Dinge, die mir gehören

Thriller

(8)
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Ein gesuchter Entführer wird auf einem abgelegenen Hof am Stadtrand Münchens aufgefunden – an den Füßen aufgehängt und mit durchgeschnittener Kehle. Doch bevor Kriminalhauptkommissar Paul Simon die Spur des Killers aufnehmen kann, schlägt dieser erneut brutal zu. Die blutige Mordserie versetzt die Stadt in Angst und raubt dem Kommissar den Schlaf. Denn an den Tatorten findet er Gegenstände, die ihm gehören. Das kann nur bedeuten, dass der Täter in seiner Wohnung gewesen sein muss. Paul Simon setzt alles daran, den Killer zu stoppen. Eine gnadenlose Jagd durch die eiskalte, verschneite Stadt beginnt ...


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ISBN: 978-3-641-20455-6
Erschienen am  09. Juli 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Paul Simon ermittelt

Leserstimmen

Spannender Thriller und Reihenauftakt mit kleinem Schockdetail am Ende

Von: buchglueck

26.08.2018

"Dinge, die mir gehören" ist ein Thriller und der Anfang einer Reihe um Protagonist Paul Simon, der 2018 mit 448 Seiten als Taschenbuch im Penguin Verlag der Random House Gruppe erschien. Christian Kärger schreibt sehr flüssig und gut verständlich, verwendet jedoch vereinzelte Fremdwörter, die mich nicht gestört haben ich allerdings zum Verständnis einmal nachschlagen musste. Das Buch wurde in 5 Abschnitte unterteilt und umfasst insgesamt 64 recht kurze Kapitel, die zum Ende jedes Teiles einen Spannungshöhepunkt erreichen. Die Spannung selbst gleicht einer Achterbahn. Wenn sie den ersten Berg (hier den ersten Abschnitt) erklommen hat, ist man mit einer Geschwindigkeit im Buch unterwegs, muss sich aber erstmal wieder bis zum nächsten Höhepunkt und Schwung vorarbeiten. Wie der Klappentext (Quelle Random House: Ein gesuchter Entführer wird auf einem abgelegenen Hof am Stadtrand Münchens aufgefunden – an den Füßen aufgehängt und mit durchgeschnittener Kehle. Doch bevor Kriminalhauptkommissar Paul Simon die Spur des Killers aufnehmen kann, schlägt dieser erneut brutal zu. Die blutige Mordserie versetzt die Stadt in Angst und raubt dem Kommissar den Schlaf. Denn an den Tatorten findet er Gegenstände, die ihm gehören. Das kann nur bedeuten, dass der Täter in seiner Wohnung gewesen sein muss. Paul Simon setzt alles daran, den Killer zu stoppen. Eine gnadenlose Jagd durch die eiskalte, verschneite Stadt beginnt ...) bereits vermuten lässt, stehen in diesem Thriller die Morde eher im Hintergrund und werden nicht besonders detailliert beschrieben, sondern mehr Wert auf deren Auswirkungen gegenüber Ermittler Paul Simon und sein Privatleben gelegt. Die beiden Protagonisten Paul Simon und Abel Lockhardt sind ein Ermittlerduo der Münchener Polizei und werden von ihren Kollegen als Simon and Garfunkel bezeichnet. Während des Lesens merkt man schnell, dass die Beiden mehr verbindet als nur der Job, sie sind auch sehr gute Freunde, die sich gegenseitig sowohl unterstützen als auch ergänzen. Doch obwohl Paul und Abel so viele Stunden und Tage miteinander verbringen und gegenseitiges Vertrauen aufbringen, lässt ein Detail am Ende noch mal kurz nach Luft schnappen und die Frage aufkommen, wie gut man seine Mitmenschen eigentlich wirklich kennen kann. Obwohl mich manche Handlungsverläufe nicht überrascht haben, sondern ich sie sogar schon fast vorhergesehen habe, fand ich die Umsetzung des Autors trotzdem gut und spannend, sodass ich "Dinge, die mir gehören" oftmals gar nicht aus der Hand legen wollte. Da auf der Verlagsseite der Thriller als Band 1 betitelt wird, bin ich besonders nach dem Schock am Ende gespannt wie es im zweiten Band mit Paul Simon weitergehen wird. Meiner Meinung nach verdient dieses Buch eine Leseempfehlung.

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Paradox: der Täter hätte es sich viel einfacher machen können

Von: Mikka liest von A bis Z

11.08.2018

In unserem kleinen Krimilesekreis waren wir uns einig: Das Buch ist durchaus unterhaltsam und spannend, erzeugt Kopfkino und ist vom Schreibstil her auf keinen Fall schlecht geschrieben. Dennoch ist es nicht ohne Schwächen und daher eher was Nettes für zwischendurch als ein echtes Highlight, das man all seinen Freunden weiterempfiehlt. (Aber wir sind auch ein kritisches Grüppchen.) MEINE MEINUNG Der Autor hat eine Menge interessanter Ideen, was die Person des Täters, seine Motivation und seinen Hintergrund betrifft. Eigentlich ist das ja eine sehr positive Eigenschaft, aber hier wird es meines Erachtens einfach zu viel, um noch glaubhaft zu sein. Als Film, da waren wir uns schon wieder einig, würde es wahrscheinlich großartig funktionieren – was wohl daran liegt, dass Christian Kärger in 30 Jahren als Drehbuchautor über 100 Drehbücher für Film und Fernsehen geschrieben hat. Seine Schreibweise ist sehr cineastisch, er weiß einfach, was wirkt. Wie schon gesagt: das ist unterhaltsam, das ist spannend. Aber vollkommen logisch und schlüssig ist es nicht immer, und mir fehlte auch ein gewisser Tiefgang. Paradox: der Täter hätte es sich viel einfacher machen können Für mich war eine Entwicklung am Schluss das größte Manko, aber das ist schwer zu erklären, ohne schon zu viel von der Handlung zu verraten. Sagen wir mal so: der Täter begeht mit viel Aufwand und Risiko seine Morde, um etwas ganz Bestimmtes zu erreichen. Aber das Gleiche hätte er auch mit sehr viel weniger Aufwand erreichen können, und das heimlich, still und leise – sprich: fast ohne Risiko. Möglicherweise könnte man eher nachvollziehen, warum der Täter tut, was er tut, wenn man ihm als Leser etwas näher kommen würde, aber er bleibt in meinen Augen sehr blass. Zwar erfährt man gegen Ende einiges über ihn, aber das bleibt eher an der Oberfläche. Er tat dies, er erlebte das. Wie es ihm jedoch bei diesem oder jenen Erlebnis ging, kann man nur erahnen, und mir war bis zum Schuss nicht klar, was genau seine Motivation ist. Hass? Neid? Ein verqueres Anspruchsdenken? Killergene? Einfach, weil er es kann? Den Protagonisten selber fand ich hingegen gelungen. Bei Paul Simon hatte ich das Gefühl, ihn wirklich kennenzulernen. Zwar geht er schon bald auf Alleingänge (was ich bei Krimis und Thrillern oft unglaubwürdig finde, weil es selten Konsequenzen hat), aber er hat in seinen Augen wirklich gute, plausible Gründe dafür. Er trifft nicht immer die besten Entscheidungen, aber er steht auch unter enormem Stress. Ab einem gewissen Punkt war mir eine Sache allerdings schon sonnenklar, die Paul erst spät erkennt, obwohl er aufgrund seines Hintergrunds eigentlich als erster darauf kommen sollte Pauls Partner ist in meinen Augen ein toller Charakter, sehr sympathisch und menschlich integer, mit liebenswerten kleinen Marotten. Er ist sozusagen der Watson in ihrem Zweiergespann, wird aber leider zwischendurch von Paul aufs Abstellgleis geschickt. Das Ende geht auf einmal sehr schnell. Mit jeder Menge Action gibt es ein filmreifes Showdown. Und wie im Film hat das Ende nochmal einen typischen Kniff, über den ich auch nicht zu viel verraten kann – den ich aber anhand der vorherigen Beschreibung der Ereignisse nicht glaubwürdig fand FAZIT Paul Simon ist Kriminalhauptkommisar und verfolgt einen Serienkiller. Bei solchen Ermittlungen kann von Routine natürlich keine Rede sein, aber der Täter setzt noch einen drauf: an den Tatorten findet Paul kleine Gegenstände, die der Killer nur aus seiner Wohnung haben kann – sogar aus dem Zimmer seiner Tochter. Es macht Spaß, dieses Buch zu lesen, man kann es in Nullkommanix verschlingen. Zu genau sollte man jedoch über manche Dinge nicht nachdenken, und sowohl die Motivation des Täters noch das Ende konnten mich vollkommen überzeugen.

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Vita

Christian Kärger, aufgewachsen im Allgäu, studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film und arbeitete 30 Jahre als Drehbuchautor in München. Über hundert seiner Drehbücher wurden für Kino und TV verfilmt. Der Autor lebt heute in Memmingen.

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