Die Frauen von Salaga

Roman

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Westafrika, Ende des 19. Jahrhunderts. Aminah, ein verträumtes junges Mädchen, wird brutal aus ihrem Zuhause gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche ist eine privilegierte Frau, doch ihr Vater zwingt sie, eine ungewollte Ehe einzugehen. Als Aminah und Wurche sich auf dem Sklavenmarkt von Salaga begegnen, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Beide hadern mit den Grenzen, die ihnen Zeit und Gesellschaft auferlegen. Beide riskieren ihr Leben. Und beide verlieben sich in denselben Mann.

»Ein glänzendes historisches Drama.«

The New Yorker

Aus dem Englischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: The Hundred Wells Of Salaga
Originalverlag: Cassava Republic
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-23900-8
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Zweierlei Traum von Freiheit

Von: Laura D.

21.08.2019

"Wurche und Aminah. Zwei Mädchen, dessen Leben unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz des unterschiedlichen Standes haben beide Mädchen nur einen Wunsch, und zwar den nach Freiheit. Als sich ihre Wege schließlich kreuzen, beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt, der alles verändert." Zunächst hatte sich das Buch wirklich interessant angehört, konnte mich dann aber leider nicht überzeugen. Die Handlung dümpelte vor sich hin und nahm einen zwar ab und zu mit, nur um einen dann allerdings mittendrin irgendwo stehen zu lassen. Die vielen Zeitsprünge wirkten auf mich, als wüsste man nicht, was man sonst über die fehlende Zeit erzählen wollte und auch die Charaktere waren nicht ausgereift. Sowohl Wurche als auch Aminah waren sehr eindimensional gehalten und schienen, auch nach der langen Zeit, nicht weniger naiv zu werden. Für mich gab es wenig Charakterentwicklung und so waren mir die Charaktere auch leider egal. Man las zwar, dass mit den Protagonistinnen schlimme Dinge geschahen, aber aus den oben genannten Gründen fühlte man nicht mit Ihnen mit. Besonders wenn auf der nächsten Seite schon wieder ein Zeitsprung auf einen wartete. Auch treffen die beiden Frauen bis zu letzten Drittel des Buches nicht wirklich aufeinander und ich muss sagen, dass ich auch jeweils ohne die Geschichte der anderen ausgekommen wäre. Zwar sollte man durch den Perspektivwechsel mehr Einblick in die Geschichte bekommen, doch auch das blieb einem leider verwehrt. Gegen Ende hin nahm die Geschichte ein wenig Fahrt auf, doch genau dann, als die ganze Sache ein wenig interessanter werden zu schien, war das Buch zu Ende. Und auch wenn sich Aminahs Leben durch die Begegnung mit Wurche zum wahrscheinlich Besseren verändert hat, so bauen die zwei Frauen nicht wirklich eine Beziehung zu einander auf, obwohl sie Jahre zusammen verbringen. Nur am Ende wird kurz erwähnt, dass Wurche Gefühle gegenüber Aminah hegt, aber es bleibt bei der kurzen, wie aus dem Nichts kommenden, Erwähnung. Alles in Allem fühlte es sich an, als wäre es die langweilige Vorgeschichte zu einem Buch, das nie geschrieben wurde. Die Vorgeschichte, die sonst nur in kleinen Teilen erwähnt oder verkürzt erzählt wird. Leider wurde die Geschichte dadurch dröge und ich war froh, als ich das Buch beendet hatte. Ich habe vorher schon gemischte Rezensionen gelesen und muss nun sagen, dass dieses Buch von mir leider keine Leseempfehlung bekommt!

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Starker und brutaler historischer Roman

Von: AnnaikasBooks

16.07.2019

Aminah ist die Tochter eines Schuhmachers, auch wenn er mehrere Frauen hat und so sie somit neben ihren Blutsgeschwistern und Halbgeschwister hat, liebt sie ihre Familie. Schon vor dem Verschwinden ihres Vaters bekam sie mit, dass irgendwas komisch ist im Land. Als dann ihr Dorf überfallen, sie von ihrer Familie getrennt und als Sklavin verkauft wird, wird sie durchs ganze Land verschifft.Wurche hingegen hat einen Vater der sich politisch engagiert, wodurch ihr politisches und gesellschaftliches Interesse früh wächst, was für eine Frau damals nicht einfach war. Zu ihrer Entrüstung wird sie dann auch noch Zwangsverheiratet. Wie der Klappentext schon verrät lernen die beiden Mädchen sich auf dem Sklavenmarkt kennen, wo Wurche Aminah dann kauft und bei sich aufnimmt. Hinter beiden liegt zu dem Zeitpunkt eine harte Zeit, aber eine ebenso harte Zeit liegt ihnen noch bevor. Auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten, geben sie einander viel und begehren dann auch noch denselben Mann. Für mich persönlich war es am Anfang ein bisschen schwierig in die Geschichte zu kommen. Das lag an der Tatsache eines nicht vorhandenen Wissens der Kultur. Alleine schon angefangen bei den Namen, aber auch über die politischen Strukturen und des aufgezeigten Konflikts der damaligen Zeit. Das war auch einer der Punkte warum ich so fasziniert war: Das für mich Neue und Unbekannte. Die Autorin nimmt uns mit in die Welt ihrer Vorfahren. Genauer gesagt in die Welt ihrer Ururgroßmutter. Als ich das gelesen habe, bekam ich Gänsehaut. Ihr könnt euch also vorstellen, was die Geschichte eines Landes, des Sklavenhandels und des Krieges für eine Stimmung vermittelt: Am Anfangwar die Welt der beiden Mädchen zwar nicht perfekt, aber sie hatten ihr kleines überschaubares Leben. Dann stürzt es sich langsam aber stetig ins Chaos. Dieser Umsturz, die Veränderung und was das aus einem Menschen macht, vermittelt dieses Buch auf starke Art. Für mich ist "die Frauen von Salaga" ein eindrucksstarker Roman, der die Historie eines Landes und das Leben von zwei starken Frauen erzählt. Ohne viel Kitsch und Hinauszögerungen, sondern auf ehrliche und harte Weise. Lediglich der Schluss war mir zu abrupt, aber kann es auch manchmal sein: Plötzlich ist alles vorbei bzw. die Wendung kommt.

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Vita

Ayesha Harruna Attah wurde in Ghana geboren, studierte in den USA u.a. an der Columbia University und der NYU und lebt heute mit ihrer Familie im Senegal. Ihr Roman »Die Frauen von Salaga« ist von dem Schicksal ihrer Ururgroßmutter inspiriert.

Zur AUTORENSEITE

Christiane Burkhardt

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat u. a. Werke von Paolo Cognetti, Domenico Starnone, Fabio Geda, Wytske Versteeg, Pieter Webeling, Willam Shaw und Hannah Richell ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

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Pressestimmen

»Ein Roman über Liebe und Mut im vorkolonialen Ghana, der auf wahren Begebenheiten beruht.«

New York Times, Globetrotting, a round-up of the best books coming in 2019 from around the world

»Schon dafür musste dieser Roman geschrieben werden: um unser Bild vom Afrika des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu erschüttern.«

Süddeutsche Zeitung (02. Juli 2019)

»Die Autorin wird zu Recht als starke neue Stimme Afrikas gefeiert (…).«

BRIGITTE (08. Mai 2019)

»„Sie (die Autorin) lässt darin die politischen neben den menschlichen Konflikten im Mittelpunkt stehen, vermittelt anhand eindringlicher Bilder einen lebendigen Eindruck afrikanischer Kultur – und eröffnet den Blick auf ein erschreckendes Kapitel der Menschheitsgeschichte.«

GALORE Magazin (28. März 2019)

»Forschergeist und Fantasie verbinden sich in ihrem Schreiben und mit ihrem dritten Roman erobert sie momentan auch die westliche Leserschaft.«

BÜCHER Magazin (22. Mai 2019)

»Ein starkes Stück afrikanischer Literatur.«

DONNA (08. Mai 2019)

»Wir tauchen mit einem Historienroman in die exotische Welt von Westafrika ein. (Headline) (…) Zwei starke Frauenschicksale, ein exotischer Schauplatz: Der Roman fesselt sofort.«

FREUNDIN (30. April 2019)

»Ein feministischer Roman über Afrika und zwei besondere Frauen, die dort gegen alle Umstände ihren Weg erkämpfen. Eine realistische Beschreibung des damals, die viele Leserinnen für das heute und morgen inspirieren wird!«

Karla Paul im Random House podcast "Long Story Short" (07. Mai 2019)

»'Die Frauen von Salaga' ist ein Porträt des vorkolonialen Ghanas zwischen Stammeskonflikten, Sklavenhandel, verschiedenen Traditionen, Religionen und den Ausbeuteinteressen der Briten und Deutschen. Außerdem erzählt der Roman von zwei Frauen und ihrem Versuch, sich zu emanzipieren. Attah schreibt differenziert, mitreißend und historisch genau.«

RBB InfoRadio, Sendung "Quergelesen" (14. April 2019)

»'Die Frauen von Salaga' von Ayesha Harruna Attah ist eine fesselnde Reise ins Ghana des 19. Jahrhunderts.«

JOLIE (05. April 2019)

»(…) packende Reise ins Ghana des 19. Jahrhunderts (…).«

FÜR SIE (20. Mai 2019)

»Ein Roman über zwischenmenschliche Herausforderungen, die Brutalität der Sklaverei, Liebe und Mut und das Schicksal junger Frauen in einer anderen Zeit. Für alle LeserInnen von Chimamanda Ngozi Adichie, Barbara Wood, Celeste Ng, Jodi Picoult und Tania Blixen.«

www.lovelybooks.de, 'Die besten Hardcover-Neuerscheinungen im März 2019' (01. März 2019)

»Diese wahre Geschichte aus dem vorkolonialen Ghana erzählt Attah so episch wie intim und mit einem Gespür für atmosphärische, historische Details.«

GRAZIA Magazin (28. März 2019)

»Mitreißender historischer Roman!«

WIENERIN (A) (29. Mai 2019)

»Großartig recherchiert, ein überzeugender historischer Roman.«

Publishers Weekly

»Ayesha Harruna Attah gibt einer der großen menschlichen Fragen Gestalt und Relevanz.«

Los Angeles Review of Books