehen in die Geschichte, während Caspar Marquardt, der Besitzer eines großen Kaufhauses in Köln im Jahr 1908 seiner Tochter eröffnet, dass er sein Kaufhaus nach seinem Tod einem entfernten Verwandten vererben will. Seine Tochter Louisa, die sich immer für die Belange des Kaufhauses interessierte und davon ausging, dass sie es einmal leiten solle, wird übergangen, da sie eine Frau ist und es zur damaligen Zeit nicht Gang und Gäbe war, dass eine Frau eine so hohe Position bekleiden sollte. Nun reist noch am selben Tage Max von Frankfurt nach Köln, der in die Geschäfte des Kaufhauses eingeführt werden soll, um so auf die spätere Leitung vorbereitet zu werden. Louisa und er streiten sich durch diese Umstände ständig, da sie die Entscheidung ihres Vaters nicht akzeptieren kann und sich selbst für die Position geeigneter hält als jemanden, der das Kaufhaus nicht so gut kennt wie sie selbst. Aber auch ein neuer Konkurrent für die Familie Marquardt und ihr Kaufhaus tritt auf: Arjen Verhoeven, der Sohn eines erfolgreichen niederländischen Unternehmers, will auf der gegenüberliegenden Straßenseite sein eigenes Kaufhaus eröffnen. Sophie und er nähern sich, zum Unmut von Caspar Marquardt, einander an. Was Mathilda mit den Konflikten zu tun hat, müsst ihr natürlich selbst lesen. Mir hat die Geschichte ganz gut gefallen, auch wenn die erste Hälfte des Buches ein wenig schleppend war, weil die Konflikte sich noch nicht stark abzeichneten und es größtenteils um das Kaufhaus ging. Alles wurde sehr genau beschrieben, was einerseits sehr gut war, da man sich das Kaufhaus so sehr gut vorstellen konnte, es aber teilweise auch einfach etwas zu viel des Guten war und es sich somit sehr in die Länge zog. Als dann endlich ersichtlich wurde, was geschehen wird, ging es dann etwas rasanter zu, auch wenn ich die Konflikte schon vorausgeahnt habe. In Louisas Handlungsstrang hätte ich mir noch ein wenig mehr Drama durch ihren Vater oder die Schwestern gewünscht, war aber dennoch zufrieden mit dem Ausgang der Geschichte. Sophie wurde mir leider nicht sympathisch, was sich auch bis zur letzten Seite nicht geändert hat. Die Geschichte um Mathilda war ein wenig unabgeschlossen, aber genau das macht den Reiz hinter der Figur aus. Auch der Figur der Olga konnte ich recht viel abgewinnen, da sie ein interessanter Charakter mit einer Vergangenheit ist, zu ihren Träumen steht und alles daransetzt, diese auch in Erfüllung gehen zu lassen, auch wenn sie dabei den ein oder anderen Fehler macht. Schlussendlich sieht man aber, dass sie ein guter Charakter ist, der kaum jemanden schaden will und ihr eigenes Glück dem von anderen unterordnen kann. Der Schreibstil war sehr flüssig, auch wenn er eher an die Sprache des frühen 20. Jahrhunderts erinnert hat. Dennoch ließ sich das Buch sehr schnell lesen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders gefallen haben mir die kölschen Sätze der Arbeiterschicht auf der Straße. Da ich selbst in der Nähe von Köln wohne und mein Vater und meine Mutter viel kölsch zuhause sprechen, fand ich diesen Aspekt wirklich großartig, auch wenn er ein wenig zu kurz kam und der kölsche Dialekt gerne noch öfter hätte verwendet werden können. Besonders interessant fand ich in dem Buch auch die sich wandelnde Rolle der Frau zu der Zeit, während das patriarchale Machtgefüge noch sehr stark in der Gesellschaft verankert war, die Frauen sich jedoch schon langsam zu wehren wussten und ihre Träume nicht aufgeben wollten. Man kann es fast schon als Wende hin zu mehr Frauenrechten ansehen. Dieser Aspekt in der Geschichte hat mir besonders gut gefallen und allein deshalb ist es das Buch schon wert, gelesen zu werden. Alles in allem fand ich das Buch gut, auch wenn es keine herausragende oder brillante Geschichte war. Dennoch konnte sie mich gut unterhalten und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Wer in das Genre der historischen Romane einsteigen möchte, sich aber noch nicht ganz traut, für den wird dieses Buch genau das richtige sein.

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Endlich einmal wirkliche starke Frauen!

Von: Sarahs Bücherregal

15.08.2018

Caspar Marquardt ist erfolgreicher Kaufhausbesitzer und Vater dreier Töchter, die jede auf ihre Weise starke Persönlichkeiten sind. Doch es ist das Jahr 1908 und Frauen wird allgemein noch wenig zugetraut. Seine älteste Tochter Luisa arbeitet seit Jahren im Kaufhaus mit und sieht sich als Erbin des väterlichen Unternehmens. Doch sollte sie einmal heiraten, fällt alles automatisch an ihren Ehemann. Das ist Vater Caspar zu riskant und so nimmt er Kontakt zu seinem engsten männlichen Verwandten, Max Dornberg auf. Er soll das Kaufhaus erben, Luisa nur eine finanzielle Entschädigung erhalten. Das sorgt für reichlich Unruhe in der Familie Marquardt, und auch Matilde und Sophie, die anderen beiden Töchter, wollen sich nicht recht in die Rollen der braven Frauen fügen. „Die Frauen der Familie Marquardt“ ist ein wunderbar geschriebener historischer Roman mit sehr starken Frauenfiguren. Anders als in anderen Romanen, in denen selbst die stärksten emanzipierten Frauen am Ende doch immer in die Arme eines rettenden Mannes sinken, lässt die Autorin Nora Elias ihre Protagonistinnen wirklich einen eigenen Weg finden. Das hat mir an diesem flüssig geschriebenen Roman, der einen in die wunderbare Welt der frühen Kaufhäuser entführt, besonders gut gefallen. Auch Vater Caspar ist sehr sympathisch und keineswegs ein reaktionärer Tyrann, aber die Geschichte lebt eindeutig von den Frauenfiguren. Das verspricht schon der Titel und das hält Elias auch problemlos durch. Dass Luise, Sophie und Matilde dabei völlig unterschiedlich sind und auch andere Ziele im Leben verfolgen, macht die Geschichte so beispielhaft für ihre Zeit und die Probleme, denen sich Frauen gegenüber standen. Und das geht noch weiter über die drei Schwestern hinaus, mit Caspars Freundin Olga, seiner Geliebten Elaine und Luises Freundin Dorothea sind auch die Nebenrollen mit vielen unterschiedlichen Charakteren besetzt, die alle auf ihre Art einen Platz im Leben suchen. Nora Elias hat mit „Die Frauen der Familie Marquardt“ einen großartigen historischen Roman geschrieben, der sich in seiner Konsequenz in den Frauenfiguren wunderbar von klischeehaften historischen Liebesromanen abhebt. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, die Figuren sind mir ans Herz gewachsen und ihre Geschichten haben mich von Anfang bis Ende bewegt und mitgenommen.

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Vita

Nora Elias ist das Pseudonym einer im Rheinland lebenden Autorin historischer Romane. Zum Schreiben kam sie bereits als Studentin und widmet sich nun vermehrt der Geschichte ihrer Wahlheimat. Sie liebt Reisen und lange Wanderungen. Ihr Roman »Antonias Tochter« wurde mit dem begehrten DELIA-Literaturpreis 2018 ausgezeichnet.

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