Die Weiße Rose

Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurden

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Eine neue Geschichte der Weißen Rose

Die Weiße Rose ist eine der bekanntesten Widerstandsgruppen in der deutschen Geschichte, vor allem Sophie Scholl und Hans Scholl werden immer wieder als leuchtende Vorbilder genannt. Doch warum hatten gerade diese Geschwister und ihre Mitstreiter den Mut, sich gegen das nationalsozialistische Unrechtssystem aufzulehnen? Miriam Gebhardt sucht in den Biografien der Aktivisten die individuellen Voraussetzungen des Widerstands und fragt, welche Ressourcen aus Kindheit, Familie, Umfeld und Erfahrung sie gegen den übermächtigen Gruppendruck der „Volksgemeinschaft“ immunisierten. Ihr Buch erzählt eine neue Geschichte der Weißen Rose und zeigt, warum die Botschaft der Widerstandsgruppe heute, 75 Jahre nach ihren ersten Aktionen, immer noch wichtig ist.

»Der Wert von Gebhardts Arbeit liegt weniger darin, bislang unbekannte Quellen ausgewertet zu haben, sondern in deren neuer Einordnung.«

Badische Zeitung (12. Mai 2017)

eBook epub (epub)
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-641-18818-4
Erschienen am  03. April 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Weiße Rose - Wie aus ganz normalen Deutschen Widerstandskämpfer wurden

Von: ahukader

01.09.2019

Wenn man die Weiße Rose hört, denkt man automatisch an die Scholl-Geschwister. Ich zumindest dachte immer an sie. Doch in diesem Buch macht Miriam Gebhardt klar, dass hinter dieser Widerstandsgruppe noch weitere Kräfte standen. Alexander Schmorell, Kurt Huber, Christoph Probst und Willi Graf. Bis auf Alexander Schmorell waren mir die anderen Namen nicht bekannt. Das Buch ist in drei große Teile unterteilt. Wachstum. Auseinandersetzung. Bewährung. Im Teil Wachstum, setzt sich Miriam Gebhardt mit den Familien der Charaktere auseinander. Gibt einen Einblick in ihre Familienverhältnisse und die die Erziehung und Bildung die sie alle genossen. So wird schon im ersten Kapitel klar, dass diese Menschen ihre Kraft und den Mut zum Widerstand gewollt ungewollt von ihren Familien mit auf den Weg gelegt bekommen haben. Im zweiten Teil geht es dann darum, wie die Gruppe zueinander gefunden hat und wie sie gemeinsam den Nationalsozialismus hinterfragen und ihre Aktionen starten. Sie bereiten die Flugblätter vor. Treffen sich heimlich zu Lesungen. Nehmen gefährliche Wege auf sich um die Flugblätter an ein weites Publikum heranzubringen. Immer mit der Angst erwischt zu werden. Im dritten Teil werden die Geschwister Scholl bei ihrer Aktion dann erwischt. Wer kennt es nicht von uns? Das Bild vor den Augen von Sophie Scholl, wie sie die Flugblätter in der Universität in München in die Luft wirft. Dann fangen die Prozesse an. Man wird Zeuge der Vernehmungen von den Geschwistern und nacheinander der anderen Hauptcharaktere. Diesen Teil habe ich, obwohl ich sehr viel über die Geschichte dieser Vernehmungen weiß, trotzdem mit Herzrasen gelesen. Im Epilog lernt man noch einige Charaktere, die eher im Hintergrund waren, kennen. Und auch liest man darüber, wie sich die Familien, deren Kinder mit der Todesstrafe verurteilt worden sind, nach dem Tod ihrer Kinder versucht haben, einen Fuß in die Gesellschaft zu setzen. Sehr schwierig war es für sie. Ich muss sagen, dass mir das Buch im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat. Doch in einem bin ich mir sehr unsicher. Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch nur als ein Sachbuch betiteln kann. Es ist vielmehr als nur ein Sachbuch. Ich kann es nur empfehlen. An dieser Stelle möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Berührende Biografie

Von: MoZeilenherz

10.07.2018

Für mich war dieses Buch ein sehr beeindruckendes Werk. Es war kein trockenes Sachbuch, in dem einfache Tatsachen beschrieben wurden, sondern ein sehr emotionales Werk über das Schicksal von 6 Menschen. Gebhardt schreibt das Werk unter der Frage, wie „normale“ Menschen zu Widerstandskämpfern gegen ein Regime werden, dem sie doch aussichtslos unterlegen sind. Für mich war es unglaublich spannend in die Lebenswelt dieser sechs noch so jungen Menschen einzutauchen. Nicht nur Hans und Sophie, über die ich ohnehin schon viel wusste, sondern auch die 4 anderen Gründungsmitglieder der Weißen Rose werden beleuchtet und man bekommt ein unglaublich detailliertes und menschliches Bild dieser Personen, die man sonst nur aus sachlichen Dokus und dem Geschichtsunterricht kennt. Mitgenommen haben mich vor allem die anderen beiden Teile. In der Auseinandersetzung erlebt man die Geschichte der Gruppe, ihre Entstehung und ihr Wachsen und auch ihre Kämpfe gegen das Regime. Man taucht ein in diese Welt, in der sich Hans, Sophie und die anderen bewegt haben, immer im Bewusstsein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie überleben werden, sehr gering ist. Der dritte Teil beginnt nach der Verhaftung und Ermordung von Hans und Sophie, also nach dem 18.2.1943. Dieser Teil war für mich besonders berührend. Gebhardt hat zusammengetragen was nach der Verhaftung geschehen ist. Die letzten Worte der Ermordeten zu denen neben Hans und Sophie noch viel mehr Mitglieder zählen, aber auch die Berichte derjenigen, die überlebt haben, die ihre Freunde verloren haben waren sehr emotional und treffend. Das Besondere an diesem Werk ist aber, dass nicht nur Opfer, sondern auch die Täter zu Wort kommen. Man liest nicht nur von denen, die gelitten haben, sondern auch von denen, die getan haben und am Ende konnte ich kaum sagen, wessen Schmerz eigentlich größer ist. Die Weiße Rose ist ein sehr berührendes Buch, das für mich unglaublich wichtig ist, weil es ein Stück Geschichte erzählt, die nicht vergessen werden sollte. 5 von 5 Sterne dafür.

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Vita

Miriam Gebhardt ist Journalistin und Historikerin und lehrt als außerplanmäßige Professorin Geschichte an der Universität Konstanz. Neben ihrer journalistischen Arbeit, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Zeit und verschiedene Frauenzeitschriften, habilitierte sie sich mit einer Arbeit über »Die Angst vor dem kindlichen Tyrannen. Eine Geschichte der Erziehung im 20. Jahrhundert« (2009). Sie ist Autorin mehrerer Bücher, darunter »Rudolf Steiner. Ein moderner Prophet« (2011) sowie zuletzt »Die Weiße Rose« (2017). Ihr Bestseller »Als die Soldaten kamen« (2015) über die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde breit besprochen und in mehrere Sprachen übersetzt. Miriam Gebhardt lebt in Ebenhausen bei München.

Zur AUTORENSEITE

Events

06. Mai 2020

Miriam Gebhardt zu Gast im Haus am Dom

19:30 Uhr | Frankfur am Main | Lesungen
Miriam Gebhardt
Als die Soldaten kamen

07. Mai 2020

Miriam Gebhardt zu Gast in Freiburg

18:00 Uhr | Freiburg | Lesungen
Miriam Gebhardt
Wir Kinder der Gewalt

12. Mai 2020

Miriam Gebhardt zu Gast in Essen

19:30 Uhr | Essen | Lesungen
Miriam Gebhardt
Wir Kinder der Gewalt

Pressestimmen

»Selten werden historische Personen menschlich so greifbar wie hier.«

Süddeutsche Zeitung (10. Juli 2017)

»Ein kenntnisreiches Buch voller spannender Details.«

FOCUS Online (03. April 2017)

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