Die Seefahrerin

Roman

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Lili ist frei. Sie hat ihr Leben hinter sich gelassen. Vor der Westküste Alaskas fährt sie als einzige Frau mit einer Fischfangbesatzung über den Ozean. Sie ist dem eiskaltem Wind des Meers ausgesetzt, spürt das Salz auf der Haut, schuftet, schläft an Deck des Schiffes, geht an ihre Grenzen – und wird Teil der rauen Welt der hartgesottenen Matrosen. Doch einer unter ihnen ist anders als alle anderen: Lili und Jude ziehen sich magisch an, ihre Beziehung ist fast zerstörerisch. Als er sie bittet, mit ihm fortzugehen, muss Lili sich entscheiden zwischen der grenzenlosen Freiheit der Meere und der vielleicht größten Liebe ihres Lebens.

»Catherine Poulain heuerte als Anfängerin auf einem Fischtrawler in Alaska an - und fand ihre Passion fürs Leben.«

Süddeutsche Zeitung

Aus dem Französischen von Bettina Bach, Christiane Kuby
Originaltitel: Le Grand Marin
Originalverlag: Éditions de l'Olivier
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20754-0
Erschienen am  25. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Grandiose Geschichte

Von: KB-B

28.10.2019

„Ich mag es, frei zu sein, dort hinzugehen, wo ich hin will…..“ Lili lässt ihr bisheriges Leben hinter sich und reist von Frankreich nach Alaska, um frei zu sein. Freiheit heißt für sie, fischen auf hoher See in Alaska, umgeben von Männern, Alkohol, Zigaretten, Kaffee und extremen Witterungsverhältnissen. Schlafen kann man nur stundenweise, irgendwo auf dem Schiff. Sie schuftet ohne Ende, geht an ihre Grenzen. Catherine Poulain hat ein grandioses Buch geschrieben. Sie hat es geschafft, den Leser mit nach Alaska zu nehmen und hat einem das Gefühl gegeben, dabei zu sein, auf hoher See, inmitten der rauen Welt, fast am Ende der Welt. Danke!

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WOW! Ich will so sein wie sie!

Von: Queen Bee

09.01.2019

Während ich dieses Buch gelesen habe, fragte ich mich ein ums andere Mal: Würde ich mich das trauen? Würde ich - und sei es am Ende (wie bei Poulain) nur aus Trotz um es all den Spießern zuhause zu zeigen - so einen drastischen (man könnte auch sagen lebensmüden) Schritt gehen können? Man sitzt da plötzlich eines Tages in seinem grauen Büro, im tristen Deutschland und hat nun dieses Buch gelesen. Die Seefahrerin. Ein Buch, in dem es um das Streben nach Freiheit, um eine dramatische Selbstfindung und zugleich Aufgabe aller anderen Dingen geht. Ein Buch, in dem es wild zugeht, in dem Lili an ihre äußersten Grenzen geht und gemeinsam mit den Männern der Fischfangbesatzung auf hoher, rauer See jeden Tag dem Tod ins Auge blickt. Unendliche Erschöpfung, grenzenlose Freiheit und am Ende – sollte sie sich dafür entscheiden – die große Liebe ihres Lebens. Es sei denn, ihr Drang nach Freiheit überwiegt. Wie könnte man nach diesem Buch nicht ALLES hinterfragen?! Nun ja, ich bin nicht direkt zu neuen Abenteuern aufgebrochen, aber ich habe zumindest mal den nächsten Schottland-Urlaub gebucht - immerhin! :-D Wie immer, wenn ich ein Buch lese, habe ich erst einmal die Autorin gegoogelt. Catherine Poulain wurde in Frankreich geboren und hat zehn Jahre auf den Meeren Alaskas verbracht. Zuvor hat sie unter anderem in einer Fischkonservenfabrik in Island, in einer Werft in den USA und als Barkeeperin in Hongkong gearbeitet. Die Seefahrerin ist ihr erster Roman, für den sie 2016 für den Prix Concourt du Premier Roman nominiert und vielfach ausgezeichnet wurde. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Hund und ihren Schafen als Hirtin in den Weinbergen Südfrankreichs. Also ich persönlich würde dieses als ein erfülltes Leben beschreiben. Alles richtig gemacht, viel erlebt, jede Menge zu erzählen, nichts zu bereuen. Man muss schon sagen: Catherine Poulain - Hut ab! Erstens weil diese Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und zweitens, weil diese Art zu Schreiben endlich mal eine vollkommen andere ist. Ich brauchte einige Seiten um mich reinzufinden und dachte dann aber schnell: Wie kann ich anschließend je wieder ein normales Buch lesen, eines das so alltäglich und profan geschrieben ist, wie es bei den meisten Büchern nun mal der Fall ist? Eines das im Schreibstil dem letzten und dem vorletzten gleicht, als seien die Autoren miteinander im Unterricht gesessen? Eben weder eine große Herausforderung für den Autor noch für den Leser... Dieses Buch - das weiß ich schon jetzt - werde ich immer mal wieder lesen. Und sei es nur, um meinen eigenen Hunger nach den Wellen, mein Fernweh, meine Sehnsucht nach Erlebnissen und nach Neuem zu stillen, ohne dass ich mir selbst dabei den Hals breche. Das tut schließlich Catherine Poulain für mich und lässt mich daran teilhaben. Denn, das musste ich mir am Ende eingestehen, so sehr ich mich auch danach sehne - nein, so mutig wie sie bin ich nicht.

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Vita

Catherine Poulain, in Frankreich geboren, hat zehn Jahre auf den Meeren Alaskas verbracht. Zuvor hat sie unter anderem in einer Fischkonservenfabrik in Island, in einer Werft in den USA und als Barkeeperin in Hongkong gearbeitet. Die Seefahrerin ist ihr erster Roman, für den sie 2016 für den Prix Goncourt du Premier Roman nominiert und vielfach ausgezeichnet wurde. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Hund und ihren Schafen als Hirtin in den Weinbergen Südfrankreichs.

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