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Die gestohlenen Stunden Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16604-5

Erschienen: 15.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Bhalla House, einst herrschaftlicher Stammsitz der Familie, ist wenig mehr als eine Ruine, als Harriet Deveraux auf der entlegenen Insel in den schottischen Hebriden ankommt, um ihr Erbe anzutreten. Doch der verheerende Zustand des Gebäudes bleibt nicht die einzige Überraschung: Unter den morschen Bodendielen wird ein menschliches Skelett gefunden, daneben ein Medaillon mit einer Haarlocke und einer Feder. Die Frage, welches Schicksal sich hinter diesem Fund verbirgt, lässt Harriet nicht mehr los, und sie stößt auf eine tragische Geschichte von Liebe und Verrat. Eine Geschichte, die sich hundert Jahre zuvor hier ereignet hat, deren Schatten aber bis in Gegenwart reicht ...

Sarah Maine (Autorin)

Sarah Maine wurde in England geboren, wuchs dann aber in Kanada auf, bis sie in ihre Heimat zurückkehrte, um Architektur zu studieren. Schon als Kind lernte sie die einzigartige Schönheit Schottlands lieben, wenn sie dort mit ihren Eltern Urlaub machte, eine Tradition, die sie heute mit ihrer Familie fortführt. Sarah Maine lebt in York im Nordosten Englands.

Aus dem Englischen von Sonja Hauser
Originaltitel: Bhalla Strand
Originalverlag: Freight Books, 2014

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16604-5

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 15.02.2016

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Buchrezension zu Die gestohlenen Stunden von Sarah Maine

Von: Leseratte.Mel Datum: 13.05.2016

https://leserattemel.blogger.de/

Inhalt
Hetty ist begeistert als sie ein großes Haus mitten auf einer Insel in Schottland erbt. Sie und ihr Freund schmieden bereits Pläne, was sie mit diesen Haus anstellen würden. Es soll ein Neuanfang für Hetty sein. Doch kaum bei ihrem neuen Haus angekommen jagt eine Katastrophe die nächste. Das Haus ist sehr alt und renovierungsbedürftig. Zu allem Überfluss findet der gut-aussende Verwalter des Hauses auch noch ein Skelett unter den Bodendielen. Für Hetty steht fest: Sie muss etwas über das Haus und ihren Vorfahren, die in diesem Haus lebten, herausfinden. Doch kann sie das Geheimnis um das Skelett lesen und die Inselbewohner davon überzeugen das es eine gute Idee ist, aus dem Haus ein Hotel zu machen?


Meine Meinung

Cover
Das Cover zeigt das alte Haus (Bhalla House) auf der Insel stehen. Seitlich sieht man am Cover eine Blume. Das Meer sieht einladend aus und die Sonne scheint durch die Wolken. Ein insgesamt sehr schönes Cover.

Buch allgemein
Das Buch wird aus drei Sichten erzählt. Die Personen sind immer mit dem Haus verbunden und es wird aus verschiedenen Zeiten beschrieben. Mit Hetty, die Person aus der Gegenwart, die das Haus geerbt hat, wurde ich zuanfang nicht warm. Manche ihrer Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Am Ende fand ich ihre Entscheidung gut und sehr passend. Ganz anders war es mit Beatrice und Emily. Beatrice zog mit ihrem Mann Theo nach der Hochzeit nach Bhalla House und man konnte ihre Verzweiflung gegenüber ihrem Mann sehr gut nachempfinden. Auch Theo konnte ich gut verstehen und fand es sehr schön, wie die Autorin Stück für Stück die Geheimnise des Mannes aufgedeckt hat. Bei Emily Theos Schwester, war es etwas schade, das sie so wenig vorkam, den die kurzen Augenblicke mit ihr, haben sie sehr liebenswert gemacht. Die Männer in diesem Buch hatten viele Geheimnisse und manchmal konnte ich sie nicht so ganz verstehen. Mit dem Thema der Vögel die auf der Insel lebten und leben, hat die Autorin dem Leser die Natur Schottlands näher gebracht. Generell war die Landschaft immer toll und anschaulich beschrieben, was zu einem an den Bildern lag, die entweder gemalt oder fotografiert wurden und so die Umgebung der Person gut beschrieben hat und zum anderen an den vielen Spaziergängen die gemacht wurden und den Leser ein Stück mit auf die Insel genommen hat. Der Schreibstil war sehr flüssig und mit den vielen Geheimnissen und Wendungen im Buch wurde es nicht langweilig. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können und war enttäuscht als alle Geheimnisse gelüftet waren und das Buch zu Ende war

Was das Buch besonders macht
Ich liebe es, wenn Bücher von verschieden Sichten erzählt werden. Durch die Idee mit den unterschiedlichen Jahren konnte man sehr gut den Verfall des Hauses und vor allem der Menschen nachvollziehen. Trotzdem hatte ich gerade am Anfang Schwierigkeiten zu verstehen, wer jetzt zu wem gehört und in welcher Zeit man sich gerade befindet. Das änderte sich aber im Verlaufe des Buches und irgendwann wusste ich es dann auch.

Kaufempfehlung
Ja, ich bin von diesem Buch begeistert.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Ein BUch in 100 Jahren

Von: Eska (All about the books) Datum: 11.01.2017

eska-kreativ.blogspot.de

Wie bei jedem anderen Buch hatte ich mir auch bei "Die gestohlenen Stunden" zuvor Gedanken gemacht. Gedanken darüber, was ich erwarte, was mir das Buch vorab verspricht oder besser, was ich mir von dem Buch verspreche. Ein historischer Roman, würde das Buch von Sarah Maine sein, soviel war klar. Ein historischer Roman, um eine Familiengeschichte, die bis in die heutige Zeit ragt. Kaum hatte ich das Buch begonnen, fühlte ich mich bestätigt, denn bereits im dritten Kapitel erfolgt die Reise in eine Zeit, weit vor unserer. Doch genau diese Zeitreisen, die das Buch durchziehen wie ein roter Faden, machen es umso verwirrender und umso einzigartiger. Hatte ich mich gerade erst in die Geschichte eingefunden, mich in Hetty und ihr schweres Erbe gefühlt, sprang die Geschichte 100 Jahre zurück und ich sah mich mit Beatrice und der Last einer unglücklich verheirateten jungen Frau konfrontiert. Ein geschickter Schachzug von Sarah Main, aber durchaus auch ein Mittel, das Leser vschrecken kann. "Die gestohlenen Stunden" ist kein Buch, das man mal eben im Vorbeigehen lesen kann, es erfordert zumindest auf den ersten 50-80 Seiten Konzentration, um die einzelnen Personen und Handlungsstränge zuordnen zu können. Erst wenn jeder seinen Platz in seiner jeweiligen Zeit gefunden hat, beginnt der Lesefluss und damit auch der pure Lesegenuss.

Allen voran beginnt die Geschichte mit dem Fund eines mysteriösen Skelettes, dessen Herkunft und Identität ein Rätsel bleibt. Auch wenn Sarah Maine keinen Kriminalroman geschaffen hat, gelingt es ihr dieses eine große Rätsel spannend und undurchdringlich zu halten. Erst im letzten kapitel erfährt der Leser, um wen es sich tatsächlich handelt und ich kann mit ruhigen Gewissen sagen, dasss man auf die Lösung nicht so schnell gekommen wäre. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie völlig realtätsfremd ist!

Insgesamt lebt "Die gestohlenen Stunden" sicherlich von den Zeitsprüngen, den Fäden, die sich über 100 Jahre durch Generationen und Familien ziehen. Doch auch die Gefühlsebene kommt nicht zu kurz und nicht erst seit der Edelstein-Trilogie wissen wir es: "Liebe geht durch alle Zeiten!".
Und so sind sich die Beatrice von damals und Hetty von heute am Ende näher und ähnlicher, als wir alle zunächst vermutet haben.
Ob mit oder ohne Happy End möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, denn nichts gefällt mir weniger, als Rezensionen, die von Spoilern nahezu zerfressen sind.


Fazit:
"Die gestohlenen Stunden" von Sarah Maine ist anders. Zumindest anders, als man es erwartet, wenn man den Klappentext liest. Eine Geschichte, die ihren Anfang in der Vergangenheit genommen hat, lässt nicht zwangsläufig auf Zeitreisen schließen, die sich durch das ganze Buch ziehen. Ein geschickter Schachzug von Sarah Maine, der der ansonsten relativ einfachen Geschichte das gewisse Etwas gibt, auch wenn die Sprünge gerade zu Beginn häufig verwirren und den Einstieg in das Buch ein wenig holprig gestalten.
Für Liebhaber von Romanen, die noch einen Hauch aus der guten alten Zeit beinhalten, von Romanen, die hoch oben an der See spielen und in denen auch die sagenhafte Natur eine Rolle spielt, die über das schlichte Dasein einer einfachen Kulisse hinausgeht, für all diejenigen ist das Buch von Sarah Maine unter Garantie ein Genuss.

Insgesamt möchte ich dem Buch daher 4 von 5 Sternen geben.

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