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Die Schwere des Blutes Thriller

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18209-0

Erschienen: 27.06.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback, Taschenbuch

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Jedes Geheimnis hat seinen Preis

Das kleine Städtchen Henbane liegt tief in den Bergen Missouris verborgen. Noch immer tuscheln die Bewohner hinter vorgehaltener Hand über Lucys schöne Mutter Lila, die vor sechzehn Jahren spurlos und unter ungeklärten Umständen verschwand. Auch Lucys Schulfreundin Cheri wird seit einem Jahr vermisst, und ihr Verschwinden scheint auf mysteriöse Weise mit Lilas Schicksal verknüpft zu sein. Als Cheris Leiche – übersät mit Tattoos und Brandmalen – gefunden wird, ist Lucy fest entschlossen herauszufinden, was ihr zugestoßen ist. Doch schon bald erkennt sie, dass in einem abgeschiedenen Ort wie Henbane zahlreiche Geheimnisse verborgen liegen – Geheimnisse, die zu beschützen die Bewohner über Leichen gehen würden

„Setting und Atmosphäre von ‘Die Schwere des Blutes‘ erinnern an Serien wie ‘Twin Peaks‘ oder ‘Top oft he Lake‘.“

GLAMOUR (02.06.2016)

Laura McHugh (Autorin)

Laura McHugh wuchs als jüngstes von acht Kindern in Iowa und Missouri auf. Sie besitzt einen Masterabschluss in Bibliothekswissenschaft, hat als Bibliothekarin und Softwareentwicklerin gearbeitet und bereits mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht. In ihrer Freizeit näht sie gerne, sie ist begeisterte Hobbygärtnerin und mag Zombiefilme. Laura McHugh lebt mit ihrem Mann, den gemeinsamen Töchtern und ihrem Hund in Columbia, Missouri. Die Schwere des Blutes ist ihr erster Roman.

„Setting und Atmosphäre von ‘Die Schwere des Blutes‘ erinnern an Serien wie ‘Twin Peaks‘ oder ‘Top oft he Lake‘.“

GLAMOUR (02.06.2016)

„Unheimlich!“

DONNA (04.07.2016)

„Die Geschichte hat Suchtpotential und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.“

Radio Euroherz (03.08.2016)

Aus dem Amerikanischen von Andrea Brandl
Originaltitel: The Weight of Blood
Originalverlag: Spiegel & Grau, New York 2014

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18209-0

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Limes

Erschienen: 27.06.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Tief in den Wäldern und Bergen

Von: Rezifeder Datum: 24.08.2016

www.rezifeder.blogspot.de/

Das Städtchen Henbane tief in den Bergen von Missouri: Sechzehn Jahre ist es her, dass die schöne und geheimnisvolle Lila spurlos verschwand. Lucy hat kaum Erinnerungen an ihre Mutter, sieht ihr aber von Jahr zu Jahr ähnlicher. Und plötzlich verschwindet wieder eine junge Frau - Lucys Schulfreundin Cheri.

Ein Jahr später wird Cheris Leiche gefunden, übersät mit Tattoos und Brandmalen. Das geistig leicht zurückgebliebene Mädchen muss noch Monate nach dem Verschwinden gelebt haben, irgendwo in Gefangenschaft. Lucy braucht Ablenkung von dieser furchtbaren Sache und nimmt einen Ferienjob im Diner ihres Onkels Crete an. Der Job bedeutet nicht nur Geld, sondern auch gemeinsame Zeit mit ihrem Schwarm Daniel, der ebenfalls in den Ferien dort arbeitet.

Beim Reinigen eines alten Trailers auf Cretes Grundstück entdeckt Lucy eine Kette, die sie einst Cheri geschenkt hat. Cheri muss vor ihrem Tod also hier gewesen sein - wurde sie womöglich in diesem Trailer gefangen gehalten? Lucy will herausfinden, was mit ihrer Freundin geschehen ist, wer den Trailer zuletzt gemietet hat. Gibt es womöglich sogar einen Zusammenhang mit dem Verschwinden ihrer Mutter damals? Bei ihren Nachforschungen stößt Lucy auf düstere Geheimnisse der Bewohner ...

Bewertung:

Laura McHughs erster Roman, der 2015 den Thriller Award in der Kategorie "Bestes Debüt" gewann, verbindet eine bewegende Familiengeschichte mit kriminalistischen Verwicklungen, und das insgesamt in ansprechender Weise.

Die Handlung entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: Zum einen steht die Gegenwart um die siebzehnjährige Lucy im Mittelpunkt, die sich auf der Wahrheit um den Tod ihrer Freundin Cheri auf gefährliches Terrain begibt. Zum anderen führt ein Strang den Leser gut sechzehn Jahre zurück in die Vergangenheit. Hier erzählt die junge Lila, wie sie zum Arbeiten nach Henbane kam, wie ihre exotische Schönheit ihr zum Verhängnis wurde, wie sie dennoch mit Carl und ihrer Tochter das Glück fand, ehe sie auf mysteriöse Weise verschwand. Es ist vor allem dieser Strang in der Vergangenheit, der zu fesseln und anzurühren versteht. Neue Einwohner haben es in Henbane schwer, erst recht, wenn sie so schön und geheimnisvoll sind wie Lila. Rasch ranken sich die wildesten Gerüchte um sie, sie sei eine Hexe, heißt es immer wieder, und der Aberglaube und das Misstrauen der Einwohner bereiten diesen Gerüchten einen fruchtbaren Boden. Harte Arbeit, abgeschiedenes Leben, ein allgemeiner Unwille gegenüber allem Neuen und Fremden zeichnet den Ort aus und wird Lila zum Verhängnis.

Schon bald zeichnet sich ab, dass Lilas Arbeitgeber Crete mehr als eine Hilfe auf dem Feld und im Imbiss in Lila sieht, und das unglückselige Dreiecksverhältnis aus Lila, Crete und seinem Bruder Carl zieht sich immer enger zusammen. Neben Lila sind auch Carl und Birdie Snow sympathische Charaktere, beide mit Ecken und Kanten ausgestattet. Carl liebt Lila und ist bereit, viel für sie zu tun, Lila spürt jedoch auch seine Verbundenheit zu seinem Bruder Crete und zweifelt, ob er diese jemals in Frage stellen würde. Die alte Birdie Snow ist die ehemalige Gehilfin eines Landtierarztes, die aufgrund ihrer Naturheilkunde gerne statt eines Arztes zu Rat gezogen wird. Birdie wird für Lila eine der wenigen Vertrauten, doch bevor sie die junge Frau näher kennenlernt, ist auch sie nicht ganz frei von gewissen Vorbehalten. Die Vergangenheitshandlung zeichnet sich durch eine intensive Atmosphäre aus, in der sich das Unheil zwar bereits früh am Horizont ankündigt, allerdings lange Zeit ohne konkret greifbar zu sein.

Demgegenüber fällt die Gegenwartshandlung ein wenig ab. Das liegt schon allein daran, dass hier die Charaktere weniger charismatisch sind. Lucy, die hier meist als Ich-Erzählerin fungiert, bleibt blasser als ihre faszinierende Mutter, Carl ist weniger präsent, Lucys Schwarm Daniel wirkt beliebig. Am interessantesten ist hier Crete, der in der Vergangenheitshandlung überwiegend schmierig und bedrohlich wirkt, in der Gegenwartshandlung aber offenbar seiner Nichte Lucy emotional sehr verbunden ist. Die meisten Kapitel werden entweder aus Lilas oder aus Lucys Sicht erzählt, allerdings gibt es auch immer wieder Abschnitte, in denen personale Erzähler andere Figuren beleuchtet. Das ist teilweise etwas übertrieben, manche dieser Kapitel verraten etwas zu viel über diese Charaktere.

Die Handlung arbeitet langsam, aber sicher auf die Klärung der Fragen hin, was mit Lila und Cheri geschehen ist und wie die beiden Fälle zusammenhängen, trotz der großen Zeitspanne dazwischen. Es gibt keinen bemerkenswerten Überraschungseffekt am Ende; überhaupt ist es kein Werk, das Hochspannung bietet. Der Fokus liegt vielmehr auf knisternder Atmosphäre, einer melancholischen Stimmung mit vereinzelten idyllischen Momenten, eingebettet in einen flüssigen Stil mit anschaulichen Landschaftsbeschreibungen.

Fazit:

Mit "Die Schwere des Blutes" ist Laura McHugh ein insgesamt gelungenes Debüt geglückt. Der Roman verbindet auf zwei Zeitebenen eine intensive Atmosphäre mit einer bewegenden Handlung und präsentiert einige reizvolle Charaktere, wenngleich die Gegenwartshandlung nicht ganz die Klasse der Vergangenheitshandlung erreicht.

Düstere Atmosphäre durch und durch

Von: Silly2207 Datum: 22.08.2016

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Willkommen in Henbane, dem kleinen Ort mitten in den Bergen Missouris. Ein Ort mit gerade einmal 700 Einwohnern, vielen Geheimnissen und einem ungesundem Misstrauen allen und allem Fremden gegenüber. Henbane ist auch der Ort, in dem Lucys Mutter Lila vor beinahe 16 Jahren spurlos verschwand, eine junge Frau, die nicht aus Henbane stammte und in dem kleinen Ort für viel Aufregung sorgte. Als plötzlich 16 Jahre später Lucys geistig behinderte Freundin Cherie spurlos verschwindet, vermuten alle, dass sie durchgebrannt ist, denn mit ihrer Mutter hatte sie es nicht leicht. Doch ein Jahr nach ihrem Verschwinden findet man Cheries zerstückelte Leiche in einen hohlen Baumstamm gestopft. Spuren zum Täter sucht man vergebens. Lucy hingegen beginnt das schlechte Gewissen zu quälen, denn Cherie war ihr eigentlich eher lästig und Cherie hat Lucy verehrt. Wenn sie sich mehr um Cherie gekümmert hätte, wäre sie dann noch am Leben? Heimlich beginnt Lucy Nachforschungen anzustellen und stößt dabei auf Geheimnisse, die nicht nur mit Cherie zusammenhängen. Gibt es Parallelen zum Verschwinden der eigenen Mutter? Warum sagt ihr niemand genaueres, was damals passiert ist? Denn eines ist klar, hier weiß so manch einer mehr, als er zugibt.
Meine Meinung:

Gleich vorweg: wow, dieses Debüt hat mich wirklich fesseln und beeindrucken können. Dabei legt die Autorin Laura Hugh hier nicht den Schwerpunkt auf das wirklich grausige Verbrechen, sondern viel mehr auf Lucys Nachforschungen, die nicht nur die Gegenwart betreffen. Die Beschreibungen von Orten und Personen sind so präzise, dass ich durchweg passende Bilder des Settings und der Charaktere vor Augen hatte. Der Schreibstil ist flüssig, aber nicht unbedingt einfach, denn hier wird viel Wert auf die Atmosphäre gelegt. Es gibt in der Erzählung nicht nur Zeitsprünge, sondern auch Perspektivenwechsel, die zusätzliche Aufmerksamkeit des Lesers fordern. Eingeteilt ist das Buch in drei große Abschnitte und in dem ersten davon erfahren wir, abwechselnd erzählt aus den Sichten von Lucy und ihrer Mutter Lila. In den beiden folgenden Abschnitte gibt es auch die Ansichten verschiedener Nebencharaktere, die durchaus mehr wissen, als sie Lucy erzählen. So erfährt man als Leser so nach und nach kleinere Details und wird selber immer misstrauischer. Das Lesen fordert dabei, wie schon gesagt, aber absolute Aufmerksamkeit, ansonsten entgeht einem schnell einmal etwas, was wichtig sein könnte. Nun mag das ganze für den ein oder anderen langatmig klingen, aber in mir hat es immer mehr Neugierde geweckt. Gleichzeitig schafft die Autorin mit ihrem gewählten Setting und auch durch die Beschreibungen der Personen eine durchweg düstere, beinahe schon schaurig anmutende Atmosphäre. Ich habe vor kurzem hierzu den Vergleich zu der Serie Twin Peaks gelesen, bei der es auch diese Stimmung gab. Wer diese Serie noch kennt, wird wissen, wovon ich rede, ich hatte damals auch immer dieses beklemmende, unheimliche Gefühl, das ich auch beim Lesen dieses Buches hatte. Denn dadurch, das Henbane so abgeschottet vom Rest der Welt liegt, folgt es durchaus noch seinen eigenen Regeln und hier gilt gerne einmal der Satz "Blut ist dicker als Wasser", womit dann auch der Titel sehr gut erklärt wird.
Die Charaktere wirken wie geschaffen für diesen Ort und unterstreichen noch einmal die Glaubwürdigkeit des Geschehens. Lila wirkt hier so frisch und anders, dass man keineswegs Zweifel bekommt an der Abneigung und dem Misstrauen, den so manch ein Dorfbewohner ihr gegenüber hegt. Ich für mein Teil konnte mich hier noch am besten in Lila versetzen und fühlte absolut mit ihr. Ihrer Tochter Lucy hingegen merkt man sehr deutlich an, dass sie in diesem abgelegenen Ort aufgewachsen ist. Zwar ist sie rein optisch das Abbild ihrer verschwundenen Mutter, aber ich hatte bei ihr durchweg das Gefühl, dass sie nach Henbane gehört. Auch die Nebencharaktere verpassen dem Ganzen noch einmal diese Düsternis und ich muss zugeben, dass ich hier so gut wie Niemandem Vertrauen geschenkt hätte.
Mein Fazit:
Düstere, beinahe schaurig anmutende Atmosphäre und ein Setting, das dazu absolut perfekt gewählt wurde, konnten mich an das Buch fesseln. Zwar muss man durchaus konzentriert lesen, da wechselnde Perspektiven und Zeitsprünge ihre Aufmerksamkeit fordern, trotzdem war ich wie gebannt von der Geschichte. Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen und konnte nicht passender sein und auch die Charaktere haben mich völlig überzeugt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es irgendwo einen Ort wie Henbane gibt. Wer allerdings blutrünstige Action bevorzugt, ist hier nicht unbedingt richtig, denn das Hauptkriterium dieses Buches liegt in seiner ganzen Atmosphäre. Mich konnte die Autorin völlig packen mit diesen ungewöhnlichen Thriller, dass ich sehr gerne fünf von fünf Sternen vergebe.

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