Eine Handvoll Asche

Roman

(6)
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Kalkutta 1921. Der Besuch einer Opiumhöhle nimmt für den britischen Ermittler Sam Wyndham ein unerwartetes Ende, als er im Rausch von einer Razzia überrascht wird und nun unerkannt vor seinen eigenen Leuten fliehen muss. Noch benommen vom süßlichen Rauch will er über das Dach des Hauses flüchten - und stößt auf eine Leiche. Mit zwei Stichen niedergestreckt, die Augen gewaltsam entfernt. Doch Wyndham hat keine Zeit, den Schauplatz genauer zu untersuchen. In letzter Sekunde bringt er sich selbst in Sicherheit.

Aber der grausame Fund ist erst der Auftakt einer Reihe blutiger Ritualmorde, die das politisch immer unruhiger werdende Kalkutta in Angst und Schrecken versetzen.

»Ein genialer Krimi. Sein bisher bestes Buch.«

C. J. Sansom

Aus dem Englischen von Jens Plassmann
Originaltitel: Smoke and Ashes (Sam Wyndham 3)
Originalverlag: Harvill Secker
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24516-0
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Konsequent hochwertige Fortführung der Wyndham-Reihe. Absolute Leseempfehlung.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

18.07.2019

Als Ermittler Sam Wyndham bei einer Razzia in einer Opiumhöhle überrascht wird, flieht er Hals über Kopf, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Auf seiner Flucht stößt er auf eine Leiche. Als er die folgenden Tage mit einem neuen Fall betraut wird, ahnt er nicht, dass schon bald auch genau jene geheimnisvolle Leiche in seine Ermittlungen eine Rolle spielt … . Sam Wyndham ist zurück und im ersten Moment gerät man tatsächlich in Versuchung und möchte sagen, dass sein drittes Abenteuer auch sein bestes ist. Doch schon bald stellt sich heraus, dass sich keines der drei bisher erschienen Bücher aus der Reihe den Rang abläuft. Jeder Fall ist für sich genommen ein Pageturner, der es in sich hat und dessen Sog man sich schon nach den ersten Seiten nicht mehr entziehen kann. Es liegt mit Sicherheit an der flüssigen Schreibweise und den humorvollen Einlagen des Autors, dass man am liebsten einfach nur immer weiterlesen möchte, bis man das Ende erreicht hat. Wie schon in den Vorgängerromanen beschreibt Mukherjee die Zeit, in der die Geschichte spielt, hervorragend und so bildhaft, dass man oft denkt, man mache eine Zeitreise und wäre wirklich mit dabei. Im dritten Teil dieser fantastischen und süchtigmachenden Reihe geht der Autor die Handlung (und auch Erzählweise) aus meiner Sicht ein wenig ruhiger an, was mir aber ausnehmend gut gefallen hat. Und wieder werden historische Begebenheiten (hin und wieder leicht verändert und abgewandelt) in einen perfekt ausgetüftelten Kriminalfall verwebt, so dass sich in den Unterhaltungswert auch immer wieder ein Wissenseffekt einbettet, an dem man richtig Spaß hat. Durch die bildhaft beschriebene und detaillierte exotische Kulisse Kalkuttas fühlt man sich teilweise wie in einem Film und möchte das Szenario gar nicht mehr verlassen. Mukherjee hat mit Sam Wyndham einen Helden geschaffen, der Fehler hat und dennoch absolut sympathisch ist. Und auch wenn man nach den Vorgängerbänden andere Romane gelesen hat, verliert man den Bezug zu Wyndham nicht. Kaum sind die ersten Seiten gelesen, fühlt man sich in der Vergangenheit wieder wohl und kann sich an die ersten Abenteuer des britischen Ermittlers wieder erinnern. Abir Mukherjee besitzt eine wunderbare Gabe, denn er verstreut in seinem Text einen grandiosen Humor, der an keiner Stelle lächerlich oder störend wirkt, sondern unglaublich menschlich und authentisch ist. Neben dem opiumsüchtigen Hauptprotagonisten spielt natürlich auch sein Kollege Surrender-not wieder mit, den ich ebenfalls sehr ins Herz geschlossen habe. Die beiden sind ein Team, das man gerne begleitet und an dessen privaten Schicksalen und Problemen man Anteil nimmt. Die politischen und menschlichen Verstrickungen zwischen den beiden sind grandios in Szene gesetzt und verlangen nach mehr. Ich war anfangs nicht ganz sicher, ob Mukherjee diese Geschichte ursprünglich als Trilogie geplant hatte, wenn ich mir aber das Ende von „Eine Handvoll Asche“ ansehe, steigt in mir die Hoffnung, dass die Abenteuer von Sam Wyndham weitergehen. Wünschenswert wäre es auf alle Fälle, denn solch hochwertige, historische Krimis mit zwei Sympathieträgern bekommt man nicht allzu oft. Band 3 dieser tollen Reihe konnte mich also auch wieder uneingeschränkt (wie schon die Bände 1 und 2) begeistern. . Fazit: Konsequent hochwertige Fortführung der Wyndham-Reihe. Absolute Leseempfehlung. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Spannender Kriminalfall verpackt in einer interessanten Zeit

Von: Anett

15.07.2019

>> In einem Bestattungsinstitut auf eine Leiche zu stoßen ist nicht ungewöhnlich. Das sie kurz zuvor noch aus eigener Kraft durch die Tür marschiert ist, dagegen schon. Ein zweifellos faszinierendes Rätsel, bloß fehlte mir die Zeit, mich damit zu beschäftigen, da ich gerade um mein Leben rannte.<< (Seite 9) Das ging doch schon mal viel versprechend los. Schon auf den ersten Seiten hat mich das Buch gepackt, es war spannend, der Kriminalfall entsponn sich so langsam und vor allem die Zeit und die politische Lage fand ich durchaus faszinierend. Darüber habe ich noch nie was gelesen und war sehr gespannt. Das Buch spielt in Kalkutta, während der Kolonialzeit. Kalkutta war bis 1911 die Hauptstadt der Kolonie Britisch-Indien und Sitz des britischen Vizekönigs. Aus den Jahrhunderten der britischen Kolonialzeit stammen auch sehr viele der prächtigen, viktorianischen Verwaltungsgebäude. Als allerdings 1911 die indische Hauptstadt dann Delhi wurde, begann der Abstieg von Kalkutta. Man lernt wirklich während der tollen Kriminalgeschichte auch viel über die Stadt Kalkutta kennen und auch über die dort herrschende Hierarchie und den Briten. Klar hat man schon von Kolonien gehört und gelesen, hier finde ich dies sehr gut recherchiert und erzählt, ohne zu sehr ins Detail zu gehen und vom eigentlichen Plot abzukommen. Auch finde ich es sehr gelungen, wie der Autor hier auch bekannte Persönlichkeiten hinein bringt, die den indischen Unabhängigkeitskampf prägte, wie z. Bsp. Subhash Bose oder C.R. Das – der Präsident des Indischen Nationalkongresses. Und die beiden haben keine kleine Rolle in dem Buch bekommen. Als Leser fühlte man sich hautnah bei den Protesten dabei und ich war voll auf der Seite der Inder! >> Der wagen raste in Richtung Bhowanipore, dem Viertel, in dem Das wohnte. Surrender-not und ich saßen auf der Rückbank und leckten unsere Wunden.<<(Seite 367) Sam Wyndham und sein indischer Kollege Surrender-not ermitteln in einer mysteriösen Mordserie. Sam ist bereits nach dem 2. Mord klar, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Aber was ist das Motiv? Und was hat ein Krankenhaus damit zu tun? Nach und nach kommen die beiden Ermittler einer längst vergessenen Vergangenheit auf der Spur. Die Auflösung war dann irgendwann klar, aber auch sehr perfekt inszeniert. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, und allen, die Interesse an so einer Geschichte haben, kann ich es nahe legen. Allerdings ist dies bereits Teil 3 einer Serie, wobei ich keine Probleme beim lesen hatte, obwohl ich die beiden Vorgänger nicht kannte.

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Vita

Abir Mukherjee

Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Der Autor beweist erneut sein großes Talent für Kriminalromane.«

Bücher magazin (18. Mai 2019)

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