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Die Rosenberg-Papiere

Die Suche nach den verschollenen Tagebüchern von Hitlers Chefideologen Alfred Rosenberg

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Die Tagebücher des Vordenkers der NSDAP

Einst waren sie wichtiges Belastungsmaterial in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen: die Tagebücher des NS-Chefideologen und Reichsministers Alfred Rosenberg. Jahrzehntelang galt dieses Schlüsseldokument zum Verständnis des Nationalsozialismus als verschollen. Bis der Hauptarchivar des US Holocaust Memorial Museum, der hartnäckig nach den Tagebüchern forschte, erstmals einen Hinweis auf den Verbleib der Dokumente erhielt: Allem Anschein nach hatte einer der Hauptankläger der Alliierten die Rosenberg-Papiere 1946 entwendet. Erst dank der Findigkeit des FBI-Ermittlers Robert K. Wittman werden an einem Frühlingsmorgen 2013 die 425 losen Seiten in der Handschrift Alfred Rosenbergs nach Washington, D. C., überstellt. Erstmals beschreibt Wittman die Jagd nach den Tagebüchern und analysiert die Schlüsselstellen zum Holocaust und zum Vernichtungskrieg im Osten – ein zeitgeschichtlicher Thriller, ein einzigartiges historisches Dokument.


Aus dem Amerikanischen von Werner Roller, Heike Schlatterer
Originaltitel: The Devil´s Diary. Hitler´s High Priest and The Hunt for the Lost Papers of the Third Reich
Originalverlag: HarperCollins Publishers, LLC
eBook epub (epub), 23 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-16443-0
Erschienen am  24. Mai 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Rosenberg-Papiere

Von: Patrick Schlenz aus Willstätt

31.08.2018

Die Autoren Robert K. Wittman und David Kinney erzählen auf über 550 Seiten drei Geschichten in ihrem Buch "Die Rosenberg-Papiere". Zum einen schildert das Autorenteam die abenteuerliche Suche und das Finden der verschollenen Tagebücher Alfred Rosenbergs, dann wird die Geschichte des vor den Nazis geflüchteten Robert Kemper erzählt, der nach seiner geglückten Flucht in den Vereinigten Staaten Fuß fasst und nach dem Ende des 2. Weltkriegs als einer der Hauptankläger im Nürnberger Prozess mit den Papieren von Albert Rosenberg in Berührung kommt. Kemper hat die Rosenbergpapiere widerrechtlich mit vielen anderen wichtigen Unterlagen und Akten angeeignet, die alle erst wieder im Rahmen der suche nach den verschollenen Tagebüchern aufgetaucht sind. Dazu wird die Lebensgeschichte von Alfred Rosenberg erzählt, die auch auf Basis der wiedergefundenen Tagebuchseiten niedergeschrieben wurde. Dabei fällt auf, dass die Biographie in eine Gesamtbeschreibung über die Entwicklung des NS-Regimes abschweift. Nichts desto trotz wird die Rolle Alfred Rosenbergs im 3. Reich ausführlich betrachtet und beschrieben. Was mir persönlich etwas fehlt, ist eine etwas intensivere Betrachtung der Privatperson des NS-Chefideologen. Besonders hervorzuheben ist die Darstellung Rosenbergs als theoretischer Vorbereiter des Holocausts. Es ist erschreckend zu lesen, mit welchem Fanatismus und mit welch mangelnder Empathie er gegen seine Feinde, die Juden, wetterte und federführend mithalf die geistige Grundlage zu schaffen, die Juden erst aus dem alltäglichen Leben zu vertreiben und dann in den Tod zu schicken. Dass er im Regime einige mächtige Feinde hatte, die sich u.a. gegen seine Tätigkeit als Minister wendeten, zermürbte ihn. Seine Treue zu Hitler blieb bis zu seinem Tode ungebrochen, auch wenn Hitler Rosenberg bei den internen Grabenkämpfen, insbesondere in der Schlussphase des 3. reiches wenig Unterstützung bot. Insgesamt überzeugt das Buch und trägt zu einem bessern Verständnis bei, wie Deutschland von den Gedanken der Nationalsozialisten indoktriniert wurde. Wer es liest, muss eine Abscheu vor rassenideologischem Gedankengut entwickeln und das Krankhafte eines solchen Gedankenguts erkennen!

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Vita

Robert K. Wittman

Robert Wittman, geboren 1955, war von 1988 bis 2008 verdeckter Ermittler beim FBI und gründete dort die erste Sondereinheit für Fälle von Kunstkriminalität. Im Laufe seiner Karriere konnte Wittman zahlreiche kunst- und kulturhistorisch bedeutsame Objekte ihren Eigentümern zuführen, darunter auch ein Original der amerikanischen Verfassungsurkunde Bill of Rights. Wittman ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Philadelphia, USA.

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David Kinney

David Kinney schreibt als Journalist regelmäßig für die New York Times, den Boston Globe und die Washington Post. Im Jahr 2005 war er einer der Pulitzer-Preisträger. Kinney lebt bei Philadelphia, USA.

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