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Die Launenhaftigkeit der Liebe Roman

Kundenrezensionen (11)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17423-1

Erschienen: 12.09.2016
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Darf man für ein Gemälde töten?

Annie McDee ist nach London gezogen, um nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund einen Neuanfang zu wagen. Eines Tages kauft die junge Köchin in einem Trödelladen ein verstaubtes kleines Gemälde, nicht ahnend, dass dieses Bild nur wenige Monate später die internationale Kunstwelt in helle Aufregung versetzen wird. Schwerreiche russische Oligarchen, Staatspräsidenten, die Gattin eines Ölscheichs und ein Gangster-Rapper werden vor dem altehrwürdigen Auktionshaus Monachorum & Sons Schlange stehen, um den »Verkauf des Jahrhunderts« für sich zu entscheiden. Doch auch Annies Leben wird durch ihren Zufallsfund auf den Kopf gestellt. Denn unversehens gerät sie ins Zentrum der dunklen Machenschaften skrupelloser Kunsthändler, die zu allem bereit sind, damit ein gut gehütetes Familiengeheimnis nicht ans Tageslicht kommt ...

Rezension auf maschseeperlen.de

»Ein fesselnder Kunstkrimi ... über das bizarre Leben der Superreichen, die Welt der alten Meister und eine berührende Liebesgeschichte. Ein Muss auch für ›Distelfink‹-Fans.«

stern (13.10.2016)

Hannah Rothschild (Autorin)

Hannah Rothschild, 1962 geboren, entstammt der berühmten Bankiersfamilie und arbeitet als Autorin und Filmregisseurin. Sie schreibt u.a. für Vanity Fair, The New York Times, Harper's Bazaar und Vogue. Der Kunstbetrieb, in dem ihr Romanerstling spielt, ist ihr aufs Beste vertraut, da sie sich seit vielen Jahren in den Kuratorien renommierter Museen wie z. B. der Tate Gallery engagiert. Seit 2015 steht sie als erste Frau dem Board der National Gallery vor. Bisher liegt auf Deutsch nur ihre Biografie über ihre Großtante Nica Rothschild vor, "Die Jazz-Baroness" (2013). "Die Launenhaftigkeit der Liebe" war nominiert für den Baileys Women's Prize for Fiction und wurde mit dem Bollinger Everyman Wodehouse Prize for Comic Fiction ausgezeichnet. Das Buch erscheint in rund zehn Ländern und hat in der englischsprachigen Welt Leser wie Kritiker begeistert.

»Ein fesselnder Kunstkrimi ... über das bizarre Leben der Superreichen, die Welt der alten Meister und eine berührende Liebesgeschichte. Ein Muss auch für ›Distelfink‹-Fans.«

stern (13.10.2016)

»Der Roman ist spannend, ironisch, liebevoll, ungeheuer kundig, voller ungeahnter, pfiffiger Wendungen: Unterhaltung auf hohem Niveau, mit Einblicken in die Hochsicherheitstrakte der Kultur versehen.«

Die Rheinpfalz, Gabriele Weingartner (24.09.2016)

»Die Lektüre aber offenbart eine bitterböse, beeindruckend genaue Karikatur der Kunstszene und eine Reflexion darüber, was Kunst wert ist – und was Liebe.«

Welt am Sonntag kompakt (25.09.2016)

»Eine lesenswerte Mischung aus Herz, Schmerz, Kunst und Krimi.«

Frauke Kaberka (dpa), 29.10.2016

»Ein fesselder Krimi aus der schillernden Welt der schönen Künste, zugleich eine Liebesgeschichte und ein Familiendrama, das sich von vielen Neuerscheinungen dieses Herbstes wohltuend abhebt.«

WDR 5, „Bücher“, Andreas Wallentin (24.09.2016)

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Aus dem Englischen von Monika Baark
Originaltitel: The improbability of love
Originalverlag: Bloomsbury

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17423-1

€ 17,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 12.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein Buch über die Kunst

Von: Anja S aka Ana Datum: 19.01.2017

tjskleinebuecherwelt.blogspot.de

Das Buch beginnt eigentlich mit dem Finale, nämlich mit der Auktion des Gemäldes „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ bei Monachorum & Sons. Damit ist von Anfang an klar, dass die „unscheinbare“ Köchin Annie mit dem Kauf in einem Trödelladen ein wertvolles Gemälde erstanden hat, ohne es zu diesem Zeitpunkt zu wissen.

Doch nach den Ereignissen bei der Auktion wendet sich das Buch der Vergangenheit zu und wir als Leser erfahren dadurch den kompletten Hintergrund, wie es zu dieser Auktion gekommen ist.
Nach und nach kristallisiert sich heraus, welche kriminellen Machenschaften in der Kunstszene herrschen. Wir werden konfrontiert mit Lug, Betrug, Intrigen, Selbstdarstellungen, Machthunger, Mord und erfahren welche Agenda jeder einzelne Charakter verfolgt, um an dieses Bild zu kommen.

Es gibt viele Protagonisten, die alle ihren Anteil an der Geschichte haben und jeder einzelne ist in die Geschichte verstrickt. Alle Charaktere und Figuren sind bedingt durch die Kunst so stark miteinander verbunden, dass schnell klar wird, wie klein die Kunstszene ist. Sprichwörtlich ist die Kunstwelt ein
Dorf.

Rund um diese kleine und eigentlich banale Aktion von Annie wird eine epochenübergreifende, faszinierende Geschichte erzählt, die zurückreicht bis zum zweiten Weltkrieg.

Wir erfahren im Verlauf der Handlung mehr über Künstler des 17. Jahrhunderts, Exil-Russen, die Machenschaften der Kunstwelt, Protegés und Strippenzieher. Ein dunkles und gut gehütetes Geheimnis einer der mächtigsten Familien in diesem Bereich spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

All dies entwickelt sich aus dem Kauf des Gemäldes durch Annie, die eigentlich rein gar nichts mit der Kunstwelt und den Reichen zu tun hat, aber jetzt immer tiefer in deren Machenschaften hineingezogen wird.

Wir begleiten Annie durch Ihren Alltag und erleben hautnah mit, was Sie erlebt und fühlt in Bezug auf Ihre Mutter, Jessie, der als Unterstützer in Ihr Leben tritt, Ihrem Ex und Ihr Leben im Allgemeinen.
Hanna Rothschild lässt nicht nur die menschlichen Protagonisten zu Wort kommen, sondern auch das Bild kommt immer wieder zu Wort und erzählt Dinge aus seiner Sichtweise. Für mich ein absolut faszinierender Ansatz, der mich mehr als begeistert hat.

Ein Beispiel:
„Ich heiße und verkörpere Die Launenhaftigkeit der Liebe. Ich wurde gemalt, um l’amour zu feiern, die wilden Kaskaden der Liebe, die ausgelassene, ungezähmte, verheerende und umgestaltende Leidenschaft, die unweigerlich der elenden, erdrückenden und maßlosen Enttäuschung den Weg ebnet.“


Fazit:
Hannah Rothschild erzählt die Geschichte in einem sehr ruhigen Tempo und mit Muße. Ich habe meine Lesegeschwindigkeit tatsächlich dem Fluss der Geschichte angepasst und es nicht eine Sekunde bereut. Einmal ist es der Komplexität auf Grund der vielen Charaktere geschuldet, aber auch der Tatsache, dass ich die Geschichte so viel besser genießen konnte.
Man hechtet in einem Museum auch nicht im Dauerlauf durch die Ausstellungsräume ohne die Exponate zu betrachten.

Ein leidenschaftlich erzähltes Buch über die Kunst, den dunklen Machenschaften in dieser Gesellschaft und der Liebe. Hannah Rothschild schreibt in Ihrem Debüt dermaßen eindringlich und faszinierend, dass sich das Lesen dieses wunderbaren Buches auf jeden Fall lohnt.

Ein Bild auf Reisen

Von: YukBook Datum: 27.12.2016

www.yukbook.me

Es war einmal ein Gemälde, das fühlen und erzählen konnte. So könnte dieser Roman von Hannah Rothschild beginnen. Das gleichnamige Bild von Antoine Watteau ist nämlich der eigentliche Held des Romans und erzählt in einigen Kapiteln sogar aus der Ich-Perspektive! Dies ist nur eine von vielen originellen Ideen, die dem Roman etwas Zauberhaftes verleihen.

Als die Protagonistin Annie McDee das besagte Gemälde in einem Trödelladen kauft, um es zu verschenken, ahnt sie noch nicht, welche Turbulenzen sie damit auslöst. Sie will in London einen Neuanfang wagen, arbeitet als Köchin für die Kunsthändlerfamilie Winkleman und sucht Anschluss in der anonymen Großstadt. Als sie die Chance bekommt, ein künstlerisches Festmahl zu kreieren, entdeckt sie ihre wahre Berufung. Währenddessen interessieren sich immer mehr steinreiche und einflussreiche Personen für das Gemälde von Watteau.

Bei den vielen Figuren, die nacheinander die Bühne betreten, muss man schon sehr aufmerksam lesen, um nicht durcheinander zu kommen. Darin liegt aber auch der Reiz dieses Romans, denn für jeden einzelnen hat das Gemälde eine andere Funktion zu erfüllen. Der Museumsführer Jesse nutzt das Bild, um Annie, in die er sich verliebt hat, näher zu kommen und gemeinsam mit ihr mehr über die Herkunft zu erfahren. Annie hofft, dass das Bild mehr wert ist als sie anfangs vermutet hat, um ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Annies Arbeitgeberin und Kunsthändlerin Rebekka findet indessen heraus, dass das Bild mit ihrer Familiengeschichte eng verwoben ist, und schreckt auch vor kriminellen Taten nicht zurück, um ihren Ruf zu retten.

Stellenweise liest sich der Roman wie spannender Geschichts- und Kunstunterricht. Wir erfahren Hintergründe über den Maler und Rokoko-Begründer Antoine Watteau, die Entstehungsgeschichte seines Meisterwerks und seine Reise durch die Hände von zahlreichen Herrschern. Eine Restauratorin erläutert, wie man durch Pigmentproben die Herkunft eines Bildes bestimmen kann. Hannah Rothschild, die dem Aufsichtsrat der Londoner National Gallery vorsteht, beweist nicht nur Fachkompetenz, sondern auch Humor, wenn sie das Bild in affektierter Sprache und spöttischem Ton zu Wort kommen lässt. Obwohl sich die Autorin an viele verschiedene Themen und Genres wagt, ist ihr eine brilliant ausbalancierte Mischung gelungen, die beide Seiten der Kunst durchleuchtet: das Schöne und Betörende am Beispiel der Malerei, der Koch- und Filmkunst einerseits und die Macht- und Besitzgier in der elitären selbstinszenierten Kunstwelt andererseits. Eines steht fest: Wenn ich das nächste Mal eine Kunstausstellung besuche, werde ich die Werke sicher mit anderen Augen betrachten als bisher.

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