Die Sturlungen

Roman
Die große Isländer-Saga

(4)
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Das Zeitalter der Sturlungen – benannt nach dem mächtigsten Wikingerklan – war das blutigste und brutalste Kapitel der isländischen Geschichte. Es läutete gleichzeitig das Ende der Wikingerära ein.

Dieser Epoche setzt Einar Kárason mit seiner imposanten Isländer-Saga ein einzigartiges Denkmal. Erstmals werden die international hochgelobten und vom Autor für diese Ausgabe neu überarbeiteten Romane »Feindesland« und »Versöhnung und Groll« sowie zwei neue, erstmals ins Deutsche übertragene Romane in einem Band erscheinen – übersetzt von Bestseller-Autor Kristof Magnusson. Ein einzigartiges Projekt, dem sich der vielfach ausgezeichnete größte isländische Gegenwartsautor über ein Jahrzehnt gewidmet hat.


Aus dem Isländischen von Kristof Magnusson
Originaltitel: Skald / Skalmöld
Originalverlag: Mal og Menning
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-17716-4
Erschienen am  13. Juni 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die faszinierende Welt der Wikinger

Von: My book world

02.08.2019

Über die Wikinger, ihre Götter und Raubzüge lesen ich immer wieder gerne ein Buch. Aber besonders dieses Buch sticht hervor. Einar Kárason hat sich jahrelang mit den Texten über den berüchtigten Wikingerklan der Sturlungen beschäftigt und in diesem Buch findet sich ihre Geschichte. 🌸Die Handlung wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, wodurch man immer wieder neue Einblicke und Sichtweisen mitbekommt. Die Handlung selbst ist wirklich filmreif. Schlachten, Kämpfe, Verrat, Familie, Liebe, Hass. Dabei habe ich schon bald mit den einzelnen Figuren richtig mitgefiebert und mitgelitten. Außerdem merkt man sofort, wie hart und grausam das Leben damals gewesen sein muss. Das Buch ist also auch nicht unbedingt etwas für Leute mit schwachen Nerven. 🌸Der Autor hat es wirklich geschafft den Text in eine gut verständliche und flüssige Sprache zu bringen. Das Buch liest sich so leicht und auch wenn es relativ dick ist, hatte ich es schnell gelesen. . 🌸Wer sich für die Wikinger interessiert und eine spannende, mitreißende Story lesen will, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

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Isländer-Saga

Von: Frau Lehmann

20.01.2019

Die Wikingerzeit interessiert mich schon länger und ich habe daher natürlich auch bereits einige Bücher zu dem Thema gelesen. Dieses aber ist besonders. Es handelt vom Aufstieg und Fall eines isländischen Clans, den Sturlungen. Die Isländer haben im Gegensatz zum Rest von Europa schon im Mittelalter einen sehr eigenen Kopf gehabt. Sie haben nämlich Bücher geschrieben und zwar in ihrer Landessprache. In einer Zeit, wo im Rest der Welt kaum jemand lesen und schreiben konnte, wo allenfalls in den Klöstern aufwendig religiöse Texte hergestellt und wenn überhaupt, dann auf Latein geschrieben wurde, wurden auf einer kleinen rauhen Insel ganze Sagas auf Isländisch bzw Altnordisch niedergeschrieben, wurde aus der mündlichen Überlieferung tatsächlich auch eine schriftliche. Und diesem Umstand verdanken wir auch die Texte über die Sturlungen, mehr noch, einer ihrer Anführer, genannt Skalden-Sturla, hat eine Chronik hinterlassen, die genauestens den Werdegang seiner Familie beschreibt. Über zehn Jahre hat sich Einar Karason der Übertragung und Bearbeitung der Saga in eine modernisierte Form gewidmet. Und ich kann sagen, es war die Zeit wert! Mit Karasons Hilfe wird die Sturlungen-Zeit wieder lebendig, erlebt man Schlachten, Intrigen und Kämpfe hautnah. Man liest fassungslos vom Untergang Sturla Sighvatssons und fast seiner ganzen Sippschaft, hofft mit seinem Bruder Kakali auf einen Neuanfang, leidet mit Gissur nach dem grausamen Mord an seiner Familie. Ständig wechselnde Perspektiven geben dem Leser eine Rundumsicht. Man muss sich allerdings auch an viele unterschiedliche Erzählstimmen gewöhnen. Die Vorteile überwiegen jedoch. Jede Stimme bringt eine eigene Sichtweise und Meinung mit, so dass man bei Kämpfen quasi in den Kopf beider Parteien schauen kann. Man erkennt schnell, wie Zwiste entstehen, wie Blutrache funktioniert, wenn man sie als gegebenes Muss akzeptiert hat, und dass Kämpfende auch damals schon unter posttraumatischen Belastungsstörungen litten. Allzu zimperlich darf man bei der Lektüre übrigens nicht sein: es rollen Köpfe und diverse andere Gliedmassen und auch in den wenigen Friedenszeiten war das Leben hart und opferreich. Kristof Magnusson ist eine großartige Übersetzung ins Deutsche gelungen. Die einfache und doch melodische Sprache passt zu den beschriebenen Menschen, passt zu der Zeit und ist doch durchgängig flüssig lesbar. Dadurch habe ich die 827 Seiten schneller bewältigt als erwartet und mochte mich eigentlich noch gar nicht von dem Text lösen. Insgesamt eine wirklich gelungene Neubearbeitung eines mittelalterlichen Stoffes, ein tiefer Einblick in isländisches Leben und Wirken zur Zeit der Wikinger und dabei unerwarteterweise spannend wie ein Abenteuerroman. Ganz fabelhaft!

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Vita

Einar Kárason, geboren 1955, ist einer der wichtigsten Autoren der skandinavischen Gegenwart. Berühmt wurde er durch seine Trilogie „Die Teufelsinsel“, „Die Goldinsel“ sowie „Das Gelobte Land“. Sein Roman „Sturmerprobt“ stand auf der Shortlist des Nordischen sowie des Isländischen Literaturpreises. Für "Versöhnung und Groll" erhielt er den Isländischen Literaturpreis. Kárason lebt in Reykjavík.

Zur AUTORENSEITE

Kristof Magnusson, geboren 1976 in Hamburg, machte eine Ausbildung zum Kirchenmusiker, arbeitete in der Obdachlosenhilfe in New York, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er lebt als Autor und Übersetzer aus dem Isländischen in Berlin. Sein Debütroman "Zuhause" (2005) wurde mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet, sein Romane "Das war ich nicht" und "Arztroman" waren Bestseller. 2011 erschien seine "Gebrauchsanweisung für Island". Die Verfilmung seiner Komödie "Männerhort" (mit Christoph Maria Herbst, Detlev Buck und Elyas M’Barek) kam im Oktober 2014 in die Kinos. Für seine Übersetzungen erhielt er 2016 den Jane-Scatcherd-Preis.

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