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Zwei Geschwister verschwinden kurz nacheinander von ihren Pflegeeltern. Wenig später taucht ein Bild von den beiden im Internet auf, zusammen mit einer fremden Frau. Als diese einige Tage später tot aufgefunden wird, muss das Ermittlerteam schnell handeln. Was ist mit der Frau passiert? Und warum ist sie auf einem Bild mit den zwei vermissten Kindern zu sehen? Was hatte sie mit ihnen zu tun? Psychotherapeutin Siri Bergman und ihrem Team bei der Stockholmer Polizei bleibt nicht viel Zeit, um dem mysteriösen Fall auf den Grund zu gehen und den Täter zu finden.


Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
Originaltitel: Eld och djupa vatten
Originalverlag: Massolit förlag
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-20282-8
Erschienen am  14. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Psychotherapeutin Siri Bergmann ermittelt

Leserstimmen

5 Sterne Buch

Von: Befi

16.02.2019

Inhalt Zwei Geschwister verschwinden kurz nacheinander von ihren Pflegeeltern. Wenig später taucht ein Bild von den beiden im Internet auf, zusammen mit einer fremden Frau. Als diese einige Tage später tot aufgefunden wird, muss das Ermittlerteam schnell handeln. Was ist mit der Frau passiert? Und warum ist sie auf einem Bild mit den zwei vermissten Kindern zu sehen? Was hatte sie mit ihnen zu tun? Psychotherapeutin Siri Bergman und ihrem Team bei der Stockholmer Polizei bleibt nicht viel Zeit, um dem mysteriösen Fall auf den Grund zu gehen und den Täter zu finden. Rezension Ich habe dieses Buch gelesen ohne zu wissen, dass es zu einer ganzen Reihe gehört. Und ich muss sagen, dass es absolut kein Problem ist die vorherigen Bände nicht zu kennen. Zwei Geschwister verschwinden in Stockholm und bald tauchen Fotos von ihnen in einem Forum auf. Die Fotos machen auf „heile Welt“ in einem Retroambiente. Psychotherapeutin Siri Bergman versucht, sich in den Täter zu versetzen, kommt aber nicht hinter seine Motive. Die Handlung verläuft auf zwei Ebenen, die Gegenwart und die Vergangenheit des Täters. So hat der Leser den Ermittlern gegenüber einen klaren Vorsprung in Sachen Motivation. Denn der hat auch schon so einiges durchgemacht. Fast tut einem der Täter ja leid. Als Kind seine Familie verloren und von Pflegeeltern herumgeschubst, sucht er doch nur nach Liebe. Und die würde man ihm ja auch gönnen. Wenn – ja wenn … Das Buch entwickelt einen regelrechten Sog. Einmal begonnen mag man nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe mich regelrecht an den Seiten festgelesen und beinah noch eine Nachtschicht eingelegt, damit ich das Buch noch fertig bekomme. Die Suche nach den Kindern, die Wortmeldung des Täters, es war einfach alles stimmig und sehr interessant. Was mir ein bisschen viel war in dem Fall, war Siris Privatleben. So viel und so verzweifelt. Ich fand diesen Psychothriller sehr gut und der sozialkritische Aspekt innerhalb der Geschichte wird noch lange in mir arbeiten.

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Durch Feuer und Wasser (Camilla Grebe und Asa Träff)

Von: Poldi

24.01.2019

Zwei Geschwister wurden von ihrer drogenabhängigen Mutter vernachlässigt und misshandelt, weswegen sie in getrennten Pflegefamilien untergebracht wurden. Als beide kurz nacheinander verschwinden, gerät zunächst ihre Mutter unter Verdacht. Profilerin Siri Bergmann ist davon aber nicht überzeugt und wird in ihrer Meinung bestärkt, als ein Foto auftaucht, das die beiden Kinder in einer friedlichen Szene mit einer fremden Frau zeigt… Mit „Durch Feuer und Wasser“ haben Camilla Grebe und Asa Träff bereits den dritten Roman über die Profilerin und Therapeutin Siri Bergman verfasst, und natürlich nähert sich die Hauptfigur des Romans dem Fall wieder über einen psychologischen Ansatz. Siri nähert sich den Hintergründen, indem sie das bisherige Leben der beiden verschwundenen Kinder nähert – und dabei wird der Leser nicht gerade geschont. Die sich immer weiter offenbarenden Grausamkeiten Kindern gegenüber sind stellenweise nur schwer zu ertragen und sind zwar nicht explizit gewalttätig, aber eben besonders auf psychologischer Ebene ziemlich aufreibend dargestellt. Doch die Autorin zeigt auch weitere Winkelzüge, erhöht den Druck auf das Ermittlerteam und schafft so eine sehr dichte Atmosphäre. Hinzu kommt, dass die Handlung zweigeteilt ist und über einen weiteren Misshandlungsfall berichtet wird, der sich vorerst nicht mit dem Strang um Siri und ihre Ermittlungen kreuzt. Auch hier hat mich die Autorin in ihren Bann gezogen und Gefühle geweckt: Betroffenheit, Mitleid, Wut – wenn ein Roman das schafft, hat er in meinen Augen schon viel gewonnen. Zwar kann man immer mehr erahnen, wie alles zusammenhängt, sodass man gerade am Ende schon recht sicher ist, was dem Roman dann etwas die Spannung nimmt. Der Stimmung und den Gefühlsregungen des Lesers tut dies aber keinen Abbruch. Auch Siris Privatleben wird wieder mit eingebunden, überraschenderweise geht es auch hier nicht sehr friedlich zu. Es herrschen verletzte Gefühle und sich nur langsam legendes Misstrauen, was auch immer wieder eine gelungene Abwechslung zum eigentlichen Fall bildet. Ab und an hätte es hier aber auch ein bisschen weniger sein können. Dank des flüssigen Verlaufes und der angenehm zu lesenden Kapitel kommt hier zumindest keine Langeweile auf. „Durch Feuer und Wasser“ ist zwar ab der Mitte und danach immer mehr etwas vorhersehbar geschrieben, überzeugt dafür aber umso mehr mit einem beklemmenden Thema, das sehr intensiv und vielschichtig umgesetzt wird. Der psychologische Aspekt ist hervorragend eingebunden und kommt ebenso wie die Hauptfigur gut zur Geltung. Die Komposition ist sehr stimmig, zumal es eines dieser Bücher ist, das auch nach dem Lesen noch einen Nachhall erzeugt.

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Vita

Camilla Grebe und Åsa Träff sind Schwestern, aufgewachsen in Älvsjö in der Nähe von Stockholm. Der Roman "Die Therapeutin" war ihr erstes Gemeinschaftsprojekt, fast zwangsläufig entstanden aus ihrer Liebe zur Kriminalliteratur. Camilla, geboren 1968, lebt in Stockholm mit ihrem Mann, zwei Kindern und einem Dalmatiner. Sie ist studierte Betriebswirtin, hat den Hörbuchverlag "StorySide" gegründet und betreibt ein Beratungsunternehmen. Åsa, geboren 1970, lebt in Gnesta mit ihrem Mann und zwei Kindern. Sie arbeitet als Psychologin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie und betreibt in Stockholm mit drei Kollegen eine Gemeinschaftspraxis, die sich auf Angststörungen und neuropsychologische Störungen spezialisiert hat.

Zur AUTORENSEITE

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

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