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Du liebst mich nicht

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-09303-7

Erschienen: 13.05.2013
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Entführt, gefangen ... verliebt?

Während eines Sommeraufenthaltes in Griechenland wird die Amerikanerin Chloe gekidnappt. Tag für Tag steht das einst selbstbewusste, lebensfrohe Mädchen nun Todesängste aus. Ihre Hilflosigkeit, die körperlichen Qualen durch einen der Entführer und die Einsamkeit treiben sie an den Rand des Wahnsinns. Zu Hause kämpft man für ihre Freilassung, doch hier gibt es nur einen, auf den sie sich verlassen kann. Nur einen, der ihr Überleben sichert. Einen, den sie wirklich liebt ... ihr Peiniger.

"Extrem fesselnd. Emotional nah. Außergewöhnlich und doch authentisch. Und sehr beeindruckend."

Jugendleseclub "Lesezeichen" (19.09.2014)

Edeet Ravel (Autorin)

Edeet Ravel wurde in einem israelischen Kibbuz geboren und wuchs in Montreal auf. Sie studierte Englisch in Israel und Creative Writing in London. Gemeinsam mit ihrer Tochter lebt sie nun in Kanada. Edeet Ravel hat bereits mehrere erfolgreiche Romane für Erwachsene veröffentlicht.

"Extrem fesselnd. Emotional nah. Außergewöhnlich und doch authentisch. Und sehr beeindruckend."

Jugendleseclub "Lesezeichen" (19.09.2014)

"Edeet Ravel ist mit "Du liebst mich nicht" eine spannende Geschichte über das Stockholm-Syndrom gelungen."

OWL am Mittwoch, Bielefeld (12.06.2013)

"Eine Geschichte, die über das normale “Ich” hinausgeht und mich mit schier unerträglicher Nachdenklichkeit und Spannung zurückließ. ... Brillant, brillant, brillant!"

Bloggerstimme (13.05.2013)

"Das aber ist erst der Anfang von einem atemberaubenden Martyrium, was den Leser gefangen nimmt und zu Tränen rührt..."

Amazon-Leserstimme (26.05.2013)

"Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass sich ein Entführungsopfer so verhalten könnte..."

eselsohren.at (27.05.2013)

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Aus dem Englischen von Anne Braun
Originaltitel: Held
Originalverlag: Annick

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-09303-7

€ 7,99 [D] | CHF 9,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbt

Erschienen: 13.05.2013

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Nichts halbes und nichts ganzes..

Von: Sarah Rawrpunx Datum: 27.10.2015

rawrpunx.blogspot.co.at

"Du liebst mich nicht" stand ganz hoch oben auf meiner Leseliste seitdem ich "Stolen" von Lucy Christopher gelesen habe. Ich war auf der Suche nach Jugendbüchern in dieser Richtung (Stockholm Syndrom) und wurde hier schließlich fündig.

Die komplette Geschichte wird aus der Sicht des Opfers erzählt und daher bekommt man zwangsweise pikante Details geliefert. Chloè und ihre beste Freundin Angie verbringen ein freiwilliges Halbjahr in Griechenland, beiden gefällt es eigentlich recht gut, nur Chloè findet, dass Angie mit den einheimischen Jungs zu offenherzig umgeht. Daraufhin haben beide einen großen Streit, woraufhin sich Chloè am nächsten Tag alleine aufmacht um eine Sightseeingtour zu machen. An einem verlassenen Ort wird die junge Amerikanerin in ein Auto gezerrt, gefesselt und mit Betäubungsmitteln gefügig gemacht. Tage später befindet sie sich in einem kargen Unterschlupf, jedoch mit einem Kühlschrank voller Lebensmitteln und sonderbaren Annehmlichkeiten. Der Entführer ist ein junger Mann, der sie merkwürdigerweise gut behandelt...

In der Zwischenzeit hat Angie natürlich schon Alarm geschlagen und nicht nur die Polizei ermittelt, auch angetrieben durch die sozialen Netzwerke und vielen Fernsehauftritten, werden Demos und Petitionen in der ganzen Welt gestartet. Denn die Entführer wollen kein Lösegeld, sie fordern die Entlassung spezieller Häftlinge.

Chloè bekommt das alles nach und nach von ihrem Entführer mit, er erzählt ihr so wenig wie möglich aber doch so viel, dass sie stets im Bilde ist. Da Chloè natürlich über Wochen alleine ist, in einem einzigen Raum, wird der Entführer zwangsläufig zu ihrer Bezugsperson. Sie fängt an, seine Gesten zu deuten, jede Kleinigkeit zu schätzen und seine Nähe zu suchen. Sie verliebt sich in ihn, obwohl der Entführer ihr sagt, dass sie wahrscheinlich am Stockholm Syndrom leidet.

Anfangs bekommt man noch die Angst und die Hilflosigkeit von Chloè mit, sie schreibt ihren Tagesablauf auf und ihre Sorgen. Doch schon bald dreht sich alles nur noch um den Entführer, sie versucht sich ein Bild im Kopf zurecht zu rücken und weicht auch davon nicht mehr ab.

Um ehrlich zu sein, weiß ich noch immer nicht, wie ich diese Geschichte deuten soll. Einerseits, hat mich Chloès Gefangenschaft natürlich mitgenommen und schwirrte auch Tage danach noch in meinem Kopf herum. Andererseits, lag das Hauptaugenmerk relativ stark bei dem einfühlsamen und netten Entführer, wobei das ja schon ein Widerspruch in sich ist. Ich hätte es definitiv besser gefunden, wenn man auch seine Sicht lesen hätte können. Denn obwohl die Autorin den Entführer gut beschrieben hat, hat man im Endeffekt doch kaum etwas über ihn erfahren. So lässt sie den Entführer als intelligenten, jungen Mann erscheinen, der gerne liest, auf seine Umwelt achtet und Vegetarier ist. Doch wie steht das in Verbindung mit einer Entführung? Welche Hintergründe hatte diese verzweifelte Tat? Hier werden nur Andeutungen gemacht, vage Aussagen und man kann schließlich nur vermuten.

Auch die Mutter von Chloè entsprach nicht ganz dem Bild, welches ich von einer leidenden Mutter habe, deren Tochter entführt wird. Mit dem Ende war ich auch nicht ganz einverstanden, ich weiß nämlich immer gerne, wie die Sachen ausgehen und was genau passiert. Offene Enden bzw ein "der Leser darf sich selbst ausdenken was passiert" finde ich leider nun mal scheiße.

Nach langem Überlegen vergebe ich hier dennoch eine deutliche Leseempfehlung mit guten 3,5/5 Rawr's. Es ist keine brutale Geschichte, mehr eine merkwürdige, sonderbare und leicht bizarr romantische Momentaufnahme einer furchtbaren Tat.

Eine Geschichte, die über das normale "Ich" hinausgeht...

Von: Charlene Sander Datum: 13.10.2015

leselustleseliebe.wordpress.com/

»Der Inhalt«

Für ein paar Wochen sind die Freundinnen Chloe und Angie in Griechenland als freiwillige Helferinnen. Kurz bevor sie abreisen, dürfen sie die Gegend auf eigene Faust erkunden. Doch sie streiten sich und Chloe zieht eines morgens alleine los, um ihre Freundin nicht zu wecken. Zunächst geht alles gut, bis sie sich mit verbundenen Augen in einer Limousine wiederfindet und ein Fremder ihr befiehlt, sich umzuziehen. Sie bekommt alles nur am Rande mit, doch per Auto und Flugzeug wird sie irgendwohin verschleppt. Sie steht Todesängste aus und fürchtet das Schlimmste. Ihr Entführer scheint gelegentlich ganz nett zu sein, doch sie weiß, dass dies nur eine Maske ist. Aber manchmal, da ertappt sie sich dabei, wie sie ihn länger anstarrt als schicklich ist und eine Anziehung von ihm ausgeht, der sie nicht widerstehen kann…

»Intensiv! Tiefes und berauschendes Abtauchen garantiert«

In “Du liebst mich nicht” bin ich so richtig, richtig tief abgetaucht. Ein Grund dafür, warum ich es in nur einem Stück verschlang und mich mit dem Zuklappen der Buchdeckel zunächst ziemlich orientierungslos fühlte. So versunken und gefangen war ich von dem durch und durch fesselnden Szenario, das die Autorin Edeet Ravel in ihrem Roman kreiert.

Der durchweg packende Rausch entsteht durch die interessante Geschichtsidee, die unglaublich intensiv umgesetzt wurde und mir daher sehr nahe ging.

Dieses wiederum wird durch den brillanten Aufbau von “Du liebst mich nicht” erzeugt. Als Leserin werde ich – genauso wie die Protagonistin Chloe – in eine neue und unbekannte Situation geworfen, mit der ich klarkommen musste oder eben nicht. Dadurch wuchs ich eng mit Chloe zusammen und fühlte dermaßen stark mit ihr mit, als wären es meine eigenen Gefühle.

»Ein gelungener Rundumblick«

Bei Entführungsgeschichten kann oft die Problematik einer einseitigen Handlung entstehen, was Edeet Ravel geschickt – auch durch ihren famosen Aufbau – umging, indem ich, zeitgleich und zusätzlich zu Chloes Bericht in der Ich-Form, Zeitungsartikel, Facebookeinträge und Tagebuchseiten mitverfolgte. Dieser Rundumblick verleiht “Du liebst mich nicht” eine größere Tiefe und lässt die Ereignisse insgesamt realer erscheinen.

Es erscheint anormal, wie so echt, ehrlich und wahr wirkende Gefühle zwischen Entführer und Opfer- entstehen können. Doch wer behauptet, dass das s.g. Stockholm-Syndrom wirklich nachvollziehbar wäre? Edeet Ravel hat nichtsdestotrotz eine realistische Beziehung in der Geschichte verwoben, die Hilflosigkeit, Verlangen und viel, viel Menschlichkeit ausdrückt.

»Ein dunkler Sog, Herzklopfen und mehr als Unterhaltungswert«

Als ich “Du liebst mich nicht” zum ersten Mal sah, ahnte ich, dass sich dahinter eine packende Geschichte verbergen könnte, die am Ende tatsächlich meinen Erwartungen mehr als gerecht wurde. Generell lese ich solche Themen gerne, weil sie die Möglichkeiten bieten, sich komplett in sie hineinfallen zu lassen, sie Herzklopfen garantieren und meistens über den bloßen Unterhaltungswert hinaus an Abgründen balancieren und mit vielen Ebenen spielen.zitatwolke

So verwundert es mich auch nicht weiter, dass ich mich von den Seiten nicht mehr zu lösen vermochte und dem gigantischen Sog gnadenlos verfiel.

Zu gerne würde ich einiges über den/die Entführer schreiben, doch ich werde nichts verraten und muss darüber leider Stillschweigen bewahren.

Düstere “Machtworte” lassen sich in Edeet Ravels Roman ebenfalls finden. Unterschwellige Manipulation, irritierende Elemente und die einzige Gewissheit am Ende, dass ich nicht mehr weiß, was ich nun glauben soll und was nicht. Einfach überwältigend.

»Mein Fazit«

Vergesst den Alltag und lasst euch im wahrsten Sinne des Wortes in eine bombastische Geschichte entführen, die auf ihrem Pfad gespickt ist mit intensiven Gefühlen, dunklen Gedanken und verführerischen Augenblicken. Eine Geschichte, die über das normale “Ich” hinausgeht und mich mit schier unerträglicher Nachdenklichkeit und Spannung zurückließ.

“Du liebst mich nicht” ist das perfekte Buch für eine Nacht oder einen Tag, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass man es auch nur einen Moment zur Seite legen möchte! Eine Delikatesse, die manche eventuell mit Vorsicht genießen sollten. Brillant, brillant, brillant!


"Ich verspürte einen übermächtigen Wunsch, ihn zu berühren – es war ein körperliches Verlangen wie Hunger oder Durst." - S. 187

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