Die Vatermörderin

Thriller

(2)
Die Vatermörderin
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Drei Frauen ermitteln in einem Todesfall – doch eine von ihnen plant selbst einen Mord …

Eine anonyme Frau plant, die Person zu töten, die ihr das Leben zur Hölle gemacht hat: ihren eigenen Vater. Zeitgleich wird im eisigen Simsjön-See nahe des schwedischen Skövde eine gefrorene Frauenleiche gefunden – es besteht kein Zweifel, dass sie ermordet wurde. Die Kommissarin Anna Eiler übernimmt den Fall, während die beiden Reporterinnen Julia Almliden und Ing-Marie Andersson eigene Ermittlungen durchführen. Jede der drei Frauen hat ihre Gründe, den Mordfall lösen zu wollen. Und jede hat ihr eigenes dunkles Geheimnis. Doch eines davon ist dunkler als alle anderen ...

"Ein Leseerlebnis, bei dem man durch seelische Abgründe wartet.“

uniscene (21. Juni 2014)

Aus dem Schwedischen von Dagmar Lendt
Originaltitel: Fadersmord
Originalverlag: Frank förlag
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-13148-7
Erschienen am  17. Juni 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Psychologischer Thriller auch mit einer Portion Ironie

Von: Script of Life

04.09.2015

Inhalt: Im Simsjön-See wird eine gefrorene Frauenleiche gefunden. Die Polizistin Anna Eiler übernimmt den Fall. Aber auch die zwei Reporterinnen Julia Almliden und Ing-Marie Andersson haben Interesse an dem Mordfall. Und jede der drei Frauen trägt ein Geheimnis mit sich herum. Parallel plant eine anonyme Frau den Mord an ihrem eigenen Vater, der ihre gesamte Familie über Jahre hinweg tyranissiert hat. Cover und Gestaltung: Das deutsche Cover ist bläulich und zeigt eine Tulpe von der Blutstropfen herunterfallen. Ich finde es ganz schön, aber kann irgendwie daraus keine Verbindung zu der Geschichte schlagen. Das Originalcover mit einem blutigen Handschuh, der einen Muffin hält finde ich da besser gelungen und es zeigt wunderbar die Ironie, die auch in diesem Buch enthalten ist. Meine Meinung: Sehr interessant fand ich den Aufbau des Buches. Es beginnt mit einem Prolog, in dem bereits jemand kurz davor steht seinen Vater zu töten. Dieser liegt schon eingewickelt in Plastikfolie auf einer Liege fixiert. Danach springt das Buch um genau 78 Tage zurück und man kann in den Kapiteln, die von einer anonymen Ich-Erzählerin erzählt werden den Plan für diesen Mord mitverfolgen. Dabei holt sich die Protagonistin Anregungen aus Filmen, Krimiserien und Büchern, als sie überlegt, auf welche Weise sie den Mord begehen will, wie sie die Leiche entsorgen kann etc. Sie recherchiert im Internet, in Bibliotheken und Ausstellungen, erstellt eine Songliste, die sie ihrem Vater vorspielen will bevor sie ihn tötet und beschafft sich alle nötigen Materialien. Weitere Kapitel, die kursiv gedruckt sind handeln in der Vergangenheit und beschreiben verschiedene einschneidende Szenen aus der Kindheit der Protagonistin und wie sie in ständiger Angst vor den Wutausbrüchen ihres Vaters leben musste. Aber nicht nur sie, sondern auch ihre Mutter, ihre Geschwister und die Stiefmütter litten unter seinen Gewalttätigkeiten. Aus Rache und um zu verhindern, dass jemand irgendwann tödlichen Schaden durch diesen Tyrannen nimmt, beschließt sie ihn zu töten. Im Buch wird dabei sehr gut hervor gehoben, was auch reine psychische Gewalt mit einem machen kann. Obwohl ihre Plannungen sehr kaltblütig und makaber sind kann man die Motivation dieser Frau für einen Mord nachvollziehen. Und es sind auch Kapitel eingestreut, in denen ihr durchaus Zweifel kommen, ob sie das richtige tut. Aber als Leser weiß man natürlich durch den Prolog schon an welchem Punkt man ankommen wird, was ich hier sehr gelungen fand. Parallel wird eine Geschichte über einen anderen Mord erzählt. Im Simsjön-See wird eine gefrorene Frauenleiche gefunden. In diesem Fall ermittelt Anna Eiler. Aber auch die Journalistinnen der regionalen Zeitung Julia Almliden und Ing-Marie Andersson haben Interesse an dem Mordfall und möchten ihn gerne lösen. Zunächst scheinen es zwei völlig verschiedene Geschichten zu sein, die nebeneinander her erzählt werden, aber als Leser ahnt man natürlich, dass diese am Ende auf irgendeine Weise verknüpft werden. Am besten hat mir der Erählstrang über die Vatermörderin gefallen, da ihre Gedanken und Gefühle am detailliertesten und nachvollziehbarsten ausgearbeitet sind. Aber auch der andere Mordfall ist nicht uninteressant. Julia und Ing-Marie fand ich ebenfalls ganz gut dargestellt, obwohl ihre Ermittlungen etwas unrealistisch sind, denn ich denke kaum, dass jemand in der Realität zwei Reporterinnen bei Befragungen so viele Auskünfte geben würde. Die Ermittlerin Anna Eiler war mir etwas farblos dargestellt und überhaupt fand ich die Ermittlungen der Polizei, die immer einen Schritt hinter den Journalistinnen hinterher hinkt und es versäumt wichtige Spuren sicherzustellen in diesem Buch sehr träge. Das Buch wechselt ständig die Perspektiven zwischen der Ich Erzählerin in der Gegenwart und der Vergangenheit, der Polizistin und den zwei Journalistinnen ohne dabei jedoch verwirrend zu sein. Man weiß zu jeder Zeit in welchem Erzählstrang man sich gerade befindet. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, was die Spannung durchweg hoch hält und ein sehr schnelles Lesen garantiert. Sowohl was die Identität der Vatermörderin anbelangt, als auch bei dem Fall um die gefrorene Frauenleiche sind sehr viele Wendungen enthalten und die Autorin versteht es einen geschickt an der Nase herum zu führen, so dass man von einem Verdächtigen zum Nächsten schwankt. Beim Ende bin ich etwas zwiegespalten, was ich aber hier nicht näher erläutern möchte, um nichts vorweg zu nehmen. Fazit: "Die Vatermörderin" ist ein toller Thriller zu einem ernsten Thema, mit einem sehr gut gewählten Aufbau, der die Spannung bis zu den letzten Seiten erhält. Die Geschichte kommt ohne viel Blut aus und ist eher psychologisch aufgebaut. Auch Ironie fließt in dieses Buch mit ein, wodurch eine gute Unterhaltung garantiert ist und erhält daher von mir insgesamt 4,5 Sterne.

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Buchtipp: Die Vatermörderin

Von: HeidivomLande

20.04.2015

Fazit: Das Buch beginnt mit dem "jüngsten Gericht" und läßt den Leser erahnen, dass jemand eine irre Wut auf das Opfer hat. Danach werden auf den ersten 20 Seiten die drei Protagonistinnen in Kurzform dargestellt. Nach und nach kommen im Buch Geschichten von Gewalttätigkeit ans Tageslicht. Der Leser erfährt, dass eine gesamte Familie unter den Wutanfällen des Vaters leidet und selbst seine Exfrau sich bislang nicht von ihm befreien konnte. Erwachsene üben körperliche Gewalt an Kindern in vielen verschiedenen Formen aus. Hier im Thriller geht der Familientyrann seine vier Kinder mit Treten, Boxen, Schütteln oder Niedermachen durch Worte an. Er ist eine tickende Zeitbombe, aber das Mädchen hat gelernt, an der Mimik ihres Vaters zu erkennen, wann ein Ausbruch erfolgen könnte. Unglaublich, wie der gewalttätige Valdemar mit seinen Hasstiraden und Schlägen bei den anderen Kindern und seinen neuen Frauen durchkommt und alle zu feige sind, gegen ihn anzugehen oder ihn anzuzeigen. Ich konnte mich sehr gut in die Lage versetzen, wie die niedermachenden Worte das Selbstbewußtsein der Kinder über die Jahre zerstört haben. Als einer der kleinen Brüder krankenhausreif geschlagen wird und fast daran stirbt, wächst in einer von den Familienmitgliedern der Plan, ihn endlich dafür zu bestrafen und ihn auf qualvolle Art und Weise zu töten. Da die drei Protagonistinnen alle eine schwierige Vergangenheit haben, könnte jede von ihnen die Vatermörderin sein. Spannung pur. Sie! will jedenfalls kein Opfer mehr sein und sich und andere von dem Elend befreien. Parallel taucht die Eisleiche im See auf, zu der die drei Protagonistinnen ihre Ermittlungen anstellen. Ein sehr spannender Thriller, bei dem lange Zeit nicht klar wird, um wen es sich bei der Vatermörderin handelt. Die Spuren werden von der Autorin perfekt gelegt und darum reißt der Nervenkitzel auch nicht ab. Die Story um die Eisleiche empfand ich eher als störend und verwirrend, denn mein Fokus beim Lesen war auf die Geschichte der Familie und die Recherche der verschiedenen Tötungsarten konzentriert. Darum vergebe ich 4 von 5 Sternen für das Buch von Carina Bergfeldt. Zum Schluß sei erwähnt, dass ich mir diesen Thriller über das Bloggerportal aussuchen durfte. Vielen Dank für das tolle Projekt. HeidivomLande

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Vita

Carina Bergfeldt

Carina Bergfeldt, 1980 geboren und in Götene, Skaraborg, aufgewachen, ist Journalistin beim schwedischen "Aftonbladet". Für ihre Reportage über das Massaker von Utöya erhielt sie 2012 den Swedish Grand Journalism Prize. Nach "Die Vatermörderin" ist "Das Seegrab" ihr zweiter Roman.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Die Autorin schafft es, mit dem früheren Opfer und der jetzigen Täterin fühlen zu lassen, die von ihrer qualvollen Vergangenheit in der Ich-Form erzählt.«

Cellesche Zeitung (28. Juli 2014)

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