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Die Villa am Meer Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20371-9

Erschienen: 20.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Rostock-Warnemünde 1897: Katharinas Hochzeit mit dem verwitweten, wesentlich älteren Manufakturbesitzer und Korbmacher Olaf Borchers steht unter einem schlechten Stern: Nicht nur, dass ihr Herz einem anderen gehört, Borchers halbwüchsiger Sohn ist nicht einverstanden mit der neuen Frau seines Vaters und torpediert die Ehe von Anfang an. Dennoch tut Katharina ihr Bestes, um mit ihrem Mann glücklich zu werden. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem sie Pläne für ein eigenes Geschäft macht – einen Strandkorbverleih an der Ostsee ...

»500 Seiten pralles Frauenleben«

Grazia (20.07.2017)

Micaela Jary (Autorin)

Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München. Zum Schreiben begibt sie sich aber auch in ein Landhaus nahe Rostock.

www.micaelajary.de

»500 Seiten pralles Frauenleben«

Grazia (20.07.2017)

»Mit ›Die Villa am Meer‹ schreibt uns Micaela Jary eine starke Frau ans Herz, die gegen die patriarchalische Ordnung Sturm läuft.«

B.Z. am Sonntag (02.04.2017)

»Liebe und Verzicht, Intrigen und Machtspiele – eine dramatische Familiensaga aus bewährter Feder.«

Frankfurter Stadtkurier (18.07.2017)

»Gefühlvoll und bewegend gibt Michaela Jary einen Einblick in das Leben während der Kaiserzeit und zieht mit ihrem historischen Roman am Ostseestrand in den Bann.«

Fränkische Nachrichten (04.05.2017)

»Große Gefühle und was fürs Herz«

Meine Familie & ich (27.06.2017)

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ISBN: 978-3-641-20371-9

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Verlag: Goldmann

Erschienen: 20.03.2017

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Eine nur auf den ersten Blick leichte Lektüre mit vorhersehbarem Handlungsverlauf

Von: Annette Traks Datum: 19.10.2017

www.annette-traks.com

Katharina ist gerade Anfang 20, als sie und Joachim sich ineinander verlieben. Kurz nachdem sie sich heimlich verlobt haben, bricht der junge Mann zu einer zweijährigen Fahrt auf Nord- und Ostsee auf, um sein Schifferexamen zu machen.

Katharina hadert mit ihrem Schicksal, fühlt sich alleingelassen, möchte nicht so lange warten und glaubt schließlich, sich sowieso nicht zur Seemannsfrau zu eignen. Sie schreibt Joachim einen Brief, in dem sie ihm die Trennung mitteilt.

Ein Jahr später, 1897, heiratet Katharina in Rostock-Warnemünde den mehr als 20 Jahre älteren verwitweten Korbmacher und Manufakturbesitzer Olaf Borchers. Sie liebt ihn nicht, denn ihr Herz gehört trotz allem immer noch Joachim, doch diese Ehe gibt ihr Sicherheit, auch in finanzieller Hinsicht.

Obwohl Borchers' Sohn aus erster Ehe die Stiefmutter von Anfang an ablehnt, versucht diese alles, um ihrem traditionellen Werten verhafteten Mann eine gute Frau zu sein.

Nach der Geburt von zwei Söhnen verliert sie das dritte Kind zu Beginn der Schwangerschaft und wird schwermütig. Während einer Kur lernt sie die emanzipierte Berliner Ärztin Hermine Martius kennen. Durch diesen Kontakt bekommt Katharina ein neues Selbstbewusstsein, will ihr Leben ändern und sich mit einem Strandkorbverleih selbstständig machen.

Gegen den Widerstand ihres Mannes setzt sie ihr Vorhaben in die Tat um, was ihrer Ehe nicht guttut. Der konservative Borchers distanziert sich immer mehr von seiner Frau.

Auch deren ehemaliger Verlobter Joachim hat inzwischen geheiratet und wohnt nach einem angeblich von ihm verschuldeten Schiffsunglück in der Nähe der Familie Borchers. Es bleibt nicht aus, dass sich Katharina und Joachim wieder begegnen ...

Resümee:
Der Verlauf dieses Romans, der in der Zeit zwischen 1897 und 1921 spielt, scheint durch den Prolog und die ersten Kapitel bereits vorgegeben und daher vorhersehbar zu sein:
Junge Frau trennt sich von ihrem Verlobten, obwohl sie ihn noch immer liebt, heiratet einen gut 20 Jahre älteren Mann, um versorgt zu sein und bekommt Kinder mit ihm. Der verschmähte Ex kehrt nach Hause zurück, heiratet ebenfalls, wird Vater und wohnt in der Nähe seiner großen Liebe. Es kommt, wie es kommen muss: Die inner- und außerfamiliären Verwicklungen und Beziehungsprobleme lassen nicht lange auf sich warten.

Doch der abwechselnd aus der Sicht von Katharina und Joachims Frau Greta erzählte Roman bietet viel mehr:
So sehr sich beide Protagonistinnen voneinander unterscheiden, so konträre Vorstellungen sie vom Leben an der Seite eines Mannes haben und so anders sie mit Konflikten umgehen, so ist beider Ehe zum Scheitern verurteilt.

Katharina nimmt nach einem Tiefpunkt ihr Leben schließlich selbst in die Hand, wird aktiv und macht sich gegen den Willen und Widerstand ihres konservativen Mannes mit einem Strandkorbverleih selbstständig. Sie hat Erfolg, doch diese positive Entwicklung tut ihrer Ehe nicht gut.

Greta hingegen möchte als Ehefrau repräsentieren, hat gesellschaftliche Ambitionen und ersehnt sich ein Leben in Wohlstand an der Seite ihres Mannes. Alle diese Träume werden jedoch durch Joachims Schiffsunglück und die anschließende Kündigung zunichte gemacht. Ihre ständige Unzufriedenheit hat negative Auswirkungen auf die Beziehung zu Joachim.

Die Thematik um die beiden Frauen erinnert besonders in Bezug auf Katharina sehr stark an den Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane, und auch Bezüge zu Thomas Manns "Buddenbrooks" sind erkennbar. Auch hier geht es um die Rolle der Frau: Muss sie dem Manne untertan sein, ihm den Haushalt führen, Kinder gebären und erziehen sowie repräsentieren oder darf sie (ungestraft) aus den tradierten Normen ausbrechen, selbstständig und vielleicht sogar von einem Mann unabhängig sein?

Die Beschreibung der Umgebung, Personen und jeweiligen Umstände ist so detailliert, dass der Leser sich sehr gut in die unterschiedlichen Situationen und Konflikte hineinversetzen kann und so manches Mal geneigt ist, selbst Lösungsstrategien zu entwickeln.

Für mich hatte der Roman ein paar Überlängen und war dann streckenweise langweilig. Dies betraf mit fortschreitender Seitenzahl vor allem die Beziehung der Eheleute Borchers, wenn deren Entwicklung sehr häufig, aber oft nur geringfügig modifiziert wurde.

Fazit: eine nur auf den ersten Blick leichte Lektüre mit vorhersehbarem
Handlungsverlauf.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Der Strandkorbverleih

Von: Eliza Datum: 09.07.2017

https://elizasbuecherparadies.wordpress.com

Auch mit ihrem neusten Romanen wird Micaela Jary die Herzen ihrer Fans erobern, denn sie liefert wieder beste Unterhaltung im Genre der Familiensagas. Wer dazu noch das Meer, im speziellen die Ostsee mag, wird diesen Ausflug in vergangene Zeiten lieben.
Das Cover verspricht schon sehr viel Stil und Flair und genau dies liefert der Roman, eine Familiengeschichte die alle Facetten des aufstrebenden Bürgertums an der Ostsee zu Beginn des 20. Jahrhunderts abbildet. Der Klappentext gibt eine gute Zusammenfassung dessen, was zu Beginn des Romans geschieht, dennoch geht es in diesem Roman um viel mehr; es geht um den strategischen Nutzen der Ostseeinseln während des 1. Weltkrieges, um die Tradition der Strandkörbe an der Ostsee und es geht um die verschiedenen Rollenbilder innerhalb der Familie, die sich gerade zu Beginn des Jahrhunderts ändern.
Die Geschichte zweier Familien und zweier Liebender, die aber ihren Weg nicht zu einander finden, weil Traum und Wirklichkeit sich scheinbar erst einmal nicht vereinbaren lassen. Ehen die aus Kalkül und gesellschaftlichem Ansehen geschlossen werden, zeichnen ein Bild der damaligen Gesellschaft. Tradition und neue Ideen treffen immer mehr aufeinander und wenn jeweils nur ein Ehepartner einer Partei angehört, ist eine Entfremdung vorprogrammiert. Die Gesellschaft befindet sich im Aufbruch, dies werden die nächsten Jahre unwillkürlich zeigen.
Der Roman ist chronologisch aufgebaut und in drei Teile untergliedert, Datumangaben zu Beginn der Kapitel erleichtern dem Leser die Einordnung des Geschehens in den Kontext. Der Schreibstil von Micaela Jary ist wieder sehr angenehm zu lesen, sehr bildhaft beschreibt die Autorin die Landschaft und schafft so ein ganz besonderes Flair. Die Figuren sind sehr gut und vielschichtig gezeichnet, besonders die Protagonisten: Katharina und Olaf, sowie Joachim/Jochen und Greta sind hervorragend ausgearbeitet, sodass man von diesen Figuren eine realen Eindruck gewinnt.
Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen und ich habe den Ausflug an die Ostsee sehr genossen. Die Autorin erklärt im Nachwort noch einige nützliche Dinge und rundet somit den positiven Gesamteindruck ab.
Ein toller Sommerroman, den man nicht nur im Strandkorb lesen kann, sondern auch auf der Liege, dem Gartenstuhl oder der Couch. Ein klein wenig Meer-Flair ist garantiert und beste Unterhaltung sowieso. Ein Sommer-Muss für alle Fans des Genres „Familiensaga“. Kauf- und Leseempfehlung für alle!
So kann ich nur viel Spaß mit Katharina und ihrem Strandkorbverleih wünschen!
Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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