Die zwei Leben des Ludwig van Beethoven

Biographie

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"Beethoven ist nicht der Kunst-Heros, der niemanden braucht und alles ganz allein aus sich heraus zu schaffen vermag, wie man dies seit fast zweihundert Jahren so gern dargestellt hat. Vielmehr bedurfte er immer der anderen."

Ulrich Drüner, langjähriger Orchestermusiker und Musikantiquar, erzählt das Leben Ludwig van Beethovens aus einer ganz neuen Perspektive. Dass Beethoven sich nach der Erkrankung des Gehörsinns als Künstler aus der Krise heraus neu entfalten konnte, verdankt er zu großen Teilen seiner „unsterblichen Geliebten“ und der bisher unterschätzten tiefen Freundschaft mit dem österreichischen Erzherzog Rudolph. Beide verhalfen dem Komponisten zu einem zweiten Leben.

Das Leid seiner späten Jahre rührt, wie Ulrich Drüner ausführt, nicht nur von der fortschreitenden Vereinsamung, sondern auch aus dem Umstand, dass Beethoven davon überzeugt war, mit der „unsterblichen Geliebten“ ein Kind gezeugt zu haben. Sehen durfte er dieses Kind nie. Ludwig van Beethovens einst fortschrittliche Einstellung gegenüber Frauen erfuhr dadurch eine folgenreiche Wandlung. Nicht nur deswegen weicht in dieser Biografie der Mythos vom unbeugsamen Republikaner einer differenzierteren Darstellung.

»Sehr glaubwürdig. [...] Sehr quellentreu entwickelt [Drüner] ein Bild, das nie oberflächlich ist. [...] Eines der führenden Beethoven-Bücher in diesem Jahr.«

Christoph Vratz, Deutschlandfunk Musikjournal (20. Juli 2020)

eBook epub (epub), 56 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-22988-7
Erschienen am  27. Juli 2020
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Leserstimmen

Eine ganz andere Sicht auf Beethoven

Von: mareike liest

12.11.2020

2020 ist Beethoven Jahr. Der Künstler hätte in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag gefeiert. Diese Biografie zeigt Beethoven mal von einer anderen Seite. Der Mensch, der gerne den einsamen Helden nach außen zeigte, war gar nicht so unabhängig wie er gerne darstellte. Ein tiefe Freundschaft verband ihn mit Erzherzog Rudolph und eine innige Beziehung mit seiner unsterblichen Geliebten. Diese beiden halfen dem Künstler aus der Krise, als dieser sein Gehör verlor. Viele unbekannte Seiten und Charakterzüge des Komponisten werden in diesem Buch herausgestellt, und machen es nicht nur dadurch zu einer interessanten Biografie, die sich von allen anderen unterscheidet.

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Vita

Ulrich Drüner, 1943 in Frankreich geboren, hat Musik und Musikwissenschaft studiert und über Richard Wagner promoviert. Er war Bratschist im Stuttgarter Kammerorchester und im Orchester der Staatsoper Stuttgart. 1983 gründete er ein Musikantiquariat und arbeitete bei Rundfunk- und Fernsehproduktionen über große Komponisten mit. 2006 veröffentlichte er das Buch „Mozarts Große Reise. Sein Durchbruch zum Genie 1777-1779“. Seine Biografie „Richard Wagner. Die Inszenierung eines Lebens“ (Blessing 2016) wurde von der Kritik als Meilenstein der Literatur über diesen Komponisten gefeiert. Ulrich Drüner lebt in Stuttgart.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Drüner […] entwickelt auf über 500 Seiten ein sehr detailreiches Beethoven-Bild. Der Band […] wird noch über die Grenze des Beethoven-Jahres hinaus, nachwirken.«»

SWR 2 Treffpunkt Klassik (05. August 2020)

»Kann man denn über Richard Wagners Leben und Werk noch Neues sagen? Ulrich Drüners großartige Biographie führt vor, wie das geht, und räumt dabei mit einigen Traditionen auf.«

Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung zu Ulrich Drüners Wagner-Biographie (02. August 2019)

»Von der Selbstinszenierung eines Genies bis zum erschreckenden Antisemitismus eines Verblendeten: Ulrich Drüner gelingt das schier Unmögliche – eine gerechte Biografie Richard Wagners.«

Robert Jungwirth, Neue Zürcher Zeitung zu Ulrich Drüners Wagner-Biographie (02. August 2019)

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