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Die Kleidermacherin Roman

Kundenrezensionen (7)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20046-6

Erschienen: 14.11.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Barcelona, 1917. Die hübsche Laia tritt eine Anstellung als Verkäuferin im Textilgeschäft Santa Eulalia an, in dem ihre Mutter als Näherin arbeitet. Laia ist von den luxuriösen Stoffen und schönen Kleidern fasziniert – und von der eleganten Roser. Diese will aus dem traditionsreichen Unternehmen ihrer Familie das erste moderne Modehaus Spaniens machen. Allen sozialen Gegensätzen zum Trotz freundet Laia sich mit der privilegierten Roser an. Doch dann tritt der charismatische Ferrán in ihr Leben – eine Begegnung, die das Leben beider Frauen für immer verändert …

Rezension im Blog theepicurean.eu

»Panorama, das von den Gewinnern und verlierern des Kriegs erzählt.«

Deutschlandradio Kultur (31.12.2016)

Núria Pradas (Autorin)

Núria Pradas stammt aus Barcelona. Sie arbeitete zunächst als Lehrerin, bevor sie sich dem Schreiben widmete. „Die Kleidermacherin“ ist eine Hommage an ihre Stadt, deren jüngere Geschichte sie zu neuem Leben erweckt. Der Roman entstand in engem Austausch mit dem luxuriösen Modehaus Santa Eulalia in Barcelona, das 1843 gegründet wurde.

www.santaeulalia.com/eu/inside-santa-eulalia/historia-en/

»Panorama, das von den Gewinnern und verlierern des Kriegs erzählt.«

Deutschlandradio Kultur (31.12.2016)

»Schmöker über Schicksale in einem Modehaus.«

Frei Presse Chemnitz (06.01.2017)

»Großartiger historischer Roman der Katalanin Núria Pradas über die goldene Ära eines Modehauses.«

Auf einen Blick (19.01.2017)

Aus dem Katalanischen von Sonja Hagemann
Originaltitel: Somnis a mida
Originalverlag: Columna, Barcelona 2016

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20046-6

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen: 14.11.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

[Rezension] „Die Kleidermacherin“

Von: Ninespo Datum: 30.03.2017

www.ninespo.de

„Die Kleidermacherin“ in drei Worten?

Berührend, historisch, wechselhaft.

Cover & Gestaltung von „Die Kleidermacherin“?

Ich bin ja eine kleine Coverästhetikerin. Schöne Cover erfreuen mein Herz. Vor allem Cover im Stil von „Die Kleidermacherin“: Klar, hell und freundlich, stilvoll, aufgeräumt und einladend. Die Farben des Covers passen super zueinander, die Frau und der Titel stechen deutlich hervor. Alles in allem ein sehr gelungenes Cover. Der kleine Aufkleber, auf dem ein Kurzzitat meiner aktuell liebsten Autorin in Punkto Familiensaga zu lesen ist, verleitete mich endgültig dazu, das Buch haben zu wollen.
Worum geht es in „Die Kleidermacherin“?

„Die Kleidermacherin“ passt thematisch recht gut zu den Werken von Anne Jacobs, die mit ihrer Tuchvilla-Saga mein Leserherz für sich gewinnen konnte. Allerdings dreht es sich hier weniger um die Geschicke einer Familie als die eines Modehauses, das in den Wirren des Bürgerkriegs in Barcelona sein Fortbestehen sichern muss. In enger Verbindung werden die Schicksale und Geschichten der Menschen erzählt, die mit Santa Eulalia zusammenhängen.

Der Schreibstil von Núria Pradas?

Núria Pradas erzählt lebhaft, bildlich und dialogreich die Schicksale diverser fiktiver Figuren, die sie gekonnt um historische Ereignisse gesponnen hat. Die Autorin wird zur Texterin im Wortsinne: Nicht nur, dass sie ein enges Textgewebe aus Wörtern erstellt, sie erweist sich als Meisterin darin, Fiktionales und Historisches spannend und fesselnd zusammenzubringen. Dabei ist der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen. Man erhält geschichtliche Informationen, ohne darüber zu stolpern. Ein rundum gelungenes Werk.

Das Figurenpersonal in „Die Kleidermacherin“?

Ich muss zugeben, dass ich über das Figurenpersonal nicht allzu viel im Detail schreiben kann. Zu groß ist das Figurenpersonal, das Núria Pradas in ihrem Roman entwirft. Alle Figuren wirken greifbar und echt, sie haben durchaus Ecken und Kanten. Bei manchen war ich begeistert, andere konnte ich hingegen nicht in mein Herz schließen. Doch das ist nicht schlimm, denn die Vielfalt al Figuren und Perspektiven bereichert die Geschichte. Man erhält einen Rundumblick der Geschichte von Santa Eulalia, das Schicksal der Menschen zur Zeit des Bürgerkrieges in Barcelona und hat mit einigen wiederkehrenden Figuren einen sicheren Hafen. Die Perspektivwechsel und Eindrücke sind bunt wechselhaft wie das Leben selbst. Daher verzeiht es mir, wenn ich an dieser Stelle nicht auf Charakterentwicklung und -eigenschaften der Protagonisten eingehen kann – dafür ist das Figurenpersonal schlicht und ergreifend zu groß, die Perspektivwechsel zu ausgewogen, um einige wenige Protagonisten auszumachen.

Positives zu „Die Kleidermacherin“?

Mir hat „Die Kleidermacherin“ mit ihren vielen Perspektiven, der historischen Zeitgeschichte, dem perfekten Verweben von Fiktionalem und Historischen und der Flair der Epoche sehr gut gefallen. Das Buch bietet einem aufgeschlossenen Leser tiefe Einblicke in eine turbulente Zeit, ist abwechslungsreich und spannend, da es viele Perspektiven auf eine zentrale Konstante, in diesem Fall das Modehaus, vereint.
Als besonders gelungen empfinde ich die Darstellung der Atmosphäre um 1900: Alles ist in Begriff, sich zu verändern. Die Moderne kommt und reißt althergebrachte Traditionen mit sich. Krieg und Hoffnung wechseln sich ab. Alles in allem wurde diese wechselhafte Zeit und Stimmung im Roman sehr gut eingefangen.

Kritik an „Die Kleidermacherin“?

Ein wenig hat mir eine eindeutige Bezugsperson dann stellenweise doch ein wenig gefehlt, vor allem in Bezug auf den Titel des Werks. Es ist ja die Rede von einer Kleidermacherin, allerdings wurde mir im Verlauf des Romans nicht klar, welche der vielen tollen Frauenfiguren damit anzitiert wurde. Zumal es im Endeffekt ein Mann ist, der Entwürfe für das Modehaus anfertigt. Dass Titel und Roman somit nicht ganz übereinkommen, finde ich sehr schade.

Empfehlung zu „Die Kleidermacherin“?

Ich kann das Buch offenen Lesern empfehlen, die Geschichten mit Perspektivwechseln und einem großen Figurenpersonal schätzen. Zudem sollte man eine gewisse Freude am Modethema und der Zeit um 1917 mitbringen, da man ansonsten von den thematischen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts gelangweilt sein könnte. Ich danke dem Penguin Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Die Kleidermacherin“.

Haute Couture in Barcelona

Von: Martinas Buchwelten Datum: 18.01.2017

martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

Es fällt mir nicht ganz leicht zu diesem Roman eine Rezension zu schreiben bzw. weiß ich nicht wirklich, wo ich eigentlich anfangen soll ;) Vom Klappentext her ist schon Einiges gesagt und doch ist diese Geschichte sehr dicht und komplex. Das beginnt mit der Menge an Figuren und endet mit dem starken politischen Einschlag, vorallem im letzten Drittel.

Obwohl ich dachte, dass die Eigentümerfamilie des Modehauses Santa Eulalia im Vordergrund steht, ist es eher die junge und lebenslustige Laia, die in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt und ebenfalls in Santa Eulalia zu arbeiten beginnt. Doch im Gegenteil zu ihrer Mutter, die als Näherin arbeitet und der Abteilung vorsteht, fehlt es Laia an Ehrgeiz. Viel lieber lebt sie von Wochenende zu Wochenende und träumt von jungen Männern. Bis sie den charismatischen Férran begegnet, der sich allerdings mit der Tochter des Hauses verlobt. Als ihre Mutter überraschend stirbt und sie Geld zum Überleben benötigt, steht sie vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie arbeitet sich hoch und wird für das Modehaus unverzichtbar....

Laia ist eine sehr starke Frau. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, aber was ihr im Laufe der Geschichte alles passiert und wie grausam das Leben sein kann, erfährt sie aus erster Hand. Die anfängliche Freundschaft mit Roser Molins, der Tochter des Besitzers des Modehauses zerbricht, als beide Frauen denselben Mann verfallen. Dieser hat weitreichende Zukunftspläne, doch sein unsteter Charakter und jede Menge Frauengeschichten, kommen ihm immer wieder in die Quere.

Als Leser wirft man einen Blick hinter die Kulissen des Modeshauses und bekommt Einblicke in die damalige Zeit. Die erste Modeschau in Spanien oder der Entwurf einer Kollektion bringen interessante Kenntisse in die Haute Couture. Gerade in den 1920iger wandelt sich die Damenmode frappant.
In der Geschichte tummeln sich viele Figuren, die fast alle in einer Beziehung zum Modehaus stehen: die Eigentümerfamilie Molins, die Angestellten und diverse Freunde und Bekannte. Man begleitet einige Charaktere auf einen kurzen Teil ihres Lebensweges, manche für längere Zeit. Leider konnte ich zu keinen der Figuren eine Beziehung aufbauen bzw. blieben diese etwas distanziert. Obwohl mir Laia nicht wirklich sympathisch war, war sie die Einzige, deren Schicksal mich mitgenommen hat und die sehr lebendig beschrieben wurde.

Es gibt auch viele ruckartige Zeitsprünge mitten im Kapitel oder auf einer Seite, was den Lesefluss etwas erschwerte. So fand ich besonders den Mittelteil ziemlich zäh und kam nicht gut voran.
Durch die politischen Unruhen und den Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges stieg die Spannung, denn auch das Traditionshaus, dessen Familie und Mitarbeiter werden von den ereignisreichen Entwicklungen im Baskenland nicht verschont. Wir begleiten viele einzelne Schicksale und doch ist es wieder Laia's, das am meisten berührt. Das melodramatische letzte Drittel belohnt den Leser für sein Durchhaltevermögen an der Geschichte...

Schreibstil:
Zu Beginn stehen über den einzelnen Kapiteln noch Monat und Jahreszahl, die später nicht mehr aufscheinen. So verliert man durch die ruckartigen Zeitsprünge mitten in der Geschichte leicht den Überblick. Jedoch ist es der Autorin sehr gut gelungen die historisch belegten Ereignisse mit ihrer fiktiven und melodramtischen Geschichte zu vereinen. Obwohl es manchmal schwer fällt weiterzulesen, zahlt es sich letztendlich aus.

Fazit:
Ein Roman, bei dem man dranbleiben sollte. In der Mitte etwas zäh und mit vielen Figuren, entwickelt er sich zum Ende hin positiv. Die politischen Ereignisse rund um den Spanischen Bürgerkrieg sind perfekt mit der fiktiven Geschichte verwoben.

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