Die Sisters Brothers

Roman

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Ein tragikomischer Roman über zwei Auftragsmörder
und ihre blutige, bizarre Reise durch Amerikas Westen im Jahre 1851

Hermann Kermit Warm wird sterben. Sein Tod wurde von dem geheimnisvollen und mächtigen »Kommodore« befohlen, und die Brüder Charlie und Eli Sisters werden den Auftrag ausführen. Die beiden machen sich auf den Weg von Oregon nach Kalifornien, wo sie Warm aufspüren sollen. Ihre Reise durch den vom Goldrausch geprägten amerikanischen Westen wird allerdings immer wieder von bizarren und blutigen Begegnungen unterbrochen. Zugleich zeigt sich, wie verschieden die beiden Brüder sind: Charlie ein eiskalter, skrupelloser Killer – Eli ein Grübler, der sich mit geradezu existenziellen Fragen beschäftigt. Er beginnt an seinem Beruf zu zweifeln – und an seinem Partner. Doch als die beiden schließlich in Kalifornien eintreffen, nehmen die Ereignisse eine höchst unerwartete Wendung …

"eine bizarre Odyssee ins finstere Herz des amerikanischen Traums"

Spiegel Online (02. Juli 2012)

Aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay
Originaltitel: The Sisters Brothers (bisher: The Warm Job)
Originalverlag: Ecco
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-07364-0
Erschienen am  25. Juni 2012
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Zwei beinahe liebenswerte Killer ...

Von: Herbstrose aus Pfaffenhausen

21.08.2018

Man schreibt das Jahr 1851. Herman Kermit Warm muss sterben. So hat es der mächtige Kommodore beschlossen, die Brüder Charlie und Eli Sisters sollen den Auftrag ausführen. Sie wissen zwar nicht warum, dennoch machen sich die beiden Auftragskiller mit ihren Pferden auf den langen, beschwerlichen Weg von Oregon nach Kalifornien, wo vor einigen Jahren der Goldrausch ausgebrochen ist. Die Reise wird zur Odyssee, sowohl für die Brüder, als auch für die meist skurrilen Gestalten, die ungewollt ihren Weg kreuzen. Da wird nicht lange rumgefackelt - wenn man überleben will wird zuerst geschossen, dann gefragt. Endlich in San Francisco angekommen, als sie sich bereits am Ziel glauben, beginnen erneut die Schwierigkeiten. Warm ist nicht mehr in seinem Hotel. Er soll zusammen mit Henry Morris, einem Mittelsmann des Kommodore, in seinen Claim irgendwo am Fluss auf Goldsuche sein. Charlie und Eli folgen den beiden … „The Sisters Brothers“ ist der zweite Roman des 1975 geborenen kanadischen Schriftstellers Patrick deWitt, der heute in Portland/Oregon lebt. Das Buch schaffte es 2011 auf die Shortlist zum Man Booker Prize, wurde mit einigen namhaften Preisen ausgezeichnet und von einigen Publikationen zu den besten Romanen des Jahres gezählt. Der Stoff wurde von Jacques Audiard verfilmt. Im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig wird er am 2. September 2018 seine Weltpremiere feiern und im Herbst 2018 in die Kinos kommen. Eine herrlich bizarre Karikatur auf die gängigen Western, die uns deWitt in unnachahmlicher Weise präsentiert. Doch wie bei jeder guten Parodie hat die Geschichte nicht nur heitere Seiten, sondern spricht auch existenzielle Probleme des Lebens an, Liebe und Familie, Freundschaft und Vertrauen. Wir erleben neben brutalen, menschenverachtenden Aktionen auch aufkommende Reue, Nachsicht und menschliche Größe, und begleiten zwei Antihelden auf ihrem Weg der Besserung. Der Autor lässt den jüngeren der Brüder, Eli, die Geschichte erzählen. Während Charlie als Anführer der beiden keine Skrupel kennt und gerne eine Blutspur hinterlässt, macht Eli eigentlich nur seinem Bruder zuliebe mit. Er ist sensibel und warmherzig, hat ein Herz für sein Pferd, denkt zwischendurch über Gott und die Welt nach und mordet nur, wenn es unbedingt erforderlich ist. Während Charlie säuft und sich mit Huren vergnügt, träumt Eli von echter Liebe, die er aber als Übergewichtiger wohl nie finden wird – es sei denn, er macht Diät. Auf ihrem langen Weg gen Westen treffen die Brüder auf allerhand groteske Zeitgenossen, die auch ihnen gelegentlich Angst und Schrecken einjagen. Als ein altes, in Lumpen gehülltes Weib, ihnen einen Fluch hinterlässt, hilft ihnen auch kein Schießeisen. Um der Verwünschung zu entgehen, müssen sie ihr baufälliges Nachtquartier durchs Fenster verlassen. Der Schreibstil ist, dem Erzähler angepasst, sehr lebendig und flüssig und durch wörtliche Rede sehr gut verständlich. So stellt man sich ein Mann der damaligen Zeit vor, der nicht allzu intelligent ist, aber dennoch den Sinn des Lebens erfasst hat und etwas pathetisch daherredet. Die Eigenarten der beiden Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet, zwei Antihelden, zwei Killer, psychopathisch der eine und grüblerisch der andere. DeWitt versteht es ausgezeichnet, seinen Figuren Leben einzuhauchen, denn auch die anderen Charaktere sind sehr real strukturiert. Die Geschichte an sich steckt voller Überraschungen, die kurzen Kapitel bringen immer neue Episoden und Abenteuer, die auf einen nicht vorhersehbaren Schluss zusteuern. Fazit: Ein außergewöhnliches Werk des schwarzen Humors mit einem schon beinahe liebenswerten Killerduo – wer dieses Genre mag, wird seinen Spaß daran haben.

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Vita

Patrick deWitt wurde 1975 auf Vancouver Island in Kanada geboren. Er lebte unter anderem in Kalifornien, Washington und Oregon. Nach "Ablutions: Notes for a Novel" ist "Die Sisters Brothers" sein zweiter Roman. Er war für den Man Booker Prize, den Giller Prize sowie den Walter Scott Prize nominiert, wurde mit dem Rogers Writers' Trust Fiction Prize, dem Ken Kesey Award, dem Governor General's Award for English Language Fiction und der Stephen Leacock Memorial Medal for Humour ausgezeichnet und von Publishers Weekly, der Washington Post sowie der Canadian Booksellers Association zu den besten Romanen des Jahres gezählt. Patrick deWitt lebt heute mit seiner Frau und seinem Sohn in Portland, Oregon.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

"... zum Brüllen komisch [...] ab sofort unser Lieblings-Wildwestroman."

"De Witt schreibt so locker, als würden wir uns diesen Streifen mit Knarren und Pferden auf der Leinwand anschauen."

Lift Stuttgart (29. Mai 2012)

»DeWitts phantastischer Roman ist eine eigenwillige und formvollendete Neuerfindung des Westerns, die alle Genregrenzen überschreitet. Er ist aufregend, komisch und – wahrscheinlich unerwartet – bewegend.«

"So muss er gewesen sein, der wahre Westen."

Main-Echo (14. Juli 2012)

»Eine Reise ins Reich der Gier und Vergeltung von ruhiger Abgründigkeit. Und eine Hommage an das Leben im Wilden Westen, das zugleich dessen Brutalität enthüllt.«

Kirkus Reviews (01. Februar 2011)

"Patrick deWitt erzählt eine wahnsinnige Geschichte mit viel Poesie und schrägem Humor."

chrismon (01. August 2012)

»Patrick deWitt hat eine so präzise und unverwechselbare Erzählstimme gefunden, dass sie der Phantasie ganz neue Räume öffnet. Sie ist so verblüffend und eigentümlich wie der Höhepunkt des Romans.«

The New York Times (22. Juli 2011)

»Erstklassig.«

The Sunday Telegraph

»Brillant.«

Toronto Star

»Dieser Roman hat ein eigentümliches Äußeres und in seinem Inneren ein wild schlagendes Herz.«

LibraryJournal (06. Dezember 2010)

»Wie ein Alchemist hat deWitt die unedlen Substanzen in den Genres der schwarzen Komödie und des Westerns geläutert und in pures Gold verwandelt.«

Winnipeg Free Press

»Seltsam komisch, erschreckend brutal und erfüllt von tiefer Melancholie. Die beiden Hauptfiguren machen all das absolut unwiderstehlich.«

Washington Post

»Hätte Cormac McCarthy Sinn für Humor, er hätte eine Geschichte wie Patrick deWitts blutigen, düster-komischen Western schreiben können.«

Los Angeles Times (01. Mai 2011)

"Ein rasantes Lesevergnügen mit verblüffenden Höhenflügen und Abgründigkeiten"

Nürnberger Zeitung (03. Juli 2012)

"Als würde man selbst direkt durch Tarantinos Leinwandprärie reiten..."

indigo (01. August 2012)

"Eine erfrischende Geschichte ganz ohne verklärte Revolverhelden"

zitty Berlin (18. Oktober 2012)

"Sprachlich sehr gelungen"

ultimo Lübeck (01. Dezember 2012)

"Dieser eigenwillige Western mit seinem tiefschwarzen Humor erweist sich als fesselndes Lesevergnügen."

Ostsee-Anzeiger (08. Juli 2012)

"Ein tragikomischer Roman, der spielerisch und fragend mit dem Genre umgeht"

literaturkurier.de (17. Januar 2013)

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