Du sollst sterben dürfen

Warum es mit einer Patientenverfügung nicht getan ist

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Warum unsere Patientenverfügungen häufig NICHT umgesetzt werden

Zurückgespritzt in ein Leben mit Schmerzen? Apathisches Warten auf den Tod in einem qualvoll gewordenen Dasein? Was, wenn meine Patientenverfügung nicht ernst genommen wird oder nicht alles abdeckt?

Tilman Jens fordert einen zeitigen und konkreten Dialog über den Tod, eine offen und klar vereinbarte Regelung der letzten Dinge. Der Wunsch auf ein selbst bestimmtes Ableben muss vom Umfeld des Sterbenden respektiert und eingehalten werden. In der Debatte um Sterbehilfe gibt er mit diesem Buch differenzierte Denkanstöße und Orientierungshilfen – basierend auch auf persönlichen Erfahrungen, etwa mit seinem Vater Walter Jens.

»Mein Vater ist zwei Jahre zu spät gestorben. Und das, obwohl er eine Patientenverfügung hatte.« Tilman Jens

  • Unverzichtbar für alle, die eine Patientenverfügung haben oder aufsetzen wollen

  • Hochaktuell in der Debatte um Sterbehilfe

  • Eine Forderung nach Enttabuisierung und mehr Dialog über den Tod und das Sterben

"Wer sterben will, hat keine Lobby in diesem Land. Der ist Manövriermasse für Sachwalter der unterschiedlichsten Interessen. Die Lebensverlängerung hat Methode, einerlei, ob da nun ein eigentlich rechtsverbindliches Schriftstück in den Wind geschlagen wird oder dem ärztlich begleiteten Freitod der Gar ausgemacht werden soll. Die Missachtung von Patientenverfügungen und die Kriminalisierung der Sterbehilfe sind letztlich zwei Seiten ein und derselben Medaille."


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ISBN: 978-3-641-17040-0
Erschienen am  21. September 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Du sollst sterben dürfen

Von: Brigitte Weber aus Schneverdingen

03.05.2016

Dieses Buch entspricht der Wirklichkeit. Sterben wird verdrängt oder quallvoll trotz Medikamenten verlängert. Wir müssen endlich mal lernen einen schwerst kranken Mensch zu akzeptieren. Sein Leid kann selbst von den frommsten Worten nicht nicht ausgelöscht werden. Natürlich darf dies nicht nur -- ein Arzt -- entscheiden,dass wäre für ihn vielleicht eine zu große Verantwortung. Auch für Familienmitglieder emotional schwer zu befolgen. Es sollte vom Staat endlich eine Reglung statt finden. Und Deutschland sollte nicht den Kopf in den Sand stecke. Hat absolut nichts mit unserer Geschichte zu tun. Es ist der Wille eines Menschen der einfach nicht mehr leiden will. Und diesen sollte man respektieren. Dieses Buch ist sehr wertvoll und es macht uns aufmerksam achtsam mit dem Leben umzugehen aber auch zu lernen ,dass wir nicht ewig leben . ---- Oder leben wollen---- Was ist da gnädiger einen Giftcoktail zu trinken oder sich aus Verzweiflung aus dem Fenster zu stürzen ???? Es ist unsere christliche Scheinheiligkeit. Mit freundlichem Gruß Brigitte Weber

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Vita

Tilman Jens (5.09.1954-29.7.2020), lebte als Journalist in Leipzig. Er schrieb in seinen Büchern unter anderem über Goethe, Mark Twain oder auch persönliche Erlebnisse, wie die Demenz-Erkrankung des eigenen Vaters: Tilman Jens‘ Werke wurden stets viel diskutiert, denn der Autor vertrat häufig Standpunkte jenseits des Mainstreams. Er brach Tabus und sprach, filmte und schrieb mutig darüber, was ihm wichtig war. Er arbeitete als freier Autor und Filmemacher unter anderem für die ARD, Arte und 3Sat.
Insgesamt veröffentlichte der Autor elf Bücher. Sein im Gütersloher Verlagshaus publiziertes Buch über die Erkrankung seines Vaters Walter Jens, der Bestseller: "Demenz. Abschied von meinem Vater", 2009, wurde in den Medien breit diskutiert. Als Antwort auf diese leidenschaftliche Debatte veröffentlichte er 2010: "Vatermord – wider einen Generalverdacht". 2011 folgte sein Buch "Freiwild" – die Odenwaldschule als die persönliche Rückschau auf die Jahre in einem skandalumwitterten Internat: Ein Lehrstück von Opfern und Tätern. Und dann 2013 die Streitschrift wider den klerikalen Zeitgeist – "Der Sündenfall des Rechtsstaats". 2014 erschien zusammen mit Heribert Schwan sein Debattenbuch "Vermächtnis – Die Kohl-Protokolle". 2015 unter dem Titel "Du sollst sterben" dürfen ein Buch zur Patientenverfügung und zuletzt im Heyne-Verlag 2017 sein Buch über Stephen Bannon "Stephen Bannon: Trumps dunkler Einflüsterer".

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