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Die Rivalin der Königin Ein Tudor-Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18233-5

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Erschienen: 09.05.2017
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Im Mittelpunkt des neuen großen Romans von Elizabeth Fremantle steht Penelope Devereux, eine für ihre Zeit ungewöhnlich selbstbestimmte und mutige Frau. Sie ist nicht nur schön, sondern auch gewitzt. Als Hofdame lebt sie im Machtzentrum der alternden Elizabeth I., verfolgt Ränkespiele bei Hofe und ist dabei selbst nicht ganz unbeteiligt. Trotz ihrer Proteste muss sie den unsympathischen Robert Rich heiraten, handelt aber mit ihm aus, dass er sie gehen lässt, wenn sie ihm zwei Söhne geboren hat, denn ihre ganze Liebe gilt Philip Sidney, der für sie hinreißende Sonette schreibt.

Mitreißend und farbig erzählt Elizabeth Fremantle die wahre Geschichte einer faszinierenden Frau am englischen Hof.

Elizabeth Fremantle (Autorin)

Elizabeth Fremantle hat als Journalistin für Magazine wie Elle, Vogue und Vanity Fair gearbeitet. "Spiel der Königin" ist ihr erster Roman, der zweite Roman wird in Großbritannien im Frühjahr 2014 erscheinen. Elizabeth Fremantle lebt in London.

Aus dem Englischen von Sabine Herting
Originaltitel: Watch the Lady
Originalverlag: Michael Joseph (Penguin Books), London 2015

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18233-5

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

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Erschienen: 09.05.2017

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Die Rivalin der Königin: Der Titel stimmt nicht, der Rest schon

Von: Michael Taube Datum: 21.05.2017

www.ten555berlin.de/

In Zeiten William Shakespeare, also dem Übergang des 15. zum 16. Jahrhunderts, spielt der aktuelle Roman von Fremantle. Das Buch ist Anfang Mai erschienen und zog mich sofort in den Bann. Es soll um eine starke Frau gehen, die zur Rivalin der Königin wird, so der Titel. Leider stimmt dieser Teaser nicht. Aber das ganze Buch ist stimmig.

Ich habe mir immer vorgenommen die Bemerkungen der Autoren zuerst gelesen. Diesmal habe ich und es half. Zum einem wusste ich damit, dass hier die Abenteuer einer lebenden Person beschrieben werden sollen und dass der Roman mit hohem historischen Background geschrieben ist.

Das dies bereits der dritte Band der Tudor-Reihe von Fremantle ist, wusste ich mal wieder nicht. In diesem Werk ist es aber nicht zu spüren.

Im Roman werden die letzten Jahre der Regierung von Elizabeth I beleuchtet. Penelope Devereux, das Patenkind der Regentin, kommt als Hofdame an den Hof. Ihre Mutter, eine Verwandte der Königin, ist bei dieser in Ungnade gefallen, was die Beziehung kompliziert. Ihr Bruder Robert, Earl of Essex, nimmt dagegen einen prominenten Platz im Herzen der Königin ein.

Penelopes Verhältnis zu Elizabeth ist zweigespalten: sie gibt der Königin die Mitschuld am Tod ihres Vaters, sie ist empört über die Ächtung der Mutter und als die Königin auch noch eine Verbindung zwischen ihr und Philip Sydney untersagt und stattdessen den ungeliebten Lord Rich als Ehemann für sie bestimmt, ist es mit Penelopes Loyalität so gut wie vorbei.

Von nun an sorgt sich Penelope nur noch am Wohlergehen der Familie Devereux. Sie pflegt heimlich Kontakte zu König James von Schottland, den die Devereuxs als Elizabeths Nachfolger sehen wollen.

Das Thema der Erbfolge der kinderlosen Elizabeth ist jedoch ein Tabu und seine Erörterung kann mit Verbannung oder Tod enden. Penelope verstrickt sich in die Machenschaften ihres impulsiven und häufig depressiven Bruders Essex, der schon lange auf der Abschussliste des größten Widersachers der Devereuxs Sir Robert Cecil, persönlicher Sekretär der Regentin, steht.

Der sehr komplexe Roman zeichnet ein facettenreiches Bild einer ebenso attraktiven wie klugen Frau: Penelope Devereux, später Lady Rich, einer politisch interessierten Frau, die ihrer Zeit Meilen voraus ist.

So nimmt sie sich, da ihre Liebe zu Philip Sidney nicht in eine Ehe mündete, Charles Blount, Lord Mountjoy, als Liebhaber, dem sie mehrere uneheliche Kinder gebärt. Mit ihrem Gemahl, Lord Rich vereinbart sie, nachdem Penelope ihn als Kinderschänder überführt hat, dass sie frei handeln kann, nachdem sie ihm zwei Jungen geboren hat. Mit diesem Wissen und ihrer Energie lenkt sie die Geschicke ihrer Familie und die nähere Umgebung.

Eigentlich kann man die Geschichte nicht glauben, sie beruht aber auf historischen Tatsachen. Insgesamt kommt der Roman sehr gut recherchiert daher, wobei die Autorin im Nachwort erläutert, wo sie Lücken in den Quellen mit Vermutungen ausgefüllt hat.

Neben dem Leben und der Persönlichkeit von Penelope, steht auch der Aufstieg und tragische Fall ihres Bruders Essex und dessen jahrelange Rivalität zu Robert Cecil um das Ansehen bei der Königin im Mittelpunkt. Die Intrige der beiden Männer, immer mit dem Zweck den Gegner zu Fall zu bringen, ist sehr fesselnd.

Ein weiteres zentrales Thema ist der Glaube der Zeit. Viele politische wie gesellschaftliche Entwicklungen sind auf den Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Katholiken und den Lutheraner bzw. Reformistischen zurück zu führen.

Besonders spannend finde ich die Charakterisierung der Königin nach authentischen, historischen Quellen.

Mein Fazit: Der Sprachstil ist flüssig und anschaulich. Er vermittelte mir den Eindruck, selbst als Zeuge des Geschehens am Hof und seiner Umgebung zu sein. Ich empfehle diesen Roman für Leser, die an einem gut recherchierten Roman aus der Tudor Zeit interessiert sind.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein Vipernnest

Von: Schneeflocke2013 Datum: 19.06.2017

schneeflockesbuchgestoeber.blogspot.de

Autor: Elizabeth Fremantle
Verlag: C. Bertelsmann
ISBN: 978-3-370-10287-9
Erschienen: Mai 2017
Preis: 19,90 €
Seiten: 478


Zitat: Aber Zorn ist eine großartige Kraft, und eines Tages wird sie vielleicht daraus schöpfen wollen. [S.251, Z.1 f]


Inhalt:
Penelope Rich wird als junge Frau verheiratet. Allerdings nicht an den, der ihr versprochen war. Robert Rich wird ihr Mann und es dauert eine Weile bis sie erfährt, warum der Vollzug der Ehe so lange gedauert hat. Nach einer Vereinbarung mit ihrem Mann entwickelt sie sich zu einer politischen Größe, die sich im Hintergrund hält. Loyal zu ihrem Bruder steht, die Liebe kennenlernt und es schafft sich immer wieder aus der Schlinge zu ziehen.

Meine Meinung:
Und wieder bin ich eingenommen von einer interessanten Persönlichkeit. Elizabeth Fremantle schafft es durch ihre Quellen Fakten und künstlerische Freiheit unter einen Hut zu bringen.
Robert Essex, ist mir - als Tudorfan und Kenner der Zeit - natürlich ein Begriff, doch seine Schwester war für mich eine Person im Hintergrund. da liege ich nicht ganz falsch mit. Denn die junge Frau versucht ihren Bruder aus dem Hintergrund zu lenken, damit er keine Fehler macht. Das ist natürlich nicht so einfach und für sie jedes Mal eine Nervensache.
Die Geschichte ist leicht, flüssig und für mich sehr nachvollziehbar geschrieben. Da ich mich unter den Namen auskenne und bei den meisten weiß wer mit wem über wie viel Ecken verwandt ist hatte ich keine Probleme der Handlung zu folgen.
Für Neulinge in dem Bereich wird es etwas komplizierter sein.
Den ein Teil ist schon auf die Verwandtschaft bei Hofe bezogen um möglichst viele Vorteile zu erhaschen. Schließlich muss jeder irgendwo bleiben und sich hervorbringen.
Beim Lesen ging mir ein paar Mal durch den Kopf, dass Penelope einen hervorragenden Politiker abgegeben hätte. Wenn sie keine Frau wäre.

Mit dem Schreiben des Buches aus zwei Perspektiven, Penelope Rich und Robert Cecil, gibt es gleichzeitig zwei Seiten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allerdings sind die beiden Personen nicht so anders wie sie glauben wollen.
Beide wollen nicht untergehen in den Intrigen, Spielen und Gefahren bei Hof. Der ein verlogener Ort ist. Wo man niemanden trauen kann, außer vielleicht der eigenen Familie. Selbst wenn es Vorwürfe hagelt.

Penelope ist eine junge, sehr schöne, kluge und politisch engagierte Frau. Sie weiß was sie möchte, schafft es daran zu gelangen und muss trotzdem auf vieles verzichten was sie gerne hätte. Bei Allem was sie macht ist sie sorgfältig in ihrer Wortwahl und versucht nie zu zeigen was sie denkt.
Robert Rich ist ein Mann mit viel Einfluss, Geld und einem sehr dunklen Geheimnis was ihn den Kopf kosten kann. Ohne was zu sagen nimmt er die Dinge wie sie kommen. Akzeptiert das auch in seinem Haushalt nicht alles mit rechten Dingen zu geht.
Lettice Knolly ist eine interessante, verbitterte aber auch besorgte Frau und Mutter. Verbannt vom Hof, weil sie Robert von Leicester geheiratet hat, lebt sie zurück gezogen auf dem Land. Sie muss ertragen wie die Königin ihr alles wichtige nimmt: Mann und die Kinder. Aus dem Grund hasst sie Elisabeth I., schweigt aber die ganze Zeit. An den Hof geladen wurde sie nie wieder.
Dorothy, Penelopes jüngere Schwester, ist genau so schön wie diese denkt aber anders. Sie lässt sich nicht in das übliche Vorgehen einspannen und heiratet nach dem Herzen. Was sie ihre Stellung bei Hof kostet. Erst später wird sie wieder an den Hof aufgenommen.
Robert Essex - der älteste Bruder Penelopes und Lettice ältester Sohn - ist ein junger, von sich selbst überzeugter, arroganter, selbstverliebter aber auch ängstlicher Mensch. Er glaubt als Elisabeths Favorit kann ihm nichts und niemand etwas antun. In meinen Augen eine sehr dumme Einstellung. Und gefährlich noch dazu.
Robert Cecil ist vom Herzen Politiker. Nicht sehr gut aussehend, dafür mit einem scharfen Verstand gezeichnet und sehr darauf bedacht die Königin nicht zu verärgern und gleichzeitig Robert Essex zu Fall zu bringen. Was diesem Favoriten angeht ist er wirklich von Hass zerfressen. Keine sehr angenehme Mischung, da er auf sehr schmalen Graden wandert.
Robert Leicester, Elisabeths Favorit, ist Penelopes Stiefvater und schuld daran, dass ihre Mutter nicht mehr an den Hof kann. Zu dem Zeitpunkt nicht mehr so jung, aber immer noch charmant, geistreich, gutaussehend, mit Kalkül gesegnet und äußerst erpicht darauf seine Stiefkinder gut zu verheiraten. denn das bringt ihm weiteren Einfluss.
Elisabeth I. Eine Frau auf dem englischen Thron. Unverheiratet, klug, sehr gebildet, Kinderlos, politisch sehr zurückhaltend und auf Frieden aus. Auf der anderen Seite machtbewusst, eifersüchtig, kalt, berechnend und jeden Tag darauf bedacht es könnte ihr letzter sein.
Sie versucht selbstverständlich auch keine Fehler zu machen, denn die wären für ihr Volk garantiert und je nachdem auch tödlich.
Es ist schwer alles zu verstehen was sie tut. Doch hinterfragen darf es niemand.

Auch die ganzen anderen Charakter des Buches haben ihre wichtigen Rollen. Manche mehr, manche weniger.
Frances Warringham, Sidney, Burghley (Cecils Vater), Charles Bount, die Bandon Brüder, Christopher Bount, Knolly (ein Onkel), Raigah, George und viel mehr.

Ich muss sagen wen ich am wenigsten mochte war Robert Essex. Auch wenn mir ein Teil von dem was ihm passierte leid tat bin ich einfach nicht mit ihm warm geworden. einiges was er getan hat war so unnötig und dumm, dass ich den Kopf nur geschüttelt habe.
Blut muss wirklich dicker als Wasser sein, da Penelope immer zu ihm stand.

Durch die ganzen Details und Beschreibungen habe ich mich sehr schnell wieder an dem Tudorhof versetzt gefühlt. Innerhalb von drei Seiten war ich gefangen in der Geschichte.
Mein Lesehighlight für den Mai.

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