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Durch die Nacht Eine Naturgeschichte der Dunkelheit

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17327-2

Erschienen: 21.09.2015
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Das faszinierende Panorama der dunklen Seite unseres Lebens

Jedes Licht braucht die Dunkelheit, um aus ihr zu entspringen, so wie ein Laut erst hörbar wird durch die Stille der Welt. Und das Gleiche gilt für das Leben, die menschliche Existenz überhaupt: Die Nacht ist es, die alles werden lässt. Ernst Peter Fischer erzählt nun die Geschichte dieser »Gegenzeit«, eine faszinierende Reise durch die dunklen Gefilde unseres Lebens.

Der Heidelberger Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer entfaltet in seinem neuen Buch ein facettenreiches Panorama der Nacht, das vom Anbeginn der Welt bis in unsere Gegenwart reicht. Wie schon in »Die Verzauberung der Welt« gelingt es ihm, Naturwissenschaft und Kulturgeschichte auf meisterhafte Weise zu verknüpfen und den Fragen nachzugehen, die die Dunkelheit an uns stellt: Wie entsteht Licht? Wie können wir die Farbe Schwarz wahrnehmen? Aber auch: Warum haben wir Angst im Dunkeln? Woraus bestehen unsere Träume? Und ist die Nacht auch für das Böse in uns verantwortlich?

Auf anregende, lustvolle Weise beleuchtet, ja illuminiert Ernst Peter Fischer die Nacht und führt uns durch ihre Geschichte – die so noch nie erzählt wurde.

»Statt sich im Bett hin und her zu wälzen, kann man sich nun vergnügt mit dem Buch von Ernst Peter Fischer durch die Nacht lesen.«

Süddeutsche Zeitung (02.02.2016)

Ernst Peter Fischer (Autor)

Ernst Peter Fischer, geboren 1947 in Wuppertal, studierte Mathematik, Physik und Biologie und promovierte 1977 am California Institute of Technology. 1987 habilitierte er sich im Fach Wissenschaftsgeschichte und lehrte in den Jahren darauf an den Universitäten Konstanz und Heidelberg. Als Wissenschaftspublizist schreibt er unter anderem für Die Welt und Focus. Fischer ist Autor zahlreicher Bücher, darunter der Bestseller »Die andere Bildung« (2001) und die Max-Planck-Biographie »Der Physiker« (2007). Für seine Arbeit erhielt er mehre Preise, u. a. den Sartorius-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Bei Siedler erschien zuletzt »Die Verzauberung der Welt. Eine andere Geschichte der Naturwissenschaft« (2014).

»Statt sich im Bett hin und her zu wälzen, kann man sich nun vergnügt mit dem Buch von Ernst Peter Fischer durch die Nacht lesen.«

Süddeutsche Zeitung (02.02.2016)

»Fischer hat ein Buch über die Nacht geschrieben, in dem es nicht nur um Astronomie geht. Es ist ein Plädoyer für die geheimnisvolle Dunkelheit.«

Berner Zeitung (CH), 31.10.2015

»Eine Wundertüte an Lesefrüchten über die Nacht und obendrein noch ein mitreißendes Plädoyer für eine vielleicht überlebensnotwendige neue Wissenschafts- und Weltsicht.«

Nürnberger Nachrichten, 28.11.2015

»Kenntnisreich und elegant, gespickt mit literarischen und philosophischen Querverweisen präsentiert Ernst Peter Fischer die verschiedenen Aspekte von Nacht und Dunkelheit.«

musenblaetter.de, 08.12.2015

»Hier demonstriert Ernst Peter Fischer seine Fähigkeit, naturwissenschaftliche Sachverhalte eingängig und doch mit der nötigen Genauigkeit zu präsentieren.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (11.12.2015)

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eBook (epub), 13 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-17327-2

€ 18,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

Erschienen: 21.09.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Unser kleines Leben umgibt ein Schlaf

Von: Stephanie Jaeckel Datum: 02.01.2016

www.klunkerdesalltags.wordpress.com

Eine Naturgeschichte der Dunkelheit verspricht viel. Aspekte aus allen möglichen Naturwissenschaften wie Astrologie, Physik, Biologie, Psychologie sind zu erwarten – und, als wäre das noch nicht genug – werden in dem aktuellen Buch von Ernst Peter Fischer auch Kulturgeschichte und Philosophie gestreift und – aber da habe ich schon längst aufgehört zu lesen.

Der Anfang ist spannend. Rilke und Nabokov laden ein zum Erkenntnisweg, den die Menschheit machen musste, um der Tatsache Nacht auf die Spur zu kommen. „Die Nacht ist der Schatten der Erde“ lautet die Antwort, die am Ende der Entdeckungsreise stand. Zwischendrin wurde man auch noch der Schattenseite des Mondes gewahr, lernte die Ausweitungstendenz des Universums kennen, den Urknall, der am Anfang von Allem stand, das Funktionieren unserer Augen und die Vielfarbigkeit von Schwarz. Das würde man doch wirklich zu gerne verstehen, doch der Autor Ernst Peter Fischer legt ein solches Tempo vor, das kaum mitzuhalten erlaubt.

Das zweite Kapitel, das das menschliche Doppelleben zwischen Wachen und Schlafen beleuchtet und auch kulturgeschichtliche Themen streift, ist für mich als Geisteswissenschaftlerin festeres Terrain. Auch hier sind die aufgegriffenen Themen mehr als spannend, doch leider werden sie nur gestreift. Es ist, als bewege man sich in einem Affenzahn durch das menschliche Gedankengespinst zu unserer nächtlichen Existenz von der Sprache des Barock zum Funktionieren weiblicher Eizellen, der inneren Uhr, verschiedensten Hormonen bis hin zur Meeresfauna.

„Sexualität soll hier nicht ausgeklammert werden, aber um sie kreisen soll und kann diese Darstellung der Nacht nicht, (…)“ – dieses, auf Seite 46 gemachte Versprechen wird leider nicht gehalten. Ständig – und leider ohne Vorwarnung – menschelt der Autor zu Sexuellem, dass einem elend wird. Naturgeschichte? Wohl kaum. Eher peinliche Ausschweifungen im Onkelstil. Spätestens hier wird mir unwohl. Was als berauschende Kenntnisfülle angepriesen wird, zerfleddert zu einem Rauschen, wo statt Präzision populäres Wissen strömt. Das ändert sich leider auch in späteren Kapiteln nicht. Stets wird eins, noch eins, noch eins und noch und noch und noch eins drauf gesetzt, wo ich gerne bei einem Thema geblieben und es von allen Richtungen her durchwandert hätte. Eine Kulturgeschichte des Traums schließt sich an, die hier wirklich nix zu suchen hat, die Romantik wird gestreift, in der Bibel vertiefen wir uns in Josephs Traumdeutungen , um bei Kapitel 6, der „Nachtseite der Naturwissenschaft“ anzukommen.

Hier hat mich gleich der erste Satz aus der Lektüre gekegelt: „Zu den durchgängigen Dummheiten der abendländischen Kultur gehört die Gewohnheit, sich das Fortschreiten der Naturwissenschaften von Leuten (sic!) erklären zu lassen, die sie selbst nicht betreiben und nur wenig – höchstens den Teil einer Disziplin – von ihr kennen.“ Der Schlag richtet sich gegen Philosophen, die ja, so der Vorwurf, die wesentliche naturwissenschaftliche Beweisführung – das Experiment – nicht beherrschen. Weiter bin ich tatsächlich nicht gekommen, vielleicht federt er diesen ersten Schlag später noch einmal ab, vielleicht würde er mich sogar überzeugen? Und überhaupt, wie kann er nur ?Wo er doch so gerne Alexander von Humboldt zitiert, oder Goethe, die ja für die Durchmischung der Disziplinen stehen, und überhaupt, waren nicht Naturgeschichtler nicht die, die ein Crossover von Geistes- und Naturwissenschaften pflegten?

Durch die Lappen gegangen ist mir also das 7. Kapitel, das mit seiner Überschrift „Das Böse im Menschen“ Spannung verspricht. Vielleicht kommt hier noch eine grandiose Überraschung. Der letzte Satz jedoch hat mich von einer neuerlichen Lektüre abgehalten: „Das Leben lohnt sich durch die Nacht.“ Nö, nö, nö. Auch wenn es da diesen tollen Sex gibt. Weil – den gibt es tatsächlich auch tagsüber, aber wir wollen hier dem Autor nicht seine Illusionen nehmen.

Ernst Peter Fischer, Durch die Nacht. Eine Naturgeschichte der Dunkelheit. Siedler 2015. Ich danke Random-House für das Rezensionsexemplar.

Durch die Nacht und durch ganz viel Natur-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte

Von: Lesemanie Datum: 13.11.2015

lesemanie.blogspot.de

Mit einem Verweis auf Rainer Maria Rilke setzt das Vorwort zu diesem Buch ein: "Du Dunkelheit, aus der ich stamme" zitiert Ernst Peter Fischer die erste Zeile und verweist auch auf die zweite Strophe: "Aber die Dunkelheit hält alles an sich". Dem gibt Fischer noch im Vorwort recht:

"Schließlich zeigt sich den Menschen jedes Licht, ob von Sternen oder Lampen, nur mit und vor dem Schwarz eines Hintergrunds, und jede Einsicht benötigt die Dunkelheit eines Anfangs, um aus ihr zu entspringen, so wie ein Laut erst durch die Stille der Welt hörbar wird. Wo anders als in meiner inneren Nacht stecken denn die Gedanken, bevor sie sich melden, und wo sonst lassen sich die Worte finden, mit denen man sie ausdrückt und weitergibt?"

Mit einem Rilke-Zitat und derlei philosophischen Überlegungen zu beginnen, macht direkt auf den ersten Seiten klar: dieses Buch ist viel mehr als die im Untertitel angepriesene "Naturgeschichte der Dunkelheit." Fischer bietet nämlich nicht "nur" Naturgeschichte, sondern auch Exkurse in die Literatur, die Philosophie, Religion, moderne Neurowissenschaften...kurz: hier liegt eine Natur-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte vor. Zugleich fasst Fischer den Begriff "Dunkelheit" sehr weit und spricht eben nicht nur von Dunkelheit im wörtlichen Sinne, sondern auch von den "dunklen Seiten" der menschlichen Psyche. Es ist ein ambitioniertes Werk, das dem Leser viel Konzentration abverlangt damit er den Faden nicht verliert und das leider nicht konstant so fulminant geschrieben ist, wie es mir nach dem Vorwort schien.

Teilweise fehlt Fischer die Distanz zu den zitierten Werken, manche Mythen und Bibelpassagen werden so beschrieben und besprochen, als wären sie wörtlich zu nehmen. Erst kurz vor Schluss baut Fischer eine gewisse Distanz auf, macht deutlich, dass es sich bei diesen Quellen selbst schon um Interpretationen von und Assoziationen mit Dunkelheit handelt.

Auch geht Fischer bei einigen Sachverhalten in meinen Augen von falschen Prämissen aus, was es schwer bis unmöglich macht, der daraus resultierenden Argumentationskette zuzustimmen. So stellt Fischer mit leiser Wehmut fest, dass die Wissenschaft im 20. Jahrhundert "ihr altes Ziel, das Leben der Menschen zu erleichtern und die Bedingungen ihrer Existenz zu verbessern aus den Augen verloren" hat, und stellt außerdem die Behauptung in den Raum, die moderne Wissenschaft, deren Beginn er vor 400 Jahren sieht, sei bis Beginn des 20. Jahrhunderts gleichbedeutend mit humanem Fortschritt gewesen. Dabei scheint er zu vergessen, dass militärische Interessen immer schon eine große Rolle in der Wissenschaft gespielt haben - Kanonen und Gewehre mögen nicht das gleiche Schadenspotential wie eine Atombombe haben, doch es sind Kriegsmaschinen, an deren Verbesserung die moderne Wissenschaft auch vor Beginn des 20. Jahrhunderts gearbeitet hat.
Generell wurde unter dem Deckmantel der "Humanisierung" Vieles erfunden und weiterentwickelt, was schlussendlich nicht nur Gutes hervorbrachte. Mancher mag argumentieren, dass die Verfeinerung von Hinrichtungsinstrumenten wie der Guillotine das Leiden der zum Tode Verurteilten mindert. Zugleich jedoch bietet eine solche "Humanisierung" von Tötungsmechanismen auch eine Entschuldigung, dass selbst eine aufgeklärte Gesellschaft Hinrichtungen rechtfertigen - und weiterhin ausführen - kann.

Es mag einfach der unglaublichen Fülle an Themen, Fachbereichen und Ethik-Argumenten geschuldet sein, dass nicht jede Argumentationskette den nötigen Raum erhält, um zu überzeugen. Es bleibt außerdem wohl auch nicht aus, dass, sobald es um Definitionen von Gut und Böse, Recht und Unrecht geht, verschiedene Meinungen im Raum stehen. Und es ist ja auch nicht schlecht, mit Gedanken oder Ideen konfrontiert zu werden, die die eigenen Überlegungen nicht widerspiegeln. Ab und zu die eigenen Überzeugungen mal zu durchleuchten, vorsichtig zu hinterfragen und dann entweder beizubehalten oder gegebenenfalls anzupassen, kann schließlich nicht schaden.
Ein bisschen mehr Puste, und ein etwas deutlicherer roter Faden wären dennoch schön gewesen und ich muss zugeben, dass es mir ab und zu wirklich schwer fiel, mit voller Konzentration dabeizubleiben.

Kurzfazit: Bringt den Kopf zum Schwirren und nicht nur überzeugende Argumente. Dennoch gar nicht schlecht.

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