Dinge, die mir gehören

Thriller

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Ein gesuchter Entführer wird auf einem abgelegenen Hof am Stadtrand Münchens aufgefunden – an den Füßen aufgehängt und mit durchgeschnittener Kehle. Doch bevor Kriminalhauptkommissar Paul Simon die Spur des Killers aufnehmen kann, schlägt dieser erneut brutal zu. Die blutige Mordserie versetzt die Stadt in Angst und raubt dem Kommissar den Schlaf. Denn an den Tatorten findet er Gegenstände, die ihm gehören. Das kann nur bedeuten, dass der Täter in seiner Wohnung gewesen sein muss. Paul Simon setzt alles daran, den Killer zu stoppen. Eine gnadenlose Jagd durch die eiskalte, verschneite Stadt beginnt ...


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ISBN: 978-3-641-20455-6
Erschienen am  09. Juli 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Paul Simon ermittelt

Leserstimmen

Geschwisterliebe oder Geschwisterhiebe?

Von: Sarah von Die Lesebrille

21.01.2019

Paul Simon und sein Partner Abel Lockhardt arbeiten bei der Kripo an einem Fall von Kindesentführung, als sie plötzlich einer Fährte nachgehen und einen unfassbar inszenierten Mord entdecken. Wenig später geschieht ein weiter Mord, mit der gleichen Handschrift wie davor. Paul Simon wird zum Hauptermittler der Soko Rotkehlchen ernannt und spürt, dass er tiefer in den Fall hereingezogen wird, als ihm lieb ist. Plötzlich entdeckt er an den Tatorten kleine Gegenstände aus seiner Wohnung. Auf eigene Faust versucht er dahinter zukommen, was der Mörder damit bezwecken will. Eine Katz und Maus Jagt beginnt, immer im Zwiespalt der öffentlichen Ermittlungen und der eigenen heimlichen Versuche dem Kriminellen auf die Spur zu kommen. Bis Paul Simon plötzlich selbst zur Zielfigur wird. Wer wird ihm glauben? Wer wird eingeweiht? Diese Fragen müsst ihr natürlich selbst beantworten, in dem ihr das Buch von Christian Kärger lest. Der Autor hat übrigens schon zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehn verfasst. Gerade deswegen liest sich der Text wie eine spannende Folge CSI. Mir gefällt das Zusammenspiel der Partner Lockhard und Simon, die lebensnah dargestellt sind und in jeder guter Polizeiserie ein Duo abgeben könnten. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig ohne allzu kopfzerbrechnende Phrasen oder Szenen. Allerdings bekommt die Handlung immer wieder Spannung durch die kurzen Kapitel, aus der Sicht des Mörders. Mir persönlich wurde schon recht schnell klar, wer der Mörder sein könnte, zumindest hatte ich eine Vermutung, auf was es hinausläuft. Nur die Endkapitel haben mir nicht so gut gefallen. Nachdem die Geschichte recht weitgängig ausgeschmückt wurde, war sie holter die polter plötzlich zu Ende. Im letzten Kapitel wird ebenfalls eine Andeutung gemacht, die mir überhaupt nicht zusagt und der Autor sich so eine Art offenes Ende gesetzt hat, obwohl das Buch sicherlich ein Einzelroman sein soll. Nicht desto trotz hat mir das Werk gut gefallen und ich würde es als leichte Lektüre gerne jedem empfehlen, der sich einen kompakten Thriller fürs Wochenende sucht. Deswegen 5 Sterne Mehr auf www.dielesebrille.net

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Paradox: der Täter hätte es sich viel einfacher machen können

Von: Mikka liest von A bis Z

11.08.2018

In unserem kleinen Krimilesekreis waren wir uns einig: Das Buch ist durchaus unterhaltsam und spannend, erzeugt Kopfkino und ist vom Schreibstil her auf keinen Fall schlecht geschrieben. Dennoch ist es nicht ohne Schwächen und daher eher was Nettes für zwischendurch als ein echtes Highlight, das man all seinen Freunden weiterempfiehlt. (Aber wir sind auch ein kritisches Grüppchen.) MEINE MEINUNG Der Autor hat eine Menge interessanter Ideen, was die Person des Täters, seine Motivation und seinen Hintergrund betrifft. Eigentlich ist das ja eine sehr positive Eigenschaft, aber hier wird es meines Erachtens einfach zu viel, um noch glaubhaft zu sein. Als Film, da waren wir uns schon wieder einig, würde es wahrscheinlich großartig funktionieren – was wohl daran liegt, dass Christian Kärger in 30 Jahren als Drehbuchautor über 100 Drehbücher für Film und Fernsehen geschrieben hat. Seine Schreibweise ist sehr cineastisch, er weiß einfach, was wirkt. Wie schon gesagt: das ist unterhaltsam, das ist spannend. Aber vollkommen logisch und schlüssig ist es nicht immer, und mir fehlte auch ein gewisser Tiefgang. Paradox: der Täter hätte es sich viel einfacher machen können Für mich war eine Entwicklung am Schluss das größte Manko, aber das ist schwer zu erklären, ohne schon zu viel von der Handlung zu verraten. Sagen wir mal so: der Täter begeht mit viel Aufwand und Risiko seine Morde, um etwas ganz Bestimmtes zu erreichen. Aber das Gleiche hätte er auch mit sehr viel weniger Aufwand erreichen können, und das heimlich, still und leise – sprich: fast ohne Risiko. Möglicherweise könnte man eher nachvollziehen, warum der Täter tut, was er tut, wenn man ihm als Leser etwas näher kommen würde, aber er bleibt in meinen Augen sehr blass. Zwar erfährt man gegen Ende einiges über ihn, aber das bleibt eher an der Oberfläche. Er tat dies, er erlebte das. Wie es ihm jedoch bei diesem oder jenen Erlebnis ging, kann man nur erahnen, und mir war bis zum Schuss nicht klar, was genau seine Motivation ist. Hass? Neid? Ein verqueres Anspruchsdenken? Killergene? Einfach, weil er es kann? Den Protagonisten selber fand ich hingegen gelungen. Bei Paul Simon hatte ich das Gefühl, ihn wirklich kennenzulernen. Zwar geht er schon bald auf Alleingänge (was ich bei Krimis und Thrillern oft unglaubwürdig finde, weil es selten Konsequenzen hat), aber er hat in seinen Augen wirklich gute, plausible Gründe dafür. Er trifft nicht immer die besten Entscheidungen, aber er steht auch unter enormem Stress. Ab einem gewissen Punkt war mir eine Sache allerdings schon sonnenklar, die Paul erst spät erkennt, obwohl er aufgrund seines Hintergrunds eigentlich als erster darauf kommen sollte Pauls Partner ist in meinen Augen ein toller Charakter, sehr sympathisch und menschlich integer, mit liebenswerten kleinen Marotten. Er ist sozusagen der Watson in ihrem Zweiergespann, wird aber leider zwischendurch von Paul aufs Abstellgleis geschickt. Das Ende geht auf einmal sehr schnell. Mit jeder Menge Action gibt es ein filmreifes Showdown. Und wie im Film hat das Ende nochmal einen typischen Kniff, über den ich auch nicht zu viel verraten kann – den ich aber anhand der vorherigen Beschreibung der Ereignisse nicht glaubwürdig fand FAZIT Paul Simon ist Kriminalhauptkommisar und verfolgt einen Serienkiller. Bei solchen Ermittlungen kann von Routine natürlich keine Rede sein, aber der Täter setzt noch einen drauf: an den Tatorten findet Paul kleine Gegenstände, die der Killer nur aus seiner Wohnung haben kann – sogar aus dem Zimmer seiner Tochter. Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen, man kann es in Nullkommanix verschlingen. Zu genau sollte man jedoch über manche Dinge nicht nachdenken, und sowohl die Motivation des Täters noch das Ende konnten mich vollkommen überzeugen.

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Vita

Christian Kärger, aufgewachsen im Allgäu, studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film und arbeitete 30 Jahre als Drehbuchautor in München. Über hundert seiner Drehbücher wurden für Kino und TV verfilmt. Der Autor lebt heute in Memmingen.

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