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Du. Wirst. Vergessen. Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-09629-8

Erschienen: 19.08.2013
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Ergreifend, spannend, romantisch – ein Roman, der einen nicht mehr loslässt

Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen …

"Ein packender Jugend-Liebesroman mit Psychothriller-Elementen, der von der ersten bis zur letzten Seite den Spannungsbogen hält."

Wiener Zeitung.de (A) (15.10.2013)

Suzanne Young (Autorin)

Suzanne Young ist eine amerikanische Schriftstellerin. Nach ihrem Abschluss in Creative Writing gab sie als Lehrerin mehrere Jahre lang Sprachunterricht. Suzanne lebt momentan in Tempe, Arizona, wo sie Ideen für neue Romane auf Restaurantservietten kritzelt, während sie Burritos isst.

"Ein packender Jugend-Liebesroman mit Psychothriller-Elementen, der von der ersten bis zur letzten Seite den Spannungsbogen hält."

Wiener Zeitung.de (A) (15.10.2013)

Aus dem Amerikanischen von Lothar Woicke
Originaltitel: The Program
Originalverlag: Simon Pulse, New York 2013

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-09629-8

€ 4,99 [D] | CHF 6,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 19.08.2013

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Eine fesselnde Dystopie mit einem düsteren Thema

Von: Sas Datum: 28.06.2017

www.sasverse.de

Eigentlich bin ich kein großer Dystopie-Fan. Das heißt, ich habe schon mehrere gelesen, aber es gab bisher nur eine, die mich wirklich begeistern konnte: "Du wirst vergessen". Im Mittelpunkt der Dilogie steht eine Epidemie, die sich immer weiter unter den Jugendlichen auf der ganzen Welt verbreitet - Depressionen und in Folge dessen eine alarmierende Anzahl an Selbstmorden. Immer mehr junge Erwachsene wählen diesen letzten Ausweg. Als traditionelle Therapien nicht mehr anschlagen und die Massen an Patienten einfach nicht mehr zu bewältigen sind, lässt die Regierung eine neue Art der Behandlung entwickeln: das Programm.

Sobald ein Jugendlicher Anzeichen einer Depression zeigt, wird er abgeholt und in eine der Institutionen der Organisation gebracht. Was genau hinter den Mauern der Krankenhäuser passiert, weiß niemand, doch wenn die Patienten sie wieder verlassen, sind jegliche negativen Gefühle in ihnen verschwunden. Allerdings nicht nur das, denn die Ärzte nehmen ihnen nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihre Erinnerungen - am Ende der Behandlung sind die Jugendlichen nicht mehr als leere Gefäße.


Für die 17-jährige Sloane, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, gibt es keine schlimmere Vorstellung, als genau das zu erleben. Nachdem ihr Bruder Selbstmord begangen hat, gilt sie jedoch als besonders gefährdet und wird daher genauestens beobachtet. Von ihren Eltern, von ihren Mitschülern, von ihren Lehrern. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als Tag für Tag eine Maske aufzusetzen und ihre wahren Gefühle und Gedanken für sich zu behalten. In der derzeitigen Situation reicht schon ein minimales Anzeichen von Schwäche, um von anderen gemeldet zu werden, jeder kämpft mittlerweile für sich selber.

Die einzige Person, der Sloane bedingungslos vertraut, ist ihr Freund James. Nur in seiner Gegenwart erlaubt sie sich, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein weiterer Vertrauter ist Miller, dessen Freundin Lacey - Solanes beste Freundin - vor Kurzem ins Programm geschickt wurde. Seitdem geht es ihm immer schlechter und so dauert es nicht lange, bis auch er infiziert wird. Bevor ihn die Agenten jedoch in die Hände kriegen, bringt er sich mit einer weit verbreiteten Droge namens QuikDeath um. Nach diesem Verlust fällt es James immer schwerer, sich zusammenzureißen. Selbst Sloane schafft es nicht, ihn auf andere Gedanken zu bringen, sie kann nur tatenlos zusehen, wie ihr Freund von Agenten abgeholt wird. Und damit fängt ihr eigener Kampf gegen die Depression an - den sie verliert.


Was mich am meisten an dieses Buch gefesselt hat, ist die Intensität, die es ausstrahlt. Es hat mich einfach von Seite Eins an vollkommen eingenommen. Die Stimmung ist durch das Thema natürlich sehr düster, aber irgendwie auch greifbar - die Verzweiflung von Sloane und James, die allgegenwärtige Angst, im Programm zu landen; das alles hat Suzanne Young dermaßen gut be- bzw. geschrieben, dass es sich in einem festsetzt. Ich glaube, dass das für Menschen, die selber mit Depressionen zu kämpfen haben und/oder sehr empathisch sind, ein echtes Problem darstellen könnte, ihr solltet euch also gut überlegen, ob ich das Buch lesen möchtet.

Für mich persönlich hat aber genau _das_ "Du wirst vergessen" zu einer Geschichte gemacht, die ich nicht weg legen konnte. Ich war vollkommen vertieft in der Welt der Jugendlichen. Es ist ein wenig schwer zu beschreiben, was das Buch mit mir gemacht hat... aber selten hat mich etwas so mitgerissen und berührt.
Dabei ist der Plot gar nicht groß actionlastig oder spannend im nervenzerreißenden Sinne. Im ersten Teil des Buches geht diese Anziehungskraft vorrangig von den Charakteren aus. Vor allem die Liebe zwischen Sloane und James hat es mir angetan. Ich bin ja kein großer Fan von Liebesgeschichten, aber diese hier ist so anders, dass ich an keiner Stelle als nervig oder überflüssig empfand. Viel mehr hat mich die Verzweiflung, mit der die beiden Jugendlichen sich aneinander klammern, ergriffen und gefesselt. Im Grunde wollen sie nur eins: überleben. Sie kämpfen gegen ihre eigenen Dämonen, genauso wie gegen die des anderen und müssen zudem tagtäglich aufpassen, ja die richtigen Dinge zu sagen, um nicht weg geschickt zu werden.

Im zweiten Teil erfährt man dann etwas mehr über das Programm, denn es kommt, wie es kommen muss: Sloane wird eingewiesen. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie kein einfacher Patient sein wird. Sie wehrt sich von Anfang an mit Händen und Füßen gegen die Behandlung, sie kämpft, sie schreit - leider jedoch erfolglos. Also begleitet der Leser sie dabei, wie sie sich langsam aber sicher in eine dieser leeren Hüllen verwandelt, die sie mehr verabscheut als alles andere. Nur dass sie sich eben nicht mehr daran erinnert, dass sie niemals so werden wollte.

Doch mit der Einlieferung und Behandlung im Programm ist Sloanes Geschichte natürlich noch nicht zu Ende. Allerdings kann ich an dieser Stelle nichts dazu sagen, ohne euch zu spoilern. Nur so viel kann ich euch verraten: Sloane schließt der Therapie erfolgreich ab und wird zurück in die Obhut ihrer Eltern gegeben. Sie versuchen, dem Mädchen ein normales neues Leben zu ermöglichen, aber irgendetwas nagt an ihr...

--- Fazit ---
Mit "Du wirst vergessen" hat Suzanne Young einen tollen Auftakt einer tollen Dilogie geschrieben, der mich von vorne bis hinten fesseln konnte. Das Buch behandelt ein trauriges Thema auf sehr intensive Weise und besticht dabei vor allem durch die Atmosphäre und gut gezeichnete Charaktere. Für Fans von Dystopien definitiv eine Empfehlung!

Wirklich gelungene Dystopie!

Von: Atelier Maikind Datum: 22.06.2015

Wer im Programm ist hat keine Chance mehr zu entkommen. Sloane erfährt das an ihrem eigenen Leib, denn ihr Freund James wird vom Programm geholt. Dort werden ihm jegliche Erinnerungen genommen. Er kennt Sloane nicht mehr und weiß auch nicht mehr über ihre Gefühle Bescheid. Sloanes größter Alptraum wird Realität…

Die Charaktere sind wirklich sehr stark. Beide, Sloane und James, machen im Buch eine große charakterliche Veränderung durch. Leider kann ich dazu nicht viel verraten, weil ich euch sonst viel zu viel verraten würde. Auch die gesamte Welt, in der „Du. wirst. vergessen“ spielt hat es in sich. Selbstmord-Epidemien, Menschen ohne Erinnerung und anderes hält die Menschen in Atem. Würde ich in dieser Welt leben wollen? Ganz klar: NEIN!

Der Schreibstil der Autorin ist ok. Ich fand ihn nicht überragend gut, aber auch nicht supertoll. Geschrieben ist der Roman in der Ich-Form aus Sloanes Sicht. Manchmal war mir der Spannungsbogen zu lang und ab und an habe ich das Buch auch einfach weggelegt. Natürlich war es irgendwie fesselnd, aber nicht so extrem wie bei anderen Büchern. Es war ein wirklich emotionales und romantisches Buch, aber auf der anderen Seite war es auch deprimierend und düster.

Das Cover alleine hätte mich nicht dazu animiert dieses Buch zu lesen. Es sieht mir einfach zu künstlich und ausdruckslos aus. Leider trifft diese Beschreibung auch aufs englische Originalcover zu. Mir wären spontan zwei Gestaltungsideen eingefallen, die passender für den Inhalt dieses Buches gewesen wäre und gleichzeitig perfekt aufs Cover gepasst hätte. Natürlich hat das Design einen Sinn, den man versteht, wenn man das Buch gelesen hat, aber trotzdem sieht es einfach nicht interessant aus.

„Du. wirst. vergessen“ ist wirklich ein guter Auftakt. Teilweiße ist das Buch etwas zäh geschrieben, aber das muss sein um alles verstehen zu können. 4 von 5 Sternen für diese Dystopie.

★★★★☆

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