Ein Universum aus Nichts

... und warum da trotzdem etwas ist

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Eine Reise zu den Ursprüngen unseres Universums

Warum gibt es alles und nicht nichts? Worüber sich Philosophen seit Jahrhunderten den Kopf zerbrechen, darauf weiß die Physik Antwort: Nach den neuesten Erkenntnissen kann durchaus alles aus dem Nichts entstanden sein. Und mit Lawrence Krauss ist das gar nicht so schwer zu verstehen. Ironisch, böse und zugleich mit einem Augenzwinkern weiß Krauss selbst die Erkenntnis, dass wir aller Wahrscheinlichkeit nach auch im Nichts verschwinden werden, höchst amüsant zu präsentieren, und schont dabei niemanden: weder Philosophen noch Theologen noch sich selbst.

Die Frage nach der Entstehung unseres Universums ist eine der bemerkenswertesten Erkundungsreisen, die die Menschheit je unternommen hat. Einstein, Hubble, Relativitätstheorie, Inflation und Quantenmechanik – kein Bereich der Kosmologie, über den Lawrence Krauss nicht verständlich und vor allem spannend zu erzählen weiß. Dabei fragt er immer auch nach den Quellen unseres Wissens: Wie hat sich unsere Vorstellung vom Ursprung aller Dinge entwickelt? Weshalb wissen wir, was wir heute wissen? Und warum können wir davon ausgehen, dass das auch stimmt? Mit Ein Universum aus Nichts hat er ein Buch geschrieben, das schlau macht – voller Seitenhiebe gegen die theologische Zunft und alle anderen esoterischen Welterklärungen. Ganz ohne Berechnungen.

"fundierte Einsichten in die neuere kosmologische Forschung“

P.M. Magazin (19. Juli 2013)

Aus dem Amerikanischen von Helmut Reuter
Originaltitel: A Universe from Nothing: Why There is Something Rather Than Nothing
Originalverlag: Simon & Schuster
eBook epub (epub), 40 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-09114-9
Erschienen am  18. März 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ist das Nichts nichts oder doch etwas?

Von: Katrin von Inkunabel

03.07.2019

Der Sinn des Lebens, das Universum und der ganze Rest üben schon immer eine gewisse Faszination auf mich aus. Als ich neulich über die Taschenbuch-Ausgabe Ein Universum aus Nichts von Lawrence M. Krauss stolperte, musste ich das Buch haben. Die amerikanische Originalausgabe mag bereits 2012 erschienen sein, doch hat das Sachbuch kaum an Aktualität verloren. Schließlich zerbrechen sich Generationen von Menschen den Kopf, wo alles seinen Ursprung hat: wir, die Erde, die unendlichen Weiten des Weltalls. Religionen bieten mitunter recht schillernde Erklärungsversuche. In diesem Sachbuch dient die Physik als Grundlage, um diese wichtigen Fragen logisch zu beantworten. Dabei ist Krauss' Ansatz überaus mutig. In elf Kapiteln bezieht er eindeutig Stellung und verbannt Gott aus der Schöpfungsgeschichte. Kern des 250-seitigen Buches ist die Frage, wie unser Universum aus Nichts bestehen und trotzdem etwas hervorbringen kann. Während er alte und neue Ideen hierzu vorstellt, baut er entlang physikalischer Erkenntnisse und Theorien eine Argumentationskette auf, welcher der Leser fasziniert folgt. Gleich zu Beginn stellt der Autor fest, dass er mit einem Schöpfer so gar nichts am Hut hat. Als Atheist sprach mich diese Einleitung spontan an. Auch im Verlauf des Buches war ich häufig recht amüsiert, wie vehement immer wieder religiöse Schöpfungsgedanken demontiert werden. Trotzdem handelt es sich bei Ein Universum aus Nichts mitnichten um eine Schmähschrift. Ganz im Gegenteil steckt das Buch voller Fakten aus Teilchenphysik und Kosmologie, mit denen der Autor seinen Standpunkt untermauert. So erfährt der Leser, wie das Universum nach aktuellen Erkenntnissen entstanden ist – und wie es enden könnte. Auch hier ist er gnadenlos und strickt diesen Gedanken bis zum Schluss weiter. Denn das Ende von allem bietet nicht viel Trost. Mittlerweile habe ich bereits einige Sachbücher gelesen, die sich mit ähnlichen oder angelehnten Themen beschäftigen. Bücher wie Verborgene Wirklichkeit oder Dunkle Materie und Dinosaurier legen ihren Schwerpunkt ganz klar auf die Theorie der Kosmologie. Krauss bietet jedoch mehr. Sein philosophischer Ansatz ist für den Leser etwas zugänglicher und gleichzeitig provokanter, er bringt Leben und Schwung in die manchmal trockene Wissenschaft. Schritt für Schritt weist er mittels logischer Argumente nach, dass religiöse Vorstellungen in der Naturwissenschaft völlig unangebracht sind. Die Fragen nach dem Nichts, dem Ursprung der Schöpfung und dem Platz von Gott in all dem erhitzen schließlich seit jeher die Gemüter. Ist das Sachbuch religionskritisch? Ja. Ist es deswegen weniger aufschlussreich? Nein! Im Gegenteil. Ein Universum aus Nichts holt den Leser ab und nimmt ihn mit auf eine Reise über unsere Vorstellungen des Nichts. Für manche mag allein der Gedanke an einen Ursprung ohne Gott unhaltbar sein. Ich hingegen war begeistert von der Herangehensweise des Autors sowie der lockeren und verständlichen Schreibweise, auf die er schwer greifbares theoretisches Wissen vermittelt. Zudem fühlte ich mich durch seine unverblümte Sprache herrlich unterhalten. Zwar würde ich nicht so weit gehen zu behaupten, das Buch wäre auch ohne Vorkenntnisse zur Kosmologie leicht verständlich. Wer sich jedoch bereits mit den gängigen Konzepten rund um Stringtheorie und Quantenmechanik etwas beschäftigt hat, wird es genauso lehrreich wie fesselnd finden.

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Universum ohne Schöpfer

Von: Elementares Lesen

07.06.2018

Die Frage, wie das Universum entstanden ist, bewegt uns seit ewigen Zeiten. Doch trotz der vielen Erkenntnisse, die wir dank der Wissenschaft gewonnen haben, ist es schwierig, sie eindeutig zu antworten. Physiker halten es für erwiesen, dass alles mit dem Urknall begann. Wie kam es dazu und was war davor? Der amerikanische Physiker und Kosmologe Lawrence Krauss geht davon aus, dass das Universum spontan aus dem Nichts heraus entstanden ist. Dazu braucht es auch keinen göttlichen Schöpfer, sondern lediglich einige Quantenfluktuationen im leeren Raum. 2009 hielt Lawrence Krauss auf Einladung der Richard Dawkins Foundation eine Vorlesung, die für viel Aufsehen sorgte. Sie bildet die Grundlage für das Buch Ein Universum aus Nichts, in dem Krauss seine dort vorgetragenen Ideen ausgearbeitet hat. Es steckt voller faszinierender Gedanken und Informationen. Dabei werden Koryphäen der Naturwissenschaft wie Einstein, Hubble, Heisenberg, Feynman und andere mit ihren großen Ideen zur Physik und Geschichte des Universums gestreift. Hubbles Erkenntnis, dass das Universum sich immer weiter ausdehnt, warf die Frage nach dessen Ursprung auf. Hier kommt die Urknalltheorie ins Spiel, welche Krauss mit vielen Argumenten untermauert. Womit lässt sich die Ausdehnung des Universums belegen? Zum Einem mithilfe der Untersuchung der Rotverschiebung bei Supernovae, zum Anderen, indem man die Gesamtmasse des Universums wiegt. Dabei wurde festgestellt, dass das Universum viel mehr Materie enthält, als es laut den Berechnungen eigentlich haben dürfte. Die Schwerkraft allein hält es nicht zusammen. Die Gründe dafür liegen vielmehr in dem ca. 25-prozentigen Anteil Dunkler Materie und der geheimnisvollen Dunklen Energie, welche sogar ca. 70 % der gesamten Materie ausmacht! Die zunehmende Ausdehnung wird in ferner Zukunft dazu führen, dass der Ursprung des Universums außerhalb der Messbarkeit und Sichtbarkeit liegt. Wir leben laut Krauss zufällig in einer Zeit, in der die Reststrahlung des Urknalls noch messbar ist. Aber die Galaxien entfernen sich immer schneller voneinander, so dass in ca. 2 Billionen Jahren alle anderen Galaxien aus dem Sichtfeld verschwunden sein werden. Ausgiebig diskutiert Krauss die Frage, ob das Universum offen, geschlossen oder flach ist – mit dem eindeutig belegbaren Ergebnis eines flachen Universums. Und nur hier passt seine These, dass das Universum aus dem Nichts entstand, verursacht durch Quantenfluktuationen, die zu einem Aufflackern und Zusammenballen von Materie führten. In den USA haben Krauss´ Thesen für heftige Reaktionen gesorgt, da er die Existenz eines göttlichen Schöpfers vehement ablehnt und die physikalischen Gesetze für ihn ausreichend sind, um die Entstehung und Beschaffenheit des Universums zu erklären. Dank seiner klaren, präzisen Sprache und vieler gut gewählter Beispiele, um die gewaltigen Dimensionen verständlich zu machen, kann man dem Autor in seiner Argumentation leicht folgen. Leider enthält dieses Buch weder ein Personenverzeichnis, Literaturverzeichnis noch einen Index der verwendeten Fachbegriffe. Zwischendurch hätte ich gern mal nachgeschlagen, wo z.B. die Begriffe kosmologische Konstante oder falsches Vakuum eingeführt werden oder welche Originaltexte der Autor verwendet hat. Für interessierte Laien ist das Buch dennoch sehr gut geeignet. Es ist allerdings hilfreich, mit dem astronomischen Vokabular vertraut zu sein und die Grundkonzepte bereits zu kennen.

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Vita

Der Professor für Physik und Astronomie sowie Leiter der Fakultät für Physik an der Case Western University wird als Autor mehrerer Sachbücher bekannt, die ihm viel Lob und Anerkennung einbringen: "Fear of Physics: A Guide for the Perplexed" und "The Fifth Essence: The Search for Dark Matter" lauten zwei dieser Titel. Außerdem publiziert er über 100 wissenschaftliche Artikel. Für seine Arbeit wird er mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet , unter anderem 1986 mit dem Presidential Investigator Award des Weißen Hauses.

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