Eine Handvoll Asche

Roman

(7)
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Kalkutta 1921. Der Besuch einer Opiumhöhle nimmt für den britischen Ermittler Sam Wyndham ein unerwartetes Ende, als er im Rausch von einer Razzia überrascht wird und nun unerkannt vor seinen eigenen Leuten fliehen muss. Noch benommen vom süßlichen Rauch will er über das Dach des Hauses flüchten - und stößt auf eine Leiche. Mit zwei Stichen niedergestreckt, die Augen gewaltsam entfernt. Doch Wyndham hat keine Zeit, den Schauplatz genauer zu untersuchen. In letzter Sekunde bringt er sich selbst in Sicherheit.

Aber der grausame Fund ist erst der Auftakt einer Reihe blutiger Ritualmorde, die das politisch immer unruhiger werdende Kalkutta in Angst und Schrecken versetzen.

»Abir Mukherjees neuer Fall besticht durch seine anschauliche Darstellung der schwierigen politischen Lage der Kolonialherren, die den gewaltlosen Widerstand der Inder nicht verstehen.«

dpa (03. August 2019)

Aus dem Englischen von Jens Plassmann
Originaltitel: Smoke and Ashes (Sam Wyndham 3)
Originalverlag: Harvill Secker
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24516-0
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mysteriös, spannend und mit packendem Finale

Von: Nicoles Bücherwelt

14.08.2019

Band 3 der Sam Wyndham-Reihe Kalkutta 1921. Der Besuch einer Opiumhöhle nimmt für den britischen Ermittler Sam Wyndham ein unerwartetes Ende, als er im Rausch von einer Razzia überrascht wird und nun unerkannt vor seinen eigenen Leuten fliehen muss. Noch benommen vom süßlichen Rauch will er über das Dach des Hauses flüchten - und stößt auf eine Leiche. Mit zwei Stichen niedergestreckt, die Augen gewaltsam entfernt. Doch Wyndham hat keine Zeit, den Schauplatz genauer zu untersuchen. In letzter Sekunde bringt er sich selbst in Sicherheit. Aber der grausame Fund ist erst der Auftakt einer Reihe blutiger Ritualmorde, die das politisch immer unruhiger werdende Kalkutta in Angst und Schrecken versetzen. (Quelle: Klappentext) „In einem Bestattungsinstitut auf eine Leiche zu stoßen ist nicht ungewöhnlich. Dass sie kurz zuvor noch aus eigener Kraft durch die Tür marschiert ist, dagegen schon. Ein zweifellos faszinierendes Rätsel, bloß fehlte mir die Zeit, mich damit zu beschäftigen, da ich gerade um mein Leben rannte.“ (Sam Wyndham) – Seite 10, eBook …mit diesem Satz beginnt der 3. Band der historischen Krimireihe um Captain Sam Wyndham, der vor über drei Jahren von London nach Kalkutta versetzt wurde. Zusammen mit seinem Kollegen, dem Sergeant „Surrender-not“ Banerjee wird er zu einem Mordfall gerufen, der einige Rätsel aufweist – denn genau diese tödlichen Verletzungen hat Wyndham erst gestern bei einer anderen Leiche, über die er bei seiner Flucht aus der Opiumhöhle gestolpert ist – gibt es da einen Zusammenhang? Nach und nach stoßen die beiden Ermittler auf immer mehr Hinweise, die eine klare Spur ergeben. Jedoch versucht eine andere Stelle die Nachforschungen zu verhindern – mit allen Mitteln…. Neben einem sehr mysteriösen Fall erfährt man auch wieder einiges über die aktuellen Entwicklungen in Indien, denn der Roman spielt in einer Zeit voller politischer Unruhen – diese werden vom Autor detailreich geschildert. Zudem rückt auch das gesundheitliche Problem von Sam Wyndham immer mehr in den Vordergrund – seine Opiumsucht, mit der er schon lange zu kämpfen hat. Die Handlung entwickelt sich langsam und nimmt nach und nach immer mehr an Fahrt auf – viele einzelne Puzzleteile fügen sich zusammen und ergeben schließlich ein sehr überraschendes Bild. „Ich nahm den Raum noch einmal in Augenschein. Irgendwas passte hier nicht, wie eine falsche Note inmitten eines Musikstücks. Aber ich kam einfach nicht dahinter, was es war.“ (Sam Wyndham) - Seite 187/188, eBook Hinten im Buch findet man neben einem interessanten Nachwort auch wieder ein hilfreiches Glossar, in dem die indischen Begriffe erläutert werden, die im Roman immer wieder auftauchen. Auch erfährt man mehr zu den historischen Ereignissen aus den 1920er Jahren, die in Indien politisch sehr unruhig waren. Mein Fazit: Wieder ein gelungener Band der historischen Krimi-Reihe. „Eine Handvoll Asche“ hat mir sogar noch etwas besser gefallen als die beiden Vorgänger – ein spannender Fall voller Rätsel vor außergewöhnlicher Kulisse und einem packenden Finale. Sehr lesenswert!

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Konsequent hochwertige Fortführung der Wyndham-Reihe. Absolute Leseempfehlung.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

18.07.2019

Als Ermittler Sam Wyndham bei einer Razzia in einer Opiumhöhle überrascht wird, flieht er Hals über Kopf, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Auf seiner Flucht stößt er auf eine Leiche. Als er die folgenden Tage mit einem neuen Fall betraut wird, ahnt er nicht, dass schon bald auch genau jene geheimnisvolle Leiche in seine Ermittlungen eine Rolle spielt … . Sam Wyndham ist zurück und im ersten Moment gerät man tatsächlich in Versuchung und möchte sagen, dass sein drittes Abenteuer auch sein bestes ist. Doch schon bald stellt sich heraus, dass sich keines der drei bisher erschienen Bücher aus der Reihe den Rang abläuft. Jeder Fall ist für sich genommen ein Pageturner, der es in sich hat und dessen Sog man sich schon nach den ersten Seiten nicht mehr entziehen kann. Es liegt mit Sicherheit an der flüssigen Schreibweise und den humorvollen Einlagen des Autors, dass man am liebsten einfach nur immer weiterlesen möchte, bis man das Ende erreicht hat. Wie schon in den Vorgängerromanen beschreibt Mukherjee die Zeit, in der die Geschichte spielt, hervorragend und so bildhaft, dass man oft denkt, man mache eine Zeitreise und wäre wirklich mit dabei. Im dritten Teil dieser fantastischen und süchtigmachenden Reihe geht der Autor die Handlung (und auch Erzählweise) aus meiner Sicht ein wenig ruhiger an, was mir aber ausnehmend gut gefallen hat. Und wieder werden historische Begebenheiten (hin und wieder leicht verändert und abgewandelt) in einen perfekt ausgetüftelten Kriminalfall verwebt, so dass sich in den Unterhaltungswert auch immer wieder ein Wissenseffekt einbettet, an dem man richtig Spaß hat. Durch die bildhaft beschriebene und detaillierte exotische Kulisse Kalkuttas fühlt man sich teilweise wie in einem Film und möchte das Szenario gar nicht mehr verlassen. Mukherjee hat mit Sam Wyndham einen Helden geschaffen, der Fehler hat und dennoch absolut sympathisch ist. Und auch wenn man nach den Vorgängerbänden andere Romane gelesen hat, verliert man den Bezug zu Wyndham nicht. Kaum sind die ersten Seiten gelesen, fühlt man sich in der Vergangenheit wieder wohl und kann sich an die ersten Abenteuer des britischen Ermittlers wieder erinnern. Abir Mukherjee besitzt eine wunderbare Gabe, denn er verstreut in seinem Text einen grandiosen Humor, der an keiner Stelle lächerlich oder störend wirkt, sondern unglaublich menschlich und authentisch ist. Neben dem opiumsüchtigen Hauptprotagonisten spielt natürlich auch sein Kollege Surrender-not wieder mit, den ich ebenfalls sehr ins Herz geschlossen habe. Die beiden sind ein Team, das man gerne begleitet und an dessen privaten Schicksalen und Problemen man Anteil nimmt. Die politischen und menschlichen Verstrickungen zwischen den beiden sind grandios in Szene gesetzt und verlangen nach mehr. Ich war anfangs nicht ganz sicher, ob Mukherjee diese Geschichte ursprünglich als Trilogie geplant hatte, wenn ich mir aber das Ende von „Eine Handvoll Asche“ ansehe, steigt in mir die Hoffnung, dass die Abenteuer von Sam Wyndham weitergehen. Wünschenswert wäre es auf alle Fälle, denn solch hochwertige, historische Krimis mit zwei Sympathieträgern bekommt man nicht allzu oft. Band 3 dieser tollen Reihe konnte mich also auch wieder uneingeschränkt (wie schon die Bände 1 und 2) begeistern. . Fazit: Konsequent hochwertige Fortführung der Wyndham-Reihe. Absolute Leseempfehlung. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Vita

Abir Mukherjee

Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Der Autor beweist erneut sein großes Talent für Kriminalromane.«

Bücher magazin (18. Mai 2019)

»Ein spannender und informativer Roman.«

Oberhessische Presse (05. August 2019)

»Ein genialer Krimi. Sein bisher bestes Buch.«

C. J. Sansom

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