Die Liebesnachricht

Roman

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Drei Schwestern, eine schwedische Kleinstadt und ein geheimnisvoller Mann …

Mariana ist die älteste von drei Schwestern, die zusammen in einer schwedischen Kleinstadt leben. Der Vater, ein Schausteller, wurde vor Jahren tot auf seinem eigenen Karussell gefunden. Doch im Ort spricht niemand darüber. Bis der schöne und mysteriöse Amnon aus San Francisco auftaucht und plötzlich wieder Bewegung in die kleine Gemeinschaft kommt. Mariana wird zu Amnons Vertrauten, was einigen Leuten ganz und gar nicht zu gefallen scheint. Sie beginnt, das Geheimnis um ihre Familie aufzudecken, doch am Ende findet sie noch etwas viel Wichtigeres heraus: nämlich wie nah Liebe und Verzeihen beieinander liegen…


Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
Originaltitel: Daughters of the Marionettes
Originalverlag: Forum
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-11232-5
Erschienen am  11. November 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Liebesnachricht

Von: Prettytiger

07.03.2015

Inhalt: Viele Jahre sind seit dem Tag vergangen, als die kleine Mariana ihren Vater leblos auf seinem eigenen Karussell gefunden hat. Ermordet an eines der schönsten Pferdchen angebunden. Die Tat ist niemals aufgeklärt worden. Niemals ist ein Mensch für dieses Verbrechen zur Rechenschaft gezogen worden. Seither hüllt sich das gesamte Dorf in einen Mantel des Schweigens. Die Welt dreht sich weiter und langsam gerät die schreckliche Tat in Vergessenheit. Bis der Journalist Amnon Goldstein sich im Dorf niederlässt. Er möchte ein Buch schreiben und die Dorfbewohner aus diesem Grund zu ihrer ganz eigenen Geschichte befragen. Seine Hintergründe verbirgt er dabei geschickt, sodass es nicht lange dauert, bis die ersten misstrauisch werden und dem Neuling mit Argwohn gegenüberstehen. Denn noch ahnt Amnon nicht, was seine Nachforschungen ans Licht bringen werden... Mein Eindruck: All meine Gedanken zu diesem Roman in einige kurze Sätze zu verpacken, wird mir bei dieser Geschichte wohl besonders schwerfallen. Denn sie ist vielschichtig, voll von unterschiedlichsten Ansätzen, sodass ich Mühe haben werde, jeden einzelnen Aspekt ausgiebig zu beleuchten. Die Gesamtkomposition ist eine Mischung aus Liebesgeschichte, Drama und Kriminalroman mit eingeflochtenen geschichtlichen Tatsachen und Begebenheiten aus der Zeit des zweiten Weltkriegs. Denn Marianas Vater ist es gelungen, kurz vor Hitlers Machtergreifung aus Deutschland zu fliehen, und sich in diesem kleinen schwedischen Dorf eine neue Lebensgrundlage aufzubauen. Dort hat er eine Familie gegründet und bis zu seinem gewaltsamen Ende glücklich gelebt. Die Atmosphäre, die Maria Ernestam in ihrem Roman heraufbeschwört ist grüblerisch, drückend, ein jeder Satz kann mehrere Ebenen offenbaren, wenn sich der Leser diesen zu öffnen weiß. Das Gelesene regt zum Nachdenken an. Wortgewandt und mit fließender Sprache geleitet die Autorin den Leser durch ihr Werk. Dabei ist sie an einigen Stellen wortmalerisch, an anderen wiederum sehr direkt und eindringlich. Oftmals sind Sprichworte und Weisheiten eingeflochten, die die Handlung passend unterstreichen. Die Autorin versteht sich genau darauf, den Leser an ihr Buch zu fesseln, ihn vollständig abtauchen zu lassen. Die Erzählung lässt einen nicht mehr los, erst nach der letzten Seite ist ein vollkommener Abschluss möglich, als Maria Ernestam die offenen Rätsel rund um das kleine schwedische Dorf auflöst. Die Protagonisten erscheinen allesamt sympathisch, sowie authentisch, wenngleich zu Beginn ihre einzelnen Schicksale noch in Hintergrund bleiben und erst nach und nach beleuchtet werden. Besonders Mariana hat sich im Verlauf der Geschichte als gute Seele des Dorfes entpuppt. Ihr Spielwarenladen ist ein Anlaufpunkt für Jung und Alt. Hier tauschen die Erwachsenen Neuigkeiten aus, während die Kinder in der Märchenecke Marianas beruhigender Stimme bei einer Erzählstunde lauschen. Doch so gut ihr Laden auch läuft, in ihrem Privatleben geht mit Ehemann und Tochter einiges durcheinander. Ein anderer Mann spukt in Marianas Gedanken umher, die Trennung von ihrem Victor scheint unumgänglich. Lediglich Amnon scheint in der Abgeschiedenheit des schwedischen Dörfchens zu Beginn recht fehl am Platz. Er befragt die Menschen nach ihren persönlichen Schicksalen, was ihm nicht immer Sympathiepunkte einträgt. Einerseits bringt er Neuerungen, Innovationen in das Dorf und versucht seinen Bewohnern mit Ratschlägen zur Seite zu stehen, doch andererseits krempelt er dabei das gesamte Dorfleben um. Erst nach einigen drastischen Zwischenfällen gelingt es am Ende der Geschichte doch noch, ihn in die Gemeinschaft zu integrieren, nicht zuletzt wegen seiner sich anbahnenden Romanze mit einer der Hauptprotagonistinnen. Summa Summarum hat mir dieser Genreausflug wirklich gut gefallen. Die Geschichte, sowie Maria Ernestams bildlicher Schreibstil wissen den Leser zu fesseln. Vielleicht finde ich bald die Zeit, noch weitere Romane der Autorin zu lesen =)

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unterhaltsam und in Ordnung

Von: Erdal

12.03.2014

Drei Schwestern, eine schwedische Kleinstadt und ein geheimnisvoller Mann … Mariana ist die älteste von drei Schwestern, die zusammen in einer schwedischen Kleinstadt leben. Der Vater, ein Schausteller, wurde vor Jahren tot auf seinem eigenen Karussell gefunden. Doch im Ort spricht niemand darüber. Bis der schöne und mysteriöse Amnon aus San Francisco auftaucht und plötzlich wieder Bewegung in die kleine Gemeinschaft kommt. Mariana wird zu Amnons Vertrauten, was einigen Leuten ganz und gar nicht zu gefallen scheint. Sie beginnt, das Geheimnis um ihre Familie aufzudecken, doch am Ende findet sie noch etwas viel Wichtigeres heraus: nämlich wie nah Liebe und Verzeihen beieinander liegen… Das Buch ist interessant und kann auch zwischendurch gelesen werden. Aber leider hat es mich nicht gefesselt. Es fehlte die Spannung und Wendungen in der Geschichte. Teilweise habe ich es langatmig gefunden. Ich habe eine schöne Liebesgeschichte erwartet. Demnach war es leider nicht so. Und der Titel ist unpassend zu der Geschichte. Es hat gar nicht mit einer Liebesnachricht zu tun. Ich hatte Erwartungen an das Buch, diese sind aber nicht erfüllt worden. Ich wurde demnach auch enttäuscht. Manche Sachen, die interessant sind, hätten erläutert werden können. Das fehlte. Viele Charaktere kommen in dem Buch vor. Da habe ich erwartet, dass die tiefer ausgearbeitet werden. Einige finde ich sympathisch eine aber auch nicht. So ganz warm bin ich mit keinem geworden. Fazit: Das Buch ist eine gute, unterhaltsame Lektüre für zwischendurch mit ausreichendem, interessantem Thema.

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Vita

Maria Ernestam, geboren 1959, begann ihre Laufbahn als Journalistin. Sie hat lange Jahre als Auslandskorrespondentin für verschiedene schwedische Zeitungen in Deutschland gearbeitet. Mittlerweile sind zehn hoch gelobte Romane von ihr in vierzehn Ländern erschienen. "Der geheime Brief” und ”Das verborgene Haus” waren in Skandinavien Bestseller und standen auch in Deutschland wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Maria Ernestam lebt mit ihrem Mann in Stockholm und hat zwei erwachsene Kinder.

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Gabriele Haefs

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

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