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Ede und Unku - die wahre Geschichte Das Schicksal einer Sinti-Familie von der Weimarer Republik bis heute

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€ 15,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 19,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-22185-0

Erschienen:  26.02.2018
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»... eine anrührende, aufrüttelnde und zartbittere Geschichte ...« (Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung)

Ede und Unku - mit über 5 Mio Exemplaren eines der meistverkauften Bücher in Deutschland. Die Erstausgabe erschien 1931, das Buch war viele Jahre Schullektüre und erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Arbeiterjungen Ede und dem Sintimädchen Unku während der Weimarer Republik. Doch was kaum jemand weiß: Schon kurz nach der Machtergreifung Hitlers wurde das Buch verboten und das »Zigeunermädchen« Unku in einem Konzentrationslager umgebracht. Der Musiker Janko Lauenberger ist Unkus Ur-Cousin. Er erzählt in diesem Buch ihre wahre Geschichte und gleichzeitig seine eigene als Sintikind in der ehemaligen DDR und später im wiedervereinigten Deutschland.

  • Zeitgeschichte – persönlich und emotional

  • Ein Stück deutsch-deutscher Nachkriegsgeschichte

  • ZDF plant Dokumentarfilm

  • DDR-Kindheitserinnerungen werden wach

Janko Lauenberger (Autor)

Janko Lauenberger, 1976, arbeitet als Musiker in Berlin und hat bereits mit Jazzgrößen wie Ferenc Snetberger gespielt. Ausgebildet hat ihn sein Vater, Gründer der DDR-Kultband „Sinti Swing Berlin“. Seit seinem 16. Lebensjahr spielt Lauenberger in der Band mit, widmet sich aber auch eigenen musikalischen Projekten.


Juliane von Wedemeyer (Autorin)

Juliane von Wedemeyer, Jahrgang 1975, ist freie Autorin und arbeitet heute vor allem für die Süddeutsche Zeitung. Ihre ersten Reportagen und Porträts schrieb sie für den Berliner Tagesspiegel. In der Nähe Berlins ist sie auch aufgewachsen. „Ede und Unku“ gehörte für sie also zur Schullektüre.

27.06.2018 | 19:30 Uhr | Pullach

Autorenlesung

Janko Lauenberger und Juliane von Wedemeyer stellen ihr aktuelles Buch "Ede und Unku - die wahre Geschichte" in Pullach vor.

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Mehr Infos

Buchhandlung Isartal GmbH
Johann-Bader-Straße 14
82049 Pullach

Tel. 089/7937492, pullach@buchhandlung-isartal.de

27.01.2019 | 11:00 Uhr | Neu-Isenburg

Autorenlesung

Janko Lauenberger und Juliane von Wedemeyer stellen ihr aktuelle Buch "Ede und Unku - die wahre Geschichte" im Bertha-Pappenheim-Haus in Neu-Isenburg vor.

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Mehr Infos

Seminar- und Gedankstätte Bertha-Pappenheim-Haus
Zeppelinstr. 10
63263 Neu-Isenburg

Weitere Informationen:
Der Magistrat der Stadt Neu-Isenburg
63263 Neu-Isenburg

pappenheim.haus@stadt-neu-isenburg.de

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-22185-0

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen:  26.02.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Extrem erhellend und emotional

Von: HEIDIZ Datum: 19.06.2018

heidizengerling.blogspot.de/

"Ede und Unku" - wer kennt nicht die DDR-Schulbuchlektüre ???
Seinerzeit geschrieben von Alex Wedding - alias Grete Weiskopf - war dieses Buch aus den Schulen der DDR nicht wegzudenken. Was steckt aber hinter dieser Geschichte, die es - kommunistisch angehaucht - in die Schulen der DDR geschafft hat? Wer sind die Charaktere Ede und Unku, wer waren sie? Gab es sie wirklich? Wer war Alex Wedding ???

Fragen über Fragen, die das Buch beantwortet, welches ich vorgestern und gestern gelesen habe. Ich konnte mich nicht davon trennen, mir kamen auch die Tränen, warum, werde ich berichten ...

Ede und Unku erschien erstmals im Malik-Verlag, Berlin im Jahr 1931.
Das Buch war ihr Erstlingswerk.

Ede - ein ganz normaler Berliner Junge und das Zigeunermädchen Unku freunden sich an, drumherum eine Geschichte, wie sie damals sicher vielfach passierte, Edes Vater wurde arbeitslos, es gab wenig zu essen, die Zeiten waren hart ...

Wundervoll war dieses Buch geschrieben und stellte die Zeit sehr gut dar, war sozusagen Zeitdokument - dennoch lies es Fragen offen, die das aktuelle Buch "Ede und Unku - die wahre Geschichte" nun beantwortet, geschrieben von einem Nachfahren Unkus, dem Jazzmusiker Janko Lauenberger und der Journalistin Juliane von Wedemeyer.

In 17 Kapiteln stellen die Autoren zum einen noch einmal die Geschichte um Ede und Unku dar, mehr aber geht es darum, zu erklären, wer Unku war, wer ihre Familie war, was sie in ihrem nur allzu kurzen erlebte, erleben musste, bis sie - gerade mal 24 Jahre alt - sterben musste - im Konzentrationslager ...

Aber dieses Buch geht noch weiter bis ins Heute und beschäftigt sich mit der Thematik Rassismus in der DDR und auch noch heute, mit dem Gegenübertreten der Menschen anderen Schichten - so auch der Sinti oder Roma, wie es Unku war und ihre Familie - und wie es auch noch heute der Autor ist.

Aufrüttelnd und detailliert geschrieben, stellt dieses aufklärende Buch dar, wie es wirklich war. Die Autorin von Ede und Unku damals lernte Unku in Berlin kennen, sie war oft bei Grete Weiskopf zuhause zu Gast - das war mir bisher auch unbekannt. Aber zu viel möchte ich nicht verraten, ich rate dazu, unbedingt dieses Buch zu lesen, hier wird man endlich "aufgeklärt" - wie alles wirklich war.

Das Leben der Sinti und Roma wird deutlich, Menschen, die voreingenommen diesem Volk gegenüber sind, rate ich unbedingt, dieses Buch zu lesen, das darstellt, wie man sich fühlt, wenn man ausgegrenzt wird, als Erwachsener damals und heute, als Kind damals und heute ...

Welchen Hintergrund Alex Weddings Geschichte hatte, die - da die Autorin Kommunistin war, in der DDR gelesen werden "musste" - ist extrem interessant und aufrüttelnd, die Zeit Unkus und ihrer Familie im KZ, die Ängste, der Hunger und doch der Zusammenhalt zwischen den Menschen der Familie in schweren Zeiten, als man keine Freiheit mehr hatte.

Extrem lesenswert !!!

Die traurige Geschichte der Unku

Von: Anne-Marit Strandborg Datum: 11.06.2018

didonia.blogspot.de/

Ich finde es so toll: Da stelle ich ein kleines, unscheinbares Büchlein, das ich während meiner DDR-Schulzeit gelesen habe vor und trete damit eine kleine Welle los. Monerl hat dann nämlich nachgeforscht und das Buch von Janko Lauenberger entdeckt und es auf ihrem Blog vorgestellt.

Und nun habe ich es auch gelesen und lege es euch ans Herz.

Das Büchlein von Alex Wedding endete vor der Nazizeit. Im Mai 1933 wurde es von den Faschisten verbrannt und es gehörte damit zu den verbotenen Büchern.

Janko Lauenberger, Ur-Cousin von Unku, hat die Geschichte der Familie weitererzählt. Ein gutes Fazit kann er zum Schluss des Buches leider nicht ziehen. Der Rassismus scheint heute "in Wellen über unser Land zu schwappen". In den 90er Jahren hat er das nicht so schlimm empfunden. Wer ihn da nach seiner Herkunft fragte, tat das aus Interesse. Heute erntet er oftmals "unfreundliche und bohrende" Blicke.

In einem meiner Kommentare bei Ede und Unku schrieb ich, dass es in dem Buch weniger um Unkus Familie ging als vielmehr um den Klassenkampf der Arbeiter. Ansonsten, davon ist Janko Lauenberger überzeugt, wäre es nie in den Schulplan mit aufgenommen worden. So haben es seit den 50er Jahren Millionen Schüler gelesen.

Nach mehr als dreißig Jahren erst erfuhr die Familie, dass es über sie ein Buch gibt. Und während es dort ein gutes Ende nimmt, war dies für Unku keinesfalls so. Sie, ihre beiden Töchter und ihre Mutter starben in Auschwitz. Nur der Vater überlebte. Das einzige was ihm von Unku blieb, sind die Bilder aus dem Büchlein.

Dieses nun vorliegende Buch hat Janko Lauenberger geschrieben, weil er, nun selbst Vater geworden, nicht will, dass seine Kinder denselben Vorurteilen gegenüberstehen. Vorurteile, die bis heute bestehen. Laut einer Umfrage aus dem Jahre 2014 stoßen die Sinti und Roma auf mehr Ablehnung, als jede andere Gruppe. "20 Prozent der Befragten würden uns nicht einmal zum Nachbarn haben wollen. Wenn ich so etwas höre, muss ich schon aus Verzweiflung etwas tun." - Wer sind wir, dass wir uns so dermaßen über andere Menschen erheben.

Mit zwölf Jahren, als sich Unku taufen lässt, erfährt sie schon eine Spur von Rassismus von ihrer Patin Frieda Zeller-Plinzner. Zu dieser Zeit ist Grete Weiskopfs Buch schon verboten und sie selbst mit ihrem Mann im Exil.

Im Juli 1936, zwei Wochen vor den Olympischen Spielen, werden die Berliner Wagenplätze geräumt. Angeblich wegen der Hygiene. Nun stehen sie zwischen den Rieselfeldern der Berliner, direkt an den Bahnschienen. Dort gibt es für alle nur zwei Toilettenanlagen und regelmäßig kommen LKWs mit Jauche, die hier entsorgt wird.
Im August 1938, Unku ist mittlerweile mit Mucki verheiratet, bringt sie ihr erstes Kind zur Welt, eine Tochter. Mucki, gefangen in Buchenwald, erfährt erst einen Monat später, dass er Vater geworden ist und er wird seine Tochter nie im Arm halten.

1. September 1939 - der Zweite Weltkrieg hat begonnen. Unku, die mittlerweile mit ihrer Gruppe in Magdeburg lebt, muss ein Papier unterschreiben. Kein Sinto, kein Rom darf Magdeburg verlassen. Sie dürfen nicht mehr reisen. Ihr wird übel.

Unku wird Zwangsarbeiterin in der Sack- und Planfabrik "Curt Röhrich". Die Firma stellt auch "Zelte für General Erwin Rommels Afrikafeldzug her, dessen Truppen in der libyschen Wüste gerade gegen die Briten kämpfen. Und in ihrem anderen Betrieb in der Hennigestraße Uniformen".
1941 geschieht etwas, dass Unkus Geheimnis bleiben soll, neun Monate später bringt sie ihre zweite Tochter Bärbel zur Welt.
Mucki stirbt, ohne dass er seine Familie noch einmal gesehen hat, an den medizinischen Versuchen, die ihm in Buchenwald angetan wurden.

Am 1. März 1943 werden Unku, ihre Töchter und alle anderen ihrer Gruppe mitten in der Nacht abgeholt und in geschlossene Güterwagen verfrachtet.

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig neugierig machen auf Unkus wahre Geschichte. Und auch auf den Autor Janko Lauenberger, der hier auch aus seiner Kindheit erzählt, die er in der DDR zubrachte.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Das Buch hat mich tief beeindruckt

Von: Buchhandlung Athesia Bozen aus Bozen Datum: 19.03.2018

Buchhandlung: Athesia Bozen

Das Buch hat mich tief beeindruckt und nachdenklich gemacht. "Ede und Unku - Die wahre Geschichte" ist das dritte Buch, das ich zum Thema Vernichtung der Sinti und Roma im Holocaust gelesen habe. Im Vergleich zu den beiden anderen ist dieses Buch kein Roman und dadurch sehr viel authentischer. Das Buch konfrontiert mich aber auch mit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und mit unserer Zeit, die wieder von Vorurteilen geprägt ist. Dieses Buch wird die Welt nicht verändern und Geschehenes nicht auslöschen, aber es hat mich zum Nachdenken gebracht.

Barbara Pernter
Buchhandlung Athesia Bozen

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