Die Hütte des Schäfers

Roman

(6)
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Ein aufwühlender, so brutaler wie zärtlicher Roman über einen jungen Mann auf der Suche nach seinem Leben. Jaxie Clackton hat Angst, nach Hause zu gehen, seit seine Mutter gestorben ist. Sein Vater bedeutet für ihn nur Ärger und Gewalt, und am liebsten wäre es ihm, wenn er auch tot wäre – dummerweise hat dem Jungen noch keiner gesagt, dass man mit seinen Wünschen vorsichtig sein soll. Mit 15 Jahren ist Jaxie nun allein auf der Welt, in einem öden Kaff in Westaustralien, und wahrscheinlich glaubt ihm keiner, dass er seinen Vater nicht selbst umgebracht hat. Also läuft er davon, weg von den Menschen, immer Richtung Norden, direkt hinein in die heiße, wasserlose Salzwüste, eine tödliche Gefahr für jeden, der sich dort nicht auskennt. Eine Tour, die nur Träumer und Gejagte wagen. Mitten im Nirgendwo, am Ende seiner Kräfte stößt Jaxie auf einen einsamen alten Mann in einer verlassenen Schäferhütte, und obwohl sein Leben von ihm abhängt, weiß er nicht, ob er ihm trauen kann …

»Eine mitreissende Odysse - inszeniert vor der grandiosen Kulisse Westaustraliens.«

Peter Henning / St. Galler Tagblatt (13. Juli 2019)

Aus dem Australischen von Klaus Berr
Originaltitel: The Shepherd's Hut
Originalverlag: Picador
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22324-3
Erschienen am  08. Juli 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Authentisch verfasster Coming-of-Age-Roman und bildgewaltiger Roadtrip!

Von: Ro_Ke

13.11.2019

Meine Meinung: „Ich sagte mir, das ist der beste Tag meines Lebens. Und dachte, dass ich es bis morgen früh vielleicht sogar glauben würde.“ Mit seinem Roman „Die Hütte des Schäfers“ hat mich der australische Bestsellerautor Tim Winton dazu eingeladen, den fünfzehnjährigen Protagonisten Jaxie Clackton auf dessen nicht ganz freiwilligen Road-Trip durch die australische Steppe zu begleiten, der es an Wasser und möglichen Zufluchtsorten mangelt. Tim Winton hat sich hervorragend in die aussichts- bzw. hoffnungslose Situation Jaxies hinein gefühlt und lässt diesen mit einer durchdringenden authentischen Stimme seine Geschichte erzählen. Der darin aufgestaute Schmerz und die Wut spiegeln sich im „rotzigen“ Klang sehr passend wider und dennoch lässt der Autor auch eine spürbare Hoffnungswolke mit wandern, die in mir die begleitende Erwartungshaltung ausgelöst hat, mit Jaxie an einen „glücklichen“ Wendepunkt gelangen zu dürfen. Dieser scheint mit Erreichen der titelgebenden Hütte zunächst gefunden zu sein, allerdings weiß man auch als Leser nicht, inwieweit dessen Bewohner Fintan, ein älterer Priester, vertrauenswürdig erscheint. Im Laufe ihrer Beziehung wird der oft unbewusste/stille Wunsch nach dem Gefühl von Zuflucht/Familie aber auch das Verlangen nach Buße/Vergebung großartig dargestellt bzw. transportiert. Lebt die Handlung lange Zeit durch eine eher ruhigere und sehr bildliche Sprache, entsteht im letzten Drittel ein mit Gewalt dosierter und sehr fesselnder Spannungsbogen, der in ein Ende mündet, das für Nachklang und Interpretationsspielraum sorgt. Fazit: Ein sehr authentisch verfasster Coming-of-Age-Roman und bildgewaltiger Roadtrip! Ganz klare Leseempfehlung!

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Der Weg

Von: KB-B

01.11.2019

„Und ich dachte, ich sehe nicht richtig……..Aber ich wusste noch immer nicht, was ich da vor mir hatte…..“ Da lag er, sein Vater, zerquetscht vom Auto, mausetot. Der Wagenheber hat seinen Geist aufgegeben. Einerseits fühlte Jaxie Erleichterung, andererseits hatte er Angst. Wird man ihn beschuldigen? Alle im Dorf wussten von der Brutalität seines Vaters. Jaxie hat in der Vergangenheit oft Verletzungen und blaue Flecke gehabt. Da seine Mutter auch kürzlich verstarb, war er nun auf sich allein gestellt und sah keinen anderen Ausweg als die Flucht. Er packte die notwendigen Dinge zusammen und lief, geradewegs ins Outback, fernab von allen Straßen und Wegen. Er lief und lief, Tage, Wochen…. Irgendwann sieht er eine Hütte…… Tim Winton hat einen fantastischen Roman geschrieben und ein perfektes Cover gewählt. Er beschreibt die beschwerliche Reise des fünfzehnjährigen Jaxie in der Landschaft Westaustraliens. Es geht um Glauben, Vertrauen, Vergebung und Identität. Jaxie sucht einen Weg nicht nur durchs Outback.

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Vita

Tim Winton

Tim Winton wurde 1960 in der Nähe von Perth, Westaustralien, geboren. Er hat zahlreiche Romane, Sach- und Kinderbücher sowie ein Theaterstück veröffentlicht und ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller Australiens. Zweimal kam er auf die Shortlist des Man Booker Prize, und viermal erhielt er den Miles Franklin Award, den wichtigsten Literaturpreis Australiens. Seine Werke sind in zwölf Sprachen übersetzt, fast alles wurde für Bühne, Radio oder Film adaptiert. Tim Winton lebt mit seiner Familie in Westaustralien.

Zur AUTORENSEITE

Klaus Berr

Klaus Berr, geb. 1957 in Schongau, Studium der Germanistik und Anglistik in München, einjähriger Aufenthalt in Wales als "Assistant Teacher", ist der Übersetzer von u.a. Lawrence Ferlinghetti, Tony Parsons, William Owen Roberts, Will Self.

zum Übersetzer

Pressestimmen

»›Die Hütte des Schäfers‹ ist ein berührender, kluger Coming-of-Age-Roman, ein vielstimmiges Road-Movie, dass das Unterwegssein nie zum heroisch-staubigen Abenteuer verklärt.«

Bernd Melichar / Kleine Zeitung (13. Juli 2019)

»Strotzt nur so vor explosiver Spannung, aber das Buch tastet sich über originäre Bilder auch an die zerbrechliche Seele seiner Hauptfigur heran.«

Lisa Kreißler / NDR Kultur (09. Juli 2019)

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